Dark-Kains kleine Welt
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Titel: ~*~Die verlorenen Seelen~*~
Autoren: Deffi (Alle Chaz's PoV) / Maxie (Alle Mike's PoV)
Pairing: Mike/Anna Chester/Sam (Linkin Park)
Rating: NC-17
Warnings: depri, rape, KEIN slash aber es geht trotzdem in der haubtsache um Chester und Mike. Anna und Sam sind sehr in denn hintergrund gestellt ;-)
(Abgeschlossen)


MIKES POV

„Mike, in 10 Minuten mußt du zur Schule. Hast du deine Hausaufgaben auch alle gemacht?“ meine Mutter immer Fürsorglich hoch drei. Keine Minute läßt sie mich mal aus den Augen, ich könnte ja wieder irgendwelchen Unsinn anstellen. Was meinen Eltern nicht paßt.
Ziemlich verträumt lief ich in die Privatschule.
Da meine Eltern ziemlich Reich sind, haben sie von Anfang an gesagt ich soll auf eine Privatschule gehen. Und das schon mit 7. Dort interessiert es keinem wirklich wie es dir geht. Wie du dich fühlst. Keinen kümmert das, Hauptsache du schreibst gute Noten.
„Mike Shinoda...“ rief auf einmal meine Lehrerin. Erschrocken sah ich auf,
„Nicht Träumen“ ich nickte und schrieb weiter. In letzter Zeit war ich ziemlich oft mit meinen Gedanken woanders, ich fühlte mich in meiner Umgebung fehl am Platz. Irgendwas fehlte. Aber was? Ich konnte es die ganzen Jahre nicht herausfinden. Doch wußte ich das irgendwas fehlt.
Morgen ist mein 16 Geburtstag, meine Eltern interessiert es recht wenig. Sie sind immer mit sich beschäftigt. Ihnen ist es egal wie ich mich fühle, Hauptsache sie haben ihren Spaß.

Nach der Schule, lief ich wie jeden Tag nach Hause, unterwegs wurde ich von paar meinen Freunden angesprochen. Die was mit mir unternehmen wollten, doch durfte ich nicht da ich Hausarrest habe.
Zuhause angekommen, lief ich sofort in mein Zimmer suchte mir paar andere Klamotten raus, die Schuluniform ist einfach grauenvoll. Eine Schwarze Baggy kam mir gleich recht. Die ziehe ich eh am liebsten an. Nun brauchte ich nur noch ein Shirt, ich hielt ein blaues Ecko Shirt hoch. Ein Blick in den Spiegel, und mein Auge wendete sich wie jedes mal zu meiner Kette. Ich machte die Kette ab und betrachtete sie. Es war eine Silberne mit einem Anhänger, eine Art Yin und Yang. Ich betrachtete mir die Rückseite, da stand etwas geschrieben >Mi< und darunter >rets<.
Was bedeutet das wohl? Lange schaute ich mir die Kette mit dem Symbol an, meine Mutter meinte mal das ich die schon hatte, als sie mich vom Heim geholt haben. Aber genaueres wußten sie auch nicht.
Nach einigen Minuten die vergangen sind, zog ich mein Shirt über und machte die Kette wieder ran.
Trotz des Verbotes das ich nicht raus darf, tat ich es trotzdem. Ich fuhr mit meinem Skatboard zu dem großen Park wo Kinder ausgelassen spielten. Jugendliche versuchten sich auf der Halfpipe. Hier traf ich mich eigentlich immer mit meinen Freunden. Doch irgendwie war keiner da, also fuhr ich langsam alleine auf die Jugendlich zu und setzte mich auf eine Bank, die direkt daneben war. Interessant beobachtete ich diese. Die konnten wirklich gut mit dem Board umgehen.
„Hi Mike“ sagte auf einmal Winnie Poo, eigentlich heißt er Michael. Aber er hat so eine gewisse Ähnlichkeit mit ihm.
„Na Winnie Poo, was geht?“ fragte ich.
„Andy und Tony kommen dann auch noch.“ Meinte er fröhlich und setzte sich neben mich. Gemeinsam beobachteten wir die Skater und Boarder. Langsam kamen dann auch die anderen beiden.
Ich stand auf, schnappte mir mein Brett und fuhr zur nächsten Pipe, die nur paar Meter weiter weg war als die andere. Dort fuhren wir bis spät Abends. Mal wieder hatten wir dabei die Zeit vergessen.

Zuhause gab es mal wieder total Streß deswegen. Ich bin aber auch selten dämlich, ich haue schon von Zuhause ab und dann bekomme ich es nicht mal in die Reihe pünktlich wieder Zuhause zu sein. Das ist wirklich hart. Dafür darf ich den ganzen Abend auf mein Zimmer bleiben. Ist vielleicht auch besser so.
An meinem Schreibtisch gesessen malte ich einfach nach der Musik. Ich malte den ganzen Abend, bis es meiner Meinung nach fertig war. Erst jetzt betrachtete ich es. Es waren zwei Jungen in meinem Alter, OK der eine sah mir wirklich ziemlich ähnlich. Vielleicht war ich das auch. Der andere hatte eine Brille und ... die Kette? Er hat die gleich Kette wie ich. Beim genaueren hinsehen, sah ich auch eine gewissen Ähnlichkeit.
Aber es ist nur ein Bild, nichts weltbewegendes. Was mich aber trotzdem interessieren würde ist wer der Junge ist? Wie er heißt? Er kommt mir so bekannt vor, als würde ich ihn schon lange kennen. Aber das geht nicht. Da es nur Einbildung ist, aus dem das Bild entstanden ist.
Mein Blick schweifte zum Fenster, wo ich die Sterne sehen konnte, ich stand auf und setzte mich so das ich die Sterne beobachten konnte.
Langsam verfiel ich wieder in meine Gedanken.
Seit fast 16 Jahren, lebe ich hier bei dieser Familie, die ja auch ganz in Ordnung sein können. Doch fehlt mir etwas. Von Jahr zu Jahr, um so älter ich werde desto deutlicher wird es, das mit etwas fehlt. Als wenn eine Hälfte meines Herzen woanders ist und ich es nicht finden kann. An meinem Geburtstag also morgen wird es noch deutlicher. Da sagt mir irgendwas das noch eine Person an dem gleichen Tag hat. Aber wer?



In der gleichen Zeit in der gleichen Stadt,....

Chaz's PoV

Ich saß in meinen Zimmer. Also Zimmer konnte man es nicht gerade nennen, er ne Abstellkammer mit Fenster.
Ich besaß kaum wert voll Sachen. Nur mein Skateboard war was wert. Noch nicht ein mal ein richtiges Bett hatte ich.
Nur eine dünne Matratze die auf dem Boden lag. Einen kleinen Kleiderschrank mit wenig Inhalt, ein Tisch und ein Stuhl.
Mehr nicht. Ich lebte zusammen mit meiner Pflegefamilie in einen heruntergekommenen Hochhaus im 16 Stock.
16.
So alt werde ich morgen.
Mein Geburtstag.
Auf das ich mich aber nicht wirklich freuen konnte.
Ich kriege eh nichts.
Überhaupt, brachte mir diese Familie nicht viel.
Außer schmerzen.
Ich wurde regelmäßig verprügelt und auch vergewaltigt.
Sie behandelten mich wie einen Sklaven. Ich musste die Hausarbeiten machen.
Halt alles was so anfällt.
Waschen, Kochen, putzen...
Wenn ich mal was nicht gut genug gemacht hatte bekam ich zum dank wieder Schläge.
Alles währe nicht so schlimm wenn ich freunde hätte.
Aber auch diese wahren rahr gesäht in meinen leben.
Wer will schon was mit einen herunter gekommenen loser anfangen?
Wirklich gute freunde hatte ich nur zwei.
Mark und Sebastian kurz Sebi sein Spitzname.
Ihnen ging es nicht viel besser als mir.
Deshalb verstanden wir uns wohl so gut.
Durch ihnen kam ich in Kontakt mit Drogen.
Ich nahm alles was ich kriegen konnte.
Angefangen beim kiffen bis hin zu harten Sachen wie Koks und Heroin.
Mir sah man auch an das ich Drogen nahm.
Ich war richtig abgemagert, war immer blas und hatte meistens gerötet Augen.
Meine richtigen Eltern kannte ich nicht.
Sie gaben mich weg als ich noch ein Baby war.
Eine Erzieherin meinte mal das ich Geschwister hätte.
Aber immer wenn ich sie drauf angesprochen hatte wurde es abgeblockt.
Ich weiß noch nicht mal ob es ein Bruder oder Schwester ist. Das durften sie mir angeblich nicht sagen da es meinen Eltern nicht wollten.
Als einzigen Hinweis hatte ich eine kette.
Das schwarze teil von Yin Yang.
Auf der Rückseite waren die Initialen "ke" und darunter "ehc".
Der untere war wohl der Anfang von meinen Namen.
Aber was das obere bedeuten soll habe ich bis jetzt nicht raus finden können.
So sehr ich es auch versucht habe.
Die kette ist mein Heiligtum, ich trage sie immer bei mir.
Zieh sie so gut wie nie aus.
Ich sitze auf meinen Stuhl am offenen Fenster und lasse meinen Blick in den Himmel schweifen.
Keine einzige Wolke versperrte die Sicht auf die Sterne.
In solchen Momenten fühle ich mich oft einsam.
So als ob mir jemand fehlen würde, der eigentlich da sein sollte.
Aber nicht ist.
Vielleicht ist auch nur eine Spinnerei von mir.
Weil ich schon immer alleine war.
Halt der Gedanke und die Hoffnung das jemand da draußen ist und zu mir gehört.
So älter ich werde um so mehr spüre ich das was nicht stimmt. Das mir irgendwas, irgend jemand genommen wurde. Ich seufzte leise als ich meinen Vater von der Küche Schrein hörte.
"Chester, komm so fort her." ich schloss für einen Moment die Augen, dann rief ich zurück.
"Ja ich komme sofort." ich schloss das Fenster und machte mich auf den weg zu ihm.
Was er jetzt wohl wieder von mir will.
"Wieso ist das essen kalt? Meinst du ich esse das jetzt noch." schrie er mich wütend an.
"Ich mache dir sofort was anderes. Was willst du haben?" fragte ich leise.
Er sagte mir was und verschwand dann im Wohnzimmer.
Ich machte mich dran wieder was zu kochen.
Ob ich keine anderen Probleme hätte.
Aber wenn ich ihn wieder sprechen würde, gäbe es nur wieder Prügel und darauf konnte ich gut verzichten.
Als das essen fertig war brachte ich es ihm ins Wohnzimmer und verzog mich wieder in meine Abstellkammer.
Ich musste noch Hausaufgaben machen.
Ich ging auf eine öffentliche schule. Dort wurde Drogenhandel und Kriminalität groß geschrieben.
Die Lehrer machten nichts dagegen.
Eher im Gegenteil.
Vor den meisten Schüler hatten selbst sie angst und ließen sie machen. Um 22 Uhr beschloss ich ins Bett zu gehen da ich am nächsten morgen wieder um 6 Uhr auf stehen musste. Ich stellte mir den Wecker und versuchte einzuschlafen.
Doch wollte es mir nicht so ganz gelingen.
Immer wieder schweiften meine Gedanken ab.
Nach einer stunde die ich immer noch wach im Bett verbrachte beschloss ich mir noch eine zu kiffen.
Meinen Eltern war es eh egal, wenn sie es überhaupt mit bekamen. Ich öffnete wieder das Fenster und schon kam mir eine kühle Sommerbrise entgegen.
Ich baute mir eine Tüte und zündete sie an.
Den Stoff ließ ich genüßlich durch meine Lungen ziehen bis das ich ihn nach kurzen Augen blicken wieder aus atmete.
Ich saß noch eine weile da bis mein Blick auf den Wecker schwenkte.
Punkt null Uhr.
Jetzt bin ich 16.
Und habe nichts davon. Ich seufzte leise und schmiss die Reste von dem Joint einfach aus dem Fenster.
Ich schloss es wieder und legte mich wieder hin.
Nach kurzer zeit war ich eingeschlafen.

Mikes POV

Am nächsten Morgen war es dann soweit, ich hatte Geburtstag. Mein Eltern standen wie eigentlich immer zu meinem Geburtstag schon im Zimmer und weckten mich. Meine Mutter hatte wie jedes Jahr eine Torte gebacken, auf der nun 16 Kerzen waren, die ich auspusten durfte.
„Alles, alles Gute zum 16 Geburtstag.“ Beide Gratulierten mir.
„Könnt ihr die Torte mit runter nehmen? Ich möchte erst mal ins Bad.“ Sie nickten und ich verschwanden beide.
Ich sah auf meinen Wecker es war gerade mal 8 Uhr. Um 10 sollten wir am neuen Kaufhaus sein, da wir heute eine Erkundungstour da machen. Dort sollen wir bis 15 Uhr unterhalten werden, danach können wir uns noch etwas dort umsehen.
Worauf ich wirklich sehr viel Lust habe. Das beste ist aber das wir keine Uniform anziehen müssen, also kann ich mit meiner Lieblingskleidung da hin gehen. Fröhlich suchte ich mir etwas raus und lief ins Bad. Duschte ausgiebig, Putzte die Zähne und machte meine Haare.
Fertig angezogen lief ich runter in die Stube wo meine Eltern, besser gesagt Stiefeltern schon den Tisch gedeckt haben.
Ich saß gerade am Eßtisch mit ihnen und schmierte mir mein Brötchen.
„Ich fahre dich dann zu dem Treffpunkt. Wie lange werdet ihr denn dort bleiben?“
„Wir sind bis 15 Uhr dort, danach werde ich aber bestimmt mit meinen Freunden noch etwas dort bleiben.“ meine Eltern müssen ja nicht gleich wissen wer damit gemeint ist. Ich glaub wenn sie das wüßten, würden sie mir das gleich verbieten. Sie haben etwas gegen normal Menschen. Wie es Tony, Andy und Winnie Poo sind. Wo sie meine besten Freunde und zugleich einzigen Freunde sind. Mit denen habe ich mich 15 Uhr am Eingang verabredet.
„Ist OK. Ich gebe dir noch etwas Geld mit, dann kannst du dir auch etwas kaufen.“
„Wenn du meinst“ insgeheim, wollte ich ihr Geld nicht. Ich wollte? Ja was wollte ich denn? Ich möchte endlich herausfinden wer die andere Hälfte der kette hat. Ich denke immer mehr darüber nach und bin der Meinung, das ich vielleicht irgendwo noch so was wie einen Bruder oder eine Schwester habe.
Aber warum haben meine Eltern das nie gesagt?
„Mike... was ist denn mit dir?“
„Ines. Als ihr mich aufgenommen habt. Haben da die Erzieher euch irgendwas gesagt? Also ob ich einen Bruder oder so habe?“ ich sah sie an
„Nein, tut mir Leid. Keiner hat davon je was gesagt.“
„Kannst du mir zufällig das Heim sagen in dem ich war?“
„Cinson Heim. Ja so hieß es.“
„das ist ja ganz hier in der Nähe.“
„Wieso willst du das denn wissen?“ ich erzählte ihn meine Vermutung, doch sie glaubten mir nicht, wie eigentlich immer, wenn ich ihnen so etwas erzählte.
„Ich muß los...“ sagte ich schnell schnappte meinen Rucksack, das Skateboard und fuhr los. Direkt in Richtung Cinson Heim.

Chaz POV


Am nächsten morgen wurde ich unsanft durch das nervige piepen von meinen Wecker aus meinen träumen gerissen.
Ich schaltete ihn aus und stand auf.
Zog frische sahen aus meinen Schrank und ging erst mal duschen. Nach dem ich alles im Bad erledigt hatte ging ich wieder in meine Zimmer und räumte die restlichen Schulsachen in meinen Rucksack.
Dann ging ich in die Küche und machte für alle Frühstück.
Meine Eltern stehen aber erst auf wenn ich aus dem Haus bin.
Trotzdem musste ich schon mal alles vorbereiten.
Um 7 Uhr verließ ich die Wohnung.
Da der auf Zug mal wieder kaputt war musste ich die ganzen 16 Stockwerke runter laufen.
Gemütlich machte ich mich auf den weg Richtung schule.
Ich zündete mir gerade ne kippen an als mir jemand auf die schultern klopfte.
Ich drehte mich um und sah in die grinsenden Gesichter von Mark und Sebi.
"Na alles klar?" fragte mich sebi während wir uns wie üblich mit einen Handschlag begrüßten.
"Jo alles klar und bei euch?" sie nickten.
"Wie immer halt. Hy wie fühlt man sich so mit 16?" fragte mich Mark, ich war der älteste von uns drein. Sebi und Mark werden erst im November bzw. Dezember 16.
"Nicht viel anderes als vor her auch." wir unterhielten uns noch eine weile bis wir das Schulgebäude erreichten.
Da es in dem Moment klingelte haute ich meine kippe weg und gingen direkt rein zum Unterricht.
Der verlief wie üblich langweilig, wir saßen da eigentlich nur unsere zeit ab.
Mark und Sebi beschloss die letzten beiden blau zu machen.
Ich konnte mir das nicht erlauben da normalerweise direkt zu hause angerufen wird.
Aber wir hatten die letzten beiden eh nicht zusammen und der Lehrer mit den sie hatten interessierte es nicht ob jemand da war oder nicht.
Wir verabredeten uns noch das wir uns gegen 15 Uhr vor dem großen Kaufhaus trafen.
Damit verschwanden sie. Ich ging hoch in den Chemiesaal in dem ich die nächsten zwei stunden gelangweilt verbrachte bis endlich die erlösenden Schulklingel sich meldete und wir nach hause konnten.

Mikes POV

Davor blieb ich stehen, kurz zögerte ich dann lief ich doch rein. Kaum hatte ich die Tür geöffnet, hörte ich von allen Seiten Kindergeschrei. Eine Erzieherin kam auf mich zu
„Guten Tag, wie kann ich ihnen helfen?“
„Ich suche den Direktor“
„Dann komme mal mit Junger Mann.“ Sie führte mich in einen langen Gang, wo ich dachte das der nie enden würde. Erst am hinteren Teil davon blieb sie stehen und zeigte auf die Tür.
„Vielen Dank“ sagte ich und klopfte. Sie nickte und verschwand.
„Herein“ kam es von drin. Ich atmete noch einmal tief durch und öffnete dann die Tür.
„Sind Sie hier der Direktor?“ fragte ich sofort während ich die Tür wieder zumachte.
„Ja, der bin ich und mit wem habe ich das vergnügen?“ sollte ich ihm meinem Namen sagen?
„Mike Shinoda“ entschied ich mich dann aber.
„Wie kann ich ihnen helfen?“
„Heute vor genau 16 Jahren haben Sie mich hier aufgenommen.“ Der Mann schien in seinem Gedächtnis nach dem Tag zu kramen, schien auch was zu finden.
„Ja, eine Schwester hat mir an dem Tag vor genau 16 Jahren selbst zwei wunderschöne Jungen mitgebracht. Und Sie sind Mike?“ ich nickte. Das hatte ich doch schon gesagt.
„Sie meinten gerade zwei Jungen? Wer war denn der andere?“ fragte ich neugierig. Sollte ich jetzt meine Antwort bekommen auf all meine Fragen?
„Das wissen Sie nicht? Dies war ihr Zwillingsbruder.“
„Mein Zwillingsbruder?“ ich dachte ich hör nicht Richtig, mein Zwillingsbruder. Da ist es auch kein Wunder wenn ich die ganzen Jahre denke das mir etwas fehlt. Mein Bruder fehlt mir und an meinem bzw. unseren Geburtstag wird es immer deutlicher. Das er nicht da ist.
„Ja, hat ihnen das niemand gesagt? Sie sind zwar keine eineiigen Zwillinge, doch sind Sie welche.“
„Haben Sie denn keine Informationen für mich?“
„Laß uns mal schauen“ meinte der Mann und begab sich aus dem Sessel. Er lief aus dem Raum. Und kam erst nach ungefähr 5 Minuten wieder. Ich saß mittlerweile in einem der anderen Sessel.
„Ich habe etwas gefunden. Was ich ihnen eigentlich nicht geben dürfte. Die Aufnahmebelege von ihnen und ihrem Bruder, genauso wo ihr Bruder hin kam.“
„Vielen Dank.“ Sagte ich, nahm die Zettel und lief wieder raus.
„Hast du gefunden was du suchst?“ fragte mich die Dame von vorhin.
„ja, danke noch mal“ damit verschwand ich aus dem Raum. Fröhlich fuhr ich mit meinem Skateboard in Richtung Kaufhaus, ich kam mal wieder als letzter dort an. Die Leute dort zeigten uns alles...
Kurz vor 15 Uhr, verabschiedete sich die Lehrerin von uns und wir konnten machen was wir wollten. Ich lief sofort mit meinem Board zum Eingang. Wo noch keiner von meinem Freunden da war. Erst jetzt betrachtete ich mir alles genau, was mir der Mann im Heim gegeben hatte.
Tatsächlich ich habe einen Zwillingsbruder namens Chester, jetzt weiß ich auch warum auf dem Anhänger steht, es steht für Chester. Also Mike und Chester, als Symbol das wir zusammen gehören.
Ich suchte mir den anderen Zettel raus, laß eine Adresse...
Immer wieder schaute ich hoch um zu sehen ob die anderen endlich mal kommen doch keiner kam. Neben mir schien auch ein Junge auf seine Freunde zu warten. Er war etwa in meinem Alter, hatte eine Brille und hochgegelte Haare, so wie ich. Er schien auch Skateboard vernarrt zu sein, denn er stand auf seinem und zog genüßlich an einer Zigarette.

Chaz's PoV

Ich war wie immer zu früh an unseren Treffpunkt.
Also zog ich meine kippen aus meiner Jeans und steckte mir eine an.
Neben mir stand auch ein junge etwa in meinen alter.
Er schien fröhlich und interessiert etwas zu lesen.
Er grinste die ganze zeit vor sich hin.
Ich wünschte mir echt ich könnte auch so fröhlich sein.
Ich beachtete ihn aber nicht weiter.
Gespannt wartet ich das Mark und Sebi endlich kamen.
Und da endlich bewegten sie ihre Ärsche auch mal nach hier.
Wie immer begrüßten wir uns mit einen Handschlag.
Wir wollten gerade rein ins Einkaufscenter als mir ein junge ein Blatt in die Hand drückte.
Ich guckte ihn nur kurz schief an und ging weiter mit Mark und Sebi rein.
Ich wollte den zettel schon zerknüllen und weg schmeißen als ich einen flüchtigen Blick drauf warf.
Cinson Kinder- und Jugendheim.
Stand ober drauf.
War das nicht das heim in dem ich früher war?
Ich lass aus neugierde weiter.
Dort waren Daten angegeben.
Unter anderen auch meine alte Andresse.
Bevor meine Stiefeltern in dieses verkackte Hochhaus zogen wohnten wir in einen kleinen Mehrfamilienhaus.
Ich lass weiter.
Über einen gewissen Mike.
Er hatte am gleichen Tag wie ich Geburtstag.
Nur das er 10 Minuten älter war als ich.
Durch die zusammen hänge kam ich auf den entschluss dass, das wohl mein Bruder sein musste.
Da viel mir meine kette ein.
Ich zog sie unter meinen Shirt hervor und starrte drauf.
"ke" lass ich wie schon so oft an dem Anhänger.
"Mike." ich starrte immer wieder von dem Blatt auf meine kette.
"Chaz, Hy Chaz alles klar?" Sebi fuchtele mit seinen Händen vor meinen Gesicht herum. Ohne was zu sagen drehte ich mich um und rannte wieder zu Ausgang in der Hoffnung der junge der vorhin das Blatt so ausführlich gelesen hatte war noch da.
Doch niemand war zu sehen. Ich rannte auf dem Parkplatz um her, doch sie waren verschwunden.
Ob das mein Bruder war?
Wahrscheinlich denn was sollte er sonst mit meiner Adresse?
Traurig ließ ich mich auf einen nahegelegenen Bank fallen.
Gott ich hatte tatsächlich einen Bruder.
Aber wenn er es war, er sah mir kaum ähnlich, obwohl wir am gleichen Tag Geburtstag hatten.
Hmm...vielleicht waren wir ja zweieiige Zwillinge, die sehen sich ja kaum ähnlich.
Ja das könnte hin hauen.
Ich nam mir noch mals den zettel und suchte nach einen Hinweis wo er wohnte.
Doch nichts.
Traurig starrte ich durch die Gegend.
"Alles gute Mike." murmelte ich leise vor mich hin.
Stand auf und ging wieder zurück zum Eingang wo Mark und Sebi mich am suchen waren.
"Man alter was ist den los?" fragte sie mich. Ich drückte Ihnen den zettel in die Hand.
"Les" sagte ich knapp. Als sie es durch hatten sahen sie mich überrascht an.
"Hy geil du hast nen Zwillingsbruder?"
"Ja anscheinend. Ich wüsste nur gerne wo der junge der das Blatt hatte vor hin hingegangen sind."
"Ich geh am besten jetzt nach hause." fügte ich noch traurig hinzu. Sie nickten und wir verabschiedeten uns.
Ich skatete nach hause.
Dort angekommen durfte ich mir erst mal die brüllerrei von meinen Stiefvater an tun.
Er schlug mich auch wieder ohne Grund.
Geknickt ging ich in mein Zimmer und ließ mich auf die Matratze fallen.
Ich starrte Minuten lang die decke an.
Hoffentlich wirst du besser behandelt als ich Mike.
Ich wünsche dir nur das beste.
Aber war der junge vor hin überhaupt mein Bruder?
In mir wahren wieder sprüchliche Gefühle.
Auf der einen Seite ja, auf der anderen Seite nein.
Nach weiteren 20 Minuten des grübeln erhob ich mich und ging zum Fenster und öffnete dies.
Ich kramte mir wieder meinen Stoff zusammen und baute mir wieder ne Tüte.
Genüsslich rauchte ich sie mir und ließ meinen Gedanken freien lauf.

Mikes POV

Endlich kamen Tony und Andy
„Na endlich ihr Schnarchnasen“
„Ja sorry ging nicht früher.“ Entschuldigte sich Andy, Tony begutachtete schon derweil meine Zettel, den einen mit der Adresse nahm er mir aus der Hand.
„He gib den her“ fauchte ich ihn an.
„Ist der so wichtig für unseren Mikeyboy?“ und grinst mich total bescheuert an.
„Ja verdammt und nun gib den verdammten Zettel her“ doch er tat es nicht und drückte es dem anderen Jungen in die Hand, dieser verschwand gerade mit seinen Freunden im Kaufhaus.
„Sag mal Hackts oder was?“ schnauzte ich ihn an. Ich glaub ich spinne, der Idiot hat tatsächlich die Adresse von meinem Bruder weggegeben.
„Weißt du eigentlich wie wertvoll der Zettel für mich war?“ da stand nicht nur die Adresse von Chester drauf, auch unsere Geburtsdaten und alles.
„Mensch nun mach mal kein herman her, wenn du unbedingt ne Adresse haben willst dann schreib ich dir meine auf.“ scherzte er immer noch. Doch mir war nicht nach scherzen zu Mute. Mir war eher nach heulen zu mute.
„Du bist wirklich so ein Idiot. Auf dem Zettel stand die Adresse von meinem Zwillingsbruder.“ Fauchte ich ihn an. Jetzt wußte er es.
„Seit wann hast du denn einen Bruder?“ fragte er stutzig.
„Seit dem ich auf der Welt bin!“ gab ich patzig zurück. Und lief ins Kaufhaus, in der Hoffnung das ich den jungen vielleicht wiederfinde. Doch wie es der Zufall nun mal will, war der Junge spurlos verschwunden.

Zu dem Mann ins Heim kann ich nicht noch mal. Der gibt mir bestimmt nicht noch mal die Auskunft. Man was stand denn bloß darauf? Chester... B...Ben.... Irgendwas mit Ben... Mein Auge suchte nach einer Telefonzelle die Halle ab, aber keine war da.
„Mike, das wußte ich doch nicht. Komm ich Lade euch zum Eis ein.“
„OK.“ Somit liefen wir zu einem Eiskaffee und setzten uns rein. Winnie Poo hat in der Zeit auch zu uns gefunden. In Gedanken versunken saß ich am Tisch.
„Alles Gute Chester....“ sprach ich innerlich vor mich her.
„Erde an Mike? Bitte kommen?!“ ich schreckte auf.
„Ja...“ und drehte mich zu Poo um
„Was ist denn heute los?“
„Tony hat Mike einen sehr wertvollen Zettel aus der Hand gerissen. Und als er ihn wiederholen wollte, war der Typ verschwunden.“
„Ist das denn so schlimm?“
„Ja verdammt noch mal. Wißt ihr was laßt mich doch heute einfach in Ruhe“ meinte ich ziemlich gereizt, stand auf und verließ das Cafe. Mit meinem Skateboard fuhr ich in Richtung Zuhause.
Dort angekommen, packte ich meine ganzen Geschenke aus, es waren ziemlich viele. Andere Kinder hätten sich bestimmt darüber gefreut,
aber die Ansicht das ich nun wußte was mir fehlt.
Machte mich traurig,
ich wollte meinen Bruder endlich sehen,
ihn begegnen,
ihn kennenlernen.
Bloß wie?
Ich habe keinen Einzigen Hinweis mehr, ich weiß nur das er Chester heißt. Mehr weis ich nicht.

Wieder einmal wurde ich aus meinen Gedanken gerissen als wollten diejenigen nicht das ich weiter über meinen Bruder nachdenke.
„Mike“ rief meine Stiefmutter durchs Haus.
„Ja...“ ich stand vom Sessel auf, in dem ich mich kurz zuvor gesetzt hatte und lief ihr etwas entgegen.
„Und wie war es?“
„Ja ging schon.“ Antwortete ich.
„Ich geh hoch in mein Zimmer.“ Sagte ich nach einer kurzen Pause.
„OK.“ Und nickte, somit verschwand ich aus dem Raum. Lief direkt hoch in mein Zimmer, packte meine Rucksack aus und sah den Zettel. Den einen wo drauf stand wann wir geboren wurden, wo und so weiter. Aber einen kleinen Hinweis wo sie ihn hingebracht haben stand da nicht drauf.
Gelangweilt schaute ich auf meinen PC. Dann viel mir ein das wir doch ein Telefonbuch haben. Ich lief runter und holte es. Ich weiß zwar noch nicht wozu ich es gebrauchen werde und ob ich darin überhaupt etwas finden werde.
Ich suchte mir meine Stadt raus.
Aber was ist wenn er überhaupt nicht in dieser Stadt wohnt?
Sondern irgendwo anders?
Trotzdem ich schau jetzt unter B alles durch.
Ben...
„Benes...Bengsch...Benning...Bensch...Benz...Benzing...Benzler......“ keines der Namen ist der Richtige, obwohl Benning, nein das hieß anders.
Nach der zeit hatte ich es aufgegeben und legte das Buch beiseite, wohl oder übel mußte ich mir eingestehen das er doch in einer anderen Stadt wohnt.
Mit gesenktem Kopf machte ich mich dran, die Hausaufgaben zu machen.

Chesters POV

Um 17 Uhr beschloss ich noch mals raus zu gehen.
Vielleicht Seh ich ihn ja zufällig wieder.
Auch wenn ich es ehrlich gesagt nicht glaube.
Ich schnappte mir mein board und verließ das Haus. Endlich unten angekommen machte ich mich auf den weg und fuhr ziellos durch die Gegend.
Am Lincon Park angekommen fuhr ich zur Halfpipe.
In der Hoffnung ihn hier zu finden da er ja auch ein board bei sich hatte.
Hier tummelten sich viele jugendliche.
Schwer hier jemanden zu finden den man nur aus den Augenwinkel gesehen hatte.
Nach gut ner halben stunde ließ ich mich enttäuscht auf einer Bank nahe den skatern nieder und schaute ihnen noch ne weile zu.
Bis ich beschloss wieder nach hause zu fahren. Ich stand auf und wollte mich auf's board stellen als ich drei Jugendliche sah die auf mich zu kamen.
Der eine von heute mittag ging in der Mitte.
Der andere der mir das Blatt in die Hand gedrückt hatte rechts von ihm.
Der Typ in der Mitte sah mich und blieb stehen während die anderen beiden weiter gingen.
Wir schauten uns in die Augen.
Ob er es wirklich war?
Meine zweite Hälfte.
Nach kurzer zeit faste er sich wieder und kam direkt auf mich zu.
"Hy gut das ich dich sehe. Heute mittag hat dir doch einer der Arschlöcher da vorne ein zettel in die Hand gedrückt ne?" ich nickte.
"Hast du den noch? Das ist sehr wichtig für mich." meinte er.
"Wegen der Adresse die da drauf steht?" hackte ich nach. Er nickte.
"Wieso willst du die haben?" fragte ich weiter.
"Ich glaube nicht das dich das was angeht." meinte er scharf.
"Die addy kannst du eh vergessen weil die nicht mehr stimmt." meinte ich kühl.
Verdutzt schaute er mich an.
"Woher willst du das wissen?" meinte er misstrauig.
"Glaub mir ich weiß das. Und jetzt noch mal wofür brauchst du die?" ich wollte wissen ob er es wirklich ist. Allen Anschein nach schon. Sonst währe er nicht so versessen drauf.
Ich musterte ihn genau. Er hatte ein gepflegtes aus sehen und teure Markensachen an. Muss wohl aus ner reichen Familie kommen.
An seinen Hals blieb ich hängen.
Man konnte teile einer silbernen kette sehen.
Die unter seinen Shirt verschwand.
Vorsichtig streckte ich meine Hand danach aus und wollte sie raus ziehen um zu gucken ob es wirklich das war was ich vermutete.
Doch er schlug meine Hand weg.

MIKES POV

Gegen Abend verabredete ich mich erneut mit den Jungs, wir wollten noch etwas im Park Skaten. Vor dem Park trafen wir uns und liefen zu der Halfpipe. Dabei mußten wir an eine Bank vorbei, wo ein Junge saß.
Ich schaute ihn mir genauer an und sah das es der vom Kaufhaus war.
Das trifft sich gut, da kann ich ihn gleich mal nach dem Zettel fragen, dachte ich mir. Der Junge stand mittlerweile und die Jungs sind weiter gelaufen.
Für einen Moment trafen sich unsere Blicke. Mir kam es so vor als kenne ich ihn schon mein Leben lang, wo ich ihn erst einmal gesehen habe.
"Hy gut das ich dich sehe. Heute mittag hat dir doch einer der Arschlöcher da vorne ein zettel in die Hand gedrückt ne?" fragte ich den fremden, dieser nickte nur.
"Hast du den noch? Das ist sehr wichtig für mich." Fragte ich weiter
"Wegen der Adresse die da drauf steht?" hackte der Junge nach, ich nickte.
"Wieso willst du die haben?" fragte er.
"Ich glaube nicht das dich das was angeht." Sagte ich scharf.
"Die addy kannst du eh vergessen weil die nicht mehr stimmt." Meinte er kühl.
Verdutzt schaute ich ihn an.
Woher will er wissen das die Adresse darauf nicht mehr stimmt?
"Woher willst du das wissen?" meinte ich.
"Glaub mir ich weiß das. Und jetzt noch mal wofür brauchst du die?" fragte er erneut.
Wieso will er das denn wissen? Und wieso mustert er mich gerade von oben bis unten?
Er schien an meinem Hals irgendwas gefunden zu haben, denn er stierte eine Zeit da drauf. Schon streckte er seine Hand aus, er wollte wohl irgendwas raus ziehen, Reflexartig schlug ich seine Weg.
"darf...darf ich die kette mal sehen?" flüsterte er.
"Ich wüsste nicht warum." Meinte ich Kühl.
"Bitte das ist sehr wichtig." sagte er wieder leise.
Nach einigen Hin und Her, verdrehte ich geschlagen meine Augen und zog die Kette hervor.
Mit ihm schien etwas passiert zu sein, denn er starrte regelrecht auf das Yin Yang Zeichen.
"Oh mein Gott." sagte er leise.
"Was ist hast du noch nie nen Anhänger gesehen oder was?" fragte ich ihn.
"Steht...also steht da hinten etwas drauf. Inizialien?" woher wußte der was von den Inizalien?
"Woher weißt du das?" wollte ich wissen. Er nahm den Anhänger in die Hand und drehte ihn um, um zu lesen was dahinter stand. Bei den Anblick was hinten drauf stand erstarrte er noch mehr.
Wieso starrt er so auf die Kette. Nun ließ ich auch mal meinen Blick über ihn schweifen und wie ich hatte er auch eine Kette die er am Hals trug.
Vorsichtig zog ich sie hervor. Ihm schien es nichts auszumachen.
Schon kam eine andere Hälfte des Yin Yang Zeichen zum Vorschein.
Schnell drehte ich es um, es waren inizalien. Genau wie bei mir.
Er ließ meine los und machte seine Kette ab, er hielt sie direkt an meine.
Es paßte, er drehte sie rum und da stand Mike und Chester.
Mein Bruder... das glaub ich doch nicht.
Ich machte meine Kette ab und nahm ihn seine aus der Hand.
Genau wie er hielt ich sie dagegen. Es paßte wirklich.
Erneut schauten wir uns in die Augen.

Chaz POV

"Darf...darf ich die kette mal sehen?" sagte ich leise kaum verständlich.
"Ich wüsste nicht warum." meinte er nun kühl.
"Bitte das ist sehr wichtig." sagte ich wieder leise.
Er verdrehte die Augen und zog sie raus.
Zum Vorschein kam das weiße Stück von Yin Yang.
Ich starrte den Anhänger an.
"Oh mein Gott." sagte ich leise.
"Was ist hast du noch nie nen Anhänger gesehen oder was?" fragte er mich.
"Steht...also steht da hinten etwas drauf. Inizialien?" er schaute mich verwundert an.
"Woher weißt du das?" wollte er wissen. Ich nahm mir den Anhänger in die Hand und drehte ihn um, um zu lesen was dahinter stand. Ich erstarrte noch mehr.
Da sah er wohl meine kette die auch unter meinen Shirt war.
Vorsichtig zog er sie raus.
Auf ein mal weiteten sich seine Augen.
Er drehte auch meine um.
Ich ließ seine los und macht meine kette von meinen Hals ab und hielt sie an seine.
Kein Zweifel.
Er muss mein Bruder sein. Unglaubwürdig zog er auch seine aus und nahm mir meine aus der Hand. Er hielt sie so wie ich vorher aneinander.
Ich lass hinten unsere beiden Namen.
Wir schauten uns in die Augen.
"Bist du wirklich Mike? Mein Bruder?" fragte ich leise.
Er konnte nur nicken.
dann vielen wir uns in die arme.
Ich konnte nicht glauben was da gerade passiert ist.
Ich hatte meine andere Hälfte gefunden.
Das andere teil meines Herzens.
Seine zwei Kumpels die alles mit verflog hatten starrten uns an als wir uns wieder lösten.
"Ich glaube wir lassen euch mal allein. Wir sehen uns später." meinten sie und verzogen sich.
"Gott ich kann das nicht glauben, Chester." meinte er immer noch total perplex. Wir setzten uns auf einer Bank Abseits der anderen Jugendlichen und erzählten uns aus unseren leben. Wie es uns so ergangen ist.
Ich erfuhr das er in einer reichen Familie lebte, die ihm zwar viel materielle dinge gaben, aber nie das Gefühl geliebt zu werden.
So wie ich hatte er immer das Gefühl gehabt das ihm etwas im leben fehlte.
Als er fertig war forderte er mich auf nun über mein leben was zu sagen.
Es war mir unangenehm.
Er hatte nicht diese Qualen durch leben müssen wie ich.
Ihn hatte man nicht geschlagen, getreten und vergewaltigt.
Erwartungsvoll schaute er mich an. Ich wendete meinen Blick zu Boden.
"Was hast du?" ich fing an ihm alles zu erzählen, auch das ich Drogen nahm.
Als ich fertig war sah er mich geschockt an.

Wahrscheinlich wünscht er sich gerade mich nie kennen gelernt zu haben.
Ich bin halt ne große enttäuschen und wahrscheinlich schämt er sich gerade mich als Bruder zu haben.
Er sagte nichts schaute mich einfach nur an.
Nach weiteren fünf Minuten in denen er nichts sagten auf den Boden starrte beschloss ich weg zu gehen, damit er mich nicht weiter ertragen müsste.
Ich stand auf und wollte gehen als er mich am Handgelenk fest hielt.
Traurig schaute er mich an.
"Wo willst du hin?"
"Es ist besser wenn ich wieder gehe." sagte ich knapp.
"Aber warum?"
"Ich bin doch eh nur ne große Enttäuschung für dich." er schüttelte wild seinen Kopf.
"Nein, nein das bist du nicht. Du kannst nichts dafür das man dir das angetan hat." sagte er bestimmt und zog mich wieder zu sicher auf die Bank.

Mikes POV

"Bist du wirklich Mike? Mein Bruder?" fragte er leise.
Ich konnte nur nicken. Ich habe meinen Bruder gefunden, ohne zu zögern viel ich ihm in die Arme und wir umarmten uns. Nach gut 16 Jahren sind wir wieder vereint.
Jetzt weiß ich auch was mir die ganzen Jahre gefehlt hat.
Chester er hat mir gefehlt.
Meine beiden Freunde standen neben uns und sahen uns nur etwas komisch an, als wir uns lösten meinten sie
"Ich glaube wir lassen euch mal allein. Wir sehen uns später." Und fuhren weiter zur Halfpipe.
"Gott ich kann das nicht glauben, Chester." Ich war so glücklich und konnte es noch gar nicht richtig begreifen.
Wir setzten uns auf einer Bank Abseits der anderen Jugendlichen und erzählten uns aus unseren leben.
Wie es uns so ergangen ist.
Ich erzählte ihm alles was bei mir so vorgefallen ist, das ich eigentlich ein ziemlich schönes Zuhause habe, doch hat mir die ganzen Jahre was gefehlt.
Als ich fertig war wollte ich etwas von ihm wissen und sah ihn erwartungsvoll an.
Er erzählte mir das er in einem Hochhaus wohnt, dort hat er eine kleine Abstellkammer die er sein eigen nennen darf. Von seinen Stiefeltern wird er geschlagen, getreten und sogar vergewaltigt. Er hat mir auch gesagt das er Drogen nahm.

Jetzt habe ich meinen Bruder gefunden, die Hälfte die mir seit 16 Jahren weggenommen wurde, dann lebt er hier in dieser Stadt und seine Eltern benutzen ihn wie Dreck. Der Arme. Am liebsten würde ich ihn ja mit nach Hause nehmen, aber das geht nicht.

So verharrten wir 5 Minuten, ich schaute ihn einfach nur an, er hatte seinen Blick auf den Boden gerichtet.
Er stand auf und wollte auf einmal gehen. Nein, er darf nicht so einfach gehen. Ich schnappte mir sein Handgelenk und hielt es fest. Mit meinen Traurigen Augen sah ich ihn an. Man merkte mir bestimmt an das ich nicht wollte das er geht.
"Wo willst du hin?"
"Es ist besser wenn ich wieder gehe." Kam nur zurück.
"Aber warum?"
"Ich bin doch eh nur ne große Enttäuschung für dich." Wie kann er denn nur sowas sagen. Wie ein wilder schüttelte ich mit meinem Kopf.
"Nein, nein das bist du nicht. Du kannst nichts dafür das man dir das angetan hat." Sagte ich und zog ihn wieder zu mir auf die Bank.
„Sag es doch, du haßt mich jetzt?!“ er schaute mich nicht an, sein Blick war starr auf den Boden gerichtet.
„Du bist mein Bruder, wieso sollte ich dich hassen?“ fragte ich
„Weil mich alle hassen, und du auch? Jeder wendet sich von mir ab, sobald Sie wissen was Fakt ist.“ Ich merkte wie traurig er klang. Ich rückte näher und nahm in den Arm.
„Chester ich hasse dich nicht. Und von dir abwenden werde ich mich auch nicht. Die ganzen Jahre fühlte ich das was fehlt, jetzt weiß ich was es war und ich soll mich von dir abwenden, nein nie im Leben.“ nach dem er sich etwas aufgerafft hat, sah er mich lächelnd an.
„Komm laß uns noch eine Runde fahren?“ und sprang von der Bank auf.
„Ok Chester.“
„Nenn mich Chaz ja?“ ich nickte und gemeinsam liefen wir zu den anderen.
Tony und Andy wollten gleich wissen wer der Junge ist.
„Und hast du deinen Zettel wiederbekommen?“ fragte Tony
„Nö, den brauche ich nicht mehr“ und grinste Chaz an.
„Darf ich euch meinen Zwillingsbruder vorstellen?“ und klopfte Chazy auf die Schulter.
„Zwillingsbruder? Ihr seht aber nicht wie Zwillinge aus?“
„Hast du schon mal was von zweieiige Zwillinge gehört?“ er nickte
„Na siehst du“
„Jetzt aber los ich will auf die Halfpipe“ meinte Chester und fuhr mit seinem Board rüber. Ich zögerte nicht lange und fuhr hinterher.
Bis 22 Uhr fuhren wir noch, dann mußte ich langsam nach Hause.
„Jungs ich mach jetzt los“ sagte ich zu den drein. Tony und Andy nickten und fuhren weiter.
„Warte ich komme mit Mike“ kurz darauf liefen wir beide aus dem Park. An einer Kreuzung hielten wir an.
„Sehen wir uns morgen?“ fragte ich ihn.
„Klar, wieder am Park? So gegen 15 Uhr?“
„Ja OK. Dann bis morgen Bruderherz.“ Und grinste ihm entgegen. Dann trennten sich unsere Wege.

Zuhause angekommen, lief ich direkt in mein Zimmer, stellte das Board in die Ecke und schmiß mich auf mein Bett.
Vor meinem Geistigen Auge ließ ich den heutigen Tag noch mal Revue passieren.
Das beste heute war das ich meinen Bruder gefunden habe.
Ich kann es kaum aushalten ihn morgen wieder zu sehen. Mit einem guten gewissen schlief ich ein.
Am nächsten Morgen wurde ich durch meinen Wecker geweckt. Mal wieder stand Schule auf dem Plan. Doch die verbrachte ich schnell. Denn ich sehnte mich schon danach meinen Bruder wiederzusehen. Kurz vor 15 Uhr war ich schon am Park, bei der Pipe. Doch er kam und kam nicht. Dann war es 16 Uhr und er war immer noch nicht da.
Ob ihm was passiert ist?
Oder ob seine Stiefeltern ihn mal wieder?
Man, wenn ich nur seine Handynummer hätte, dann könnte ich ihn anrufen. Oder die Adresse hätte.
Aber nichts alledem hatte ich.
Mit gesenktem Kopf lief ich nach Hause.
War es vielleicht nur ein Hirngespinnst?
War er vielleicht gar nicht mein Bruder?
War es nur jemand der mich reinlegen wollte?
Aber er kam mir doch so vertraut vor und den Anhänger hatte er doch auch.

Chaz' PoV

Seit ich Mike das letzte mal gesehen hatte sind jetzt gut drei Wochen vergangen.
Ich sitze wie so oft an meinen Fenster und starre Gedanken verloren nach drausen.
Ich war seit meinen Geburtstag nicht mehr draußen gewesen. Da ich entweder in meinen Zimmer eingeschlossen, oder wenn ich kochen und sonstige Hausarbeiten machen musste, die Außentür abgeschlossen war.
Damit ich ja nicht meinen Bruder wieder sehen kann.
Sie wussten anscheinend schon als ich zu ihnen kam das ich einen hatte.
Aber aus irgendwelchen gründen die ich nicht kannte wollten sie nicht das ich mit ihn Kontakt habe. Irgend jemand aus dem Haus hier muss meinen Stiefeltern wohl gesagt haben das ich ihn gefunden hatte.
Darauf hin haben sie mich eingesperrt.
Ich dachte jeden Tag in ihn.
Ob er mich wohl vermisst?
Ob er sich sorgen um mich macht?
Wohl kaum.
Wir kennen uns ja eigentlich kaum.
Da ist halt nur die Tatsache das wir Geschwister sind.
Aber ich vermissen ihn.
So sehr.
Auch wenn wir uns kaum kennen, da ist doch diese Verbundenheit.
Dieses Gefühl das wir zusammen gehören.
Ob er wohl das gleiche fühlt wie ich?
Wer weiß...
Seit dem mein Stiefvater vor zwei Wochen seinen Job verloren hatte trank er.
Wenn er im Suff war vergewaltigte er mich.
Ihm war ich scheiß egal. Hauptsache er hatte was zu ficken während meine Stiefmutter arbeiten war.
Ein weiteres großes Problem das ich fest gehalten wurde war das ich kaum noch Stoff hatte.
Das war das einzige was mich noch einigermaßen über Wasser hielt. Da ich ja kaum noch was hatte, wartet ich immer bis ich die Entzugserscheinungen kaum noch aus halten konnte bis ich mir wieder was von den Drogen gönnte.
Es verging eine weitere Woche in der ich geschlagen und getreten wurde.
Ich sah schrecklich aus.
Mein rechtes Auge dick rotblau angeschwollen, viele schrammen im Gesicht.

Mikes POV

4 Wochen vergingen, seit meinem Geburtstag habe ich Chester nie wieder gesehen, langsam glaube ich das es nur ein Traum war.
Jeden Tag gehe ich in den Park um ihn vielleicht durch Zufall zu treffen aber nichts, kein Bruder weit und breit.
Auch im Kaufhaus, wo wir uns das aller erste mal gesehen haben, war er bis jetzt nicht mehr.
Ich merkte das mir eine Hälfte wieder fehlte. An dem Tag als wir uns kennengelernt hatten, hatte ich das erste mal das Gefühl das ich Glücklich bin und nun? Nun ist er einfach verschwunden.
Doch ich wollte ihn nicht einfach Aufgeben. Ich lief zum Telefon und rief die Auskunft an.
Von ihnen bekam ich die aktuelle Adresse von Familie Bennington.
Ich zögerte nicht lange und fuhr mit meinem Board in Richtung Hochhaus.
Chester erzählte mal etwas mit 16. Ja das er im 16 Stock wohnt. Somit lief ich die ganzen Treppen rauf, das Haus war ziemlich runter gekommen. Kinder spielten auf den Gängen und sahen mich alle nacheinander an.
Ist auch kein Wunder, was will ein reicher Bengel hier in diesem heruntergekommenen Hochhaus.
Vor der Tür der Familie angekommen, überkam mich ein ungutes Gefühl, ein Gefühl der Angst und der Trauer.
Etwas zögernd klopfte ich.
Schon ging geschreie von drinnen los.
„Beweg deinen Arsch zur Tür, es hat geklingelt.“ Ich hörte wie die Tür langsam aufgeschlossen wurde. Ein schüchterner Chester kam zum Vorschein. Sein Gesicht war mit blauen Flecken markiert. Seine Lippe blutete. Ich sah ihn einfach nur an.
„Wer ist es?“ schrie jemand von der Stube aus. Ich sah wie er zusammen zuckte.
„Was ist passiert Chaz?“ flüsterte ich, doch er antwortete nicht, sah mich einfach nur an.
„Was willst du?“ fauchte mich auf einmal eine Männerstimme an, Chaz wurde von der Tür weggeschleudert, in Richtung Schrank, wo er dagegen flog.
„Ich wollte fragen ob ich vielleicht mit Chester kurz reden kann.“
„Nein...“ und knallte die Tür vor meiner Nase zu. Ich drehte mich um und lief langsam die Treppen wieder runter raus aus dem Haus. Einen letzten Blick nach oben, da stand Chaz an dem Fenster, er hielt seine Hand da dran. Als Zeichen das er jetzt gerne bei mir wäre. Ich winkte und ging dann in Richtung Park.

Es vergingen wieder einige Tage, die ich einsam im Park verbrachte. Es war spät Abends, als ich auf einer Bank saß und meinen Freunden auf die Halfpipe zuschaute. Ein Junge kam gelaufen, doch erkannte ich nicht wer es war, erst als er bei mir war sah ich das es mein Bruder war. Sein Gesicht war starr auf den Boden gerichtet.
„Chaz“ sagte ich und sprang auf, lief direkt auf ihn zu. Dieser schaute auf, seine Augen sahen so leer aus.
Ohne zu zögern nahm ich ihn in den Arm.
„Was ist passiert?“ fragte ich nachdem wir uns wieder lösten.
„Meine Stiefeltern, haben raus bekommen das wir uns getroffen haben. Seit dem Tag haben Sie mich in der Wohnung regelrecht eingesperrt.“

Chaz POV

Er hatte mich vor gut 10 Minuten wieder verdroschen und ich musste ihn sein essen machen. Meine Lippe war aufgeplatzt und blutete noch als es an der Tür klingelte.
„Beweg deinen Arsch zur Tür, es hat geklingelt.“ schrie er mir aus dem Wohnzimmer entgegen. Ich ging ins Wohnzimmer und nahm mir den Schlüssel der vor ihm auf dem Tisch lag.
"Und mach keinen scheiß." warnte er mich noch leise.
Ich nickte und schloss die Tür auf.
Vor mir stand Mike.
Ich sah ihn einfach nur an.
Ich hatte echt nicht damit gerechnet das er mich suchen würde.
Da ich ihn ja nicht meine Adresse gegeben hatte. Und ein Handy oder etwas der gleichen besaß ich nicht.
„Wer ist es?“ hörte ich meinen Vater Schrein. Ich zuckte leicht zusammen.
„Was ist passiert Chaz?“ flüsterte er leise, doch antwortet ich ihn nicht.
Er hat sich wirklich um mich sorgen gemacht.
Das erst mal in meinen leben kümmert jemand sich um mich.
„Was willst du?“ fauchte mein Stiefvater ihn an.
Er packte mich am Kragen und schleuderte mich gegen einen Schrank der im Flur stand.
Ich bekam nicht richtig mit was Mike antwortete.
„Nein...“ ein Knall und die Tür war zu.
Ich rannte in mein Zimmer.
Mein Vater kam kurz danach hinter her.
Ich beachtete ihn nicht weiter sondern schaute raus.
Unten sah ich das Mike gerade raus ging.
Er blickte noch mals zu mir hoch.
Ich hielt meine Hand an der Fenster.
Wie gerne würde ich doch mit ihm gehen.
Wer winkte mir noch kurz zu und verschwand.
Keinen Moment später packte mich mein Vater an der Hand und riss mich zu sich rum. Es hagelte noch einige Schläge bis ich wieder in die Küche gehen musste.
So ging es die nächsten tage weiter.
Bis die schule zu hause anrief.
Erst da konnte ich mal aus der stickigen Wohnung raus.
Man hatte meinen Stiefeltern gedroht wenn ich weiter hin nicht zur schule gehen würde, müssten sie strafe zahlen.
Am nächsten morgen ging ich wie immer duschen und macht Frühstück. Doch Stadt meinen Schulsachen packte ich meine Klamotten aus dem Schrank ein.
Ich wollte abhauen.
Einfach nur weg von dieser Familie.
Ich weiß nicht ob Mike oder seine Eltern mich überhaupt haben wollten und wenn anderes konnte ich nicht fragen, da einfach keiner zum fragen da war.
Ach dann schlaf ich halt unter einer Brücke oder so was. Interessieren würde es ja eh keinen.
Mir wahr eh alles egal geworden.
Da meine Stiefeltern wie immer noch am schlafen waren klaute ich ihnen alles Geld was ich auf die schnelle finden konnte und machte mich so schnell wie möglich auf den weg, raus aus dem Hochhaus.
Mein weg führte mich gerade wegs zum Bahnhof.
Da kaufte ich mir neue Drogen.
Was ich auch dringend brauchte. Ich beschloss mich in dem Bahnhofsklo einen Schuß zu setzen.
Erst nach 5 stunden konnte ich nach dem Trip wieder klar denken.
Ich blieb aber noch gut 2 stunden auf dem stickigen Klo bis ich beschloss mir was zu essen zu kaufen. Ich ging in den nächst besten Burgerladen und haute mir da den Bauch voll.
Wer weiß wann ich das nächste mal dazu kommen werde.
Danach schlenderte ich noch so was durch die Stadt.
Scheiße das ich Mike's Adresse nicht hatte.
Sonst würde ich so was zu ihm gehen. Ich hoffte das ich ihn irgendwo im Einkaufscenter begegnen würde, aber er war nicht da.
Die ganze zeit in der ich schon unterwegs war wurde ich schief von den Leuten die mir entgegen kamen angeguckt.
Ich hörte auch wie hinter mir getuschelt wurde, wegen meinen blauen Flecken die mich zierten. Doch ich ignorierte es so gut es ging.
Aber die dummen Kommentare waren kaum zu über hören. Es wurde langsam dunkel und ich beschloss in den skaterpark zu gehen.
Den Blick traurig und leer auf den Boden gerichtete.
Wieder dachte ich an Mike.
Wie er mich so geschockt angesehen hatte als er mich sah.
Wie es ihm jetzt wohl geht?
Wo er wohl gerade ist?
Was macht er wohl gerade?
Diese und noch tausend weitere fragen schossen mir durch den Kopf.
Ich lief ohne zu achten einfach immer nur weiter gerade aus.
Bis ich hörte wie jemand fröhlich meinen Namen rief.
Erst da schaute ich auf und erkannte Mike der auf mich zu kam und mich gleich in seine arme schloss.
„Was ist passiert?“ wollte er gleich von mir wissen.
„Meine Stiefeltern, haben raus bekommen das wir uns getroffen haben. Seit dem Tag haben Sie mich in der Wohnung regelrecht eingesperrt.“ ich stocke kurz. dann erzählte ich den tränen nahe weiter.
"Besonders mein Stiefvater war schlimm zu mir. Er hat mich die ganze zeit nur geschlagen und vergewaltigt. Mike bitte hilf mir ich halte das nicht mehr aus. Ich bin schon von zu hause abgehauen, weiß aber nicht wo ich jetzt hin soll." sagte ich leise so das nur er es verstehen konnte. Er drückte mich wieder an sich.
"Keine angst ich helfe dir. Ich nehme dich mit zu mir ok?" bot er mir an. Ich nickte und zum dank viel ich wieder in seine arme.
Bei ihn fühlte ich mich so geborgen.
Wenn er da war konnte mir nichts passieren.
"Komme ich sag nur schnell den anderen Bescheid und dann kommst du mit zu mir ok?" auf muntern lächelte er mich an. Ich nickte wieder.
Er sagte schnell den anderen Bescheid das er weg währe und ging mit mir zu sich nach hause.
Er wohnte in einer noblen gegen.
Eine Villa nach der anderen.
Wie gut er es doch hatte.
"So da sind wir." vor einer weiter Villa blieben wir stehen. Er schloss das Tor auf und ging durch den Vorgarten auf den gepflasterten weg Richtung Haustür.
Vor der Tür blieb er stehen und schaute mich an.
"Es wird alles wieder gut." versicherte er mir und strich mir kurz durch die haare.
Seine Eltern wahren wohl gerade nicht da, da alles dunkel war. "Komm ich zeig dir mein Zimmer, wir müssen es uns wohl teilen da wir nur ein Gästezimmer haben was gerade neu renoviert wird. Dann gebe ich dir Sachen von mir und du kannst dich duschen gehen wenn du willst."
Ich packte ihn an der Hand bevor er die Treppen hoch gehen konnte.
Er drehte sich zu mir und sah mich fragend an.
Ich viel ihm wieder um den Hals.
"Danke Mikey." flüsterte ich leise.
"Hy du bist meine bessere Hälfte ich glaube du würdest das gleich für mich machen." lächelte er mir entgegen und ging hoch.
Ich folgte ihm.
In seinen Zimmer angekommen, staunte ich nicht schlecht.
Er hatte echt einen guten Geschmack, besser hätte ich es nicht einrichten können.
Das Zimmer hing voller Poster und selbst gemalter Bilder. Lange konnte ich sie mir allerdings nicht betrachten da er mir schon Anziehsachen von sich in die Hand drückte.
"Komm ich zeig dir das Bad." ich nickte und folgte ihm zwei Türen weiter.
Er hielt mir die Tür auf.
"So ich geh dann mal, meine Stiefeltern kommen gleich wieder und denen muss ich das noch alles klar machen." ich nickte und er verschwand. Ich ging in das große, hellerleuchtete Badezimmer und zog mich aus.
Suchte mir ein großes Handtuch raus und stieg in die dusche, wo direkt daneben noch eine Badewanne stand.
Als ich frisch geduscht und angezogen mit meinen alten Sachen aus dem Bad kam hörte ich von unten stimmen.

Mikes POV

Kaum hatte ich die Tür hinter Chester zugemacht, schon ging die Haustür auf. Herein kamen auch schon meine Stiefeltern. Ohne weiter zu zögern lief ich runter zu den Beiden und zog sie sofort in die Stube.
„Mal angenommen, ich habe einen Bruder. Der von seinen Stiefeltern schlecht behandelt wird und nun abgehauen ist.“
„Ja und weiter Mike?“
„Und angenommen dieser hat seinen Bruder gefunden, also mich. Und möchte nun hier wohnen, laßt ihr ihn dann?“
„Erstens hast du keinen Bruder und zweitens können wir uns dann nicht über die Köpfe von den Eltern hinweg setzen“
„Es sind nicht seine Eltern“ proselte es aus mir raus.
„Was ist denn nun los?“ in dem Moment trat Chester in die Tür.
„Wer bist du denn?“ fragte Ines sofort.
„Ich bin Chester, Mikes Zwillingsbruder“ er kam zu mir und setzte sich auf die Couch
„Mike, kannst du mir mal bitte erklären was das soll?“
„An meinem Geburtstag war ich in dem Kinderheim, wo ihr mich her habt. Dort haben Sie mir gesagt das ich noch einen Bruder habe, nicht irgendeinen sondern einen Zwillingsbruder...“ ich erzählte ihr alles mit Einverständigung von Chester.
„Und nun willst du das er hier bleibt?“ ich nickte.
„Dann will ich mal nicht so sein.“ Glücklich umarmte ich sie.
Ich wußte das dies noch nicht alles war, aber Hauptsache ist erst mal das er aus der Familie raus ist.
Nach der Umarmung, stand ich auf und sah Chester an.
„Kommst du mit hoch?“ fragte ich, dieser nickte und stand auch auf
„Ihr müßt aber in einem Zimmer schlafen, das macht dir doch nichts aus oder?“
„Nein, ist schon OK.“ Gemeinsam gingen wir ins Zimmer, dort schmiß er sich sofort aufs Bett.
„Das ist so schön weich. Meines ist total Hart, davon abgesehen das ich nur ne Matratze habe.“
„Du meinst deines war Hart? OK vorerst bis das Gästezimmer fertig ist, mußt du auf der Liege schlafen aber danach bekommst du ein eigenes Bett, was auch so bequem ist wie meins.“
„Echt ich bekomme auch so ein weiches Bett?“ er grinste vor sich hin.
„Ja“ ich setzte mich neben ihn aufs Bett.
„Soll ich dein Bett langsam fertig machen? Es ist schon ziemlich spät“ er nickte. Ich stand auf und ging aus dem Raum.
Runter in die Stube wo meine Stiefeltern waren.
„Kann Chester nicht ab morgen mit in meine Schule kommen?“
„Nein, es ist besser wenn er dort bleibt. So wird er nicht ganz aus seiner Umgebung rausgehauen“
„Gut dann halt nicht. Wir gehen dann schlafen“
„Nacht Mike.“ Ich drehte mich um und lief nach oben, um eine Liege und so zu holen. Als ich alles hatte lief ich wieder in mein Zimmer. Chester stand und schaute sich jedes der Bilder genauer an. Ich baute in der Zeit die Liege auf, und bezog alles fertig.
„Ich verschwinde dann mal im Bad“ er nickte und ich lief ins Bad. Wachste mich und zog mir meine Schlafshorts an.
Meine Kette trug ich Tag und Nacht. Ich mache sie ganz selten ab.
Wie auch diesmal zierte sie meinen Hals.
Wieder im Zimmer sah ich das Chaz schon in seinem Bett lag und mich angrinste. Wie auch ich schien er seine Kette jeden Moment dran zu haben.
„Machst du deine Kette auch so selten ab?“
„Ja, die ganzen Jahre war sie mir Heilig und ist Sie mir auch heute noch“
„geht mir genauso. Laß uns nun aber schlafen“ ich lag mit der Zeit nun auch im Bett.
„OK schlaf gut Mikey“
„Du auch“ schon war ich im Land der Träume.

Am nächsten Morgen wachte ich 5 Minuten vorm eigentlich Klingeln auf. Noch ziemlich verschlafen rieb ich meine Augen. Und sah mich um. Chester schien noch zu schlafen, ich entschied mich ihn noch nicht zu wecken und lief mit neuen Klamotten in Richtung Bad. Ich zog mich nach dem morgendlichen Waschen an und ging runter in die Küche.
Ines hatte uns einen Zettel geschrieben, da sie schon auf Arbeit war. Mein Stiefvater ist seit heute Nacht wieder auf Geschäftsreise.
„Hallo Jungs, essen ist im Kühlschrank. Komme erst gegen 22 Uhr nach Hause. Viel Spaß.... Ines“ ich legte den Zettel beiseite und nahm mir einen Apfel, in dem ich sofort rein biß.
„Morgen Mike“ gähnte Chester vor mir und streckte sich erst mal
„Morgen“ er ging zu der Schale Äpfel und sah sie Hungrig an, wagte es aber nicht etwas zu nehmen. Schüchtern blickte er mich an.
„Darf ich?“ sprach er dann schließlich.
„Klar doch, lang zu“ seine Augen glänzten auf und gierig lang er zu. Er biß genüßlich hinein.
„Was machst du heute?“ fragte mich nach einer Weile
„In die Schule gehen und danach mal sehen. Ach meine Mutter meint du sollst auch zur Schule.“ Er stöhnte, nickte dann aber.
„ich geh mich mal Umziehen“ und verschwand nach oben. Ich ging auch nach oben und zog mir meine pott häßliche Schuluniform an, packte meine Schulsachen zusammen und lief wieder runter.
Es dauerte nicht lange und Chester kam, kaum hatte er mich gesehen fing er an mit lachen
„Lach nicht so blöd, sei froh das es bei euch in der Schule keine Uniform gibt“ sagte ich beleidigt.
„Ich hör ja schon auf. Wo treffen wir uns nach der Schule? Ich mein ich kann doch nicht einfach hier einbrechen.“
„Sagen wir so 14 Uhr im Park? An der Bank wo wir uns gestern getroffen haben?“ er nickte.
Schon standen wir vor dem Haus, verabschiedeten uns und fuhren jeweils mit unseren Boards in eine andere Richtung.

Chaz's PoV

Am ersten morgen wo ich bei meinen Bruder wohnte weckte mich wie immer ein scheiß nerviges Piepton.
Ich hasse Wecker.
Welches Arsch hat sich das teil nur ausgedacht.
Denn würde ich zu gerne ein paar aufs Maul hauen, wenn er den noch leben würde.
Mürrisch stand ich auf und ging zu dem Nachtschränkchen neben Mike's Bett und machte ihn aus.
Mike selber war nicht da.
Noch ziemlich verschlafen ging ich runter in die Küche.
Dort sah ich Mike der gerade Genüsslich in seinen Apfel biss.
"Morgen Mike." gähnte ich und streckte mich ausgiebig.
"Morgen" kam es von ihm zurück.
Ich schaute ihn beim essen zu.
Aber einfach was nehmen tat ich nicht.
Wenn ich das früher bei meinen Stiefeltern gemacht hätte gab es direkt Schläge.
Ok Mike würde wohl nicht auf mich los gehen.
Aber da war dieses Gefühl, so eine angst.
Ich schaute ihn an.
"Darf ich?" fragte ich dann doch schließlich.
"Klar doch, lang zu" sagte er was ich mir auch gleich dachte.
"Was machst du heute?" fragte ich ihn um das schweigen Zwischen uns zu brechen.
"In die Schule gehen und danach mal sehen. Ach meine Mutter meint du sollst auch zur Schule." ich stöhnte, die schule war echt zum kotzen, nickte dann aber schließlich da ich eh keine andere Wahl hatte.
Dann verschwand ich nach oben mich umziehen.
Danach machten wir noch aus das wir uns um 14 Uhr im Park trafen.
Vor dem Haus trennten sich dann unsere Wege und ich fuhr mit meinen board zur schule. Ich hatte ein mulmiges Gefühl nach mehr als einen Monat unentschuldigtem fehlen da einfach wieder auf zu kreuzen.
Das gibt nur wieder unangenehme fragen seitens der Lehrer.
Aber da musste ich nun durch.
Kurz vor der schule hielt ich an um mir noch eine kippe zu rauchen.
Als ich diese nach gut 7 Minuten weg haute packte ich mir mein board unterm arm und ging auch direkt rein.
Keine Minute später klingelte es auch schon zum Unterricht.
Direkt die erste stunde mit einen strengen Lehrer.
Sebi und Mark hatte ich noch nicht aus findig mache können.
Als der Lehrer die klasse betrat guckte er mich erstaunt an.
"Ah Mister Bennington erweist uns auch mal die ehre mit seiner Anwesenheit." meinte er zynisch.
Ich ignorierte es einfach.
Nach 10 Minuten kamen dann auch Sebi und Mark in die klasse gestürmt. Mit einer selten dämliche Ausrede das der Bus zu spät gekommen sei setzten sie sich hin.
Dabei wusste jeder, auch der Lehrer, das sie mit den Mofa zur schule kamen.
Der Rest des Tages verlief langweilig.
Nur der Gedanke das ich gleich wieder bei meinen Bruder bin heiterte mich auf.
In der pause machte ich mit Sebi und Mark klar das wir uns nach der schule vor dem Eingang treffen würden.
Nach dem Unterricht wartet ich ungeduldig auf die zwei da war noch zu ihnen nach hause mussten mit sie ihre boards holen konnten.
Doch wie immer kamen sie zu spät
Nach ner viertel stunde kamen sie endlich. "Sorry Chaz wir mussten noch zum Direx weil wir beim rauchen erwischt worden sind." meinten sie gelassen.
"Jetzt macht hin, wir kommen eh schon zu spät." meinte ich.
"Zu spät für was?" fragte sebi nach.
"Ich habe mich mit meinen Bruder um 2 im Park verabredet." ich ging los die anderen beiden rannten mir hinter her.
"Wie Bruder? Seit wann hast du den einen?" ich erklärte es ihnen während wir zu ihnen gingen. Zum Glück wohnten die beiden nur zwei Häuser von einander entfernt so das wir nicht erst noch durch die halbe Stadt rennen mussten.
Wir skateten zum Park.

Mikes POV

Die Schule war machte mir das erste mal Richtig Spaß.
Ob es an Chester lag?
Oder einfach an den Leuten hier?
Nein, ich glaub es liegt an Chester.
Endlich, nach so vielen hin und her scheinen wir wieder vereint zu sein. Wie in den 9 Monaten wo wir zusammen in dem Bauch unserer Mutter waren.
Durch meiner Guten Laune verging die Schule auch rasch. Schnell fuhr ich nach Hause, zog mich um, schnappte mir mein Skateboard und fuhr wieder los. Unterwegs gabelte ich Tony, Andy und Winni Poo auf. Wir 4 waren wie eine kleine Chlique, wir hangen fast jede freie Minuten zusammen ab. Vielleicht wird diese ja noch größer...
Im Park angekommen sahen wir schon paar Jugendliche die Ausgelassen in der Halfpipe fuhren. Doch nirgends war Chester oder einer von seinen Freunden zu sehen.
Wir saßen erst am Rande der Pipe, bis sich die anderen verdrückten und wir sie nutzen konnten. Die drei fuhren sofort los, doch ich saß immer noch am Rande und schaute mich nach meinem zurückgewonnen Bruder um.
Nach einiger Zeit kam er auf mich zugefahren. Direkt vor mir hielt er.
„Sorry Mike, die beiden konnten sich nicht auskäßen.“
Ich nickte und betrachtete die beiden.
„Mike das sind Sebi und Mark meine beiden aller besten Freunde.... Sebi und Mark, das ist Mike mein Bruder“ wir begrüßten uns.
„Wenn ihr dann endlich fertig seit könnt ihr ja mitfahren.“ rief Winnie Poo.
„Kommt mal kurz her“ rief ich zu den anderen drein, die kurz drauf ankamen.
„Das sind Tony, Andy und Winnie Poo.“
„Winnie Poo?“ fragte Chaz grinsend
„Hast du was dagegen?“ ging er sofort ihn an.
„Ne laß mal“
„Und das sind Sebi und Mark.“ wieder begann Untereinander eine Begrüßung.
„Und wer ist der Typ da?“ Winnie Poo schien etwas gegen Chaz zu haben, denn er machte ihn schon wieder schief von der Seite an.
„Ich bin der einzigartige Chazy Chaz“ grinste er noch breiter.
„Eher der ober Volltrottel“ nun ging Chester auf ihn los. Ich ging da zwischen
„Was ist dein Problem Poo?“ fragte ich ihn.
„Er ist mein Problem. Was will der eigentlich hier?“
„Chazy ist hier weil ich es will und nun halt mal deinen Rand“ eine Weilte schmollte er vor sich hin. Chaz sah mich etwas erstaunt an. Schließlich hielt ich ihm an seinem Shirt fest damit er nicht auf ihn losgehen konnte.
„Du kannst mich jetzt loslassen Bruderherz“ grinste er wieder. Winni Poo schaute uns nur mit unglaubwürdigen Augen an.
„Bruderherz? Mike du hast du gar keinen Bruder“ und sah mich fragend an.
„Doch und das seit gut 16 Jahren“
„Kommt ihr jetzt endlich?“ riefen uns erneut die anderen entgegen. Chaz und Ich nickten und fuhren gleichzeitig los. Poo kam nach. Denn ganzen Tag hatten wir zusammen voll viel Spaß, sogar Chaz und Winnie haben sich verstanden. Langsam wurde es dunkel und einer nach dem anderen verschwanden sie. Bis nur noch Chaz und ich dort waren.

Chaz POV

Von weiten sah ich schon das Mike auf der Bank saß und auf mich wartet.
Direkt vor ihm hielt ich. Ich stelle sie gegenseitig vor.
Dann kamen auch Mike's freunde zu uns nach dem er sie gerufen hatte. Nach anfänglichen kleiner Auseinandersetzung mit diesen Poo.
Hatten wir doch an dem Tag ne menge Spaß.
Was ich seit Monaten nicht mehr hatte.
Wie auch bei meinen Stiefeltern?
Zum Abend hin verzogen sich so mit und mit die anderen bis nur noch Mike und ich an der pipe waren.
Wir setzten uns auf die Bank und ich machte mir ne kippen an.
Mike sah mich schief an, sagte aber nichts.
Ne ganze zeit lang saßen wir einfach nur schweigen da.
Ich dachte viel über mein leben nach.
Besonders über die letzten Wochen, ich hatte noch nicht die Möglichkeit gehabt über das geschehend hinweg zu kommen.
traurig blickte ich auf den Boden und kickte einzelne Steine vor meinen Füßen weg.
"Hy Chaz alles klar." riss mich Mike's stimme aus den Gedanken. Ich blickte zu ihm.
"Ja, ja alles klar." ich wollte ihn nicht mit meinen Problemen belasten.
"Chaz nur mal damit das klar gestellt ist, wenn ich eins nicht ab haben kann, dann ist das wenn man mich anlügt ok?" meinte er ruhig. Ich nickte.
"Ich merke doch das was nicht stimmt also raus damit." drängelte er.
"Ah ich denke nur nach was in den letzten Wochen passiert ist, mehr nicht. Lass uns zu dir fahren ok?" blockte ich ab, stand auf und stieg auf mein board.
Mit einen seufzen stand er nun auch auf und zusammen fuhren wir zu ihm nach hause.
Bei ihm angekommen schloss er die Tür auf und ich folgte ihm ins Haus.
Ich ging direkt nach oben in sein Zimmer und ließ mich auf die liege fallen.
Da ich auf den Bauch lag vergrub ich mein Gesicht tief ins Kissen. Einzelne tränen bahnten sich den weg ins freie. Da ich die Tür offen gelassen hatte bekam ich erst mit das Mike mir gefolgt war als ich seine Hand auf meinen Kopf spürte und er mir sanft durch die haare fuhr.
"Hy alles wird wieder gut, glaub mir." sprach er leise auf mich ein. Ich blickte zu ihm auf und sah ihn unglaubwürdig an.
"Ich helfe dir ok?" er lächelte mich auf muntern an. Ich nickte.
Wir saßen mittlerweile neben einander auf den Bett.
Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter und schloss für ein paar Minuten meine Augen.
Er umarmte mich und drückte mich so näher an sich ran.
Nach einer weile des Schweigens brach ich sie.
"Ich habe Hunger." sagte ich leise.
"Weißte wat? Ich auch." grinste er. Wir standen auf und gingen zusammen in die Küche.
Aus Gewohnheit fragte ich ihn was er haben will.
Etwas verdutz schaute er mich an.
"Hmm... wie währe es mit was einfachen wie nudeln ist ja eh schon spät." ich nickte und suchte mir die Töpfe und alles was ich so brauchte zusammen.
"Du kannst kochen?" fragte er unglaubwürdig. Ich nickte.
"Ich net." sagt er mit einen grinsen.
"Ich musste meinen Stiefeltern immer das essen machen. Sowie alle Hausarbeiten. Da lernt man so was von selber schnell. Denn wenn etwas nicht gut genug gemacht war kriegte ich Schläge." sagte ich Ausdruckslos. Er sah mich nur mitleidig an, schwieg aber. "Kannst ja schon mal den Tischdecken wenn du willst." sagte ich während ich in den Nudeln rührte.
Er nickte und machte sich dran.
Während des Essens schwiegen wir.
Als wir fertig waren räumte ich ab.
"Und was jetzt? Es ist kurz vor 22 Uhr." fragten schaute ich ihn an.
"Keine Ahnung meinen Stiefmutter kommt gleich nach hause und die wird uns eh ins Bett scheuchen da morgen wieder schule ist."
"Dann lass uns jetzt schon mal hoch gehen ok?" er war einverstanden deshalb machten wir über all noch schnell das licht aus und gingen hoch. Dort packte ich mir ne kurze Schlafhose und verschwand im Bad.
Als ich fertig war sah ich das Mike sich auch schon umgezogen hatte.
Ich setzte mich zu ihm aufs Bett, lehnte mich so das ich mit den rücken an der wand saß.
Er rutschte zu mir auf und blickte mich an.
"Willst du reden?" fragte er leise und sah mich Erwartungsvoll an.
"Ich weiß nicht, ich hab bis jetzt noch mit niemanden so richtig über meinen Probleme geredet."
"Jetzt bin ich ja da. Ich will dir nur helfen."
Plötzlich klopfte es an der Tür.
"Ja?" rief Mike und Ines machte die Tür auf.
"Na Jungs, wie war der Tag?" fragte sie fröhlich aber auch was müde.
"Ganz ok." meinte Mike knapp.
"Geht ihr jetzt nahm Bett.
Wir nickten, sie wünschte uns noch eine gute nacht und verschwand wieder.
Nach kurzer zeit beschlossen wir nun wirklich nahm Bett zu gehen.
Wir sagte uns noch gegenseitig gute nacht und Mike machte das licht aus.
Nur konnte ich beim besten willen nicht schlafen.
Zu viele Gedanken schlichen sich durch meinen Kopf.
Zu viele schlechte Erinnerungen machten sich in mir breit.
Ich drehte mich auf en Bauch und weinte leise ins Kissen.
Eigentlich wollte ich nicht das Mike es hört.
Aber er schien es doch gemerkt zu haben denn er machte das licht wieder an und kam zu mir und setzte sich auf den Rand des Bettes.

Mikes POV

Kaum hatte ich das Licht aus, Versuchte ich einzuschlafen, doch das konnte ich nicht.
Ich dachte darüber nach was Chester den nur all die Jahre passiert sein kann...
Meine Ohren hörten nun alles, da es im Raum toten Still war, bis ich ein leises Wimmern und Schluchzen vernehmen konnte.
Dies kam von meinen Bruder.
Ich beugte mich zum Nachttisch und machte das Licht an, mein erster Blick viel natürlich auf ihn, er lag mit dem Bauch auf der Liege. Und schien in sein Kissen zu weinen. Ich stand auf und lief zu ihm, setzte mich auf eine Kante des Bettes. Beruhigend Strich ich über seinen Rücken
"Ist doch gut..." er setzte sich auf und sah mich mit verweinten Augen an, die er aber sofort versuchte zu trocknen.
"Willst du vielleicht doch reden?" zögerlich nickte er.
"Die letzten Wochen waren besonders schlimm." fing er nach paar schweige Minuten an.
"Was ist denn passiert?" ich nahm ihn in den Arm und drückte ihn fest an mich, da er wieder tränen in den Augen hatte.
"Es fing alles an meinem... unseren Geburtstag an. Als ich wieder Zuhause war, wartete mein Stiefvater schon auf mich. Der mich bis aufs schlimmste zusammen schlug. Und mich anschließend in meiner kleinen Kammer einschloß. Dort verharrte ich 3 Tage, keiner kam groß rein, nur um mir Wasser zu geben, mehr nicht, nicht mal was zu Essen habe ich bekommen. Als er dann an einem Tag mal weg war, kam meine Stiefmutter und lies mich raus, von ihr habe ich erfahren das er mitbekommen habe, das wir uns getroffen haben. Das wollte er uns untersagen."
"Das ist ja schlimm, nicht mal was zu Essen?"
"An dem Tag habe ich dann, das erste mal etwas wieder bekommen, es waren zwar nur die Reste von ihrem Essen, was ich machen sollte, aber immerhin etwas." ich konnte nichts sagen, ich hörte ihn einfach nur zu. Wie kann man jemanden nur 3 Tage Hungern lassen und dann nur die Reste geben. Das ist doch erbärmlich.
"Als ich Abends mir etwas zu Essen nehmen wollte, knallte mir mein Stiefvater eine. Und schnauzte mich an, was mir denn Einfallen würde, ihnen das Essen weg zu Essen."
"deswegen hast du mich gefragt ob du einen Apfel haben kannst?" er nickte und erzählte weiter.
"Als der dann auch noch Areitslos wurde, wurde es von Tag zu Tag noch schlimmer. Trank regelmäßig und war immer Dicht. Schlug mich auch regelrecht zusammen. Irgendwann, als er mich mal wieder eingeschlossen hatte, kam er rein und..." er stockte und vergrub sich in meinem Shirt. Sanft strich ich über seinen Rücken.
"...dann hat er mich vergewaltigt, das wurde nach der Zeit zur Gewohnheit. Wehren konnte ich mich nicht mehr."
"Das tut mir alles so Leid. Keiner wird dir mehr so weh tun, das verspreche ich dir."
"An dem Tag wo du bei uns warst, hatte er mich kurz zuvor wieder..."
"Ich weiß was du sagen willst." sanft streichelte ich ihn über seinen rücken
"Und als du dann weg warst, wußte er das du mein Bruder bist..."
so ein Schwein, das kann er doch nicht einfach mit meinem Bruder machen?!
Der Zorn stieg in mir auf, doch was sollte ich tun? Viel mehr als ihn trösten und für ihn da sein wenn er mich braucht konnte ich nicht.
Wir saßen noch bis gut 1 Uhr so da und ich beruhigte ihn soweit es ging.
"Laß uns jetzt aber schlafen ok?" stand auf und legte mich in mein Bett. Chester drehte sich zu mir und sah mich mit seinen traurigen Augen an.
"Kann ich vielleicht bei dir mit schlafen?" ich wußte wenn er jetzt dort alleine liegen würde, würde er bestimmt wieder anfangen über die zeit nach zudenken.
"klar doch" ich rückte an die Wand und er legte sich vorne hin.
"Danke dir Mikey, das du für mich da bist." wir schauten uns in die Augen.
"Schon Okay, jetzt versuch aber noch ein wenig zu schlafen." Er nickte und schloß die Augen. Ich tat es ihm gleich und schlief kurz danach ein.
Am nächsten Morgen weckte mich Chester. Noch ziemlich verschlafen schaute ich in das grinsende Gesicht von ihm. Er schien alles gut verarbeitet zu haben, den er grinste nur so vor sich hin.
"Morgen Bruderherz"
"Morgen Chaz. Sag, was ist los?" fragte ich stutzig.
"Komm!" er schnappte meine Hand und zog mich in die Küche. Dort sah ich wieso er so grinste. Er hatte den Tisch gedeckt, es war wie ein Drei Gänge Menü, mit allem drum und dran.
"Danke das ich dich als Bruder haben darf."
"Ach, Chazy. Das wäre doch nicht nötig gewesen." Grinste ich ihn zurück und setzte mich. Doch erst jetzt merkte ich das nur einmal Gedeckt war. Doch ich wollte nicht das er zuschaut. Das erinnerte mich sofort an das letzte Gespräch mit ihm, wo er mir erzählt hatte das er nur die Reste bekommen hatte.
Ich stand auf und holte noch einen Teller und Besteck.
"Setz dich" meinte ich. Und zeigte auf den Stuhl neben mir. Noch glücklicher schaute er mich an.
"Chaz, ich weiß es war sehr schwer bei deinen Stiefeltern. Aber glaube mir hier kannst du dir Essen nehmen was und wann du willst. Und vor allem bekommst du hier keine Reste. Und mußt auch nicht hungern" traurig schaute er mich nun an.
"Und nun lang zu....... es ist genug für uns beide da" grinste ich, sein Gesicht wandelte sich auch in ein grinsendes um.
So Frühstückten wir beide. Nach dem Essen räumten wir gemeinsam den Tisch ab. Danach verschwand ich im Bad und zog mich um. Er packte in der Zeit seine Schulsachen zusammen.


Chaz's PoV

Am nächsten morgen wurde ich schon um 5 Uhr wach.
Ziemliche verschlafen schaute ich neben mir.
Ich lag auf den rücken.
Mike hatte es sich mit seinen Kopf auf meiner Brust bequem gemacht.
Friedlich schlief er.
Er war so gut zu mir.
Ich glaube er würde fast alles für mich mach.
So nett war halt noch niemand zu mir.
Vorsichtig und langsam schob ich ihn von mir runter.
Ich wollte ihn nicht wach machen, aber ich musst dringend mal aufs Klo.
Er wurde zum Glück nicht wach.
Ich nahm mir noch frische sahen aus meinen Rucksack und
so schlich das ich mich leise und unbemerkt aus dem Zimmer.
Als ich frisch duscht und angezogen aus dem Zimmer ging war es gerade mal halb 6.
Also beschloss ich ihm ein Frühstück zum dank zu machen.
Dafür das er für mich da ist.
Ich bereitete alles für ihn vor. Als ich fertig war, war es mittlerweile halb 7, ich hatte echt lange gebraucht aber es hat sich gelohnt.
So langsam könnte die Schlafmütze auch mal auf stehen.
Ich schlich mich wieder leise und unbemerkt in sein Zimmer und legte mich wieder zu ihm aufs Bett.
Ich weckte ihn mit meinen grinsen auf meinen Gesicht.
"Morgen Bruderherz." sagte ich gut gelaunt.
"Morgen Chaz. Sag, was ist los?" fragte er stutzig und sah mich schief an.
"Komm!" sagte ich und zog ihm aus dem Bett raus und ging mit ihm im Schlepptau Richtung Küche.
"anke das ich dich als Bruder haben darf." sagte ich ihn und schaute ihn an.
"Ach, Chazy. Das wäre doch nicht nötig gewesen." Grinsend strahlte er mich an.
Er setzte sich, ich stand daneben.
Ich hatte das extra nur für ihn gemacht.
Kaum saß er, schon sprang er wieder auf und holte noch einen Teller und Besteck.
"Setz dich" befahl er mir regelrecht. Glücklich schaute ich ihn an.
"Chaz, ich weiß es war sehr schwer bei deinen Stiefeltern. Aber glaube mir hier kannst du dir Essen nehmen was und wann du willst. Und vor allem bekommst du hier keine Reste. Und mußt auch nicht hungern" ich sah ihn an. Musste er das jetzt erwähnen?
Denn ganzen morgen hatte ich nicht daran gedacht und nun musste das ja kommen...
"Und nun lang zu....... es ist genug für uns beide da" er grinste, nun zwang ich mich mir auch ein grinsen hab und zusammen frühstückten wir.

Mikes POV

10 Minuten später waren wir fertig und standen vor dem Haus.
„Wie lange hast du heute Schule?“ fragte ich ihn.
„Bis 15 Uhr und du?“
„Bis 14 Uhr.“
„Treffen wir uns heute Nachmittag wieder? Oder willst du alleine was mit deinen Freunden machen?“
„Ich muß die Zeit mit dir nachholen, ich hole dich heut von der Schule ab. Wenn du nichts dagegen hast.“
„Nein, und dann?“
„Na was wohl? Skateboarden“ grinste ich.
„OK. Dann bis nachher.“ Und wir fuhren in verschiedene Richtungen.
Wieder einmal verging die Zeit in der Schule schnell, danach machte ich mich auf dem Weg nach Hause, zog mich um und fuhr zu Chesters Schule. Unterwegs kaufte ich noch zwei Döner in der Hoffnung das er auch so was ißt. Kurz vor 15 Uhr kam ich dann da an. Auf einen von beiden Eingangssockeln ließ ich mich nieder. Kramte einen Döner raus und begann zu Essen, da mein Magen sich schon umdrehte. Und vor Hunger nur so Knurrte.
Nach weiteren Minuten in dem ich da saß und Aß, klingelte es und viele Schüler kamen aus dem Gebäude gestürmt.
Da jeder an mir vorbei mußte, schauten mich alle etwas bescheuert an.
„Was klotzt ihr so? Habt ihr noch niemanden Döner Essen sehen?“
„Mike, es ist nicht wegen dem Döner. Es ist weil du da oben sitzt“ meinte Tony der direkt vor mir stand.
„Das mußt du mir erklären?“ fragte ich stutzig und aß den restlichen Döner auf.
„ Eine lange Geschichte. Was machst du eigentlich hier? Ich dachte wir treffen uns 17 Uhr im Park?“
„Ja machen wir auch, ich warte ja nicht auf euch sondern auf meinem Bruder. Der da gerade kommt.“ ich sprang vom Sockel, nahm mein Board und fuhr zu ihm.
„Na alles klar“ fragte ich sofort. Er nickte.
„Hier ich hab dir was zu Essen mitgebracht. Sorry konnte nicht warten, bis du kommst, mein Magen hat sich schon beschwert und den konnte ich dann nicht warten lassen.“ er nahm grinsend den Döner entgegen
„Macht nichts Mike. Wo geht’s nun hin?“
„In den Park. Die anderen kommen erst 17 Uhr. Haben wir noch etwas Zeit für uns“ meinte ich
„17 Uhr kommen auch meine. Paßt ja wieder perfekt“ Gemeinsam gingen wir aus dem Schulgelände. Gefolgt von den Blicken der anderen. Was mir tierischst auf den Keks ging. Lange konnte ich das nicht mehr aushalten und fing eine kleine Gruppe die über uns redete an mit anschnauzen.
„Habt ihr irgend ein Problem oder was ist los?“ Chester der genüßlich in seinen Döner biß schaute mich verdattert an.
„Ich frage mich gerade was so ein Milchreisbubi, mit einem Junki zutun hat“ und grinste mich fieß an. Das reichte, Milchreisbubi und dann noch Junki. Das nehme ich nicht hin. Wut entbrannt stolzierte ich auf dem zu groß geratenen Bergriesen zu.
„Wie war das? Hab ich grade richtig gehört? Hast du mich gerade Milchreisbubi und meinen Bruder Junki genannt?“ ich verschränkte vor ihm meine Arme. Chester der das auch mit geschnitten hatte und seine Döner wegpackte, lief auf mich zu.
„He laß den Spinner Mike. Der will uns nur Provozieren.“
„Ich dulde es aber nicht wenn dich jemand „Junki“ nennt“
„Was willst du denn dagegen machen?“ fragte der Junge.
„Was ich mache? Probier es aus und sag es noch mal dann weißt du es“ drohte ich ihm.
„Er ist ein Junki...“ und lachte sich halb schlapp. Er wollte es ja nicht anders, ohne zu zögern schlug ich ihn in den Magen. Dieser krümmte sich vor schmerzen
„Ich habe dich gewarnt... am besten bist du jetzt mal ganz ruhig mit deinen Äußerungen mein Lieber. Nicht das du noch einen Schlag in deinen Magen einfängst.“ Damit lief ich los. Besser gesagt sprang ich auf mein Board und fuhr in Richtung Park, Chaz folgte mir.
„Der wird bestimmt nichts mehr sagen...“ meinte Chaz der neben mir fuhr.
Im Park angekommen setzten wir uns erst einmal auf die Bank, Chaz aß weiter seinen Döner und ich trank in der Zeit etwas.
Nachdem er fertig war unterhielten wir uns noch etwas.
Dann entstand eine kleine Minute des Schweigens, dann sah er mich an. Fuhr mit seiner Hand zu meiner Kette und zog sie hervor. Lange betrachtete er sie.
„Mike...“
„mh...“
„Hättest du was dagegen wenn wir unsere Ketten tauschen? Ich meine wenn ich deine habe kann ich nie deinen Namen vergessen, da MI drauf steht.“ Er schaute mich liebevoll an. Ich wußte was er meinte, falls jemand auf die Idee kommen sollte uns doch wieder zu trennen, das wir dann noch etwas von dem anderen haben.
Ich nickte, machte meine ab und gab sie ihm. Kurz darauf bekam ich seine.
„Paß mir ja gut darauf auf, das war mein Heiligtum?“ sagte ich schließlich
„Versprochen, du aber auch. Behalte Sie immer im Augen, die steht für uns. Es zeigt das wir zusammen gehören“
„Ja geht klar. Nun aber los.“ ich tat die Kette wieder unter mein Shirt und fuhr los zur Halfpipe.

Chazys POV

Dann machten wir uns fertig und vor dem Haus machten wir ab das er mich nach der schule abholen würde da er früher schluss hatte als ich.
Die schule verlief schnell und ohne besondere Zwischenfälle.
Halt ein gewöhnlicher langweiliger Schultag.
Nur der Gedanke gleich noch was mit meinen Bruder ab hängen zu können bewahrte mich davor während des Unterrichtes ein zu schlafen. Endlich ertönen die lang ersehnte Schulklingel die uns sagte das wir nach hause konnten.
Falls man den ein richtiges zu hause hatte.
Ich ging raus und sah Mike der auch sofort auf mich zu kam als er mich erblickte.
Er hatte mir was zu essen mit gebracht.
Was ich wirklich nett von ihm fand.
Noch nie hatte sich einer so sehr um mich gekümmert wie er.
Und dafür war ich mehr als dankbar.
Auch das er mich verteidigt hatte vor so ein paar ober "harten" das waren Mitläufer die nur so taten als ob sie was währen.
Aber Mike ging das wohl gehörig auf den strich das sie mich einen Junkie nannten.
Ok eigentlich stimmte es ja auch.
Aber Mike ließ sich nicht beirren und verpasste den Typen einen kräftigen Schlag in den Magen.
Ich könnte nie jemanden so richtig verdroschen.
Dafür weiß ich viel zu sehr wie weh so was tun kann.
Ich sagte nichts weiter und fuhr Mike hinter her Richtung Park.
Dort aß ich mein mittag essen fertig.
Ein wenig schwiegen wir bis ich das schweigen brach.
Ich zog seine kette unter sein Shirt hervor und betrachtete es lange.
"Mike..."
"mh..."
"Hättest du was dagegen wenn wir unsere Ketten tauschen? Ich meine wenn ich deine habe kann ich nie deinen Namen vergessen, da MI drauf steht." mit einen dackelblick schaute ich ihn an.
Er nickte und machte sie ab.
Ich zog auch meine aus und wir tauschten die ketten.
"Paß mir ja gut darauf auf, das war mein Heiligtum?" meinte er dann.
"Versprochen, du aber auch. Behalte Sie immer im Augen, die steht für uns. Es zeigt das wir zusammen gehören" sagte ich.
"Ja geht klar. Nun aber los."
Ich folgte ihm.
Eine weile fuhren wir in der pipe bis wir sahen das die anderen kamen.
Wow, Sebi und Mark waren mal pünktlich. Wir begrüßten uns laberten noch ne weile bis wir entschlossen ins Einkaufscenter zu gehen.
Wir fuhren dahin und gingen rein. In das nächst Beste Eiscafe ließen wir uns nieder.
Kurze zeit später kam auch schon ne Kellnerin und nahm unsere Bestellungen auf.
Ich wusste nicht was Mike nimmt aber komischer weiße bestellten wir uns das selbe. Einen großen Schokoeisbecher, aber statt Schokesauce, Erdbeeresauce.
Komisch schauten wir uns an grinsten dann aber.
Denn ganzen nachmittag verbrachten wir zusammen im Center.
Wir schauten uns noch die neuesten baggy's und shirts an.
Ich staunte nicht schlecht bei den preisen.
So was könnte ich mir nie im leben leiste.
"Chaz ist das ok wenn wir morgen noch mal her kommen? Ich will mir hier noch ein paar Sachen holen aber habe jetzt nicht genug Geld dabei." ich nickte.
"Ja ist ok können wir machen." sagte ich traurig. Mike der das bemerkte zog mich am arm von den anderen weg.
"Hy was ist denn?" fragte er mich, aber ich blockte ab.
"Ach nichts ist schon gut." meinte ich gespielt fröhlich und grinste ihn an. Schief schaute er mich an sagte aber nichts mehr.
Wir gingen zurück zu denn anderen und beschlossen dann noch was zur pipe zu gehen.
Bis 22 uhr verbrachten wir dort unsere zeit bis nach und nach alle verschwunden wahren und wieder nur Mike und ich da waren.
Da uns das auf die Dauer zu langweilig war beschlossen wir auch nach hause zu gehen.
Dort angekommen sahen wir das seinen Stiefmutter noch nicht da war.
Wir beschlossen uns noch eine tief kühl Pizza warm zu machen da wir wieder Hunger hatten.

Mikes POV

Den ganzen Tag verbrachten wir auf der Pipe und im neu eröffneten Kaufhaus.
Gerade sind wir in einem Skaterladen, wo es die neuste und teuersten Klamotten gibt. Wie ein bestochener Pudel rannte ich von einer Seite zur anderen. So geile Sachen gab es dort.
Ich muß morgen unbedingt noch mal herkommen, die eine Hose will ich unbedingt haben.
"Chaz ist das ok wenn wir morgen noch mal her kommen? Ich will mir hier noch ein paar Sachen holen aber habe jetzt nicht genug Geld dabei." Fragte ich ihn, dieser nickte
"Ja ist ok können wir machen." sagte er traurig. Ich bemerkte es und zog ihn am Arm von den anderen weg.
"Hy was ist denn?" fragte ihn, aber er blockte ab.
"Ach nichts ist schon gut." Meinte er auf einmal mit einem übertriebenen grinsen.
Ob das jetzt gespielt war?
Na egal. Ich fragte nicht weiter. Somit gingen wir zu den anderen und schon kurz danach waren wir auf dem Weg zu Halfpipe.
Dort blieben wir bis 22 Uhr, dann machten wir uns auf dem Weg nach Hause.
Zuhause angekommen sah ich das Ines meine Stiefmutter noch nicht Zuhause war...

Chaz POV

Währen die im Offen vor sich hin brutzelte ging ich nah oben und kramte in meiner Tasche nach meinen Hasch.
Ich baute mir im Zimmer eine Tüte und ging damit runter.
"Ich geh mal kurz raus." sagte ich und war schon verschwunden bevor Mike antworten konnte. Draußen setzte ich mich auf die untersteh Stufe und rauchte mir Genüsslich den Stoff.
Keinen Minute später kam auch Mike raus.
"Was machst du?" wollte er wissen.
"Kiffen." sagte ich knapp.
Er sah mich traurig an und setzte sich neben mich.
Ich starrte stur gerade aus.
Bis ich merkte das er einen arm um ich legte und mich so nähre zu sich drückte.
Ich legte meinen Kopf an seine Schulter und rauchte weiter.
Nach einiger zeit viel mir wieder die Pizza ein.
"Mike du musst rein nach der Pizza sehen."
"Ah scheiße stimmt ja." murmelte er und löste sich von mir.
Schon war er im Haus verschwunden.
Kurze zeit später war er wieder bei mir. Den Joint hatte ich mittlerweile aus gemacht und die Reste in einen mittlerweilen leeren kippen Schachtel getan.
Ich konnte ihn ja schlecht hier einfach irgendwo hin schmeißen.
Er zog mich wieder so wie vorhin.
Nach ein paar wenigen Minuten sagte er dann schließlich.
"Kommst du mit rein? Das essen ist fertig." ich nickte und schwerfällig standen wir beide auf und gingen rein.
Mike hatte schon den Tisch gedeckt.
Während des essen schwiegen wir.
Als wir dann fertig waren räumte ich ab.
"Ich bin müde ich geh nahm Bett, kommst du mit?" fragte ich ihn als ich fertig war. Er nickte und zusammen gingen wir hoch.
Ich schnappte mir eine kurze Hose und verschwand im Bad um mich Bett fertig zum machen.
Mike hatte sich in der zeit auch schon umgezogen.
Wir wünschten uns nur noch einen gute nacht und legten uns hin.
Schnell schloss ich die Augen und schlief ein.
Doch lange konnte ich die ruhe nicht genießen da ich mitten in der nacht schreiend und Schweiß gebadete aus einen Alptraum hoch schreckte.
Ich hatte geträumt wie mein Stiefvater mich wieder vergewaltigt.
Mike wurde wohl durch mein Schrein wach da das licht an ging.

Mikes POV

Wir wünschten uns wie die Tage zuvor auch schon, eine Gute Nacht und schliefen auch kurz danach ein.
Ich war gerade im Land der Träume als ich durch einen Schrei wach wurde. Wo ich selber dann im Bett saß.
Schnell machte ich das Licht an und sah zu Chester, der auf seinem Bett saß und die Hände vors Gesicht hielt. Ich stand auf und setzte mich neben ihn. Das erste was ich da tat, war ihn in den Arm zu nehmen und ihn zu beruhigen, erst danach fragte ich ihn was passiert sei. Er erzählte mir das er geträumt hat, das sein Stiefvater ihn wieder vergewaltigt hätte. Als wäre es nicht schon schlimm genug, das er dies durchmachen mußte, aber nein selbst in seinen träumten taucht der Mann auf. Um ihn weh zutun.
„Chester, es war nur ein Traum, nur ein blöder Traum“ redet ich ihm gut zu. Dieser nickte nur und legte sich wieder hin.
Ziemlich niedergeschlagen schaute er mich an
„Komm rück mal“ sagte ich, er tat was ich sagte und ich legte mich mit zu ihm um ihn weiter beruhigen zu können. Ich blieb solange dort, bis er eingeschlafen war. Erst dann legte ich mich in mein Bett und schlief weiter.
Am nächsten Morgen wachte ich als erstes auf, es war Mittwoch. Wieder ein Tag mit Schule. Aber was solls.
Ich sah zu Chester, dieser schlief noch. Ich stand auf, machte den Wecker aus und stand auf. Holte mir paar frische Sachen aus dem Schrank. Und lief ins Bad. Machte mich fertig und ging dann wieder zurück. Weckte Chaz, wünschte ihn einen wunderschönen Guten Morgen und lief in die Küche, da ich noch etwas von meiner Mam wollte.
„Morgen Mike“
„Morgen Ines.“
„Du bist heute aber früh auf. Du willst doch bestimmt etwas?“ und grinste mich an. Sie wußte genau wie ich es machte.
„Ja, im neuen Kaufhaus, habe ich gestern voll die geilen Klamotten gesehen und da wollte ich dich fragen ob du mir nicht zufällig etwas Geld geben kannst?“ ich sah sie mit einem Dackelblick an.
„Meinst du müßtest dir mal wieder paar Sachen kaufen was?“ sie grinste noch breiter
„Bitte Ines.“ Sie ging kurz aus dem Raum und kam mit Geld wieder, das sie mir in die Hand drückte.
„Kauf dir und Chaz paar schöne Sachen. Damit man sieht das ihr Zwillinge seit“ mit einem grinsen ging sie aus dem Haus.
„Danke dir...“ rief ich noch hinterher, was sie aber nicht hörte.
Ich steckte das Geld in meine Geldbörse und ging wieder hoch um mich umzuziehen. Da gleich Schule auf dem Plan stand.

Eine halbe Stunde später vor dem Haus.
„Wie lange hast du heute Schule?“ fragte ich
„Keine Ahnung wir haben heute Projekttag, wir gehen in irgend so eine Privatschule, in irgendeine Klasse, dort sollen wir das Leben an Privatschulen erkunden...“
„Klingt ja sehr spannend“
„Eben, habe gar keine Lust darauf.“
„Wie machen wir das denn nun? Einen Ersatzschlüssel habe ich leider nicht. Sagen wir ab 16 Uhr am Einkaufscenter?“
„Ja OK, 16 Uhr. Wenn ich später komme kannst du ja schon mal rein gehen, ich lasse dich dann ausrufen.“ Ich nickte. Und fuhr dann auch schon los.

Die Schule verlief wie immer, die Lehrer versuchten uns was nahe zu bringen. Was aber nicht so einfach war. Da die Lehrer die schwierigere Variante von allem vorzogen.
Wir hatten gerade Pause und ich saß mit paar Leuten im Klassenzimmer, als unsere Direktorin rein kam.
„Seit mal für einen Moment ruhig.“ Alle drehten sich zu ihr um, neben ihr stand eine andere Lehrerin, die nach meiner Kenntnis nicht auf die Schule unterrichtet.
„Dies ist Frau Bronx, Sie ist mit ihrer Klasse hier und die Schüler werden euch in den nächsten 3 Stunden Gesellschaft leisten.“ nach und nach kamen die Schüler rein. Als erstes sah ich den einen Typen den ich gestern rund gemacht hatte. Er verdrehte sofort die Augen. Als letztes traten Chester und Sebi ein. Diese schlossen auch die Tür. Die beiden schienen nicht mitbekommen zu haben das ich mit in der Klasse saß, denn sie versuchten einen Platz sich zu ergattern. Das ist nicht so leicht, bei meinen blöden Klassenkameraden.
Ich beobachtete Chester, der gerade einen Jungen fragte. Dieser war genauso drauf wie ich, wir gerieten immer aneinander, streiteten uns ständig.
„Könnte ich mich...“ Chaz wurde durch ihm unterbrochen.
„Wage es ja nicht... du verpestest mir meine Luft.“ Das reichte... ich sprang von meinem Stuhl und lief auf den Typ zu.
„Wer wem hier wohl die Luft verpestet, das bist ja wohl du und nicht er.“ Fauchte ich ihn entgegen.
„Mikeylein setzt sich für einen heruntergekommen Hurensohn ein?“ und grinste fieß. Ich nahm ihm am Kragen, zog ihn vom Stuhl
„Nenn Chester noch einmal einen Hurensohn? Dann gibt es aber tüchtig Ärger.“ Derweil versuchten Chaz und Sebi mich zu beruhigen.
Die Lehrerinnen waren wieder aus dem Raum und bekamen von alle dem nichts mit.
„Mike...beruhige dich“ Chester hielt mich fest. Ich ließ den Jungen wieder runter und sah meinen Bruder an.
„Kommt“ sagte ich und zerrte Chaz mit hinter zu meinem Platz. Zum Glück saß jeder alleine und so konnte er sich zu mir setzen.
„Sebi, du kannst dich vor uns setzen. Dir macht das ja bestimmt nichts aus oder Julia?“ sie verneinte stark. Erst jetzt bemerkte ich das uns alle anstarrten.
„Gibt es noch irgendwas?“ und schaute sie böse an. Schon schauten alle weg und suchten sich weiter ihren Platz.
„Danke, Mike“ sagte Chester auf einmal.
„Bitte...“ es dauerte nicht lange und schon standen paar andere vor mir
„Was gibt’s?“ fragte ich wieder im normalen Ton.
„Was war das bitte vorhin? Seit wann reagierst du so auf seine bescheuerten Kommentare?“
„Seit dem er meinen Bruder beschimpft hat“ sagte ich trocken. Und drehte mich zu Chester, der wieder einmal in Gedanken versunken war.
„He nicht Träumen“ und fuchtelte mich meiner Hand vor seinem Gesicht rum. Der Typ von vorhin sah es und ließ wieder ein Spruch los
„Siehst du nicht das der High ist? Den holst du heute nicht mehr zurück“
„Halt Doch einfach deinen Rand du nervst.“ Nun rüttelte ich leicht an ihm.
„ähm... Mike... sorry war in Gedanken versunken“ und sah mich an
„Ich habe es gemerkt. Du hättest mir ja auch mal sagen können in welche Privatschule ihr geht?“
„Das wußte ich doch vorher nicht.“
„ja schon gut. Da wir nun zusammen aus haben gehen wir dann noch mal schnell nach Hause und danach ins Einkaufscenter.“ Er nickte.
„Sebi?“ dieser drehte sich zu uns um.
„Kommt ihr heute auch? Wo ist eigentlich Mark?“ fragte ich
„Mark hat sich beim Boarden heute Morgen den Arm gebrochen und ist nun im Krankenhaus. Ich komme heute mit, wenn ihr nichts dagegen habt“
„Ich habe nichts dagegen und Chaz bestimmt auch nicht.“ Dieser nickte.
„Gut“ nun kam die Lehrerin und begann mit dem Unterricht.

Chaz's PoV

Ich saß neben Mike in der klasse. Er hatte mich wieder gegen andere verteidigt.
Bedeute ich ihn wirklich so viel?
Weiter kam ich nicht mit meinen Gedanken da jemand an mir rüttelte.
Verwirrt schaute ich zu Mike.
Wir unterhielten uns noch ein wenig bis die Lehrer wieder rein kamen.
Der Unterricht an sich verlief wie immer langweilig.
Also nicht viel anderes als sonst auch.
Kurz vor ende der schule verkündeten beide Lehrer das Mike's klasse auch Freitag zu uns in die schule kämmen.
Beide Klassen waren wohl nicht sehr damit einverstanden da man alle leise auf stöhnen hören konnte.
Keine Minute später klingelte es.
Ich sprang wie alle anderen sofort vom Stuhl und ging gefolgt von Mike direkt raus aus dem Gebäude.
Draußen warteten wir noch auf Sebi.
"Sebi, wir fahren noch kurz nach hause treffen wir uns um 16 Uhr vorm Center ja?" fragte ich ihn. Dieser nickte.
Wie immer verabschiedeten wir uns mit einen Handschlag.
Dann schwangen Mike und ich auf unsere Bords und fuhren heim. Dort angekommen pellte sich Mike erst mal aus dieser über aus häßlichen Schuluniform.
Ich machte uns so lange schnell was zu essen.
noch bevor er runter kam hatte ich gedeckt und das essen auf den Tisch gestellt.
Als Mike dann endlich kam sah er mich erst schief an und guckte auf den Tisch.
Er musste wohl erst gucken ob ich auch ja für mich mit gedeckt hatte.
Er grinste mich an.
" Danke das du gekocht hast, währe aber nicht unbedingt nötig gewesen." sagt er als er sich setzte.
"Wieso? Ich bin das gewöhnt zu kochen. Außerdem ist das einer der wenigen Sachen die ich gut kan." meinte ich leise während ich mich neben ihn setzte.
"Ich mein ja auch nicht das du das nicht kannst oder so, aber du musst das nicht tun. Hier verlangt das keiner von dir." ich sagte nichts mehr drauf und so saßen wir schweigend. Nach dem essen wollte ich auf stehen und alles in den Geschirr Spülmaschine tun, doch Mike nahm mir die Teller aus der Hand.
"Lass mal ich mach das schon." ich nickte und ging noch mal kurz hoch in unser Zimmer und packte mir eine Tüte mit Hasch in meine kippen Schachtel die ich aus Langeweile mal als Vorrat gemacht hatte.
Als wir mit allem fertig waren verließen wir das Haus und skateten zum Center.
Sebi wartete draußen schon auf uns.
Wir begrüßten uns und gingen rein.
Mike schlug direkt den weg zum Klamotten Geschäft ein.
Er ging ohne zu zögern von einen Regal zum anderen und fischte sich sahen raus die er an probieren wollte.
Ich stand mit Sebi schon an der umkleide Kabine und ließen uns auf die Stühle die davor standen nieder.
Wir unterhielten uns bis Mike plötzlich vor uns stand.
"Willst du dir nicht auch was aus suchen?" fragte er mich verwundert. Ausdruckslos schaute ich ihn an.
"Sehr witzig Mike." meinte ich kühl.
"Ah scheiße hab ich ja ganz vergessen." meinte er und kramte in seiner Tasche nach der Geldbörse.
"Ines hat mir heute morgen 500 Euro für uns beide für neue Klamotten gegeben. Sorry das ich vergessen hab dir dein Geld zu geben." meinte er und steckte mir die 250 Euro zu. Verwundert und unglaubwürdig schaute ich ihn an.
"Jetzt guck nicht so, das ist wirklich für dich." meinte er noch bevor er sich in einen gerade Freigewordene Kabine verpisste.
Ich schaute zu Sebi. "Man hast du ein Glücksgriff gemacht das du deinen Bruder gefunden hast." meinte er und grinste mich an. Ich nickte.
Dann stand ich auf und zog Sebi hinter mir her.
Ich suchte mir mit Sebi's Ratschlägen was mir nun an besten stehen würde einige baggy's und shirt's aus den Regalen. Erst als ich voll beladen in die umkleide gegangen war viel mein Blick aus die preise.
Ich staunte nicht schlecht.
Ich hielt einen ziemlich geile schwarz baggy vor meinen Beinen die satte 100 Euro kostete.
Auch die anderen preise sahen ähnlich mörderisch aus. Ich entschied mich dann für die schwarze Baggy, eine weitere schwarz-weiße Baggy und zwei Shirts.
Und so schnell kann das Geld weg sein.
Mike hatte sich wohl schon die Sachen gekauft die er haben wollte denn er stand mit einer Tüte neben Sebi vor dem Ausgang während ich noch bezahlte.
Dann ging ich raus zu den anderen.
"So bin fertig, was machen wir jetzt?" fragte ich in die runde.
"Am besten bringen wir die Klamotten schnell nach hause und gehen dann ne runde Skaten oder?" meinte Mike Sebi und ich nickten und wir machten uns auf denn weg.
Sebi kam aus dem staunen gar nicht mehr raus als wir bei uns zu hause waren. Was auch verständlich war, wenn man mal beachtete wo Sebi und auch ich früher gewohnt hatten. Das waren und sind Bruchbuden.
Wobei das hier eine teure Villa ist.
Wir gingen zusammen rein und direkt nach ober in unser Zimmer.
Sebi folgte uns.
"Bei dem Palast den ihr habt müsste ihr euch ein Zimmer teilen?" fragte er unglaubwürdig.
"Noch Chazy's Zimmer wird noch renoviert." meinte Mike dieser gerade seine neu erworbenen Sachen samt Tüte aufs Bett schmiss. Ich legte meinen daneben und wir verließen das Haus wieder und fuhren auf direkte weg zum Skaterpark.

Mikes POV

Kaum am Park angekommen, sahen wir auch schon die anderen.
Nach einiger Zeit kam sogar Mark mit seinem Board angefahren.
„Hallo Jungs“
„He Mark, du machst vielleicht Sachen“ und holte sofort einen Stift aus meinem Rucksack. Ich zögerte da nicht lange und unterschrieb darauf.
Erst schaute er mich ziemlich bedeppert an, grinste dann aber. Ich reichte den Stift weiter, da ich mir denken konnte das Chaz auch unterschreiben will. Was auch der Fall war. Nachdem sich alle auf seinem Arm verewigt haben, skateten wir weiter. Mark ließ es sich nicht nehmen auf Board zu steigen und die Halfpipe zu erklimmen.
Gegen 18 Uhr verabschiedeten sich langsam alle, wieder waren Chaz und ich alleine dort. Nachhause wollten wir noch nicht, somit liefen wir erneut ins Kaufhaus. Das bis 20 Uhr geöffnet hat.
„Weißt du auf was ich jetzt Appetit habe?“ fragte er mich
„Ja auf einen großen Schoko Becher mit Erdbeer sauce.“ Grinste ich
„Woher weißt du das?“
„Weil ich darauf auch Appetit habe“ grinste ich weiter
„Dann komm. Ich habe noch etwas klein Geld übrig.“ Ich nickte und zusammen gingen wir ins Eiscafe. Dort saßen wir bis der Laden dicht machte, danach entschlossen wir nach Hause zu gehen.
Da angekommen sahen wir das meine Stiefmutter Zuhause war, sogar mein Stiefvater war wieder zurück von seiner Geschäftsreise.
„Wir sind wieder da“ sagte ich und lief sofort in die Stube, wo die beiden waren. Chester folgte mir.
„Hallo Jungs. Wie war euer Tag?“
„Ging schon. Wir sind dann mal oben“ sie nickten und wir verschwanden in unserem Zimmer. Dort angekommen machte ich es mir sofort auf meinem Bett gemütlich. Chaz setzte sich auf seins und sah mich einfach nur an.
„Was hast du?“ fragte ich besorgt, da er mich nur anschaute, nichts sagte...
„Ich bin nur total froh dich als Bruder zu haben“ ich stand auf und setzte mich neben ihn.
„Das bin ich doch auch.“
„Keiner hat sich bis jetzt so um mich gekümmert wie du, keiner Mike. Nicht ein einziger.“
„Dann wird es zeit das wir das mal ändern.“ Ich stand auf und lief zu unseren Tüten. Seine warf ich ihm zu.
„Hier, hol mal raus ich will sehen was du dir gekauft hast.“ Bevor er dies konnte klopfte es an der Tür. Ines kam mit ihrem Kopf rein.
„Und habt ihr euch was schönes gekauft?“ wir nickten eifrig.
„Dann zieht euch mal um und zeigt her.“ Grinste sie und verschwand.
„Nun zeig schon her?“ und er holte seine Sachen raus. Ich schaute gebannt auf die Sachen, ich konnte es nicht glauben, er hat tatsächlich sich die gleichen raus gesucht wie ich.
„Du Chaz, kann es sein das du meinen Beutel erwischt hast?“ fragte ich stutzig
„Nein, wieso?“
„Weil ich mir die Sachen ausgesucht habe“
„Echt jetzt? Ich auch.“ Er stand auf und schaute in den nächsten Beutel, der noch auf dem Bett lag.
„Tatsächlich. Das ist ja krass. Wir wußten nicht was der andere kauft und wieder haben wir was gleich.“
„Liegt wohl daran das wir Zwillinge sind, deswegen fahren wir bestimmt auch auf die gleichen Sachen ab.“
„Kann sein“ er nahm sich seine Sachen und verschwand kurz im Bad. Mit neuer Kleidung kam er wieder. In der Zeit hatte ich mich auch umgezogen, wie durch ein Zufall hatten wir auch diesmal wieder die gleich Klamotten an. Wir hatten beide die schwarze Baggy an. Und das dazu passende Shirt.
Wir grinsten uns kurz an.
„Das steht dir richtig gut.“ Meinte ich
„Dir aber auch“ grinste er mich an
„Dann laß uns mal runter gehen.“ er nickte und gemeinsam gingen wir runter.
„Ines schau, wie findest du uns?“ und traten in die Stube.
„Das steht euch. Aber wieso habt ihr denn die gleichen Klamotten gekauft?“
„Wir wußten nicht was der andere kauft. Liegt wohl an unserem guten Geschmack, was Chaz?“ und grinste ihn an. Nachdem wir alles vorgezeigt haben, verschwanden wir wieder in unser Zimmer redeten, spielten Play Station, bis wir Müde in unsere Betten fielen.

Chaz's PoV

Am Freitag morgen weckte ich Mike da diese noch mit seinen Arsch im Bett lag. Wenn er nicht langsam aufsteht kommen wir noch zu spät.
Zum dritten mal heute versuchte ich ihn nun aus dem Bett zu bekommen.
In einer guten halben stunde mussten wir an meiner schule sein.
Erst als ich drohte ihn einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf zu schütten stand er schwer fällig auf.
Er packte sich irgendwelche Klamotten aus dem Schrank und verzog sich ins Bad.
Ich zog mich in unseren Zimmer um und packte meine Tasche.
Dann ging ich runter in die Küche wo ich denn Tisch bereits gedeckt hatte.
Ich setzte mich und wartete noch auf Mike der auch zwei Minuten später noch immer ziemlich verschlafen runter getorkelt kam.
"Morgen Chazy." gähnte er vor sich hin als er rein kam.
Ich schaute ihn schief an.
Wie ich hatte er die schwar-weiße Baggy und ein dunkel blaues Shirt an.
"Morgen auch du nach Macher." grinste ich fieß. Dieser schaute mich erst verwirrt an grinste dann aber und setzte sich neben mich.
"Kann doch nichts dafür das wir das gleich an haben." meinte er gespielt beleidigt.
"Ist schon gut aber meinst du wir sollten mit den gleichen Sachen zur schule gehen?"
"Wieso nicht? Ich finde das nicht schlimm."
"Ok wie du meinst, aber wir müssen uns langsam mal beeilen." meinte ich noch während wir zu ende frühstückten und das Geschirr weg packten.
Mike rannte noch mals hoch um seine Sachen zu holen, ich wartet so lange draußen und zündete mir eine kippen an.
Dann schloss Mike das Haus ab da seine Stiefeltern schon ziemlich früh arbeiten mussten und wir so alleine waren. Sie waren wohl zusammen auf Geschäftsreise über Wochenende so das wir Sturmfrei hatten.
Wir skateten zusammen zu meiner schule.
"Was machen wir heute abend?" fragte mich Mike während wir vor dem Schulgebäude auf Sebi und Mark warteten. "Weiß nicht wir können ja in ne Disse oder Kneipe gehen wenn du willst." schlug ich vor.
"Ja keine schlechte Idee."
Kurze zeit später kamen nach und nach die anderen aus Mike's klasse.
Sie hatten sich mit den Lehrern hier verabredet da sie denn ganzen Tag in der schule sein mussten.
Der Typ der mich am Mittwoch schief angemacht hatte schaute mich angewidert an.
Ich ignorierte ihn da ich Sebi und Mark entdeckte.
Wie immer begrüßten wir uns und beschloss noch eine vor der schule zu rauchen bis der Unterricht anfing.
Mike konnte leider nicht mit da seine Lehrer beschloss schon mal vorher rein zu gehen und er ja mit musste.
Als er dann klingelte gingen wir direkt zu unsere klasse.
Mike's klasse war noch nicht da so gingen wir schon mal rein und setzten uns auf unsere Plätze.
Neben mir der Platz war zum Glück frei da Laura die vor her neben mir saß erst vor kurzen die schule verlassen hatte da sie umgezogen sind. Erst nach einer halben stunde nach Unterrichtsbeginn kamen die anderen Schüler.
Mike steuerte direkt nach dem er mich gesehen hatte auf mich zu und ließ sich neben mich auf den Stuhl fallen.
"Boahr, scheiß Lehrer immer." fluchte er leise vor sich hin.
"Warum?" fragte ich leise zurück. Noch bevor er antworten konnte mischte sich einer der Lehrer ein.
"Chester sei ruhig sonst kannst du dich direkt um setzten." meinte die olle.
"Is ja schon gut." meinte ich.
Die Lehrer begannen den Unterricht der wieder sehr uninteressant war wie immer.
Nach der zweiten stunde hatten wir pause. Ich ging mit Sebi, Mark, Mike und seiner Clique raus in die Rauchereckte. "Kommt ihr heute mit in die Disko?" fragte Mike in die runde. Alle nickten. "Klar warum nicht." meinte Andy. Auch die anderen waren einverstanden.
Als Sebi, Mark und ich, die einzigen Raucher in der runde fertig waren gingen wir für die restlichen 20 Minuten noch in einer stillen ecke und ließen uns da auf die Bänke nieder.
Wir unterhielten uns gerade bis das Tom, der Typ den Mike eine rein gehauen hatte vor uns stand und meinen Bruder blöd anmachte.
"Na der Milchbubi ist ja wieder da." meinte er gehässig.
"Halt die schnauze Tom." meinte Sebi.
"Seit wann hängt ihr mit so einen loser rum. Ihr wart doch sonst nicht so drauf." sagte er weiter. "Hast du nicht gehört, du sollst dich verpissen." sagte nun Mike wütend.
Plötzlich packte Tom Mike am arm hoch und verpasste ihn mehrere heftige Schläge in den Magen.
" Das ist dafür das du letztes mal so ne große klappe hattest." lachte er. Wir anderen sprangen auf und zogen die zwei auseinander.
Ich ging auf Tom los und riss ihn zu Boden.
So das ich auf ihn saß und ihn immer wieder mit der Faust in seine dämliche fresse schlug.
Plötzlich packte mich jemand von hinten und zog mich von diesen Idioten runter so das ich neben ihn saß.
"Lass mich los damit ich das Arschloch tot prügeln kann." schrie ihn den oder die jenigen an die mich weg gezogen hatten. "Chaz jetzt bruhig dich wieder." an der stimme konnte ich Erkennen das es Sebi war.
"Nein, der hat meinen Bruder verprügelt da will ich mich nicht beruhigen." schrie ich weiter.
Mike kam zu mir und setzte sich vor mich in die hocke.
Ich schaute an ihn vor bei und sah das Andy und Tony sich um Tom kümmerten der heftig aus der Nase blutete.
Mike legte seinen arme um meine Schulter.
"Ist schon ok Chaz, beruhig dich wieder." sagte er leise und ruhig. Er schaute mich an.
" Der Typ hat dich geschlagen." meinte ich nun leiser aber immer noch wütend. "Ich weiß, ich bin dir auch dankbar dafür das du mich verteidigst, aber es bringt dir nicht viel auf ihn Einzuschlagen. Du kriegst dadurch nur ärger und das will ich nicht." meinte er. Nach kurzen über legen nickte ich. Im hinter Grund konnte man Tom mit einer Schmerz verzerrten stimme fluchen hören.
"Was ist mit ihm?" fragte Sebi in Richtung Andy.
"Chaz hat ihm die Nase gebrochen." meinte er.
In dem Moment konnte man die Klingel hören. Ich stand auf und ging ohne ein weiters Wort zu verlieren in Richtung Schulgebäude.
Ich hörte wie jemand mir folgte.
"Chaz jetzt warte doch mal." rief mir Mike hinter her.
Ich blieb kurz stehen und wartete bis er neben mir war.
"Hy alles klar?" meinte er. Ich nickte nur und ging weiter mit ihm schweigend Richtung klasse.
Wenn die Lehrer das raus kriegen und das werden sie kann es gut sein das ich für die Aktion von der schule fliegen werde.
"Man jetzt sag doch was."
"Ich werde wahrscheinlich von der schule fliegen." meinte ich nur, ging in die klasse und direkt zu meinen Platz auf dem ich mich nieder ließ.
" Das glaube ich nicht." sagte Mike und setzte sich wieder neben mir.
Es waren noch nicht alle Schüler da, nur die Lehrer.
Nach und nach kamen die anderen.
Als dann alle da waren begann der Unterricht.
Nach 10 Minuten kam der Direx in die klasse gestürmt.
"Chester Bennington, komm sofort mit zum meinen Büro." schrie er mich an.
genervt stand ich auf.
Die Schüler und Lehrer schauten mich ziemlich verwirrt an.
Ausser die, die das mit bekommen hatten.
Ich blickte noch mal zu Mike der mich etwas geknickt an sah und verließ mit dem Direx Herr Schmitz die klasse.
Schweigend folgte ich ihm bis in seinen Büro wo er mir sagte ich solle mich hinsetzen.
"Was sollte das?" meinte er wütend.
" Das wegen Tom?" fragte ich nach.
"Ja verdammt, du hast ihm die Nase und zwei Zähne aus geschlagen ohne Grund."
"Wie ohne Grund? Der hat meinen Bruder beleidigt und ihn verprügelt. Das soll kein Grund gewesen sein dem eine aufs Maul zu hauen?" fragte ich scharf nach.
"Tom hat das aber anders geschildert. Er ist jetzt übrigens im kranken Haus wofür du die kosten tragen wirst."
"Wie soll ich das denn machen? Ich habe kein Geld. Und außerdem war er der jenige der angefangen hat. Ich habe genug zeugen die das beweisen können." stellte ich klar.
" Das werden wir noch überprüfen, aber was klar steht das du bis das die Sache geklärt ist vom Unterricht suspendiert bist. Wenn sich wirklich raus stellen sollte das dein handeln Beihilfe zur Notwehr war kannst du wieder am Unterricht teilnehmen. Wenn nicht fliegst du von der schule. So du kannst jetzt nach hause. Wir werden deine Eltern Bescheid sagen."
"Ich habe keine richtigen Eltern und wohne auch zur zeit nicht bei meinen Stiefeltern. Wie wollen sie mir da bitte Bescheid sagen?" fragte ich nach. Dieser schaute mich nur verdutz an.
"Wie du wohnst nicht bei deinen Stiefeltern? Wo denn dann?"
"Bei meinen Bruder und seinen Stiefeltern." "Gib mir bitte die Telefonnummer." meinte er noch und reichte mir Stift und Papier rüber.
Genervt schrie ich ihm die Nummer auf und ging wieder raus.
Aber nicht in die klasse sondern erst mal eine kiffen. Da ja eh gerade Unterricht war lief kein Lehrer draußen rum und ich konnte mir in ruhe in der Raucherecke den Stoff durch die Lungen ziehen.
Als ich damit fertig war, wartet ich noch die restlichen 10 Minuten ab bis das die stunde zu ende war.
Einfach so jetzt in die klasse zu gehen wollte ich nicht.
Ich wartet vor der Tür und kurz nach dem klingeln ging ich rein.
Ich ging direkt zu meinen Platz und packte meine Tasche zusammen.
Mike sah mich schief an.
Bevor er fragen konnte was los sei erklärte ich ihm die Sache.
"Und was jetzt?" fragte er nach.
Ich zuckte mit den schultern.
"Kannst du mir vielleicht deinen Schlüssel geben? Es sind ja noch gut drei stunden bis schluss ist und ich weiß nicht was ich solange machen soll." dieser nickte und kramte in seiner Tasche nach dem Schlüssel und gab ihn mir.
"Kommst du dann direkt nach hause ja?" dieser nickte und ich verabschiedete mich von ihm und den anderen die das mit bekommen hatten.
Als ich mich um drehte sah ich das die Lehrerin gerade mit Herrn Schmitz redete.
Ich konnte hören das er ihr Bescheid sagte das ich nun nach hause musste. Ich ging aus der klasse und raus aus dem Schulgebäude.

Mikes POV

Mein Bruder war nach Hause geschickt wurden, nur weil er mir helfen wollte. Es war aber auch nicht Richtig das er den anderen Jungen die Nase gebrochen hat. Aber was kann Chaz nun dafür, er hat mich nur verteidigt.
Gelangweilt saß ich im Klassenzimmer, der Unterricht hatte erneut begonnen. Doch ich hörte nicht hin, mir war es vollkommen egal was die Lehrerin vorne sagte oder an die Tafel schrieb.
Jede einzelne Minute zählte ich bis zum Pausenklingeln. Fröhlich stand ich auf und lief mit ein paar Klassenkameraden aus dem Raum. Neben mir war auch Sebbi, der auch schon losbrüllte.
„Hallo Tony“ mit einem Kopfschütteln schaute ich ihn an
„Sorry“ ich nickte und lief auf Tony zu, in der zeit hat Andy auch zu uns gefunden.
„Hallo ihr beiden“ diese Nickten und begrüßten uns.
„Wo ist Chaz?“ fragte Andy
„Er mußte nach Hause, wegen der Schlägerei vorhin“ sagte ich und lief aus dem Gebäude. Die anderen kamen mir nach, an der Bank angekommen setzte ich mich sofort hin und zündete mir eine Zigarette an.
„Ich hab kein Bock mehr auf den Rotz. Am liebsten würde ich hier verschwinden“ sagte ich, alle sahen mir etwas unglaubwürdig an.
„Was ist?“
„Du und abhauen? Von der Schule fern bleiben?“
„Hast du ein Problem damit?“ dieser verneinte hastig.
„Gut, ist jemand mit dabei?“ fragte ich in die Runde.
„Ne Sorry, wir schreiben gleich Geschichte, da ist es besser da zu sein, als das dann nach zu schreiben. Das ist schon allein wegen spicken besser“ grinste Andy.
„Kommst du mit Sebbi?“ er war der einzigste den ich noch fragen konnte, da Andy und Tony in die selbe Klasse gingen. Würden beide auch logischerweise eine Arbeit schreiben.
„ja meinetwegen. Hab eh kein Bock auf Schule“ ich nickte und rauchte zu Ende.
Im Klassenzimmer angekommen, packte ich meine Sachen ein und ging zu Sebbi, der noch am Packen war. Als er es dann geschafft hatte, wollten wir den Raum verlassen, da fragten einige
„Wo geht ihr denn hin?“
„Ihr wißt aber das wir noch Unterricht haben?“
„Ja, das wissen wir. Sagt das ich Sebbi nach Hause geschafft habe, da ihm schlecht geworden ist“ meinte ich und wandte mich der Tür zu.
„Sebbi sieht aber nicht krank aus.“
„Sagt es einfach....“ damit ging ich aus dem Klassenzimmer, gefolgt von Sebastian.
Unser Weg führte direkt ins Einkaufscenter, wo wir uns in das nächstbeste Café setzten.
Gegen Mittag verließen wir den Laden und tränten uns. Ich war auf dem Weg nach Hause.

Chazys POV


Schmiss mein board was ich mir unterm arm geklemmt hatte auf dem Boden und skatete nach hause.
Dort angekommen schloss ich auf und ging hoch in unser Zimmer.
Ich miss meinen Rucksack in die nächst beste ecke, ließ mich auf Mike's Bett fallen und schloss die Augen.
Ich musste wohl eingeschlafen sein den die Klingel von der Tür riss mich aus meinen träumen.
Schwer fällig richtete ich mich auf und flog noch schlafen fast die Treppe runter.
Ich machte auf und sah Mike der mich etwas böse an sah.
"Ich dachte schon du machst gar nicht mehr auf." meinte er leicht sauer und zwängte sich an mir vor bei.
"Ja Sorry bin wohl eingeschlafen." gähnte ich und ging in die Küche um was für uns zu kochen.

Am abend machen wir uns fertig um in die nächst beste disse zu gehen.
Ich stand gerade im Bad und machte meinen haare zurecht als Mike rein kam und sich neben mich stellte.
Auch er fummelte an seinen haaren rum und schmierte sich ne menge Gel rein.
Als wir fast gleich zeit fertig waren gingen wir in die Küche um uns noch schnell was in den Magen zu schieben.
Denn auf einen fast nüchternen Magen säuft es sich nicht gut.
Gerade als wir fertig waren und ab räumten klingelte es an der Tür.
Mike ging hin und kam kurz danach mit Sebi, Mark, Andy, Tony und Poo rein.
Wir begrüßten uns kurz und redete noch eine weile bis wir beschlossen los zu gehen.
Mike's Stiefeltern hatten uns menge Geld da gelassen. Wo von Mike mir 200 Euro in die Hand drückte.
Er selber packte sich die selbe summe in die Tasche und zusammen gingen wir raus.
Auf der Straße machte ich mir ne kippe an und sah in die runde.
"Wo soll es jetzt hin gehen?"
"Ich würde sagen wir gehen ins "EndArt" oder was meint ihr?" fragte Mike.
Alle nickten und so machten wir uns auf dem weg.
Zum Glück war das EndArt nicht allzu weit weg so das wir nach gut ner viertel stunde da waren.
Wir bezahlten und gingen rein.
Da es gerade mal 22 Uhr war, war dem entsprechend noch nicht allzu viel los.
Wir suchte uns einen Tisch in der hinter ecke wir unterhielten uns ne weile bis Mike und ich beschlossen uns die erste runde zu bestellen.
Dabei blieb es natürlich nicht.
Es folgten noch weitere 5 runden purer Wodka und 6 runde Whisky bis die ersten von uns anfingen zu lallen.
Da Sebi, Mark und ich viel Alkohol gewöhnt waren dauerte es bei uns länger bis es die gewünschte Wirkung zeigte.

Mittlerweile war es 2 Uhr nacht und wir saßen immer noch da und waren aus gelassen am trinken und uns laut Hals am unter halten. In der Disko lief Musik mäßig nur Rock und Metal was mir am Besten gefällt.
Es war einer der wenigen wirklich guten Diskos wo man ein ganze nacht verbringen konnte ohne das es einen zu langweilig oder zu scheiße wird.
Schon wieder brachte uns die über aus attraktive Kellnerin in dem kurzen Mini eine neue runde.
Aber nicht nur ich sondern auch Mike schien ein Auge auf sie geworfen zu haben.
Er musterte sie von oben bis unten.
"Hy süße hast du später schon was vor?" lallte er ihr entgegen.
"Sorry ich habe schon einen Freund." meinte sie und lächelte ihn an.
"Das ist ein Grund aber kein Hindernis." meinte Mike wieder.
"Nein danke ich bin treu." damit verzog sie sich wieder.
"Mach dir nichts draus." meinte ich und klopfte ihn an der Schulter.
"Hier komm trink noch was." ich reichte ihm sein Glas rüber, er nahm es danken an,
"Bruderschaft?" fragte ich hin bevor er ansetzten konnte um das Gesöff mit einen Schluck runter zu spülen.
Er schaute mich erst verwirrt an, nickte dann aber.
Ich schnappte mir auch mein Glas und wir schlugen unseren arm in dem wir die Gläser hielten um den jeweils anderen, setzten an und tranken mit einen Schluck den puren Wodka runter.
Dann einen kurzen Kuss auf die Lippen und wir grinsten uns an. So ging das noch die ganze nacht durch, bis wir entschlossen so gegen halb 5 nach hause zu gehen. Vor der Disse verabschiedeten wir uns von den anderen da sie in die andere Richtung mussten.
So taumelten wir nach hause. Ganz unverletzt ging das nicht zu stand das uns mehr mals auf die fresse parkte.
Endlich zu hause angekommen brauchte Mike ne halbe Ewigkeit bis er seinen Schlüsse gefunden und die Tür auf machen konnte.
Wir gingen sofort nach oben.
Mike ins Bad und ich in unser Zimmer.
Da ließ ich mich auf sein Bett fallen da es viel bequemer und weicher war als meines.
Ich war schon fast mal schlafen als Mike rein kam.
"Hy das ich mein Bett." protestierte er sofort.
"Hä?" verschlafen blinzelte ich hin an. "Wenn du schon nicht in dein willst dann Rutsch aber was." meinte er noch. Ich tat was er sagte und rutschte an die wand.
Da ich nicht mehr zu gedeckt war so Mike das ich noch nicht um gezogen war.
Ausser die Schuhe natürlich die unten im Flur standen.
"Willst du dich nicht lieber erst um ziehen bevor du schläfst?" fragt er nach.
"Ne bin müde, will schlafen." gähnte ich Mike verdrehte die Augen.
Krabbelte aufs Bett und beugte sich zu mir rüber.
Er zog mich bis auf die boxe aus.
Was mich nur beim schlafen störte.
Als er endlich fertig war stand er wieder auf, zog sich um, machte das licht aus und legte sich neben mich.
Ich rutschte zu ihm hin und legte meinen Kopf auf seine Brust. Ich merkte wie Mike einen arm um mich schlang, der so auf meinen rücken lag.
Mit der anderen streichelte er mir durch die haare.
"Schlaf schön." flüsterte er leise.
"Du auch Mike gute nacht." sagte ich noch bis ich kurz drauf einschlief.

Mikes POV

Der Morgen danach, mit höllischen Kopfschmerzen öffnete ich meine verschlafenen Augen und erkannte Chester in meinem Arm schlafen. Die Schmerzen waren nicht auszuhalten, sollte ich ihn wirklich wecken? Nach einiger zeit hielt ich es nicht mehr aus und versuchte ganz langsam und leise mich aus seinem griff zu lösen und verschwand dann im Bad. Ich ging direkt zum Medizinschrank, aus dem ich mir gleich mal schmerzlindernde Tabletten nahm.
Hoffentlich wirken sie bald, dachte ich mir.
Um munter zu werden, ging ich Duschen und zog mich danach an.
Ich entschloß mich etwas zu Essen zu machen, somit ging ich runter in die Küche und schaute alle Schränke nach was eßbaren durch. Fand am Ende im Gefrierschrank zwei Pizzen. Die ich sofort mit einem lächeln in den Herd schob.
In der zeit wo sie vor sich hin brutzelten, deckte ich den Tisch. Als dieser Gedeckt war, ging ich in mein Zimmer um Chester zu wecken. Doch alles half nichts, er wurde einfach nicht munter. Rütteln, anschreien.... ließ ihn kalt. Irgendwann hatte ich es dann geschafft und er sah mich mit verträumten Augen an.
"Was schaust du mich so an?"
"Ich hatte grad so einen schönen Traum. Mußtest du mich wecken?" ich nickte und zog ihn aus meinem Bett. Drückte ihn paar Sachen an und zog ihn in Richtung Badezimmer.
"Beeile dich, es gibt gleich Pizzen" ich grinste und er schloß sofort die Tür. Ich stiefelte wieder runter.
Nach einiger zeit gesellte sich er auch zu mir und nahm neben mir Platz.
"Mike hast du was gegen die blöden Kopfschmerzen?" fragte er
"Ja, warte" ich stand auf und ging zum Kühlschrank, auf ihm standen die Tabletten. Ich reichte ihm es hin, dankend nahm er es an und nahm gleich welche ein.
Danach aßen wir gemeinsam die Pizzen und unterhielten uns.
"Chaz, hast du dir schon mal Gedanken gemacht wer unsere Mutter sein könnte?" fragte ich ihn beim Essen.
"Ich habe mir schon mal als Kind überlegt wie sie sein könnte und wollte Sie später auch suchen doch niemand hat mir eine Auskunft über Sie gegeben, genauso wenig wie über dich."
"Las uns dann doch am Montag mal in das Krankenhaus gehen, vielleicht sagen Sie uns ja doch etwas?" er nickte.
Nach dem wir alles gegessen hatten und ich den Tisch abgedeckt hatte, fragte ich Chaz ob wir in den Park gehen und Skateboard fahren. Doch so richtige Lust hatte er nicht, lieber würde er sich wieder hinlegen und weiter schlafen.
"Ach komm schon... sei mal nicht so?"
"Ich hab aber kein BOCK, ich will weiter schlafen" somit stiefelte er die Treppen rauf und legte sich wieder in mein Bett. Zog die Decke wieder über sich und schloß die Augen. Ich lief hinterher
"Ist das dein letztes Wort?" er sagte nichts, er rührte sich nicht mal.
" Dann mach doch was du willst" sagte ich gereizt. Nahm meine Jacke und verschwand aus dem Haus. Mein Board schmiß ich auf dem Boden, schwang mich drauf und fuhr los. Ich fuhr direkt in den Park, wo keine Menschenseele war.

Chaz's PoV

Als ich wieder auf wachte suchte ich denn Raum ab in der Hoffnung Mike zu finden.
Doch war er nicht da.
Also ging ich runter und suchte das ganze Haus nach ihm ab.
Doch nichts.
Ich ging von der Küche wieder hoch in unser Zimmer und da sah ich das sein Board, was eigentlich immer neben meins in einer ecke stand nicht da war.
Wahrscheinlich ist er ohne mich weg gefahren.
Meine Kopfschmerzen waren zum Glück mittlerweile weg.
Der wird schon wieder kommen dachte ich mir als mein Blick auf denn Wecker neben mir viel.
15 Uhr.
Ich ging wieder runter und machte mir ein paar brote und parkte mich vor die glotze.
Ich wartete darauf das Mike endlich wieder kam.
Doch ließ er sich nicht blicken.
Ich sollte wo mal gucken wo der bleibt.
Also ging ich wieder hoch, schnappte mir mein Board und skatete zum Park.
Doch auch hier war er nicht.
Überhaupt war hier niemand, was sehr ungewöhnlich war.
Ich setzte mich auf eine Bank nahe der pipe und dachte darüber nach wo er denn hin sein könnte.
Doch kam ich zum keinen Entschluss.
Zu ihm nach hause konnte ich ja jetzt auch nicht mehr da ich ja keinen Schlüssel hatte.
Also stützte ich meine arme auf die kniee und vergrub mein Gesicht in meine Hände.
So blieb ich eine kleine weile sitzen bis ich merkte das jemand neben mir stand.

Mikes POV
Direkt vor der Pipe blieb ich kurz stehen und dann fuhr ich meinen ganzen Frust dort ab. Ich merkte nicht mal wieder ich von einem Mann beobachtet wurde, erst als ich keine Lust mehr hatte sah ich ihn. Er kam direkt auf mich zu.
„Du fährst richtig gut“ meinte er
„Danke“
„Hättest du Lust für mein Team zu der nächsten Meisterschaft mitzufahren?“ hatte ich mich gerade verhört oder wollte der Typ mich für sein Team?
„Von welchem Team sind Sie denn?“
„Schon mal was von den Wild Tigers gehört?“
„Ja, klar. Das ist die bester Mannschaft ihr in der Gegend und da soll ich ins Team? Ich bin doch nicht gut genug“
„Am Dienstag ist ein vorstellen... wir suchen neue Leute in unserem Team. Da kannst du zeigen was du drauf hast.“
„Kann ich meinen Bruder auch mitbringen?“
„Klar doch, wenn er nur halb so gut ist wie du auf alle Fälle.“
„Er ist genauso gut.“
„Dann seit ihr am Dienstag so gegen 16 Uhr in der Trainingshalle der Wild Tigers. Du weißt wo das ist?“ ich nickte
„Gut dann bis Dienstag“ sagte er und verschwand. Glücklich fuhr ich nach Hause um Chaz meine neuste Begegnung zu erzählen. Schnell stellte ich mein Board in die Ecke und rannte hoch in mein Zimmer. Riß die Tür auf und rief
„Chaz.... wach auf.... du glaubst nicht was mir gerade passiert ist...“ erst danach sah ich das keiner da war. Wo ist er denn?
Ich schaute auf die Uhr und sah das wir es schon 17 Uhr hatten. Ich bemerkte gar nicht wie schnell die zeit vergangen ist.
Ich suchte das ganze Haus nach ihm ab, fand ihn aber nicht. Also schnappte ich mir mein Board und fuhr wieder in Richtung Park. Zu der Halfpipe, wo ich vorhin gewesen war.
Auf einer Bank fand ich ihn. Er hatte seine Arme auf seine Beine gestützt und hielt damit seinen Kopf fest. Langsam fuhr ich auf ihn zu.
Neben ihn kam ich zum stehen. Chaz schaute zu mir hoch und sprang sofort auf. Er umarmte mich.
„Man wo warst du denn? Ich habe dich gesucht“ meinte er und sah mich an
„Sorry... ich war Zuhause, da fand ich dich aber nicht...“
„Und ich bin dich Suchen gegangen. Ich habe gedacht du bist verschwunden.“
„Keine Sorge... wir bleiben zusammen. Weißt du wer mich vorhin angesprochen hat?“ sagte ich mit einem grinsen.
„Nein, woher soll ich das auch wissen“
„Der Trainer der Wild Tigers“ sagte ich, dieser staunte nicht schlecht.
„Was wollte er von dir?“
„Ich soll am Dienstag zum Vorstellen kommen... Sie suchen neue Talente. Du sollst auch mitkommen“ grinsend sah er mich an
„Echt jetzt?“ ich nickte
„Das ist ja klasse“
„Finde ich auch... lass uns noch was fahren ja?“ er nickte und gemeinsam fuhren wir noch etwas.

Chaz POV

Ich blickte hoch und erkannte Mike.
Sofort sprang ich auf und viel ihm in die arme.
"Man wo warst du denn? Ich habe dich gesucht" wollte ich von ihm wissen.
"Sorry... ich war Zuhause, da fand ich dich aber nicht..."
"Und ich bin dich Suchen gegangen. Ich habe gedacht du bist verschwunden."
"Keine Sorge... wir bleiben zusammen. Weißt du wer mich vorhin angesprochen hat?" fragte er mich mit einen grinsen im Gesicht.
"Nein, woher soll ich das auch wissen"
"Der Trainer der Wild Tigers" ich staunte nicht schlecht. Nicht jeder wird von so einen hohen Tier angesprochen.
"Was wollte er von dir?"
"Ich soll am Dienstag zum Vorstellen kommen... Sie suchen neue Talente. Du sollst auch mitkommen" das war nicht sein ernst oder? Man hat der ein Glück, und ich soll mit kommen?
"Echt jetzt?" fragte ich nach. Er nickte
"Das ist ja klasse"
"Finde ich auch... lass uns noch was fahren ja?" ich nickte und zusammen fuhren wir noch viele runden auf dem board die pipe ab.
Bis es spät abends war und wir beschlossen nach hause zu gehen.

Am Montag morgen machte ich nicht besonders viel an stand auf zu stehen.
da ich ja nicht zur schule musste.
Doch dadurch das Mike die ganze zeit im Zimmer irgendwas suchte, sich seine Klamotten zusammen packte und sonst was machte konnte ich nicht in ruhe weiter schlafen.
Deshalb beschloss ich not gedrungen auch auf zu stehen.
Ich ging runter und machte für uns beide Frühstück während Mike noch oben am duschen war.
Als er runter kam hatte er seine potthäßliche uniform an.
Ich grinste still in mich rein.
Sagte aber nichts dazu denn ich wusste das er sonst wütend wird.
"Kannst du mir deinen Schlüssel hier lassen?" fragte ich ihn während des Essens.
"Kann ich machen, wieso denn?" wollte er wissen während er genüßlich in sein Brötchen rein biss.
"Ich will gleich mal zu dem Krankenhaus fahren und gucken das ich was über unsere Eltern raus finde. Eigentlich müsste das klappen denn das steht ja alles in unsere Geburtsurkunde also wie die heißen und so und die müssen die uns aus händigen."
"Ja stimmt. Das müsste hin hauen." meinte er während er seinen Schlüssel aus seiner Hosentasche kramte.
"Sei aber so um 14 Uhr zu hause damit ich nach der schule rein komme ja?" meinte er während Mike mir denn Schlüssel rüber schob.
"Weißte was?" er verneinte.
"Kannst du mir 10 Euro geben dann lasse ich denn Schlüssel nach machen so haben wir ein Problem weniger ok?"
"Ja kann ich machen." sagte er und sprang auf um nach oben das Geld zu holen.
Er brachte auch gleich seine Tasche und sein Board mit damit er nicht noch mals hoch gehen musste.
Er drückte mir die 10 Euro in die Hand und setzte sich wieder hin um zu ende zu frühstücken.
Nach dem wir alles weg geräumt hatten verabschiedeten wir uns und er ging zur schule.
Ich ging wieder hoch um mich zu duschen und um zu ziehen.
Nach dem ich fertig an gezogen im zimmer stand packte ich mein board um machte mich auf dem weg ins krankenhaus.

Mikes POV

Kaum in der Schule angekommen, wurde ich gleich von meiner Klassenleiterin bei seite gezogen. Die natürlich wissen wollte wieso ich einfach gegangen bin. Am Anfang wußte ich nicht so recht was sie meinte, bis es mir ein viel.
"Sebbi ging es nicht gut und da habe ich ihn nach Hause geschafft" sagte ich
"Seit wann setzt sich du dich für das Wohlergehen anderer ein?" wollte sie erstaunt wissen.
"Seit dem ich meinen Bruder gefunden habe. Sebbi, den, den ich nach Hause gebracht hatte, ist einer von seinen Freunden"
"Gut, aber wenn du das nächste mal jemanden nach Hause schaffst sage wenigstens Bescheid."
"Ja geht in Ordnung"
"Gut, nun geh aber in deine Klasse, die vermissen dich schon alle" ich nickte und verschwand.
Der Unterricht war mal wieder langweilig. Die ganze Zeit dachte ich daran, was mit Chaz ist. Ob er etwas herausbekommen hat? Das würde mich doch schon Interessieren. Doch leider muß ich darauf noch warten.
Was ist wenn wir unsere Eltern gefunden haben? Was werden sie sagen? Und wie werden wir reagieren? Schließlich haben sie uns einfach weggegeben. Hätten sie dies nicht getan, wäre Chesters Unheil erspart geblieben.
Was muß man für einen Grund haben um zwei kleine Kinder ins Heim zu stecken? Das wüßte ich doch ganz gerne. Vielleicht Drogen, oder hatten sie kein Geld. Alles ist möglich in dieser verkorksten Welt...
"Mike..."
"Mike....." ertönte mein Name in mein Gedächtnis, langsam kam ich wieder zu mir.
"Ja?"
"Was konntest du aus dem Austausch lernen?" kurz überlegte ich, da ich nicht genau wußte was er meinte. Austausch? Ach er meint das wo wir an Chaz Schule waren.
" Das ich noch besser auf meinen Bruder acht geben muß" sagte ich wie in Tranks, der Lehrer schien das nicht zu verstehen, denn er schaute mich nur irritiert an. Doch ich sagte nichts weiter dazu. Er dachte wohl das ich es näher erläuter, doch darauf kann er nicht verwetten.
Der Rest der Stunden verliefen wie immer total Langweilig. Nach der Schule fuhr ich direkt nach Hause, da ich erstens unbedingt aus diesen Öden Klamotten raus wollte und zweitens wollte ich zu meinen Bruder, der einsam Zuhause hockt.

Chaz POV

Dort ankommen ging ich direkt zur Information.
Ich musste zum Glück nicht lange warten, da hier zur zeit wenig los war.
"Guten Tag wie kann ich ihnen helfen?" fragte mich die etwas ältere Dame hinterm Tresen.
"Guten Tag. Mein Bruder und ich sind vor 16 Jahren in diesem Krankenhaus geboren worden. Und ich möchte gerne unsere Geburtsurkunden holen kommen."
"Kommen sie mal mit." ich nickte und sie führte mich in denn Keller wo alle Akten und Unterlagen verwahrt wurden.
"Wann genau sind sie geboren?" wollte sie wissen.
"Am 16.März.1987"
"Und wie heißen sie genau?"
"Chester Charles. Mein Geburtsnamen weiß ich nicht da ich Adoptiert worden bin. Genau wie mein Bruder der Michael Kenji heißt." sie nickte und zog einige Akten aus dem Schrank und durchsuchte dies.
"Hier haben wir was." meinte sie.
"Haben sie einen Pass bei sich?" wollte die Dame wissen.
Ich nickte und zog aus meiner Hose meine Geldbörse in der mein Pass drin war.
Sie kontrolliert die Daten.
"Haben sie auch denn Pass ihres Bruders dabei?"
"Nein leider nicht."
"Ich kann ihnen leider nicht seine Urkunde geben, aber ihre."
"Ist ok, dann sag ich ihm Bescheid das er später noch mal hierher kommt." sie gab mir meinen Pass und die Geburtsurkunde wo mein richtiger nach Name drauf stand.
Chester Charles Mothes heiße ich richtig.
Die Namen meiner Eltern standen auch dabei.
Viola Mothes.
Unsere Mutter.
Unser Vater hieß Timo Mothes.
Ich atmete tief durch.
"Danke."
"Keine Ursache. Wenn sie mir bitte folgen." ich nickte und zusammen gingen wir wieder hoch.
Oben angekommen bedanke ich mich noch mals bei ihr und ging raus.
Die Urkunde verstaute ich in meinen Rucksack und fuhr in die Stadt da ich noch den Schlüssel nach machen musste.

Zu hause wartete ich dann auf Mike.
Es waren gerade mal 12 Uhr also beschloss ich schon mal alles vor zu bereiten damit ich gleich kochen konnte.
Ich kochte und kurz drauf klingelte es an der tür.
Ich öffnete und Mike stand vor mir.
"Hy." begrüßte ich ihn und nahm ihn kurz in die arme.
"Und wie war die schule?" fragte ich ihn mit einen fiesen grinsen.
"Sehr interessant wie immer." meinte er ironisch und ging hoch in unser Zimmer um sich umzuziehen.
Ich deckte in der zeit denn Tisch und machte uns die Teller mit dem essen fertig.
"So hier dein Schlüssel." sagte ich und gab ihn seinen wieder.
"Hast du ihn nach machen lassen?" fragte er nach, ich nickte.
"Ich war im Krankenhaus." meinte ich nach einer kurzen zeit des Schweigens wo wir am Tisch saßen und aßen.
"Und hast du was raus gefunden?" wollte er sofort wissen. Ich nickte stand auf und holte meine Urkunde.
"Deine musst du selber im Krankenhaus holen gehen. Ich hatte deinen Pass ja nicht dabei." meinte ich während er sie sich genau an sah.
"Das mache ich gleich." meinte er und gab sie mir wieder.
"Was meinst du, ob sie hier in der Stadt wohnt? Wenn nicht werden wir sie wohl niemals finden." meinte ich etwas bedrückt.
"Ich hoffe es." meinte er nur.
Schweigen aßen wir zu ende und räumte gemeinsam denn Tisch ab.
"Ich fahr dann mal schnell ins Krankenhaus. Willst du mit?"
"Nein ich bleide hier ok?" er nickte und wir verabschiedeten uns. Schon war er wieder weg und ich wieder allein.
Ich seufzte kurz und schmiss mich vor die glotz wo ich dann auch ein schlief.

Mikes POV
Wieder war ich auf der Straße und unterwegs. Diesmal führte mich mein Board zum städtischen Krankenhaus, wo Chester und ich am 16 März geboren wurden. Vor dem Eingang, sprang ich vom Board nahm es unter dem Arm und lief direkt zur Information.
„Schönen Guten Tag, ich wollte Fragen wo ich hin muß wenn ich eine Geburtsurkunde haben möchte?“ fragte ich die Junge Dame.
„Bitte folgen Sie mir“ ich nickte und sie trat raus. Gemeinsam liefen wir die Treppen runter, in den Keller. Er war Riesen Groß, alles war voller Akten.
„Wie ist ihr Name? Und ihr Geburtsdatum bräuchte ich auch“ fragend sah sie mich an.
„Michael Kenji... und wurde am 16. März 19.87 geboren.“ Sie nickte und fing an mit suchen.
„Da haben wir ja ihre Urkunde. Könnte ich zur Sicherheit vielleicht noch ihren Ausweis kurz sehen?“ ich kramte in meinem Rucksack nach meinem Portmonee, schon hatte ich es, aus ihm holte ich meinen Pass hervor.
Kurz schaute sie mich an, dann nickte sie und gab mir Pass und Urkunde. Wie bei Chester standen auch bei mir die Daten meiner Eltern.
„Darf ich Sie noch etwas Fragen.“
„Ja sagen Fragen Sie?“
„Haben Sie noch zufälliger Weise die Daten von Viola Mothes und Timo Mothes irgendwo? Das wäre wirklich sehr Nett.“
„Da muss ich schauen.“ Sie lief los, zu einem anderen Stapel voller Akten.
„Nein, tut mir sehr Leid“
„Trotzdem Danke.“ Gemeinsam gingen wir wieder hoch. Dort bedankte ich mich ein weiteres mal bei ihr. Dann verschwand ich aus dem Krankenhaus wieder. Packte meine Sachen in den Rucksack und fuhr nach Hause.
Dort angekommen, schloss ich die Tür auf und trat ein, aus der Stube hörte ich schon das der Fernseher lief. Ich stellte meine Sachen ab und ging dann dort hin. Chester schlief auf der Couch. Ich stellte den Fernseher aus und legte eine decke über ihn drüber. Dabei betrachtete ich ihn mir paar Sekunden lang.
Kurz darauf lief ich in die Küche.

Chaz POV
Ich schreckte mit einen kurzen aber lauten schrei aus einen Alptraum wieder hoch.
Ich hörte wie Mike aus der Küche gerannt kam und mich sofort in die arme Schloss.
"Was ist passiert?" wollte er direkt wissen.
"Ach nur ein Alptraum." meinte ich leise.
"Wieder der selbe?" ich nickte.
"Seid wann bist du wieder hier?" wollte ich nach einiger zeit wissen.
"Schon seit 3 stunden aber ich wollte dich nicht wecken. Du sahst irgendwie süß aus, als du da schliefst." ein grinsen zierte sein Gesicht.
Mein Blick viel auf die Uhr die auf einen Schrank neben der Couch stand.
Diese zeigte mir das wir schon 18 Uhr hatten.
"Wo sind eigentlich deine Stiefeltern?" wollte ich wissen.
"Die kommen erst heute nacht um 2 Uhr wieder von der arbeite." sagte er leicht bedrückt.
"Kennen die auch noch was anderes außer arbeiten?"
"Nein das war schon immer so. Als ich klein war, war immer einer von beiden hier um auf mich aufzupassen. Aber dann waren immer beide weg um zu arbeiten." meinte er traurig.
Ich drückte ihn ganz fest an mich.
"Jetzt bist du nicht mehr allein. Ich werde immer bei dir bleiben. Auch wenn wir uns nicht sehen, so bin ich doch immer irgendwie bei dir." sagte ich leise. er nickte.
"Ich weiß Bruderherz." antwortete er leise. wir blieben noch eine ganze zeit so arm in arm auf der Couch sitzen bis wir entschlossen noch was raus skaten zu gehen.
Ich packte mir einen joint mit ein und so fuhren wir zur pipe.
Davor ließ ich mich auf eine bank nieder und zündete mir die tüte an.
Mike konnte und wollte es wohl nicht sehen, deshalb ging er schon mal vor und fuhr einige runden auf der pipe.
Als ich fertig war beschloss ich zu ihm zu fahren und meine runden zu drehen.
Wir blieben bis spät in der nacht bis wir um halb 12 nach hause fuhren.
Dort machten wir uns direkt bett fertig und schliefen auch schnell ein.

Mikes POV

Früh Morgens wurde ich durch meinen nervigen Wecker mal wieder geweckt. Das Chester dadurch nicht wach wird ist echt verwunderlich.
Ich entschied mich ihn schlafen zu lassen. Somit suchte ich mir schnell meine Sachen beisammen, ohne laut Krach zu machen und lief dann aus dem Zimmer.
Nach dem ich fertig war mit Duschen und alles andere, ging ich runter in die Küche. Wo mal wieder ein Zettel von Ines lag. Sorgfältig laß ich ihn mir durch.
Ist ja mal wieder klar, das sie erst gegen 2 Uhr kommen. Das hieß wieder ein Tag alleine. Alleine?
Ich bin doch nun nicht mehr alleine!
Ich habe doch Chester, meinen einzigen und wahren Bruder.
Bei dem Gedanken fühlte ich mich richtig wohl. Mit einem grinsen und einem guten Gewissen ging ich aus dem Haus.
Die Schule war wie immer total Langweilig. Jeder schien heute nur ein Thema zu haben
"Wild Tigers", heute ist ja vorfahren angesagt. Hoffentlich nehmen sie uns beide und wenn nicht will ich hoffen das sie sich wenigstens für Chazy entscheiden, denn er fährt tausendmal besser als ich.
Mein Blick viel auf meine Uhr, die mir verriet das ich noch 5 Minuten habe, dann würde es endlich zur Pause klingeln, dies wiederum hieß, Schulaus!
Und schon ertönte die Schulklingel. Ich packte meine Sachen und fuhr direkt nach Hause.
Dort bemerkte ich das Chester immer noch am schlafen war. Jeder versuch ihn wach zu bekommen war zwecklos. Ich entschloss mich später noch mal nach ihm zu sehen und erst mal etwas zu kochen. Mal sehen ob das was wird, ich mit meinen Kochkünsten.
Nachdem alles fertig war und nur noch darauf wartete verspeist zu werden. Lief ich erneut hoch in unser Zimmer um einen letzten Versuch zu starten.
Nach einer Weile kam er dann aus den Hufen und verschwand im Bad. Nach weiteren unzähligen Minuten die ich mit warten verbrachte, kam er dann endlich. Gemeinsam aßen wir zu Mittag.
" Darf ich deine Urkunde mal sehen?"
"Ja, klar" meinte ich und lief hoch in unser Zimmer. Diese betrachtete er genauer, vielleicht wollte er Gewißheit haben das wir auch wirklich Brüder sind.
"Mike, was machst du nun, nachdem du weißt wie du wirklich heißt?" fragte er auf einmal.
"Zum Rathaus gehen und mich umschreiben lassen. Schließlich haben wir das Recht dazu. In dieser Familie möchte ich nicht weiter angehören, zumindest namentlich nicht. Du bist meine Familie und ich möchte den gleichen Namen tragen wie du. Und das geht mit dem jetzigen nicht" ich sah ihn an und er nickte.
"Stimmt, wir haben das Recht dazu. Ich will auch meinen richtigen Namen haben, neu Anfangen. Nicht mehr zurückblicken müssen, nur noch friedlich Leben"
Wenn das nur so einfach wäre, mit dem friedlich Leben. Das was man dir angetan hat ist nicht einfach so auszuradieren, leider.
Warum?
Warum mußten sie uns weg geben? Was wollten sie damit bezwecken?
Wollten sie uns ein schönes Zuhause geben?
Doch dies ist fehl geschlagen. Ohne Liebe sind wir groß geworden, hätten sie uns doch lieber behalten, dann wäre ich jetzt zwar Arm, hätte aber unter Garantie Liebe bekommen und mußte nicht die meinen einzigen Bruder suchen. Der Gedanke daran, das wir beide den gleichen Namen bald trugen, freute mich innerlich. Endlich wußte ich wo ich hingehöre...
"Las uns gleich nach dem Vorfahren zum Rathaus gehen und die Pässe beantragen" er nickte und gemeinsam räumten wir alles weg und machten uns auf dem Weg.

Chaz POV

Danach ging ich mich noch schnell duschen und an ziehen.
Um halb 2 machten wir uns mit unseren boards auf denn weg zum Vorstellungsort.
In der Vereinshalle der Wild Tigers.
Es waren nicht besonders viele hier.
Da es die Voraussetzungen um in denn Verein angenommen zu werden sehr hoch waren.
Ich machte mir keine großen Hoffnungen.
Wieso sollte für mich mal was gut laufen?
Aber für Mike hoffte ich um so mehr das sie ihn nehmen.
Wenigstens einer von uns beiden der was ordentliches zustande bringt.
Kurz nach zwei kamen die bosse zu uns neuen.
"Herzlichen dank das ihr so zahlreich hier erschienen seid. Bevor wir mit denn ersten Tests anfangen wo ihr euer können unter Beweis stellen könnt müsst ihr euch einen Drogentest unter ziehen. Reine Routine. Wenn ihr mir bitte folgen würdet." wir gingen ihm nach.
Super und schon kann ich ein packen.
Ich bin ein Junki, wie soll ich da einen Drogentest bestehen?
Ich sah traurig zu Mike der neben mir ging.
"Das kann ich vergessen." sagte ich leise so das nur er es hören konnte.
"Uns wird schon irgendwas einfallen. Lass mich kurz überlegen." meinte er leise.
Wir gingen zu denn Klos wo wir eine Urinprobe abgeben mussten.
Mike zog mich unauffällig ein Stück weg von der Gruppe.
Während die ersten drei in den Toiletten verschwanden.
"Ich weiß was. Also wir gehen in denn Kabinen so das wir neben einander sind.
Dann schiebst du mir deinen Becher unten durch und ich mach das für dich.
So finden sie nicht raus das du Drogen nimmst ok?" grinst er mich an. Ich viel ihm kurz um denn Hals.
"Du bist der beste weißt du das?"
Schon wurden wir unterbrochen da wir nun dran waren.
Wir machten das so wie Mike es geplant hatte.
Es verlief zum Glück so das niemand etwas gemerkt hatte.
Wir gaben die proben ab und gingen zu den anderen auf die Bank die schon fertig waren.
Wir mussten eine stunde warten bis die Tests ausgewertet waren.
Alle Tests waren ok so das es auch direkt los gehen konnte.

Mikes POV

"Chester Mothes" erklang es im Raum. Erschrocken sah ich ihn an. Dieser grinste nur und nahm sein Board.
"Viel Glück" rief ich ihm noch nach. Dann fuhr er auch schon wie ein Weltmeister.
Er war richtig gut. Den Leuten von den Wild Tigers schien es auch gefallen zu haben denn sie machten ein ziemlich zufriedenes Gesicht und nickten ständig.
Ich weiß dies ist noch kein Beweis das er weiter ist, aber ich habe das so im Gefühl. Als er fertig war, schrieben sie sich was auf und Chester kam zu mir, kurz darauf wurde ich aufgerufen
"Mike Mothes" ich stand auf, Chester wünschte mir noch viel Glück, dann fuhr ich los. Wie vorher bei Chazy hatte ich das Gefühl das alles super gelaufen ist.
Doch ich denke nicht wie die Personen da drüben. Als alle dann vorgefahren haben, zogen sie sich erneut zurück. Chester und ich nutzten derweil, die Halle.
Man bekommt ja nicht ständig die Gelegenheit in so einer geilen Halle zu fahren.
Mit der zeit kamen dann auch die Wild Tigers an, die mit ihrem Training beginnen wollten. Einer von den 5 beobachtete uns und ging zum Chef als er ihn sah. Sie beredeten etwas, doch was konnte ich nicht verstehen.
"Chazy..." sagte ich, dieser fuhr zu mir.
" Da ist der Boss. Jetzt wird es ernst" der Chef signalisierte uns das wir zu ihm kommen sollen. Also fuhren wir zu ihm.
"Chester und Mike Mothes. Geschwister nehme ich an?"
"Yepp" sagten wir gleichzeitig
" Das merkt man sofort an eurem Talent. Ihr wart einfach super."
"Vielen Dank für ihr Kompliment" schleimte ich mich ein, ein wenig kann ja nie schaden.
"Wollt ihr immer noch im Team sein? Ihr wärt eine ziemlich Erreicherung für unser Team. Das meine nicht nur ich auch die anderen Fahrer, die euch gerade fahren gesehen haben. Also wenn ihr wollt seit ihr dabei?"
"Na klar wollen wir, nicht wahr Chaz?" dieser nickte.
"Gut dann kommt mal mit" ein anderer Typ war gerade bei den anderen und verteilte seine Urteile. Außer uns hatte es wohl keiner mehr ins Team geschafft.
"Haben es noch andere geschafft?"
"Wir suchten zwei Personen, die wir mit euch nun haben. Nun kommt aber.... hier entlang" er führte uns in einen Raum wo viele Pokale und alles gelagert wurde. Er ging zu einem Schrank, schloß ihn auf und holte zwei Sporttaschen raus.
" Die sind ab jetzt euer." Ich machte sie auf und sah, Schienbeinschoner, Trikots etc., überall stand "Wild Tigers" drauf. Sogar ein Jogginanzug war dabei. Der mehr als geil aussah. Während ich mir die Sachen anschaute, bemerkte ich nicht das er weiter zu einem anderen Schrank ging und uns zwei Skatebards raus holte. Die ebenfalls eine Aufschrift der Wild Tigers trugen.
"Falls es mal Kaputt ist, dann sagt Bescheid. Ich gebe euch neue. Diese könnt ihr auch in der Freizeit nehmen. Da ihr nun zum Team gehört, gehört euch auch ein Anteil der Boards. Die wir jeden Monat gesponsort bekommen."
"Vielen Dank." Brachte ich nur heraus. Das Board war einfach Hammer Mega Geil.
Direkt nach dem ganzen fuhren wir mit unserem neuen Boards und den Sachen nach Hause um sie abzulegen.
"Los wir müssen noch zum Rathaus." Meinte Chaz, schnappte sich das neue Board und rannte wie ein wilder wieder raus.
"Hast du ein Passbild von dir?"
"Ja, nun komm endlich zu Tramtüte" schon stand ich neben ihn.
Gemeinsam fuhren wir mit den neuen Boards die Straße entlang. Ich konnte es nicht glauben das wir beide genommen wurden, erst jetzt realisierte ich es langsam.
Wir sollten nur noch die Einverständigung der Eltern vorlegen. Das wird kein Problem sein bei Ines und Jürgen.
Dort angekommen nahmen wir unsere neuen Boards in die Hand und betraten das Haus. An der Information erkundigten wir uns wie wir zum Einwohnermeldeamt kommen würden. Mit dem Fahrstuhl fuhren wir nach oben, suchten uns die passende Nummer und traten ein. Zum Glück war kein Andrang wie sonst immer. Von einer älteren Frau wurden wir begrüßt, ihr erklärten wir wieso wir einen anderen Namen bzw. einen neuen Ausweis haben möchten. Sie meinte das es OK ist und gab unsere Daten in den Computer ein.
"Am Freitag könnt ihr Sie abholen"
"Vielen Dank"
" Danke" sagten wir und verabschiedeten uns wieder.
"Und nun?"
"Ins Telefonbuch schauen ob es hier in der Stadt Familien mit Mothes gibt."
"Glaubst du nicht das in dieser Stadt ziemlich viele so heißen?"
"Versuchen können wir es doch trotzdem" ich gab nach und gemeinsam fuhren wir in die nächste Telefonzelle.....Mothes.... im Gedanken suchte ich den Namen
"Hier ich hab was" sagte Chaz. Ich kam zu ihn und sah es mir genauer an. Und wie ich es mir gedacht hatte, mindestens 10 die auch so heißen.
"Wir suchen Viola und Timo Mothes."
"Schau mal da steht Viola Mothes...und da Timo Mothes... da noch mal Timo Mothes" meinte ich.
"Hast du einen zettel bei?" ich verneinte, prompt riß er die Seite aus dem Telefonbuch.
"Los komm, las uns schauen welches nun die richtige ist" sagte er und trat aus der Telefonzelle.
"OK" schon fuhren wir los.

Chaz's PoV

Nach dem vor fahr test zogen sich die bosse zur beratung zurück.
Mike ein paar der anderen und ich nuzten die chankse um noch in der geilen und großen halle zu skaten.
Dann wurden wir wieder zu denn bänken zurück gerufen.
der oberster boss zog Mike und mich von der gruppe weg.
Er verkündete das wir beide in das team auf genommen wurden.
Innerlich machte ich mehr als nur freuden sprünge, ließ mir das aber nicht so sehr an merken.
Endlich hat mal was in meinen leben geklappt.
Das steigerte ganz schön mein selbst bewusst sein, wo von bei mir sonst nicht sehr viel vor handen war.
Er führte uns in einen raum und gab uns aller hand zeug eine tasche voll mit sachen zum anziehen.
Und neue boards.
Die wirklich hammer geil aussahen.
Auf der oberen tritt fläsche war der name des teams zu lesen.
unten ein tiger in 3-d obtieg.
Wir bedankten uns artig.
Dann wurde uns gesagt das wir noch die einverständigung unsere eltern vor bei bringen mussten.
Dann würde man uns erst sagen wann das erste trening währe.
So verließen wir die halle und skateten erst mal nach hause um unsere sachen dort ab zu laden.
Dann auf zum ein wohner melde amt.
dort wurde uns gesagt das wir ab freitag offizeil wieder unsere richtigen namen tragen würden.
Wir standen wieder vor dem großen gebeude.
"Und nun?" fragend sah mich Mike an.
Wir beschlossen in die nächst beste telefon zelle zu gehen um zu gucken ob wir was brauch bares finden würden.
Und das taten wir auch mehr als uns eigentlich lieb war.
Als ich die seite raus riss fuhren wir los.
Nach kurzer suche fanden wir das erste haus.
"Ich glaube nicht das wir die je finden werden. Die leute müssen uns eh für verrückt halten." meinte ich leise während wir immer noch vor dem ersten haus standen.
Mike klingelte.
Schon kurz drauf kam ein man raus.
"Ja bitte?" wollte er von uns wissen. Ich überließ Mike das wort.
"Haben sie zufällig zwei kinder? Genauer gesagt zwillinge?" erwartungs voll schaute er ihn an. Dieser verneinte.
So ging das denn halben tag.
Ich überließ immer Mike das wort da ich das mitelherweile lächerlich fand.
Es wurde langsam abend und ich hatte hunger.
"Komm lass uns nach hause fahren. Das hat doch eh alles keinen sinn. Wir werden sie wohl nie finden." meinte ich.
"Nur noch dieses eine ja? Vielleicht haben wir ja jetzt glück." ich atmete tief durch und nickte.
In einen ziemlich herunter gekommenden viertel blieben wir auf unseren boards stehen.
An praktisch jeder ecke standen typen die schwer nach drogen diealern aus sahen oder tussies die ihre dinste an boten.
Zimmlich in der mitte der straße war das letzte haus wo wir hin wollten.
Wie immer klingelt Mike.
Eine recht jung aussehende frau kam raus.
Ich schätze sie nicht mal auf mitte dreißig.
Wenn das unsere Mutter sein soll war sie bestimmt keine 18 jahre als sie uns geboren haben müsste.
Sie war dünn aber für die verhältnisse in der sie wohnte doch recht gepflegt.
"Ja?" fragte sie uns und sah uns an. Mike rappelte wie immer seine leier runter.
Die frau stand mitlerhweile neben uns auf dem geh weg.
"Sie haben nicht rein zu fällig zwei 16 jährige zwillings söhne?" fragte Mike sie.
Man konnte ganz deutlich sehen das sie bei der frage die tränen in die augen schoss.
Leicht nickte sie und strich mit ihrer hand über die augen.
" Doch habe ich. Ihr meint bestimmt Mike und Chester stimmst?" fragte sie nach.
Ich sah Mike an, diese glücklich zurück schaute.
" Doch genau die." sagte er dann.
"Warum hast du uns weg gegeben?" schoss es plötzlich aus mir raus. Sie schaute mich entsetzt an.
"W...a...s? Mike, Chester seid wirklich ihr das?" Mike nickte.
"Ja ich bin Mike und das Chaz." da brach sie in tränen aus und viel Mike um denn hals.
"Oh gott" brachte sie immer wieder leise raus.
Dann kam ein typ aus dem haus.
"Was ist hier los?" fragte er und kam auf uns zu.
"Timo, das sind unsere söhne." sagte sie leise.
Er schaute immer wieder entsetz zwichen Mike und mir hin und her.
"Wirklich?" fragte er leise. Sie nickte.
Unsere mutter drückte sich leicht von Mike weg ließ ihn aber nicht los.
Auch unser vater ging erst zu Mike und um armte ihn.
Ich fühlte mich in den moment echt scheiße.
Wie eine neben sache.
Das wird sich wohl auch nie ändern.
Mehr als 5 minuten standen sie so da.
Ich ging ohne ein wort zu sagen weg.
Zu erst bemerkten sie es garnicht bis Mike mir hinter her brüllte.
Da schmiss ich mein board auf denn boden und skatete einfach weg.
Mike folgte mir nicht weiter.
Ich fuhr wirkürlich in der gegend rum.
Mein weg führte mich zu einen kleinen park in dem keine menschen seele war.
Auf der einzigesten bank die ich auf anhieb sehen konnte ließ ich mich nieder.
Ich zog meine kniee dicht an denn körper und schlung meinen arme drum.
Meinen kopf legte ich auf die kniee und fing erbarmungslos an zu heulen.
Immer bin ich der aussen seiter.
Warum?
Was habe ich denn leuten getan das sie mich so ab weißend behandelten?
Jetzt hatte ich nach all den jahren meine familie wieder gefunden und ihnen war es anscheinend egal.
Ich frage mich auch warum das team mich genommen hatte?
Hatten sie das not gedrungen gemacht weil die anderen so dermaßen schlecht waren?
Oder weil sie sich erhofften das ich so gut wie mein bruder werde?
Eigentlich hätte ich da ja garnicht teil nehmen dürfen da ich ja drogen nehem.
Und das wird mit sicher heit auch noch raus kommen.
Dann wird Mike auch fliegen weil er mir ja zum betrug geholfen hatte.
Bringe ich wirklich nur unglück?
Ich merkte nicht wie es immer dunkler wurde.
Erst als ich mit verheulten augen nach stunden in denen ich so da saß auf blickte sah ich auf der nahen gelegenden kirchen uhr das es bereits 22 uhr war.
Nur langsam erhob ich mich von der bank und skatete langsam zu Mike's haus.
Als ich auf schloss war niemand da.
Alles war dunkel.
Wer war bestimmt noch bei unseren eltern.
Ich zog mich um und legte mich in mein bett.
Dort weinte ich mich dann in denn schlaf.

Mikes POV

„Chaz warte doch“ rief ich ihm hinterher, doch er hörte nicht, er fuhr einfach weiter und weiter bis er weg war. Langsam drehte ich mich zu meinen Eltern uns sah sie bestürzt an.
„Was ist mit ihm los?“ wollte Timo mein Vater wissen
„Er hat in seinem Leben noch nicht ein bisschen Liebe von irgend jemanden bekommen, und nun dies. Ihr habt ihn nicht mal in seine Arme geschlossen. Da wäre ich auch abgehauen.“
„Das wußten wir doch nicht.“ Sie zogen mich ohne zu fragen ins Haus. Am liebsten wäre ich Chester hinterher gefahren und hätte ihn getröstet, doch das konnte ich nicht da sie mich reingezogen hatten.
„Er wird sich schon beruhigen“ meinte meine Mutter, wie konnte sie nur sowas sagen? Sie kannte uns überhaupt nicht.
„Woher willst du das wissen, du hast uns weggegeben! Durch euch wurden wir getrennt und in unterschiedliche Familien gesteckt. Chester hat es besonders schlimm erwischt. Da freut er sich genauso wie ich die richtigen Eltern gefunden zu haben, dann behandelt ihr ihn wie letzten Dreck und ihr meint er beruhigt sich? Ihr kennt ihn doch überhaupt nicht!“ sagte ich wütend und verließ wütend das Haus. Mit tränen in den Augen, die leicht auf die Straße prasselten fuhr ich die leeren Straßen entlang. Wie konnten sie nur so schnell über ihn Urteilen? Sie kennen ihn nicht mal ein kleines Bisschen. Sie wissen rein gar nichts!
Ich merkte nicht wie die zeit verging, bis es an fing mit Dämmern.
Langsam machte ich mich auf dem Weg um Chester zu suchen, doch ich wußte das ich ihn nicht finden würde, doch versuchte ich es. Schließlich ist er mein ein und alles, das einzigste an Familie was ich habe.
Gegen 11 Uhr Abends gab ich es dann doch auf und fuhr nach Hause in der Hoffnung das er da war. Leise schloß ich die Tür auf und stellte mein Board in den Hausflur. Dort sah ich seine Schuhe stehen. Ich atmete erleichtert auf, lief langsam die Treppen rauf und öffnete genauso langsam und vorsichtig die Tür zu unserem Zimmer. Er lag in seinem Bett und zuerst dachte ich er schläft doch dann vernahm ich ein leises Schluchzen, was signalisierte das er wach war. Langsam ging ich zu ihm, setzte mich auf die Bettkante und streichelte ihn über den Rücken.
„Chester alles ist gut“ sprach ich beruhigend.
„Nichts ist gut! Wie wars denn bei deinen Eltern?“ sagte er gereizt.
„Es sind immer noch unsere Eltern und außerdem, war ich nicht lange dort.“
„Dir ist es doch egal was mit mir ist...“ er schaute mich bei allem was er sagte nicht mal an.
„Das stimmt nicht, ich hab den ganzen Abend deinen verdammten Arsch gesucht.“ Meinte ich nun leicht wütend. Er setzte sich so das er mich anschauen konnte. Seine Augen waren vom vielen weinen schon ganz rot geworden.
„Es tut mir so Leid Chazy“ ich nahm ihn in den Arm und drückte ihn leicht an mich.
„Warum? Warum bin ich immer der Außenseiter?“ fragte er mich auf einmal
„Du bist nicht der Außenseiter, nicht für mich. Ich weiß es war nicht richtig von den beiden, aber woher sollten Sie wissen?“ ich stockte kurz
„Und außerdem tut es ihnen mittlerweile auch Leid, nachdem ich Sie rund gemacht habe. Wie du bin ich auch einfach wütend abgezogen...“
„Was ist denn passiert?“ ich erzählte ihm was dort vorgefallen war, und das es mich total aufgeregt hat das sie so über ihn geredet haben. Woher wollen sie bitte wissen wie sich ein Junge fühlt der von seinen eigenen Eltern vernachlässigt wird? Der nicht beachtete wird beim ersten Treffen? Es war schon hart genug für ihn bei seinen Stiefeltern und nun auch noch seine leiblichen Eltern!
„Willst du noch mal zu ihnen?“
„Ich denke schon, schließlich will ich wissen wieso Sie uns weggeben haben. Kommst du da bitte mit? Und versprichst mir das du nicht abhaust? Bitte Chaz es ist sehr wichtig für mich. Ich möchte wenigstens nur mal für 5 Minuten wie eine Familie wirken“ sagte ich, Chaz nickte und umarmte mich.
Noch ziemlich lange saßen wir einfach nur so da und redeten, bis wir auf meinem Bett eingeschlafen sind.
Den nächsten Tag begann ich gleich mit Schwänzen, ich hatte keine Lust zur Schule zu gehen und lies Chester deswegen für mich in der Schule anrufen und mich Krank melden. Was sie sogar glaubten. Danach Frühstückten wir gemeinsam und fuhren danach zum Vereinshaus um die Unterschriften abzugeben. Der Chef sagte uns das wir Dienstags und Donnerstags von 19-20 Uhr Training haben. Wir nickten einverstanden und verschwanden wieder.
Wir entschlossen uns noch ein letztes mal zu unseren Eltern zu fahren. Um so näher Chester kam um so lieber würde er sich wieder rum drehen und gehen. Doch ich packte ihn an der Hand somit konnte er nicht weglaufen.
„Drückst du auf die Klingel?“ und schaute ihn an. Kurz drauf betätigte er die Klingel. Es dauerte auch nicht lange dann stand Viola unsere Mutter in der Tür. Glücklich schaute sie uns an.
„Chester und Mike? Kommt doch rein“ wieder umarmte sie mich als erstes, doch diesmal auch Chester. Wie es nicht anders zu erwarten war entschuldigte sie sich dafür. Sie führte uns in die Stube wo wir uns nebeneinander setzten. Chester links von Viola und ich rechts von ihr.

Chaz's PoV

Wir saßen nun zusammen in der Wohnung unsere Eltern.
Unser Vater saß gegen über von uns auf einen Sessel und schaute immer wieder zwischen Mike und mir hin und her.
Als ob er es nicht glauben könnte das wir seine söhne sein sollen.
Unsere Mutter saß zwischen Mike und mir.
Ein kurzes schweigen ging durch den Raum bis Mike an fing zu reden.
"Warum habt ihr uns weg gegeben?"
Man konnte hören das unsere Mutter leicht seufzte.
"Also ihr müsst das verstehen, ich war damals noch keine 17 als ich mit euch schwanger war. Meine Eltern haben mich als ich ihnen das gesagt hatte aus der Wohnung geworfen.
Bei Timo konnte ich nicht wohnen da seine Eltern damals was gegen mich hatten.
Ich saß also auf der Straße. Und das wollte ich euch nicht antun. Zwei Kinder auf zu ziehen ohne ein Dach über dem Kopf zu haben, ohne Geld oder sonst irgendwas ging einfach nicht. Deshalb habe ich euch in ein Heim gegeben damit ihr eine Chance habt auf ein gutes Elternhaus. Auf Leute die euch lieben und für euch sorgen, so wie ich es nicht konnte."
Ich konnte die Situation gut verstehen. Sie wusste ja nicht dass das schief gegangen ist.
Das weder Mike noch ich liebe oder sonstiges bekommen hatten.
Aber warum hat sie sich nicht darum bemüht uns wieder zu kriegen als sie alles geregelt hatte?
Warum waren wir ihr egal gewesen?
"Warum hast du uns einfach vergessen? Wieso hast du dich nicht bemüht herauszufinden was mit uns passiert ist?" wollte ich wissen. Mein Blick klebte förmlich auf den Boden. die ganze zeit schon starrte ich vor mich her als währe das alles nicht war.
Sie antwortete nicht direkt.
"Ich habe es ja versucht, man sagte mir das ich kein recht mehr dazu hätte euch zu sehen." meinte sie bedrückt.
"Warum hast du dann auf gegeben? Wir haben alles dran gesetzt euch zu finden. Uns hat auch niemand gesagt wo ihr seid. Chaz habe ich so auch nach 16 Jahren wieder getroffen." meldete sich nun Mike zu Wort.
Sie fing an zu heulen.
"Ich wollte nicht so da stehen, so nach dem Motto so jetzt habe ich zeit für euch kommt mit! Und euch so aus euren Familien reisen." sagte sie unter tränen.
"Ich bin zwar eure Mutter, aber wir kennen uns kaum... und ihr wart noch zu klein und außerdem schaut euch doch mal um wo ihr dann leben müsstet. In einer Bruchbude um zingelt von Drogenhändlern, Vergewaltigern und sonst was für pack."
"Also nicht viel anders als das ich es gewohnt war." meinte ich leise. Eigentlich nur laut gedacht, doch sie verstand es. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen das sie mich erschrocken an sah.
"Wie meinst du das?"
"Schon mal überlegt das es auch sein könnte das wir nicht in so tolle Familien kommen? Sondern in einer Schlägerfamilie wo man einen als regelrechten Sklaven hält? Der die Hausarbeiten machen muss? Der schlagen, beschimpft und vergewaltig wird? Ich hätte alles dafür getan wenn man mich da raus geholt hätte. Egal wer, wie und warum." sagte ich laut, fast brüllend. Ich stand auf und wollte gehen doch Mike sprang auf und kam zu mir und nahm mich in die arme.
"Ganz ruhig kleiner, ganz ruhig, es wird alles wieder gut." redete er leise auf mich ein während ich in tränen ausbrach. Alles wurde mir wieder vor dem inneren Auge vor geführt. Jede noch so kleinste Demütigung, jede noch so kleinen ohrfeige.
Einfach alles...
"Lass uns gehen ja?" er überlegte kurz nickte dann aber.
Er löste sich von mir und ich sah zu meinen Eltern rüber die mich beide bedrückt, erschrocken und traurig an sahen.
"Es ist besser wenn wir gehen." meinte Mike zu denn beiden.
"Kommt ihr wieder?" fragte Timo hoffnungsvoll und kam zu uns rüber.
"Ich weiß nicht, vielleicht." meinte Mike nur packte mich am arm und zog mich raus. Er ließ mich noch mal los und ging sie verabschieden.
Ich setzte mich auf die Boardstein kannte und fischte aus meiner Packung kippen einen joint denn ich mir an machte und denn Stoff durch meine Lungen gleiten ließ.
Dies beruhigte mich wieder.
Ich blickte hinter mich um zu sehen wo Mike blieb.
Dort sah ich das Mike mit unseren Eltern noch was redete.
Was konnte ich nicht verstehen.
Sie schauten immer wieder zu mir rüber.
Beide hatten tränen in denn Augen.
Ich ließ meinen Blick wieder nach vorne auf die wenig befahrende Straße schweifen.
Gedanken verloren und im rausch starrte ich um her.
"Chazy es tut mir so leid, ich wusste doch nicht in was für Familien ihr kommt. Man hatte mir gesagt das für euch wirklich gut gesorgt wird und das ich mir keine Gedanken machen bräuchte." sagte meine mutter leise die mittlerweile neben mir auf denn kalten boden saß.
"Mike hat dir wohl alles genau erklärt was?" meinte ich nur ohne sie an zu sehen.
Ich nahm einen weitern zug von der tüte.
"Ja so im groben, auch das du dieses zeug da nimmst. Aber ich kann dich verstehen. Ich währe wohl auch sauer wenn ich an deiner stelle währe." ich schmiss denn joint nach dem letzten zug auf denn boden erst dann sah ich sie an.
Wir sahen uns einfach nur in die augen.
Dann nahm sie mich in die arme.
Drückte mich richtig fest an sie.
Erst nah kurzen zögern erwidert ich die Umarmung.
"Ach Chazy, es tut mir alles so leid." sagte sie weinerlich. Ihre hände lagen auf meinen rücken und streichelten mich sanft.
"Ist schon gut, im Endeffekt kannst du ja auch nichts dafür das meine stiefeltern so scheiße waren."
Ich drückte sie leicht von mir weg ließ sie aber nicht ganz los.
Ich lehnte meinen kopf leicht an ihrer schulter und schloss für einige Momente die augen und genoss es einfach bei meiner mutter zu sein.
Als ich meine augen wieder öffnete standen Mike und mein vater vor mir.
Mike lächelte mich leicht an.
Nach einigen minuten stand ich dann auf meine Mutter direckt hinter her.
"Wir müssen jetzt langsam gehen." meinte ich.
"Kommt ihr wieder?" fragte unsere Mutter uns und sah uns bettelnd an.
Ich schaute kurz zu Mike der nickte.
"Ja wir kommen sich bald wieder." sagte ich. Mike und ich umarmten noch mals unsere eltern und fuhren nach hause.

MIKES POV

Auf dem Weg nach Hause fuhren wir erneut durch den Skaterpark. Wir hatten zwar nicht vor zu skaten, aber wir setzten uns für einen Moment auf eine Bank die in der Nähe der Bahn stand.
„Du scheinst dich gut mit unseren Eltern zu verstehen.“
„Ich habe gleich gemerkt, das es was total anderes ist, im Gegensatz zu meinen Stiefeltern, die nie für mich Zeit haben. Trotz das wir nur kurz bei unseren Eltern waren haben Sie mir schon jetzt das Gefühl gegeben das ich nicht alleine bin und gebraucht werde“ innerlich fühlte ich auch das sie mir in dem kurzen Moment ihre Liebe entgegen brachten.
„So schlimm finde ich Sie auch nicht mehr. Unsere Mutter ist richtig Nett und...“ er konnte dieses Wort nicht sagen. Ich wußte aber was er meinte, das erste mal seit dem ich ihn gefunden habe, sind wir Glücklich.
„Endlich haben wir unsere Eltern gefunden, am liebsten würde ich morgen wieder hingehen“ meinte ich. Chazy schaute mich an und nickte gleichzeitig.
Noch ungefähr eine Stunde saßen wir dort und redeten über unsere Eltern und wie Glücklich wir doch in der jetzigen Situation doch sind.
Nie im Leben hätte ich mir ausmalen können, meinen Bruder und dann meine Eltern zu finden. Nun bin ich um so fröhlicher sie an meiner Seite zu haben. Zumindest meinen Bruder, den ich am liebsten nie wieder loslassen würde. Ich war so lange allein, keiner hat gefragt wie es mir geht und wie ich mich fühle. Seit dem er in meinem Leben ist, hat sich dieses Schlagartig verändert. Er gibt mir das Gefühl gebraucht zu werden.

Am Freitag Morgen stand ich gleich mit Chester auf, da wir zusammen zu seinem Direx mußten. Er wollte Aussagen bezüglich der Schlägerei. Wo Chaz dem einen die Nase gebrochen hatte. Gegen 11 Uhr waren wir bei dem bestellt, zuvor wollten wir noch aufs Einwohnermeldeamt und unsere neuen Ausweise abholen.
Gegen 10 kamen wir dann von zu Hause weg, auf direktem Weg fuhren wir dahin.
Dort mußten wir eine halbe Stunde warten, da so viele Leute vor uns waren. Nur für einen Ausweis abholen mußten wir solange warten...
Nachdem weitere 10 Minuten vergangen waren, hielt ich meinen neuen Ausweis in den Händen, genauso wie Chester seinen. Kurz tauschten wir und sahen uns die Pässe des anderen an. Nachdem wir sie verstaut hatten, machten wir uns auf dem Weg zur Schule.
Jetzt mußten wir uns aber beeilen, wenn wir nicht unpünktlich kommen wollen.
Dank unseren neuen Boards waren wir im nu dort. Der Direktor hatte schon auf uns gewartet.
Ihm mußte ich die Situation schildern, danach Chester der zuvor vor der Tür warten mußte.
Dann wurden wir beide noch ein letztes mal rein gerufen.
„Entweder Sie haben sich perfekt abgesprochen oder ihr sagt die Wahrheit“ meinte der Mann hinter dem Schreibtisch.
„Wir haben uns nicht abgesprochen, wieso sollten wir auch? Wir haben nichts zu befürchten. Es war Notwehr, Chester hat mir nur geholfen.“
„Falls Sie uns nicht glauben, dann treiben Sie doch einen Lügendetektor auf und schließen Sie uns dort an“ meinte Chester.
„Schon gut ich glaube euch.“
„Kann Chaz ab Montag die Schule wieder besuchen?“ fragte ich
„Ja kann er...Seien Sie am Montag Pünktlich Herr Bennington“
„Ich hätte da noch eine Bitte. Können Sie überall meinen Namen ändern? Denn ich heiße nicht mehr Bennington“ etwas irritiert schaute er meinen Bruder an
„Wieso das? Wie heißen Sie denn?“
„Chester Mothes“
„Wie kommen Sie denn darauf?“
„Mit diesem Namen wurde ich Geboren und diesen möchte ich nun wieder tragen. Können Sie mir den Gefallen tun?“ der Direktor nickte
„Vielen Dank.“
„Gern geschehen“ danach verließen wir den Raum.
Wieder auf der Straße drehte ich mich zu Chester und sah ihn an.
„Was ist?“ wollte er von mir wissen
„Las uns zuerst zu den Wild Tigers fahren und die restlichen Formulare abgeben. Den Rest sag ich dir wenn wir dort sind“ sagte ich und fuhr schon die Straße runter. Dicht gefolgt von meinem Zwillingsbruder.

Da angekommen, betraten wir auch schon die große Halle. Suchten das Büro vom Chef, was wir auch kurz darauf fanden. Chester klopfte, von drinnen ertönte auch bald ein „Herein“ somit traten wir ein.
„Chester und Mike Mothes unsere neuen Athleten“
„Wir haben die restlichen Formulare bei“ sagte ich und kramte Sie aus der Tasche.
„Das ist gut“ ich gab sie ihm, die er sich sofort durchlas, bzw. schaute ob unsere Eltern unterschrieben haben.
„Shinoda? Ich dachte ihr heißt Mothes?“ fragend sah er uns an
„Ja wir heißen so. Wir wurden von der Familie Shinoda Adoptiert.“
„Gut. Das muß erst mal einer wissen. Training ist immer Dienstag und Donnerstag, Wettkämpfe Samstags.“
Er sagte uns noch die Zeit von wann bis wann Training war, dann gingen wir wieder. Fuhren einfach die Straße entlang, mittlerweile war es schon 14 Uhr. Vor einem Bäcker blieb ich stehen. Chester bemerkte es am Anfang nicht blieb dann aber etwas weiter hinten stehen.
„Las uns Kuchen kaufen und zum Kaffeetrinken bei unseren Eltern vorbeischauen. Seit unserer ersten Begegnung waren wir nun nicht mehr dort.“ Eigentlich wollten wir den Tag darauf noch mal hin, doch da ging es nicht. Somit wollte ich nun hin.
„Ich hab jetzt aber kein Bock auf Ellis“ maulte er rum
„Ach gib deinem Herz einen Ruck. Im inneren willst du doch auch hin. Gibs zu?“
„na gut weil du es bist“ gab er nach, ich grinste ihn an und verschwand im Bäcker. Kaufte ein paar Stück Kuchen und fuhr mit Chaz dann direkt zu unseren Eltern. Vor der Tür klingelte Chester.
Von drinnen hörte man das jemand zu der Tür kam, die kurz darauf auch geöffnet wurde. Unsere Mutter schaute uns fröhlich an.
„Chazy und Mikey“ und umarmte erst Chaz und dann mich.
„Kommt doch rein“ und lies uns in ihre Wohnung eintreten.
„Euer Vater kommt auch gleich von der Arbeit... wollt ihr was Trinken?“ und sah uns an. Ich ging zu ihr und hielt ihr den Kuchen hin.
„Wir haben etwas zum Kaffee mitgebracht.“
„Das wäre doch nicht nötig gewesen“ dankend nahm sie es an und verschwand damit in der Küche.
„Willst du was trinken Mikeyboy?“ fragte mich Chester
„Ja... weißt ja was“ er nickte und verschwand auch in der Küche. In der Zeit wo beide in der Küche waren schaute ich mir die Stube etwas genauer an. Über dem Fernseher waren Fotos von unseren Eltern, sie sahen so glücklich aus. Ob sie uns vielleicht so eins geben könnten? Nachdem ich alles betrachtet hatte setzte ich mich wieder und wartete auf beide, die schon über 10 Minuten in der Küche waren.

Chaz's PoV

Ich stand mit meiner Mutter in der Küche.
Ich beobachte sie während sie Kaffee auf setzt.
Ich lehne mich an die Arbeitsplatte.
Bis sie sich zu mir um drehte und mich an sah.
Sie kam auf mich zu und schloss mich in ihre arme.
Ich erwiderte die Umarmung.
"Du kannst dir nicht vorstellen wie glücklich ich bin euch zwei wieder zu haben." flüsterte sie leise.
"Glaub mir das kann ich. Ich habe mir mein ganzes leben nichts sehnlichster gewünscht als eine richtige Familie zu haben. Eine in der man mich nicht wie Dreck behandelt." ich erzählte ihr was bei meinen Stiefeltern vor gefallen ist.
Wie sie mich behandelt haben und was ich alles machen musste.
Die Schläge, die Sache mit denn Drogen.
Einfach alles.
Wie saßen mittlerweile neben ein andere an dem Küchentisch.
Sie hielt meine Hand und sah mich traurig an.
"Wenn ich das gewusste hätte, dann hätte ich euch nie weg gegeben." sagte sie leise.
"Mike ging es ja gut. Er hatte zwar auch das Pech nicht von seinen Stiefeltern geliebt zu werden aber er kriegt alles was er will. Er lebte bis jetzt in einer reichen Familie. In der Hinsicht hatte er es wirklich gut."
"Ich habe eine frage." fügte ich hinzu.
Sie sah mich Erwartungsvoll an.
"Können wir nicht zu euch ziehen und wie eine richtige Familie leben? Voraus gesetzt Mike will das. Aber ich glaube schon."
"Ich würde euch ja gerne zu mir holen. Aber ich habe nicht das Erziehungsrecht. Und außerdem guck dich um wo ihr dann leben müsste. OK ich glaube nicht das dir das viel aus machen würde in so armen Verhältnisse zu leben, du kennst ja praktisch auch nichts anderes. Aber Mike nicht. Es wird schwierig für ihn werden von reichen ins arme zu wechseln. Besonders wenn er die Wahl hat.
Ausserdem müsstet ihr euch dann ein Zimmer teilen weil wir hier nicht so viel Platz haben."
"Ja schon aber kannst du das Erziehungsrecht nicht beantragen? Ich würde sehr gerne zu euch ziehen. Mit Mike müssen wir ihn halt nur fragen ob er will. Das mit dem Zimmer ist für mich auch nicht schlimm da ich mir zur zeit ein Zimmer mit ihm teil das kann ich auch weiter hin tun."
Von draußen konnte man hören das die Tür auf geschlossen wurde.
Dad muss wohl gerade gekommen sein.
Zusammen mit Mum ging ich ins Wohnzimmer wo Dad schon Mike begrüßte.
Dann kam er zu mir und umarmte mich ebenfalls.
Wir begrüßten uns kurz und ging dann noch mal mit Mum in die Küche um denn Kuchen, Kaffee und alles was dazu gehört ins Wohnzimmer zu schaffen.
Ich setzte mich neben Mike auf die Couch.
Mum und Dad saßen uns gegenüber auf dem anderen kleinen Sofa.
Schweigen aßen wir denn Kuchen.
Als wir fertig waren sah ich Mike an.
"Mike komm mal kurz mit ich muss mit dir reden." sagte ich zu ihm. Er sah mich fragen an und nickte.
Wir standen auf und gingen in die Küche.
"Also, ich möchte gerne nach hier ziehen. Mum wird gucken das sie das erziehungs und Aufenthaltsbestimmungsrecht für mich kriegt. Da ich ja nicht ewig bei euch wohnen kann und zu meinen Stiefeltern werde ich ganz bestimmt nicht wieder gehen wie du ja weißt.
Wenn du willst musst du wissen das wir uns ein Zimmer dauerhaft teilen müssen. Da zu wenig Platz ist.
Für mich ist das kein Problem. Jetzt ist die frage willst du auch? Du hast die Wahl." erklärte ich ihn und sah meinen Bruder Erwartungsvoll an.
"Ich weiß nicht. Er nicht. Überlege mal, wir würden dann in den ärmsten Verhältnissen leben.
OK das mit dem Zimmer ist nicht wirklich schlimm aber wenn wir so auf einander hocken kann es passieren das wir uns schnell streiten und das will ich nicht. Ausserdem haben wir dann nicht mehr so viel Geld wie jetzt. Jetzt kann ich mir noch alles leisten was ich will aber wenn ich erst mal von meinen Stiefeltern dann habe ich diesen Luxus nicht mehr. Und meine Eltern kann ich ja jeder zeit besuchen kommen wann ich will. Ohne das ich bei ihnen leben muss."
"Ich weiß der Luxus muss dich sehr an ziehen und auch das du dich extrem um stellen musst ist klar.
Aber willst du nicht auch endlich wie eine richtige Familie leben? Eine in der du wirklich geliebt wirst? Schon nach denn wenigen stunden in denen wir sie nun kennen haben sie mir mehr elterliche liebe gegeben als wir zwei zusammen in den letzten 16 Jahren bekommen haben. Überlege es dir gut Mike. Ich wünsche mir nichts Sehnlichster als mit meiner ganzen Familie unter einen Dach zu leben. Und ich weiß das es dir da nicht viel anderes geht."
Als ich das gesagt hatte drehte ich mich um und verließ die Küche und setzte mich wieder auf die Couch wo ich auch vorher saß.
Erst nach 5 Minuten kam auch Mike.
"Ich habe es mir überlegt Chaz, du hast recht. Müssen wir nur hoffen das Mum auch wirklich die rechte für uns kriegt." ich sprang auf und viel ihm um denn Hals.
"Danke Mikey das ist die richtige Entscheidung." flüsterte ich ihm leise ins Ohr bevor ich mich wieder von ihm löste.
Mum musste es Dad schon erklärt haben als wir in der Küche waren denn er sagte.
"Ok dann werde ich mich morgen auf denn weg machen und alles in die Wege leiten." glücklich sah ich ihn an und nickte.
Mike und ich setzten uns wieder auf die Couch und so blieben wir noch bis abends und unterhielten uns über alles mögliche.
Dann machten Mike und ich uns auf denn weg nach hause.
Mal wieder war keiner außer uns zu hause.
Etwas geknickt sah mich Mike an.
"Mach dir nichts daraus, bald wird sich alles ändern." ich klopfte ihn leicht auf die Schulter und ging mit ihm in die Küche da wir Hunger hatten.
Der einfacher halber machten wir uns nur Fritten.
Nach dem essen parkten wir uns noch auf die Couch und guckten fern.
Ich lehnte meinen Kopf an Mikes Schulter.
Er strich mir leicht über die Haare.
Dann schlief ich irgendwann in dieser Position auf ihn ein.

Nach nicht all zu langer zeit macht Mike mich leise wach.
"Chazy komm wir gehen zu Bett ok?" fragte er mich leise. Ich lag immer noch auf ihn.
Also setzte ich mich auf und strich mir müde übers Gesicht und nickte.
Er stand auf und hielt mir seine Hand hin.
Ich nahm sie danken an und so taumelte ich noch ziemlich verschlafen nach oben und ließ mich auf sein Bett fallen da das mir echt bequemer war als meines.
"Willst du nicht lieber in dein Bett?" fragte er mich grinsend, während er mir den rücken zu drehte und sich um zog.
"Nee dein Bett ich viel weicher und bequemer als meines." laut musste ich gähnen.
"Dann zieh dich aber wenigstens noch um." Mike drehte sich als er fertig war wieder zu mir um. Ich nickte und stand schwer fällig auf. Ich zog mich bis zur boxe aus. In der zeit hatte mein Bruder sich schon im Bett eingekuschelt.
Ich krabbelte zu ihm und legte mich neben ihn hin.
Wir wünschte uns noch einen gute nacht und nur wenige Minuten drauf war ich wieder am schlafen.

Mikes POV
Am nächsten Morgen konnten wir ausschlafen da Wochenende war. Erst gegen 11 brachte wir langsam unsere Körper aus dem Bett. Liefen nacheinander ins Bad und Duschten.
Am Frühstückstisch aßen wir in aller Stille, bis ich diese brach
„ Es wird hart auf all dies hier zu verzichten“ und schaute mir alles genau an, all den Luxus. Wollte ich diese Leben wirklich aufgeben? Und gegen ein armes tauschen? Eigentlich nicht, aber was bringt mir Luxus wenn ich keinen Bruder habe und auch nicht von meinen Stiefeltern geliebt werde. Es bringt mir gar nichts.
„Ich weiß... ich werde dir helfen... sieh es positiv... du hast eine Familie die immer für dich da ist. Und die dir das Gefühl gibt nicht allein zu sein“ Chester schaute mich an
„Du hast ja Recht...“ da wir nebeneinander saßen umarmte er mich und schaute mich anschließend mit einem lächeln an.
„Weißt du was?“ er grinste übers ganze Gesicht
„Nein, nun sag schon?“
„Also, wir haben doch Wochenende?“
„Ja allerdings...“ entgegnete ich
„Deine Stiefeltern sind auch mal wieder nicht da. Las uns doch übers Wochenende bei unseren richtigen Eltern wohnen? So zum eingewöhnen?“ er bettelte mich an, das ich ja sage. Schließlich nickte ich und er sprang mir erneut in die Arme.
„Danke Mikey.“
„Aber erst nach dem Turnier, was unser Team heute hat“ er nickte und gemeinsam räumten wir unsere Sachen weg.
Zogen uns die Jacken über, nahmen unsere Boards und noch paar Sachen die wir übers Wochenende noch so brauchten und verließen das Haus.
Bei dem Turnier angekommen, sahen wir auch schon die anderen die sich versuchten zu Qualifizieren, unser Trainer stand am Rand und schaute sich seinen Schützling an.
Als er merkte das er es nicht schaffen würde, schüttelte er wie wild den Kopf und schrieb etwas in sein Heft. Kurz darauf erspähte er uns und winkte uns zu sich. Mit einem leicht merkwürdigen Gefühl liefen wir zu ihm
„Schön das ihr da seit. Wir haben nämlich gerade ein Problem. Zwei unserer Fahrer sind ausgefallen und wir brauchen dringend einen Ersatz. Ich dachte die anderen könnten es ohne sie schaffen aber das ist nun nicht so. Würdet ihr heute schon für uns fahren?“ und schaute uns an.
„Ja klar doch“ sagte Chaz sofort und ich nickte. Er erklärte uns wo wir uns umziehen können und gingen los. Da wir zu jedem Turnier etwas bestimmtes anhaben mußten, zogen wir uns die „Wild Tiger“ Sachen an. Dann durften wir auch schon hinter einander an die Bahn.
„Ihr wart echt gut...“ sagte der Trainer, so holten wir den ersten Platz. Natürlich war die Freude groß... Doch bald verabschiedeten wir uns und liefen in Richtung Park. Den wir durchqueren mußten, wenn wir zu unseren Eltern wollten.
Vor der Tür blieben wir stehen, sahen uns an und dann klingelte ich. Kurz darauf ging die Tür auf und eine fröhliche Viola schaute hervor. Die uns gleich umarmte, sie führte uns in die Stube und dort unterhielten wir uns wieder. Wie eine Richtige Familie die ich nie hatte.
„Mum, können Mike und ich vielleicht das Wochenende bei euch schlafen? So zum Eingewöhnen?“ fragte Chazy. Dieser schaute unsere Mutter an und wartete auf eine Antwort.
„Na klar könnt ihr hier schlafen. Wir haben euch aber nicht viel zum anbieten“
„Das macht nichts...“ ich sprang auf, lief zu meinem Rucksack und schaute in meine Geldbörse... >Das müsste reichen<
Ich ging wieder in die Stube wo mich beide etwas irritiert ansahen, ich schnappte mir Chesters Hand und zog ihn hoch.
„He was hast du vor?“
„Wirst du schon sehen“ ohne ihn los zu lassen, ging ich zu meiner Mutter, die auf dem Sessel saß. Auch ihre Hand nahm ich und ging mit beiden in den Flur. Gab jeweils Chester und Viola die Jacken, die sie anzogen. In der zeit nahm ich meine und streifte sie drüber. Nachdem alle fertig waren, nahm ich wieder die Hände von beiden und lief mit ihnen aus der Tür.
„Mum... schließt du bitte ab?“ sie tat es und ich lief einfach los.
„Wo willst du denn hin? Was hast du denn vor?“ wollten Chaz und Viola wissen
„Wartet es ab, wir holen erst noch jemanden“ schon bogen wir in eine kleine Gasse ein und kurz darauf standen wir vor der Arbeitsstelle von unserem Vater.
„Ihr wartet hier ja?“ beide nickten und ich lief rein.
„Können Sie mir bitte sagen wo ich Timo Mothes finde?“ fragte ich einen Angestellten.
„Da vorne Junger Mann“
„Vielen Dank“ somit steuerte ich die Richtung an, die er mir gezeigt hatte. Und da sah ich auch schon meinen Vater.
„Hallo Dad“ er drehte sich um und umarmte mich.
„Was machst du hier?“
„Dich abholen“ sagte ich knapp
„Ich habe aber erst in einer Stunde aus.“
„Komm mit“ wie bei den beiden anderen vorhin, zog ich auch dieses mal jemanden mit mir mit. Ich suchte das Büro des Chefs, was ich auch bald fand.
Höflich klopfte ich und trat kurz darauf mit meinem Vater ein.
„Was wollen Sie Herr Mothes? Und was will dieses Kind hier?“
„Ich möchte das Sie meinen Vater eine Stunde eher gehen lassen“ meinte ich stolz
„Ihr Vater? Seit wann haben Sie Kinder?“
„Seit 16 Jahren, wie man sehen kann. Könnte ich bitte eine Stunde vorher Schluß machen? Ich verspreche das am Montag wieder raus zuarbeiten?“
„Ich weiß nicht“
„Ach bitte....“ sagte ich
„Na gut... aber nur wenn Sie mir versprechen, das Sie mit ihrem Sohn einen schönen Tag verbringen“
„Keine Sorge, dafür Sorge ich schon.“ Grinste ich. Und zog ihn wieder raus. Als mein Dad dann fertig war mit umziehen, gingen wir raus wo mein Bruder und meine Mutter warteten. Alle begrüßten sich und gemeinsam liefen mir alle nach. Sie wußten immer noch nicht was ich vorhatte...
„Mike nun sag endlich was du vor hast?“ stichelte Chazy weiter
„Ich will einen schönen Tag mit meiner Familie verbringen“ gab ich als Antwort und steuerte mit allen in Richtung Kaufhaus, dort direkt in ein Eiscafe.
„Setzt euch“ die Kellnerin brachte uns die Karte, ich blätterte durch. Bis ich bemerkte das mich alle etwas komisch ansahen
„Was ist? Wollt ihr nichts Essen?“
„Du weißt doch das...“ wollte Mum anfangen doch ich unterbrach sie
„Ihr seit eingeladen und du Chazy auch. Und nun sucht euch was raus“ wie üblich bestellten Chaz und ich das gleiche. Unsere Mutter nahm einen Erdbeerbecher mit vielen Erdbeeren. Und unser Vater nahm Eierlikörbecher.

Während des Essens redeten wir wie eine Richtige Familie, die Stimmung war einfach Perfekt. Nachdem wir wieder gegangen waren, liefen wir wieder zurück... alle bedankten sich bei mir.
Wieder Zuhause angekommen. Zuhause? Ja es ist mein Zuhause.
Zeigte uns unsere Mutter unser Zimmer wo wir übernachten sollten, wie üblich gab es nur ein Bett, doch dies machte mir nichts mehr aus, da Chaz eh die ganze zeit mit in meinem geschlafen hatte.
„Sorry... wir haben nur ein Bett. Einer muß unten auf der Couch schlafen“
„Nein, geht schon. Schlafen wir halt zusammen in einem... ist doch kein Problem für dich oder?“ ich verneinte. Mir war es lieber wenn er mit im Zimmer ist als wenn er irgendwo im Haus ist.
Was soll mich daran stören, wenn ich mit ihm ein Bett teile. Zu Mutters Schwangerschaft haben wir viel mehr miteinander geteilt...
„Gut wenn ihr meint... ich richte euch dann schon mal euer Zeug her“ ich holte unsere Taschen rauf und setzte mich auf das Bett. Ich betrachtete das Zimmer, es war ziemlich leer und kahl. Die Wände waren zwar Orange, doch wirkte es irgendwie verloren.
„Mum... hast du Farbe oder Kreide im Haus?“ ich wollte unbedingt dem Zimmer eine neue Farbe verpassen... es wärmer und schöner machen
„Ja... warte ich hole es...“ nach kurzer zeit kam sie Sprühdosen wieder
„Wo hast du die denn her?“ und schaute sie an
„Die gehören mir... also mach sie nicht alle“ ich nickte und begann. Chester war schon längst geflüchtet. Nachdem mein Kunstwerk fertig war holte ich ihn und er staunte nicht schlecht. Genauso wie unsere Eltern die auch gleich mitgekommen sind.
„Das hat er eindeutig von mir“ grinste Viola
„Das hat er wirklich von dir“ stimmte mein Vater zu...
Da es schon spät war gingen wir langsam ins Bett, dort unterhielten Chaz und ich uns noch etwas bis wir einschliefen.

Am Montag morgen wurden wir von unserer Mutter geweckt da wir beschlossen noch bis zum Montag dort zu bleiben. Müde ging ich ins Bad und wusch mich. Danach Frühstückte ich mit allen.
Bei meinen Stiefeltern war es eine Seltenheit, wenn wir mal gemeinsam Frühstücken oder Abendessen. Hier ist es normal.
Nachdem wir alle gegessen haben, verabschiedete ich mich von allen und fuhr zur Schule, die aber schnell verging. Danach fuhr ich erst einmal zu meinen Stiefeltern, da ich mich da mal wieder blicken lassen mußte. Zog mich um und verließ kurz darauf das Haus wieder. Da ich wußte das Chaz bei unseren Eltern ist, fuhr ich wieder dort hin. Gemeinsam fuhren wir dann in Richtung Park.
Hinter uns fuhr ein Auto... plötzlich hielt er neben uns... ein Mann... Chesters Stiefvater sprang aus dem Auto und zerrte ihn ins Auto.... weg waren beide.



Chaz's PoV

Ich saß bei meinen Eltern und wartete auf Mike der noch erst schnell zu seinen Stiefeltern wollte.
Als er kam fuhren wir gemeinsam zum Park wo wir noch was Skaten gehen und uns mit unseren freunden treffen wollten.
Ich merkte das uns ein Auto hinter her fahren zu schien beachtete es aber nicht weiter.
Plötzlich hielt es etwas weiter vor uns an.
Ein Mann denn ich nicht gleich erkannte sprang aus dem wagen und zog mich von meinen Board runter.
Es ging alles viel zu schnell und er ich mich versah saß ich in dem wagen wo ich vor her nicht gerade sanft rein geschubst wurde.
Als der Fahrer die Kindersicherung an der bei Fahrertür rein tat sah ich in das Gesicht meinen Stiefvaters.
Schon knallte er die Tür zu so das ich nicht mehr raus konnte.
Ich wollte an der Fahrertür wieder raus stürmen doch er war schneller.
Er schubste mich zurück auf denn sitzt und gab Vollgas.
Ich schaute noch mals kurz zu Mike der uns nur ziemlich erschrocken und verwirrt an starrte.
Als ob er nicht glauben könnte was da gerade geschah.
Ich merkte wie mir die ersten tränen in die Augen stiegen und auch schnell ihren weg ins freie fanden.
Mein Vater sah es.
An der nächsten Ampel die rot war musste er anhalten.
Er beugte sich zu mir rüber denn knallte mir immer wieder mit der Faust ins Gesicht.
Als er weiter fahren musste fing er an mich an zu brüllen.
"Was fällt dir eigentlich ein einfach abzuhauen. Warte bis wir zu hause sind dann gibt es richtig ärger mit mir." brüllte er. Ich war in meinen Gedanken bei meiner Familie.
Ob ich sie je wieder sehen werde?
So sauer wie er ist wird er mich bestimmt halb tot schlagen.
Immer mehr tränen fanden ihren weg ins freie.
Und das werden sicherlich auch nicht die letzten sein.
"So damit du es weißt. Wir werden noch heute in eine anderen Stadt ziehen damit das klar ist. Und die Assis die du deine Familie nennst wirst du nicht wieder sehen." brüllte er weiter.
Ich sah ihn geschockt an.
Wir ziehen um??
Nein das kann er mir doch nicht an tun.
In der zwischen zeit waren wir am Hochhaus angekommen.
Aus Sicherheit das ich nicht auf die Idee komme wieder abzuhauen nahm er mich mit hoch in die Wohnung.
Dort schloss er mich in meinen alten Zimmer ein.
Ich konnte an den Geräuschen von draußen erahnen, das sie die Wohnung leer räumten und die Sachen wohl ins Auto schafften.
Als nach stunden die ich einfach nur in dem engen Zimmer verbrachte draußen wohl alles erledigt war schloss er wieder auf, packte mich am arm und zog mich wieder runter ins Auto.
Wo er mich nicht gerade sanft rein schubste.
Ich versuchte die Tür aufzukriegen, auch die anderen, doch alles war zu.
Dann stieg meine Stiefmutter vorne auf der bei Fahrerseite ein.
Sie sah mich traurig an.
"Es tut mir alles so leid." sagte sie leise bevor mein Stiefvater ins Auto stieg und los fuhr.
Ich blickte nach draußen.
War die ganze zeit mit meinen Gedanken bei meiner richtigen Familie.
Als wir wieder an einer roten Ampel hielten sah ich das Mum, Dad und Mike traurig und mit denn köpfen auf denn Boden gerichtete neben uns die Straße lang gingen.
Ich hämmerte wie wild an der Fenster.
Sie guckten mich an.
Ich legte meine Hand auf die kalte Scheibe.
Mike wollte zum Auto rennen.
Gerade als er bei mir war fuhr mein Stiefvater weiter.
Ich blickte aus der Hinterscheibe.
Sehnsüchtig sah ich ihnen nach, bis wir abbogen und ich sie nicht mehr sehen konnte.
Das wird wohl Vorläufig das letzte mal gewesen sein wo ich sie sehen durfte.

Mikes POV


Mit einem traurigen Gesicht fuhr ich direkt wieder zu meinen Eltern. Unterwegs fragte ich mich was sein Vater mit ihm vorhatte. So wie Chester mir alles geschildert hat, wird die zeit jetzt ziemlich hart für ihn werden. Armer Chazy...
Am Haus angekommen, erzählte ich ihnen das wir auf seinen Stiefvater gestoßen sind und er ihn mitgenommen hat. Unser Vater, meinte das wir ihn wieder zurück holen. Wir zogen uns alle an und ich führte sie zu dem Haus, in der die Benningtons eine Wohnung hatten. Vor der Tür angekommen klingelten wir einige male, doch keiner machte auf. Bis ein kleines Kind die Treppen hoch kam und uns ansprach.
„Die Familie Bennington ist vorhin ausgezogen“ ich sah da Kind geschockt an
„Weißt du wohin Sie gezogen sind?“
„Nein, nicht wirklich... der Mann hat nur was von 300 Kilometer gefasselt.“ 300 Kilometer?
„Weißt du ob ein Junge bei ihm war?“
„Du meinst bestimmt Chester?“ ich nickte eifrig.
„Ja, er war dabei. Sein Vater hat ihm ins Auto geschleift und ist dort auf ihn losgegangen, da er bei der Beifahrerseite wieder raus wollte.“
„Was.... nein....danke dir“ und ich rannte raus. Meine leiblichen Eltern folgten mir.
„Was machen wir nun? Wenn er 300 Kilometer weit weg ist? Ich sehe meinen Bruder nie wieder...“ sagte ich total traurig.
„Du siehst ihn wieder, ich verspreche es dir“ versuchte mich meine Mutter aufzumuntern. Wir liefen gerade eine Straße entlang. Die Autos hatten rot... da ich in Gedanken versunken war beachtete ich sie nicht so. Bis ich merkte das jemand wie verrückt gegen eine Fensterscheibe klopfte. Ich schaute in dessen Richtung und sah meinen Bruder, der mich Hilfesuchend ansah. Ohne zu überlegen rannte ich zu ihm, kaum war ich da schon fuhr sein Stiefvater los.
>NEIN!< tränen der Verzweiflung suchten sich den weg ins Freie. Wie können sie mir einfach meinen Bruder wegnehmen. Mein ein und alles...
Meine Eltern holten mich von der Straße und versuchten mich zu beruhigen...
So vergingen einige Tage, Chaz habe ich seit dem nicht mehr gesehen. Zur Schule ging ich nicht, da ich an meinen Bruder denken mußte und was sein Stiefvater mit ihm macht.
>Chazy, bitte komm wieder zurück< sprach ich immer wieder in Gedanken, ich merkte wieder wie mir etwas fehlte, diesmal wußte ich aber genau was es war. Meine bessere Hälfte die irgendwo 300 Kilometer von meinem Standort gefangen gehalten wird.
Durch Zufall kam ich an einen Plan von meiner Stadt und Umgebung... dadurch versuchte ich herauszufinden wo sie ihn hingeschafft haben. Doch war es zwecklos, ich wußte nicht in welche Richtung geschweige dem ob sie dann auch wirklich dort Leben würden. Trotzdem versuchte ich mein Glück...
So vergingen Wochen und Monate. Ich lebte nun bei meinen Eltern, da sie mir am besten über die zeit helfen konnten. Chester bin ich auch nicht näher gekommen. Zuhause halten wir es nicht mehr aus, alles erinnert mich an ihn. Egal, beim Training oder im Park. Wo wir immer skaten waren.
Somit entschlossen meine Eltern von hier weg zu ziehen.

Chazy POV
Nach einer ganzen weile brach ich das schweigen das die ganze zeit herrschte.
"In welche Stadt ziehen wir?" meine stimme klang traurig und schwach.
"Nach L.A. Ich habe da eine billige Wohnung finden können und so bist du weit genug von ihnen entfernt." antwortete mein Stiefvater.
"L.A.?" fragte ich geschockt nach.
"Das ist ja über 300 Meilen entfernt." fügte ich hinzu.
"Ja eben, damit du mir ja nicht auf dumme Gedanken kommst." ich fing bitterlich an zu heulen. Ich konnte nicht anderes.
Ich werde meine Familie nie wieder sehen.
Schoss es mir immer wieder durch den Kopf.
Irgendwann musste ich dann eingeschlafen sein.

Als ich wieder auf wachte machten wir gerade einen halt an einer Tankstelle.
Mein Stiefvater saß im Auto, meine Stiefmutter konnte ich nicht sehen.
"Ähm..." fing ich an.
"Was willst du?" kam es grob zurück.
"Ich muss mal auf's Klo kannst du mich raus lassen. Ich werde dir ganz bestimmt nicht abhauen da ich ja noch nicht mal weiß wo wir sind." sagte ich leise und schüchtern.
"Ja ich kann dich raus lassen. Aber ich komme mit verstanden?" er drehte sich zu mir und sah mich drohend an. Ich nickt leicht. Er stieg aus und machte mir die Tür auf.
Er packte mich wieder am Oberarm und ging mit mir auf Klo.

Als wir dann wieder im Auto saßen entschloss ich, weiter zu schlafen. Was besseres konnte ich jetzt eh nicht tun.
Was Mike wohl gerade macht?
Und Mam und Dad?
Wie geht es ihnen wohl jetzt?
Versuchen sie mich zu finden?
Über dies Gedanken schlief ich mit tränen in denn Augen ein.
Ich wurde leise von meiner Stiefmutter geweckt.
"Chaz komm steh auf wir sind da." sagte sie und hielt mir die Tür auf.
Ich nickte nur und folgte ihr hoch.
Es war ein herunter gekommenes Haus.
Nicht viel anderes als die anderen auch.
Nur das ein 4-patein Haus war.
Mein Vater packte mich am arm und zog mich in die Wohnung.
Lange zeit mir was an zu gucken hatte ich nicht, da ich in einen kleinen Raum ein geschlossen wurde.
Nicht mal 5 m² groß mit einer kleinen Fenster.
Aussicht konnte man das nicht nennen, da ich nur auf den dreckigen und herunter gekommenen Hinterhof blicken konnte.
In dem Zimmer befand sich nur eine Matratze die auf den Boden lag und ein kleiner Schrank.
Für mehr war auch nicht Platz.
Ich ließ mich auf das "Bett" fallen und weinte weiter.
Ab da an begann wieder der gleiche Tagesablauf wie, bevor ich Mike kennen gelernt hatte.
Ich musste die Hausarbeiten machen.
Wurde regelmäßig geschlagen und getreten.
Gut jede zweite nacht vergewaltigt.
Und immer hingen meine Gedanken an meinen bessere Hälfte und meinen Eltern.
Die Wohnung durfte ich nie verlassen.
Obwohl wir bereits seid drei Monaten hier lebten habe ich nicht mehr gesehen als diese Wohnung und den Hinterhof von meinem Fenster raus.

Mikes POV

Es vergingen 3 Jahre. Wir leben nun in einem Haus, in einer sehr berühmten Stadt. Wo sehr viele Menschen wohnen. Ich gehe auf College mit meiner Freundin Anna, sie habe ich hier kennengelernt. Die ganzen Jahre über hat sie mir geholfen über den Schmerz hinweg zu helfen. Auch wenn ich jetzt teilweise fröhlich durch Leben gehe, spüre ich immer wieder das mir mein einziger Bruder fehlt. Und dieses Gefühl wird an meinem Geburtstag besonders schlimm, da ich weiß das Chazy irgendwo ist und ihm Leid zugefügt wird. Die Gedanken drehten sich nur um ihn....
In ein paar Tagen war es wieder soweit, mein 19 Geburtstag. Schon jetzt dachte ich an ihn und fragte mich was er wohl gerade macht. Wie so oft in den letzten Jahren zog ich meine Kette hervor. Diese betrachtete ich mir, damit ich auch weiß das alles kein blöder Scherz ist. Lange schaute ich sie an und hielt sie in der Hand.
„Mike“ ich schreckte aus meinen Gedanken
„ja...“ ich sah zu Anna
„Gehen wir heut ins Kino? Sam hat gerade angerufen“ Sam war Annas beste Freundin.
„Ja können wir machen“ gab ich zurück, sie schrieb ihr eine Nachricht und somit gingen wir Abends ins Kino.

Chazys POV
So vergingen drei lange Jahre.
Mit der zeit vereinsamte ich.
Sprach keine Wort mehr, ließ einfach alles über mich ergehen.
Wirklich interessieren tat es mich auch nicht mehr.
Jeden Tag, jede stunde und jede Minute dachte ich an meine Familie.
Wir glücklich wir doch hätten sein können.
Heute war mein 19 Geburtstag.
Da war es immer besonders schlimm, da meine Gedanken sich nur um Mike drehten.
Doch am heutigen Tag macht mein Stiefvater einen Fehler.
Er und seine Frau lagen noch im Bett.
Denn Schlüssel um aus der Wohnung zu kommen, hatte er nicht wie sonst um auffindbar versteckt, sondern hing noch an der Haustür.
Jetzt oder nie dachte ich.
Ich schloss leise auf.
Zog denn Schlüssel vom Schloss und Schloss meine Eltern in der Wohnung ein.
Ich stürmte raus auf die Straße.
Ziehlos lief ich einfach immer weiter.
Erst nach einer halben stunde blieb ich erschöpft stehen.
Ich war frei!
Endlich frei...
Erst jetzt viel mir auf das ich nur eine Zerrissene alte Jeans an hatte.
Noch nicht ein mal Schuhe oder gar ein T-Shirt hatte ich an.
Ich sah an mir runter.
Ich war fast abgemagert bis auf die Knochen.
Viele schrammen Blutergüsse und sonstige Narben zierten meinen ganzen Körper, die nun alle, für jeder man sichtbar waren.
Doch das interessierte mich nicht wirklich.
Mein weg führte mich in einen großen Park.
Alle Leute die mir entgegen kamen starrten mich an.
Doch ich ignorierte dies.
Auf einer großen Wiese ließ ich mich nieder und legte mich auf den rücken.

Chaz POC

Die sonne strahlte war und hell auf meinen zierlich Körper.
Ne weiter halbe stunde verging bis ich mich entschloß weiter ziellos umher zu irren.
Ich kam in immer weiter herunter gefallenden viertel an.
An fast jeder ecke saßen Penner mit ihren Schnaps oder Punks mit ihren Bier und unterhielten sich mit gleich gesinnten.
Eine kleine Gruppe von Punks kam mir entgegen.
Bei genaueren hin sehen sah ich das es drei Mädels waren.
Sie sahen mich schief an.
Eine kam auf mich zu während die anderen beiden etwas weiter weg stehen blieben.
Sie hatte lange rot gefärbte haare, blaue Augen die mich mitleidig ansahen.
Sie war gut einen Kopf kleiner als ich und schlank.
"Hy" sagte sie. Ich antwortete nicht ich starrte sie einfach nur an.
"Du bist neu hier oder? Ich habe dich auf jeden fall noch nie hier gesehen." sprach sie weiter. Sie kam näher auf mich zu doch ich wich ihr aus, bis ich mit dem rücken an eine mauer prallte.
"Was hast du? Ich tu dir doch nichts." sich kam immer weiter auf mich zu. Ich ließ mich an der wand hinunter gleiten und zog meine Knie so dicht wie es nur ging an meinen kraftlosen Körper. Meine Hände Schlung ich um die Knie.
"Gott, du bist ja total verängstig. Was hat man denn dir angetan?" fragte sie leise und Kniete sich zu mir runter. Ich vergrub aus Angst mein Gesicht in die Knie.
Ich hatte Angst.
Angst vor anderen Menschen.
Angst davor berührt zu werden.
Angst das man mir weh tun würde.
Sie legte ihre arme um mich, automatisch zuckte ich zusammen.
"Hy ganz ruhig ich tu dir nichts. Komm ich bringe dich zu mir nach hause." schon zog sie mich hoch und nahm mich mit. Wehrend tat ich mich nicht.
Ich wollte nicht mit, aber wenn ich mich währe kriege ich nur wieder Schläge.
Schoss es mir durch denn Kopf.
Sie ging mit mir zu ihren Freundinnen und sagte irgendwas.
Was ich aber nicht verstand.
Dann zog sie mich mit bis in eine kleine herunter gekommene Wohnung nicht weit entfernt.
Ein gutes hat es doch.
So kann mein Stiefvater mich nicht so schnell finden.
Sie führte mich zu einen Sofa, auf dem wir uns nieder ließen.
"So ich heiße Sam und du?" erwartungsvoll schaute sie mich an. Ich sagte nichts.
Ich hatte ja auch seid drei Jahren nicht mehr geredet. Ich wusste noch nicht mal ob ich das noch kann.
"Ich tu dir nichts wirklich. Sag mir doch wenigstens deinen Namen." bat sie mich.
Ich versuchte es.
"C..Chaz" meine stimme klang ausgelaugt, leise und fertig mit der Welt.
"Willst du dich was aus ruhen? Du kannst dich gerne in mein Bett legen und was schlafen. Keine angst dir passiert hier nichts." auf muntern lächelte sie mich an. Zögerlich nickte ich.
Sie führte mich in einen kleinen Raum, wo ein kleiner Schrank, ein Tisch mit Stuhl und ein Bett stand.
Sie führte mich zum Bett in dem ich mich langsam rein legte.
Sam nahm sich den Stuhl und setzte sich neben mich und blieb bis ich eingeschlafen war.

Mikes POV

Heute bin ich nun 19 geworden. Anna war schon da, ist aber wieder mit Sam und ein paar anderen Freunden weg. Somit war ich alleine und machte es mir vorm Fernseher gemütlich. Doch lange konnte ich es nicht sehen, da ich wieder mit meinen Gedanken zu meinem Bruder schwenkte...
Es dauerte auch nicht lange und meine Eltern kamen von der Arbeit wieder.
„Alles, alles Gute zum Geburtstag Mike...“ wünschten mir alle beide und gaben mir einige Geschenke die ich aber nicht sofort öffnete. Da mein Vater meinte
„Ich war heute bei unserem Detektiv und er meinte das er Neuigkeiten für uns hat.“ Seit dem meine Eltern das Sorgerecht für uns bekommen konnten, schalteten sie einen Detektiv ein der Chaz aufspüren sollte.
„Und was hat er denn gemeint?“ fragte ich neugierig und sah ihn erwartungsvoll an
„Ja also... in dieser Stadt gibt es eine Familie Namens Bennington... hier sind die dazugehörigen Fotos.“ Er überreichte sie mir. Da nur ich wußte wie sein Vater aussah.
„Das ist Chesters Stiefvater...“ und zeigte ihm das Bild meinen Eltern. Das nächste war seine Stiefmutter bestimmt. Das letzte Bild stockte mir förmlich den Atem. Chester war darauf zu sehen. Er sah total Elend aus.
„Was haben Sie mit meinen Bruder gemacht? Er sieht total eingeschüchtert aus.“ Meinte ich und merkte wie mir die tränen in die Augen schossen.
„Der Detektiv hat die Wohnung 2 Wochen lang beobachtet und nicht einmal kam er daraus... er wurde regelrecht dort festgehalten. Das konnte er schießen als er eines Tages mal aus dem Fenster schaute.“
„2 Wochen und er sagt uns nicht Bescheid? Ich muß ihn da sofort raus holen“ und sprang auf.
„Mike... das geht nicht... du kannst nicht einfach dahin spazieren und ihn einfach raus holen.“
„Das geht alles“ ich schnappte mir meine Jacke, das „Wild Tiger“ Board und fuhr los. Unterwegs gabelte ich noch ein paar Punks auf, die meine Freunde waren und zusammen fuhren wir zu dem Haus. Davor schauten wir uns um und gingen hinein. Da es mittlerweile Nachmittag war, spielten Kinder vor und in den Häusern. Wir suchten das Haus nach dem Namen ab und klingelten. Kurz darauf öffnete uns ein wütender Mann. Ich wußte sofort das es Chesters Stiefvater war.
„Was wollt ihr Pack?“ fuhr er uns an.
„Chester holen“ schrie ich und schuppte ihn beiseite. Dieser rannte mir hinterher und packte mich von hinten. Kurz darauf schleuderte er mich gegen die Wand. Die anderen hielten ihn fest, so das ich die Wohnung nach ihn absuchen konnte. Doch kein Bruder war weit und breit zu sehen.
Ich ging wieder zu dem Vater der von Möhrs festgehalten wurde.
„Wo ist er?“ ich sah ihn strafend an
„Ich weiß es nicht, der Dreckskerl hat sich einfach aus dem Staub gemacht.“ Sagte er mir trocken ins Gesicht.
„Er ist kein Dreckskerl, er ist mein Bruder. Du läßt ihn in Zukunft in Ruhe und wehe nicht!“ wütend zog ich ab, Möhrs und die anderen liefen mir nach.
„Und nun?“ fragte mich ein anderer
„Wir müssen ihn finden...“ und lief weiter in Richtung Park. Dort ließen wir uns auf eine Bank fallen und redeten noch etwas. Bis mein Handy klingelte.
„Ja...“ gab ich genervt hinein.
„Ich bin es Anna...“
„Hallo Schatz... was gibt es denn?“
„Kommst du nach Hause?“ Anna wohnte mit bei uns, da wir genug Platz hatten. Meine Stiefeltern hatten für mich ein kleines Ersparnis hinterlassen als ich weg bin. Davon konnte ich das Haus kaufen... Unten wohnten wir, also Anna und ich, oben meine Eltern
„Ich bin schon unterwegs... macht es dir was aus wenn ich Möhrs und die anderen mitbringe?“
„Nein...“
„Gut dann bis gleich“ somit legte ich auf, erzählte ihn kurz was ich vor hatte und so liefen wir zu mir.
Zuhause angekommen schloss ich die Tür auf und ging mit allen in die Wohnung. Schon vor der Tür hörte ich leises Getuschel... kaum war ich drin schrieen alle „HAPPY BIRTHDAY“ und schon ging die Musik an... alle tanzten ausgelassen. Ich schaute mich um und Anna kam auf mich zu, direkt vor mir blieb sie stehen
„Ich wünsche Dir alles Gute zum 19 Geburtstag mein Schatzi“ und küsste mich leidenschaftlich.
Dann tanzten wir beide gemeinsam... erst jetzt merkte ich das Sam, Annas bester Freundin und gute Freundin von mir nicht da war.
„Wo ist Sam?“
„Ich soll Sie entschuldigen, Sie hat heute im Park einen total verstörten Jungen aufgegabelt. Sie versucht ihn wieder ins Leben zurück zu holen. Und wenn ich ehrlich bin, glaub ich Sie hat sich etwas verknallt in ihn. Da Sie sonst nicht so ist“
„Ah... Sammylein hat sich verliebt. Wird ja auch mal Zeit. Wie heißt er denn?“
„Ich habe keine Ahnung, er war total eingeschüchtert als wir ihn heute morgen gefunden haben. Er redete nicht und versteckte sich vor jeden und jedem“
„Der Arme...“
„Sam kümmert sich gerade um ihn. Vielleicht kommt Sie dann ja noch mal... vielleicht kann sie ihn überreden und er kommt mit“
„Werden wir ja sehen...“ ich setzte mich auf die Couch, Anna folgte mir und setzte sich ebenfalls hin. Aber nicht neben mir oder so... nein auf mich. Lange sahen wir uns in die Augen, ihre Hände lagen in meinem Nacken und spielten mit meiner Kette, die sie vorsichtig hervor tat. Sie betrachtete sich diese, wie schon oft.
„Du hast mir nie gesagt was die Inizalien bedeuten?“ mußte sie mich das jetzt fragen? Ich war so schön abgelenkt und nun? Denke ich wieder an meinen Bruder an meine bessere Hälfte.
„Ich habe dir doch von meinem Bruder erzählt, weswegen wir dort weggezogen sind und so?“
„Er hat die andere Hälfte der Kette“ fügte ich hinzu.
„Der von seinem Stiefvater geholt wurde?“
„Ja... mein einziger Bruder...mein Zwillingsbruder“ bedrückt sah sie mich an, als ich ihr alles erzählte. Nahm mich in den Arm und tröstete mich.

Chaz's PoV

Als ich wieder wach wurde saß Sam immer noch neben mir und beobachtete mich.
Automatisch schreckte ich zurück. Da die wand mich dran hinderte mich weiter von ihr zu entfernen schreckte ich zum Fußende zurück zog die knie so dicht wie möglich an mich, schlang meine arme drum und vergrub mein Gesicht.
Leise fing ich an zu weinen.
Sam versuchte leise auf mich ein zu reden, das mir nichts passieren würde und sie mir nur helfen wolle.
Aber warum will sie mir helfen?
Sie kennt mich doch gar nicht.
So was Benutztes und dreckiges, wie ich es bin, wollen die meisten doch noch nicht mal anfassen.
Es dauerte einige zeit bis ich mich wieder einigermaßen gefasst hatte und vorsichtig auf blickte.
Sam saß vor mir auf dem Bett.
Traurig und mitleidig sah sich mich an.
"Komm ich helfe dir." sagte sie ruhig und hielt mir ihre Hand hin.
Nur zögernd hob ich meine Hand und legte diese in ihre.
Sie lächelte und half mir aus dem Bett.
Ziemlich wackelig stand ich auf den Beinen.
"Komm ich gebe dir was zum anziehen." schon verschwand sie und kam mit einer dunkel blauen Jeans, einer schwarzen boxe und einen schwarzen Shirt wieder.
Sie zeigte mir die dusche und verschwand wieder.
Ich drehte das Wasser auf, zog meine restlichen zerfetzten Sachen aus und setzte mich in die dusche.
Verkroch mich in eine ecke und setzte mich so wie ich vorhin auf dem Bett Gesessen hatte.
Lange zeit verbrachte ich so und dachte nach.
Wie soll es jetzt weiter gehen?
Was ist wenn mein Stiefvater mich wieder findet?
Wird er mich dann ganz tot schlagen?
Mehr mals hatte er mich in denn letzten Jahren Bewußtlos geschlagen.
So das ich meist erst nach tagen wieder zu Bewußtsein kam.
Zu einen Krankenhaus oder so was, ist er mit mir nie gefahren.
Es war ihm scheiß egal ob ich verrecke oder nicht.
Ich kann gar nicht mehr zählen wie oft er sich an mir aufgegeilt hat.
Mich vergewaltigt hat oder mir beim duschen zu gesehen hatte.
Nur damit er seinen Spaß hatte.
Diese Demütigungen, alle die Jahre ertragen zu müssen, kann man kaum aushalten ohne verrückt zu werden.
Ohne sich den Tod zu wünschen.
Wenn ich raus gedurft hätte nur um mir Drogen zu besorgen währe es nur halb so schlimm gewesen.
Dann hätte ich mich immer zu gedröhnt, so damit ich es nicht bewusst mit erleben hätte müssen.
Aber so?
Plötzlich klopfte es leise an der tür.
"Hy alles ok mit dir?" fragte Sam.
"Ja" sagte ich leise und zerbrechlich, stand auf und stellte die dusche wieder ab.
Ich nahm mir ein Handtuch, trocknete mich flüchtig ab und zog mich an.
Aus meiner alten Jeanstasche zog ich die kette hervor.
Ich betrachtete sie eine zeit lang, bis ich sie mir an legte und unter das Shirt verschwinden lies.
Dann ging ich raus.
Ich schaute mich in dem kleinen Haus um.
Ich hörte das der Fernseher lief, also ging ich ins Wohnzimmer wo sie saß.
Sie hörte wohl das ich kam denn sie drehte sich zu mir um.
"Ach da bist du ja. Du warst drei stunden unter der dusche, ich habe mir sorgen gemacht." ich sagte nichts darauf und setzte mich schweigen zu ihr.
Da ich am anderen ende des Sofas saß rutschte sie zu mir auf.
Ich versuchte ihr aus zu weichen, doch die arm lehne hinderte mich daran.
Also stand ich auf und verkroch mich in die nächst beste ecke.
Sie stand ebenfalls auf und kam auf mich zu.
Merkt sie denn nicht das ich nicht will das sie mir so nahe kommt?
Anscheinend nicht denn sie kniete sich vor mich hin.
"Hast du vielleicht Hunger? Also ich meine du siehst so abgemagert aus, soll ich uns was kochen?"
Ich sah sie unglaubwürdig an.
"Wenn du gut 3 Jahre nur Reste zu essen kriegen würdest, würdest du auch so aus sehen." sagte ich leise.
Etwas geschockt sah sie mich an.
"Komm ich mache dir was." sie lächelte, half mir hoch und führte mich in die kleine Küche.
"Was willst du denn haben?" ich setzte mich auf einen der Stühle die um den Küchentisch herum standen. Sie schaute mich erwartungsvoll an.
Ich hingegen zuckte nur mit denn schultern.
"Hmm..." sie suchte wohl die schränke nach was Essbaren ab.
"Wie währe es mit was einfachen wie nudeln?" ich zuckte nur wieder gleich gültig mit den schultern.
Sie setzte das Wasser auf und nahm neben mir auf einen Stuhlplatz.
"Jetzt erzähl mal was über dich."
Ich atmete tief durch.
"Was?" fragte ich sie dann.
"Woher kommst du?"
"Ich lebe seid drei Jahren hier."
"Wieso hab ich dich dann hier noch nie gesehen?" hackte sie weiter nach.
"Ich wurde weg gesperrt. Von meinen Stiefvater. Er hat mich all die Jahre nicht einmal aus der Wohnung gelassen, bis heute. Da hat er vergessen den Schlüssel zu verstecken. So konnte ich fliehen." erzählte ich ihr.
Wieder sah sie mich traurig an.
Ich begann ihr alles zu erzählen, angefangen davon das ich die ersten 4 Jahre meines Lebens im Heim verbracht hatte. Dann die zeit bei meinen Stiefeltern, das ich anfing Drogen zu nehmen bis hin das ich meine richtigen Eltern und meinen Bruder gefunden hatte.
Bis heute.
Also mein ganzes leben.
Warum tat ich das eigentlich?
Ich weiß nicht wer sie ist, was sie von mir will...
Nichts.
In der Zwischenzeit war das essen fertig und schweigen aßen wir.
Es tat richtig gut mal was anständiges zwischen die Zähne zu bekommen.

Als wir fertig waren fragte sie mich.
"Hast du Lust mit zu einer Geburtstagsfeier zu kommen? Ein Freund von mir hat heute Geburtstag wo ich eigentlich eingeladen bin."
"Er hat heute Geburtstag?" hackte ich traurig nach.
"Ja er wird heute 19."
Eine Träne lief mir über die Wange.
Ich musst wieder an meinen Bruder denken, wir hatten ja heute auch Geburtstag.
"Was hast du?"
"Ach es ist nur weil mein Bruder und ich heute auch Geburtstag haben. Wir werden auch 19."
"Oh..." meinte sie nur. Vorsichtig wich sie mir die tränen aus dem Gesicht.
"Wenn du nicht willst ist es ok, ich bleibe dann hier mit dir."
"Nein das musst du nicht, geh nur."
"Nein entweder wir gehen zusammen oder gar nicht. Ich will dich nicht alleine lassen." etwas mißtrauisch sah ich sie an.
"Warum willst du mich nicht alleine lassen?" hackte ich nach.
"Weil du ziemlich verstört und verängstigt wirkst. Da finde ich es nicht gut dich alleine zu lassen."
Ich zuckte nur wieder gleichgültig mit den schultern.
"Dann komm." sagte sie und sprang auf und holten mir Schuhe und Socken die ich an zog.
Dann machte wir uns auf denn weg.
Erst jetzt sah ich mir die Gegend mal genauer an.
Wir gingen in ein nicht so heruntergekommenes viertel.
Zwar nicht ein reiches aber so für normal Verdiener halt.
Sie ging vor und klingelt an der Tür.
Ich blieb etwas weiter hinter ihr stehen.
Man konnte schon von draußen die laute Musik hören.
Plötzlich über kam mich wieder diese Gefühl von Angst.
Angst vor den Menschen in diesen Gebäude.
Aber einfach so abhauen konnte ich nicht mehr, da sich gerade die Tür öffnete und eine Mädchen etwas im unseren alter vor uns stand.
Beim genaueren hin sehen erkannte ich sie das es eine aus der Gruppe von heute morgen sein musste.
Sam und das Mädchen umarmten und begrüßten sich.
Dann drehte sich Sam zu mir, kam zu mir hin und packte mich sanft am arm, um mich ins Haus zu ziehen.
Das Mädchen begrüßte mich.
"Hallo ich bin Anna." freundlich lächelte sie mich an.
"Ich heiße Chaz." sagte ich ängstlich und schüchtern.
Meine Kopf hielt ich gesenkt, zu viel, dieses scheiß Gefühl von angst über kam mich.
Sam die mich immer noch am arm packte, zog mich weiter in die Wohnung rein.
Viele Leute wahren nicht hier.
Vielleicht 10-15 man.
Ich blickte mich in dem Raum denn ich als Wohnzimmer identifizierte ein wenig um.
Auf denn schränken standen Fotos.
Die ich mir erst nur flüchtig an sah.
Bei genaueren hinsehen meinte ich meine richtigen Eltern darauf zuerkennen.
Aber das kann doch nicht sein.
Sie wohnen doch 300 Meilen von ihr entfernt...oder?
Ich blickte weiter die Fotos an.
Eines ließ mich denn Atem stocken.
Darauf waren das Mädchen namens Anna und Mike zu sehen.
Hektisch blickte ich mich um.
Das kann einfach nicht sein.
Ich fing leicht an zu zittern und tränen bildeten sich in meinen Augen.
Ich erschrak mich kurz als ich merkte das jemand neben mir stand.
Es war Sam.
"Das da ist Mike. Er hat heute Geburstag." meinte sie fröhlich.
"Mike? Mike Mothes?" fragte ich nach, meine stimme zitterte so wie mein restlicher Körper.
"Ja, woher weißt du das?" ich zuckte mit den schultern.
Dann zeigte ich auf das Bild mit den Ehepaar.
"Das...sind das seine Eltern?" sie nickte.
"Weißt du wo sie sind?" fragte ich nach.
"Ja die müssten hier irgendwo rumlaufen." als sie das sagte, ließ ich sie stehen und ging aus dem Wohnzimmer durch den langen Flur die an andere Zimmer vor bei führte Richtung Küche.
Ich blickte vorsichtig rein.
Dort standen zwei Leute, die mir denn rücken zu gedreht hatten.
Da sie an der Arbeitsplatte standen.
Sonst war hier in dem hinteren Bereich niemand.
Das kann nicht sein, das sind sie bestimmt nicht.
Schoss es mir immer und immer wieder durch denn Kopf.
Aber ich wagte es.
Ich ging ein paar schritte in den Raum rein.
Dann fragte ich vorsichtig.
"Viola...Timo..." leise fast kaum hörbar.
Beide drehten sich um.
Erschrocken sahen sie mich an.
Habe ich wie so oft, als ich bei meinen Stiefeltern war Halluzinationen oder waren sie es wirklich?
"Chaz..." in mir bildeten sich tränen die schnell ihren weg ins freie fanden. Als Timo dies sagte.
Ich ging ein paar weiter schritte auf sie zu, bis Mum auf mich zugerannt kam und mich in die arme schloss.
Fest drückte sie meinen zerbrechlichen Körper an ihren.
"Oh Gott Chaz" meinte sie nur immer wieder leise.
Dann kam auch Dad zu uns und schloss mich ebenfalls in die arme.
Mum drückte mich leicht von ihr weg so das sie mich an sehen konnte.
Ganz los ließ sie mich aber nicht.
Sie strich mir immer wieder durch meine kurzen Natur braunen haare und über mein Gesicht.
Dann viel ich ihr wieder um den Hals.
"Ich habe euch so vermisst." flüsterte ich leise.
"Wir dich auch Chaz...wir dich auch."
Erst nach unzähligen Minuten ließen wir wieder von einander ab.
Dad ging aus der Küche, Mum und ich setzten uns an den Küchentisch.
Nach nur wenigen Minuten konnte man hören das Dad mit meinen Bruder wieder kam.
"Was ist denn so wichtiges?" meinte Mike genervt. Dann standen sie in der Tür.
Dad sagte nichts sonder sah mich nur an.
Dann viel mein Blick zu Mike der mich nur unglaubwürdig ansah.
Ich sprang vom Stuhl auf und viel ihm um den Hals.
Er schlang ebenfalls seine arme um mich und drückte mich so fest wie er nur konnte an sich.
So standen wir Minuten lang still da.

Mikes POV

"Mike?" rief mein Vater und kam direkt auf mich zu.
"Komm mal mit in die Küche" ohne weiter etwas zu sagen ging er wieder. Ich schaute Anna an, die nur mit ihren Schultern zuckte. Also stand sie von mir auf und ich ging meinem Vater nach.
"Was ist denn so wichtiges?" fragte ich genervt. Ich sah das mein Vater wo hinschaute, somit folgte ich seinem Blick und sah.... Chazy........ mein Bruder. Ist er es wirklich?
Er sprang auf und rannte auf mich zu. Direkt in meine Arme. Schnell schloss ich sie und drückte ihn richtig an mich.
Er war wieder da, ich kann es kaum glauben. Nach einiger zeit lösten wir uns etwas, hielten uns aber immer noch fest.
"Chazy... ich hab dich so vermisst" sagte ich ehrlich
"Ich dich auch... die letzten Jahre waren so grauenvoll" und flüchtete wieder in meine Arme...
Eine Zeit lang standen wir so da und genossen die Gegenwart des anderen. Ihn endlich wieder bei mir zu haben, das wünschte ich mir die ganzen Jahre. Und nun an unserem Geburtstag ist er wieder bei mir.
"Happy Birthday Chazy" sagte ich in sein Ohr und drückte ihn erneut an mich.
"Ich wünsche Dir auch alles Gute Mikey" nach dem wir uns lösten schauten uns unsere Eltern fröhlich an.
"Jetzt kann die Party richtig beginnen" unser Vater schaute Viola an und diese Nickte.
Gemeinsam gingen wir wieder zu den anderen. Den heutigen Tag wollte ich nur noch feiern, nicht mit ihm über die zeit reden. Heute Nicht...
"Ihr scheint euch ja schnell angefreundet zu haben?" meinte Sam, die uns gleich gesichtet hatte. Ich schaute zu Chaz und dann wieder zu ihr
"Immer doch" sagten wir gleichzeitig.
"Was geht jetzt ab?" fragte sie nach.
"Nichts" wieder sprachen wir aus Reflex.
"Mike, wir sollten Sie vielleicht aufklären" ich nickte und ging mit ihm auf sie zu
"Hör zu.... Chazy und ich sind Zwillinge..." Sam schaute uns überrascht an.
"Ihr seht aber nicht aus wie Zwillinge?"
"Müssen wir wie eineiige aussehen?"
"Nein... gibt ja auch zweieiige... Da ist Mikey also der verlorene Bruder den Chaz so sehr vermisst hat" und grinste mich an
"Ja... du hast es ihr erzählt?" ich sah zu meinem abgemagerten Bruder und er nickte eingeschüchtert. Für mich war klar das er mit in der Wohnung von Anna und mir wohnen kann. Ein weiteres mal will ich ihn nicht verlieren, das halte ich nicht ein weiteres mal aus. Damals habe ich total lange gebraucht um drüber weg zu kommen, doch ganz schaffte ich es nie.
"Mikeyboy..." Chaz Stimme holte mich aus meinen Gedanken.
"öhm... ja Bruderherz?" und grinste ihn an. Er kam näher zu mir und flüsterte mir ins Ohr
"Könnte ich vielleicht was zu Essen bekommen? Ich hab so einen Hunger" er schaute mich bettelnd, richtig flehend an. Ich nickte und zog ihn erneut in Richtung Küche. Sam ging wieder zu den anderen.
"Ich weiß... ich sollte es vielleicht nicht fragen... aber diese Frage frißt mich förmlich auf Chazy. Was ist damals passiert? Wieso hat dich dein Stiefvater einfach mitgenommen?" ich wußte sehr gut das, dies gerade der unpassendste Moment überhaupt war, doch plagte mich die Frage von Minute zu Minute mehr und ich mußte sie einfach stellen.
Ich sah ihn an und merkte wie er förmlich ruhiger und trauriger wurde. Genauso wurde er verschlossen und tränen kamen zum Vorschein. Schnell ging ich zu ihm und nahm ihn in den Arm, hielt ihn lange so fest... in der zeit versuchte er mir zu erklären was die letzten 3 Jahre vorgefallen war. Er tat mir so Leid, wie kann eine Familie nur so was mit ihrem Stiefsohn machen? Die ganze Zeit nur in der Wohnung eingesperrt sein und jeden Tag aufs neue Gedemüdigt zu werden... das ist nicht schön...
Ich versuchte ihn so gut es ging zu beruhigen, was mir nach einiger Zeit auch gelang.
"Es tut mir alles so leid Chazy..." stammelte ich vor mich hin
" Du kannst doch nichts dafür" und ob ich dafür kann, ich hätte einfach besser auf ihn aufpassen sollen.
"Ab jetzt wird dir niemand mehr was tun... das wagt er nicht ein mal... das verspreche ich dir" mit seinen verweinten Augen sah er mich an und nickte kaum merklich.
"Las uns das Thema nun abhacken ja? Und von neuem Beginnen oder was meinst du?" wieder nickte er und gemeinsam gingen wir wieder zu den anderen, wo Anna mir gleich entgegen kam.
" Da bist du ja wieder Schatz" und küsste mich.
" Darf ich dir Chaz meinen Bruder vorstellen?" und zeigte zu Chazy. Beide gaben sich sie Hand.
"Wir kennen uns... Ich bin Anna, schön Mikes Bruder endlich kennenzulernen. Du mußt wissen er hat fast nur von dir geredet..." die anderen in dem Raum versammelten sich um uns herum und prompt ertönte eine Stimme... kurz darauf noch eine bis alle Sangen... Ein Lied für Mich und Chaz?!
"Vielen Dank" sagten wir wieder gleichzeitig.
" Du hast heute auch Geburtstag?" hackte Anna nach
"Ja... genauso wie dein Freund. Das hat er Dir wohl nicht erzählt" und sah mich traurig an.
" Doch hat er... aber mein Kurzzeitgedächtnis ist grad flöten gegangen. Sorry Chazy." Und grinste ihn lieb an.
" Das ist meine Anna..." ich lächelte sie an und gab ihr einen Kuss. Chester selber schien dies auf den Senkel zu gehen, denn er schaute uns nur genervt an.
"Könnt ihr auch noch was anderes außer Knutschen?"
"Ja... mit dir unterhalten" sagte ich und zog ihn zur Couch, wo wir Platz nahmen.
"Wie findest du Sam?"
"Sie ist in Ordnung" nur in Ordnung? Das bei diesem Tonfall? Da steckt doch mehr dahinter...
"Los sag... magst du Sie?"
"Ich kenne Sie doch erst seit heute... glaube aber ja. Sie war die erste Person nach dir, mit der ich über meinen Probleme reden konnte"
" Das ist doch gut... sieh mal da ist Sie... Los bewege deinen Hintern zu ihr und vordere Sie zum Tanz auf" und schuppte ihn förmlich von der Couch. Anna ging zu Joe der am Mischpult stand und sagte ihm, das er mal ein Liebeslied auflegen sollte, schon erklang es. Ich ging zu meiner Traumfrau und fragte sie. So tanzten wir neben Chaz und Sam, die sich super verstanden. Ihre Gesichter kamen immer näher... jetzt oder nie... dachte ich.
"Sieh mal... da haben sich aber zwei gefunden" und zeigte mit meinen Augen in ihre Richtung. Gerade als Anna mit ihren Augen bei ihnen waren, küssten sich beide.
"Ja... so wie wir nicht wahr?" und schaute mir in die Augen. Ich nickte und gab ihr einen zärtlichen Kuss, dann tanzten wir weiter.

Chaz's PoV

Mike schubste mich regelrecht von der Couch Richtung Sam.
Anna ging zu dem DJ der hinter seinen Pullt stand und schon erklang ein Liebeslied.
etwas hilflos stand ich vor Sam.
Ich wollte ihr nicht so nahe kommen, doch legte sie ihre arme um meine Schulter und lächelte mich an.
Nur zögernd legte ich auch meine arme um sie.
So tanzen wir langsam zur Musik.
Ihre Hände lagen in meinen Nacken so zog sie mich immer weiter zu ihr runter, bis unser Lippen nur noch wenige Zentimeter von ein andere entfernt waren.
Nur wenige Sekunden später fühlte ich ihre Lippen auf ihre.
Ich wollte das nicht.
Ich wollte nicht das sie oder irgend jemand anderes mich küsste.
Doch währen konnte ich mich nicht.
Tränen bildeten sich in meinen Augen die auch schnell ihren weg ins freie fanden.
Bilder von letzter nacht, wo mein Stiefvater mich das letzte mal vergewaltigt hatte schossen in mir hoch.
Sie merkte wohl das ich weinte und ihren Kuss nicht erwiderte denn sie löste sich von mir und sah mich fragend an.
Gerade war das Lied zu ende.
Ich löste mich aus ihren griff und lief ohne ein weiters Wort zu sagen aus dem Haus.
Ich ließ mich auf einer der drei Stufen vor dem Haus nieder und versteckte mein Gesicht in meine Hände.
Kurze zeit später hörte ich schritte die sich mir näherten.
"Chazy." ich konnte erkennen das es Mike war.
"Was ist denn?" fragte er vorsichtig und legte einen arm um meine Schulter.
Mit verheulten Augen sah ich ihn an.
"Ich wollte nicht das sie mich küsst." sagte ich nur.
"Warum hast du ihr das nicht gesagt?" hackte er weiter nach.
"Ich kann nicht, verstehst du? Ich kann mich nicht wehren. Das ist schwer zu beschreiben wenn man das nicht erlebt hat. Da ist so eine Blockade in mir drin die mir sagt wenn ich mich gegen irgendwas wehre kriege ich Schläge und es werden mir noch schlimmer Sachen an getan."
Er sah mich nur traurig an.
"Mike, meine letzte Vergewaltigung liegt keine 12 stunden zurück, da kann ich nicht das erst beste Mädchen was mir Übernweg läuft das ich nicht einmal kenne, so einfach küssen.
Man konnte hören das sich eine weitere Person von drinnen näher zu uns kam.
Als sie dann bei uns war blickte ich auf und erkannte Sam.
"Was hast du?" fragte sie uns.
"Nichts." gab ich grob von mir.
"Was ist denn mit dir los?" fragte sie erschrocken.
"Sam am besten lässt du ihn einfach noch etwas zeit." meinte Mike zu ihr.
Fragend schaute sie ihn an.
"Komm ich erkläre es dir, ist doch ok Chaz?" ich nickte und er verschwand mit ihr rein.
Ich stand von denn stufen auf und ging auf denn Bürgersteig nur um ein wenig die Straße lang zu gehen.
Aber so das ich mich nicht weit von dem Haus entfernte.
Mike kam gerade mit Sam wieder raus als neben mir auf der Straße ein wagen abrupt stehen blieb.
Mein Stiefvater sprang raus, kam direkt auf mich zu und knallte mir erst mal seine geballten Faust ins Gesicht so das ich durch die Wucht zu Boden fiel.
" Du kleine dreckige Nutte was fällt dir ein einfach so ab zu hauen?" schrie er mich an zog mich hoch und schubste mich ins Auto.
Mike kam auf uns zu gerannt.
"Lass ihn in ruhe du Arschloch." schrie er ihn an.
Aber noch bevor er bei uns war, stieg mein Stiefvater ins Auto und pretterte los.

Mikes POV

Ein letztes mal schaute ich zu Chester, der auf der Treppe saß und ging mit Sam wieder rein. Um ihr zu erklären wieso Chaz so ist. Ich erzählte ihr was er mir gesagt hatte... Traurig sah sie mich an, bis wir entschlossen wieder zu ihm zu gehen, wir wollten ihn jetzt einfach nicht alleine lassen. Ich machte die Tür auf und ging die Stufen runter, schon sah ich ein Auto und ein Mann zerrte Chazy ins Auto.
>NEIN, NICHT SCHON WIEDER! DIESMAL LASSE ICH DICH NICHT IM STICH BRUDERHERZ! Und rannte auf den Bürgersteig. Ich schrie noch was, doch er fuhr schon los. Mit meinem Bruder im Gepäck.
"Fuck" schrie ich und sah zu Sam, die mich verstört ansah.
" Das war grad sein Stiefvater. Der übelste Mann auf Erden. Ich muß ihn unbedingt wieder da raus holen." Und rannte an ihr vorbei. Direkt ins Haus. Wo ich auf meine Eltern stieß.
"Was ist los?"
"Er hat... Chaz" sagte ich
"Wer hat Chazy?" wollte meine mam wissen
"Sein Stiefvater. Ich muß ihn da raus holen. Er soll das ganze nicht schon wieder durch machen müssen" erst jetzt bemerkte ich das ich die einzige Person im Raum war die geredet hat. Alle waren Ruhig und hörten mir zu.
" Dann las uns ihn holen" mischte sich der DJ ein. Ich nickte, Joe kam zu mir.
"Ich komme auch mit" meinte Sam, ich drehte mich zu ihr.
"Nein, Sam. Ich weiß du willst ihm helfen, aber bleibe lieber hier. Dort ist es zu gefährlich für dich. Das gilt auch für dich Anna" die gerade was sagen wollte.
Somit gingen Joe und ich aus der Tür... erst dachten wir, wir blieben zu zweit, doch dann ging die Tür auf und die anderen kamen raus.
"Wir kommen auch mit" ich nickte und gemeinsam machten wir uns auf den Weg zu der Wohnung.
>Halte durch Chazy, halte durch. Wir sind schon Unterwegs<
Nach unzähligen Minuten des Wartens kamen wir an der Wohnung an, schnell sprang ich aus dem Auto und lief zur Klingel. Meine Nerven lagen blank, so lag mein Finger immer noch auf den Summer und wartete bis die Tür aufging. Erst da nahm ich ihn runter.
"Verpißt euch ihr Mißtgören" schrie sein Stiefvater uns gleich entgegen. Doch mir war es egal, ich wollte Chaz finden. Ich drückte ihn beiseite und suchte die Wohnung nach ihn ab. Joe hielt ihn in der Zeit fest.
"Wo ist er?" fragte ich zornig, doch er antwortete nicht.

Chaz POV

Zu hause angekommen schleifte er mich hoch in die Wohnung und schubste mich zu Boden während er sich dann um drehte und die Tür verriegelte.
Ich stand gerade wieder auf als er mich wieder am arm packte und mich in mein Zimmer schleifte.
Mein Gesicht war mit tränen überfüllt aus angst und Erfahrung was jetzt kommen wird.
Er schubste mich auf die Matratze so das ich auf denn rücken landete.
Er setzte sich auf meinen Bauch und schlug mir immer wieder fest ins Gesicht.
Dann fing er an mich aus zu ziehen.
Bis ich entblößt unter ihm lag.
Dann begann auch er sich seine Hose auf zu knöpfen, zog sie runter und drang dann direkt in mich ein.
Ich schrie vor schmerzen auf wodurch ich mir nur noch mehr Prügel einkassierte bis ich ruhig war und es über mich ergehen ließ.
Als er dann fertig war ging er aus mir raus und drehte mich mit einen ruck auf denn rücken.
Er zog sich die Hose wieder hoch und begann auf meinen rücken mit seinen Springerstiefeln auf mich ein zu treten.
Er hörte erst auf als es an der Tür sturmklingelte.

Er ging raus und in der zeit begann ich mich unter tränen wieder an zu ziehen.
Verpisst euch von hier ihr kleinen Mißtgören." hörte ich meinen Stiefvater brüllen.
Raus um zu gucken wer das war konnte ich nicht da die Tür ab geschlossen war.

Mikes POV

"Sag mir sofort wo er ist du Dreckschwein?" forderte ich ihn auf
" Da" und zeigte mit dem Finger auf eine kleine Tür.
"Vielen Dank" meine Hand ballte ich zu einer Faust zusammen und schlug sie mit aller Kraft in seinen Magen. Er krümmte sich vor schmerzen, Joe hielt ihn immer noch fest, somit konnte er nicht zu Boden sacken.
Ich rannte zu der Tür, wo ein Schlüssen dran war. Schloss auf und suchte mit meinen Augen hektisch die viel zu kleine Kammer ab. In einer Ecke fand ich Chester auf den Boden sitzend, seine Beine waren weit an sich geschmiedet. Den Kopf versteckte er in seinen Knien.
"Chazy" sagte ich und rannte auf ihn zu. Doch er regte sich nicht, er sagte noch nicht mal etwas.
Ich kniete mich vorhin und wollte ihn in den Arm nehmen, als er mich zurück stoß.
"Chaz... was hast du? Was hat er mit dir gemacht?" tränen bildeten sich in meinen Augen, die auch schnell den Weg ins Freie fanden. Ihn so zu sehen war einfach schrecklich für mich.
"Bitte sag doch was... ich bin es, dein Bruder" und suchte seine Augen. Mit meiner Hand strich ich ihm vorsichtig über seinen Kopf, in der Hoffnung das er sie nicht wieder wegschlägt. Doch dies lies er zu, was sagen wollte er aber immer noch nicht
"Es tut mir alles so Leid, wäre ich nur nicht mit Sam wieder rein gegangen" erst jetzt hob er seinen Kopf, seine Augen waren Rot wie Blut, seinen Wangen Nass wie das Wasser.
"Was hat er nur mit dir gemacht?!" ich nahm meinen Finger und versuchte die Tränen aus seinem Gesicht zu wischen, doch wie ich es schon erwartet hatte, schlug er meine Hand weg.
"Ich tu dir nichts Chazy... ich bin es dein Bruder.... deine andere Hälfte" erneut versuchte ich es... diesmal schlug er sie nicht weg, aber wegwischen konnte ich sie auch nicht. Da er mich umarmte, mich richtig festhielt. Ich schloss meine Arme auch um ihn, dabei zuckte er etwas zusammen. Als das geschah, drückte ich ihn richtig fest an mich. Als Zeichen das es vorbei ist.
So saßen, besser gesagt hockten wir vielleicht gut eine halbe Stunde, bis Joe kam und uns fragte ob wir hier wurzeln schlagen wollen. Ich verneinte und half ihm hoch. Den ganzen Weg zum Auto und während der Fahrt, krallte er sich richtig an mich. Ich gab ihn wohl das Gefühl der Geborgenheit und das ihm nicht passieren könnte.

Chaz's PoV

Ich saß zusammen gekauert in einer ecke meines kleinen Zimmers.
Die Tür wurde auf geschlossen, automatisch vergrub ich mein Gesicht in denn armen die fest um meine Knie geschlungen waren.
Ich dachte es währe mein Stiefvater deshalb hörte ich nicht hin was man mir sagte.
Er versuchte mich wieder an zu fassen deshalb schlug ich seinen arm von mir weg.
Er gab aber nicht auf.
Bis ich mal genauer hin hörte.
Er versuchte mir weiß zu machen das er mein Bruder sei.
Immer mehr tränen fanden ihren weg ins freie.
Wieso kann er mich nicht einfach in ruhe lassen.
Ich wurde aus meine Gedanken gerissen als ich die Worte andere Hälfte hörte.
Da blickte ich auf und sah Mike der vor mir hockte und mich verzweifelt an sah.
Ich flüchtete mich in seinen armen.
Klammerte mich an ihn fest.
Einige zeit blieben wir so sitzen bis das jemand uns fragte ob wir nicht langsam gehen wollten.
Er half mir hoch so das ich wackelig auf meinen dürren Beinen stehen konnte.
Wir gingen runter und rein ins Auto.
Die ganze zeit ließ ich ihn nicht los aus angst das mir sonst was passieren könnte wenn er nicht so nahe bei mir ist.
Ich vergrub mein Gesicht in sein Shirt und weinte dort leise weiter.
Bis Mike mir leicht über dem Kopf strich und mir sagte das wir zu hause währen.
Erst dann blickte ich auf.
Ich ging zusammen mit Mike und denn anderen die noch bei uns wahren ins Haus.
Mike redete irgendwas mit unseren Eltern, Sam und Anna.
Ich hörte aber nicht hin.
Dann brachte er mich in sein Zimmer.
Dort verkroch ich mich direkt in die nächst beste ecke.
"Ich komme gleich wieder." sagte Mike und verschwand aus dem Raum.

Mikes POV

Zuhause angekommen sah ich zu Chester und strich ihm übers Haar.
"Wir sind da, komm las uns Aussteigen" er nickte kaum merklich. Gemeinsam betraten wir das Haus. Meine Mutter, mein Vater, Sam und Anna kamen direkt auf uns zu gestürmt.
"Ich hab die anderen nach Hause geschickt" sagte Viola. Ich nickte und ging mit Chaz in mein Zimmer, wo er sich auch gleich in eine Ecke vergroch.
"ich komme gleich wieder" sagte ich während ich in seine Augen schaute. Dann verließ ich das Zimmer und ging zurück zu den anderen.
"Chaz hat voll die Berührungsängste. Es hat ganz schön gedauert bis er mich akzeptiert hat" sagte ich meinen Eltern und den beiden Damen.
"Es ist erst mal wohl besser wenn ich mich um ihn kümmern bis es ihm etwas besser geht."
"Sag Bescheid wenn ihr was braucht ja?" ich nickte und ging wieder zu Chester. Er saß immer noch auf den Fußboden und starrte an die Wand.

Chazy POV

Ich starrte die wand an.
Wieso ich?
Wieso musste immer mir so was passieren?
Immer mehr musste ich weinen.
Ich halte das ganze einfach nichte mehr aus.
Kann man mich nicht einfach von all dem leid erlösen?
Aus dem Augenwinkel heraus sah ich das Mike wieder in der Tür stand und mich traurig und mitfühlend an sah.
Er kam auf mich zu und zog mich wieder auf die Beine.
Dann führte er mich zum Bett auf dem ich mich nieder ließ so das ich auf denn rücken lag und nun die decke an starrte.
Mike legte sich seitlich neben mich so das er mich an schauen konnte.
Leicht fuhr er mir immer wieder durch die haare und dem Gesicht so das er mir die immer wieder neu auf kommenden tränen weg wischte.
"Willst du reden?" fragte er mich nach dem Minuten langen schweigen.
Ich ließ meinen Blick zu ihm schweifen und nickte leicht.
Ich erzählte ihm was vor hin vor gefallen war.
Sein Blick wurde immer trauriger mit jedem Wort was ich sprach.
Doch auch was anderes konnte ich in seinen Augen sehen.
Und das war Wut und Hass.
Hass auf denn Menschen der mir weh getan hatte.
Als ich ihm alles erzählt hatte drehte er sich auf denn rücken.
Sah mich aber weiter hin an.
Ich drehte mich so das ich meinen Kopf nun auf seine Brust legen konnte.
Mein Gesicht vergrub ich wieder in sein Shirt.
"Willst du was schlafen?" fragte er dann schließlich.
Ich blickte auf und nickte.
"Bleibst du bei mir? Bis ich wieder wach bin?" fragte ich ihn leise.
"Ja, ja ich bleibe bei dir, ich werde mich keinen mm von der entfernen." gab er mir genauso leise als Antwort.
Ein leichtes lächeln sprang über meine Lippen.
Aber so schnell wie dieses gekommen war verschwand es auch wieder.
Ich legte meine Kopf wieder hin und schloss die Augen.
Ich spürte das Mike's arme immer wieder über meinen Kopf und rücken streichelte.
Nach kurzer zeit schlief ich dann ein.
Ich träumte wie so gut wie jeden nacht über das was mir bei meinen Stiefeltern widerfahren war.
Und wie so oft nach solchen träumen wachte ich Schweißgebadet, laut schreien und mit tränen in denn Augen auf.
Mike schien wohl auch ein geschlafen zu sein der er schreckte neben mir auf und sah mich verschlafen und verwirrt an.
"Was ist denn los Chazy?" fragte er mich leise und beugte sich zu mir rüber.
"Ich hatte Alpträume." sagte ich nur leise und wischte mir die tränen aus dem Gesicht.
Dann ging plötzlich die Tür auf.
Unsere Eltern Sam und Anna standen im Raum und sahen uns fragend an.
"Was ist los? Warum habt ihr so geschrien?" fragte Mum besorgt.
"Chazy hatte einen Alptraum." gab Mike nur knapp als Antwort.
Legte seine arme um mich und zog mich so wieder ganz aufs Bett so das ich wieder auf ihm lag.
Mum kam zu uns ans Bett und setzte sich auf die kannte.
Sie streckte ihren arm aus und streichelte mir leicht durch die haare.
Ich schreckte zurück.
Aus angst das sie mir was an tun würde.
Verzweifelt sah sie erst mich und dann Mike an.
"Ach Chazy ich tu dir doch nichts." sagte sie mir denn tränen nahe.
Ich rückte langsam wieder auf so das ich wieder auf Mike lag.
Ich nickte leicht.
Sie streichelte mir wieder über dem Kopf.
Doch dies mal schreckte ich nicht davor zurück.
Ließ sie einfach machen.
Sie war schließlich meine richtige mum.
Sie wird mir bestimmt nichts böses an tun.
Dad kam nun auch zu uns und setzte sich neben mum auf die Bett kante.
"Chaz wir werden dir helfen über das geschehene hinweg zu kommen. Du wirst aber wohl nicht drum herum kommen dir auch Professionelle Hilfe zu holen. Also einen Psychologen. Natürlich nur wenn du das wirklich willst aber glaub mir das wird das beste für dich sein." sagte Dad leise.
"Ich überlege es mir." Er nickte.
"Wollt ihr vielleicht was essen? Ich kann uns Pizza in den Ofen schieben." sagte Mum hastig nickte ich. Denn Hunger hatte ich alle mal. Sie grinste und machte sich mit Dad auf in die Küche.
Nun waren noch Sam und Anna in dem Raum.
Sie kamen zu uns und setzten sich wie unsere Eltern vor hin auf die Bett kannte.

Mikes POV

Anna und Sam setzten sich dort hin wo vorhin noch unsere Eltern saßen. Da ich vorne lag und Chaz an mir ran gekuschelt hat, konnte ich mit einer Hand die von Anna nehmen.
„Wie geht es ihm?“
„Nicht gut, ganz und gar nicht gut. Hör mal könntest du für paar Tage bei Sam übernachten bis er das schlimmste überwunden hat?“ flehend sah ich meine Freundin an
„Na klar. Ich verstehe das dein Bruder gerade vor geht.“ Sie lächelte mich an, ich nahm ihren Kopf und zog ihn etwas runter um sie kurz zum dank küssen zu können. Dann verabschiedeten sich die beiden bei uns und verschwanden.
Nun war ich mit Chester wieder alleine im Raum. Dieser lag mit seinem Kopf auf mir drauf und hatte erneut seine Augen geschlossen.
„Schlaf ruhig... ich bin bei Dir“ und streichelte sanft mit meiner Hand über seinen Kopf, leicht zuckte er zusammen doch dann wurde er ganz ruhig und schlief friedlich. Die ganze Zeit beobachtete ich ihn, ihn jetzt allein lassen wollte ich nicht, und ihn wecken >NEIN< das mache ich nicht.
Nach drei Stunden, als er wieder wach wurde, hob er seinen Kopf und sah mir direkt in die Augen.
„Schön das du bei mir geblieben bist“ ich nickte und setzte mich hin.
„Jetzt muß ich aber mal aufs Klo“ ich sah ihn an, er nickte und ich verschwand aus dem Zimmer. Nachdem ich auf der Toilette war rief mich meine mam. Ich ging zu ihr und setzte mich kurz zu ihr.
„Wie geht es Chazy?“
„Naja... er hat gerade geschlafen. Er schien keinen Alptraum gehabt zu haben“
„Euer Essen steht in der Küche. Mußt noch mal kurz anmachen, da ich nicht wußte wenn ihr Essen wollt.“ Ich nickte und ging in die Küche. Dort schob ich die Pizzen noch mal kurz in den Ofen und setzte mich auf einen Stuhl neben dem Tisch. Aus langer weile durchblätterte ich eine alte Zeitung, im Sportteil angekommen sah ich einen Ausschnitt der „Wild Tigers“, es stand drin das sie die Meisterschaft gewonnen haben, unter dem Artikel war noch ein Bild von der ganzen Mannschaft. In der ersten reihe konnte ich Sebi, Tony und Andy sehen. Unsere früheren Freunde haben es also geschafft. >Herzlichen Glückwunsch< Mit einem lächeln im Gesicht machte ich mir den Artikel heraus. Schließlich wollte ich es Chazy zeigen.
Ein letztes mal schaute ich nach der Pizza, die auch schon fertig war. Schnitt sie in viele Einzelteile und wollte sie in unser Zimmer bringen. Doch da ich auch noch was zu trinken haben wollte, ging ich schnell in den Keller um mir was zu holen. Als ich wieder hoch kam und die Küche betreten wollte, stand plötzlich Chaz vor mir und schon war es passiert. Er wollte raus und ich rein, unsere Lippen berührten sich für einen kurzen Moment doch das reichte um dieses vertrauen wieder zu nichte zu machen, was ich gerade erst aufgebaut hatte. Geschockt sah er mich an, wie : Wie kannst du es wagen mich zu Küssen. Mein eigener Bruder.
Ohne etwas zu sagen rannte er sofort in mein Zimmer und schloss sich ein. Ich rannte hinterher und versuchte mich zu entschuldigen doch das war nicht so einfach, bei den Verhältnissen. Da die Tür ja abgeschlossen war.
„Chazy.... mach doch auf... es war ein versehen.... ich wollte das nicht...“ doch er antwortete nur
„Las mich in Ruhe und verschwinde... ich will dich nie wieder sehen“ wollte er mich wirklich nie wieder sehen? Nein, das darf nicht sein, auch wenn ich Anna noch habe, ihn brauche ich genauso sehr.

Chaz's PoV
Wie konnte er mir das nur an tun?
Schoss es mir immer und immer wieder durch den Kopf.
Ich dachte wirklich ich könnte ihn vertrauen.
Aber wenn ich nicht mal mehr meinen eigenen Bruder vertrauen kann, wenn dann?
Aber er sagte vor hin das es ein versehen war...
Sollte ich ihn das wirklich glauben...
Ich ließ mir die Szene nach und nach durch den Kopf gehen, um so mehr kam ich zu denn Entschluß das es vielleicht wirklich nur ein versehen war und das gar nicht gewollt hatte.
Als ich zu Entschluß gekommen war das es wirklich nur ein versehen war blickte ich wieder auf.
Mein Blick viel auf denn Wecker der neben dem Bett auf einen kleinen Schrank stand.
Ich saß wohl schon eine stunde hier in dem ab gedunkelten Raum.

Mikes POV

Er ist meine andere Hälfte, nach der ich mich so lange gesehnt hatte. Und nun will er mich nicht mehr sehen.... >NEIN<
Mit einem traurigen Gesicht ging ich in die Stube wo unsere Eltern saßen. Neben Viola ließ ich mich nieder.
"Was hast du?" fragte mich meine Mutter besorgt.
"Chaz will mich nie wieder sehen..."
"Was ist denn passiert?" somit erzählte ich ihr, was vorgefallen war, jede Kleinigkeit.
"Du sagst es war ein versehen?" ich nickte
"Dann wird er das auch begreifen und merken das du doch nichts böses wolltest." Wieder nickte ich nur
"Aber was soll ich denn jetzt machen?"
"Las ihn etwas Zeit. Wenn er sich beruhigt hat, kommt er schon"
"Bist du dir da ganz sicher?" fragte ich sie
"Ja glaub mir. Er wird es einsehen, das es nur ein versehen war." Und sie sollte recht behalten. In der nächsten Stunde saß ich mit meinen Eltern alleine auf der Couch. Es machte mich Krank, nicht zu wissen was Chester macht. Doch plötzlich stand er in der Tür. Ich bemerkte es nicht sofort, da ich mit dem Fernseher beschäftigt war. Erst als unser Vater den Fernseher ausgemacht hat, merkte ich das er da stand und mich ansah.
"Wir lassen euch mal alleine" beide nahmen sich ihre Jacken und Geldbörsen und verschwanden aus dem Haus. Nach dem wir alleine war versuchte ich erneut mit ihm zu reden, in der Hoffnung das meine Mutter recht hatte.
"Chazy... du mußt mir glauben, ich wußte nicht das du dort stehst. Ich würde das niemals wagen, dafür bist du mir viel zu wichtig, das mußt du mir glauben" er sah mich einfach nur an, kam einige Schritte auf mich zu und umarmte mich anschließend.
"Ich glaube dir Mikey..." flüsterte er.
"Es war die erste Reaktion... es hat mich alles an meinen Stiefvater erinnert"
"Es tut mir Leid Chester"

ChazPOV
Langsam er hob ich mich und strich mir mit denn Hand rücken die letzten tränen aus dem Gesicht.
Dann ging ich langsam zur Tür und schloss auf.
Da ich hören konnte das der Fernseher lief ging ich ins Wohnzimmer, blieb aber in der Tür stehen.
Zu erst bemerkte mich niemand.
Erst als Dad diesen aus machte erblickte mich Mike.
"Wir lassen euch mal alleine" sagte Mum und ging mit Dad im Schlepptau aus dem Haus.
"Chazy... du mußt mir glauben, ich wußte nicht das du dort stehst. Ich würde das niemals wagen, dafür bist du mir viel zu wichtig, das mußt du mir glauben" ich sah ihn an und ging einige schritte auf ihn zu, dann schloss ich ihn fest in meine arme.
"Ich glaube dir Mikey..." flüsterte ich leise.
"Es war die erste Reaktion... es hat mich alles an meinen Stiefvater erinnert" fügte ich noch hinzu.
"Es tut mir Leid Chester" ich drückte ihn noch fest an mich rann.
So standen wir einige Minuten da.
"Willst du vielleicht noch was essen? Ich kann dir schnell noch mal ne Pizza warm machen." schlug Mike nach dem Minuten langen schweigen vor.
Ich nickte leicht und ließ hin los.
Zusammen gingen wir in die Küche.
Mike schob zwei Pizzen in den Ofen.
Während dessen setzte ich mich auf einen der Stühle, legte meine Arme auf den Tisch und vergrub meinen Kopf in diese.
Ich hörte wie sich Mike neben mich setzte und näher an mich rann rutschte.
Er legte seinen arme um meinen rücken und zog mich so zu sich rann.
Ich hob meinen Kopf hoch und sah ihn an.
"Ich helfe dir Chazy... wir kriegen das schon wieder hin, glaub mir er wird dir nie wieder weh tun und wenn er es doch wagt dich noch mal an zu fassen reiß ich mit eigenen Händen sein dreckiges teil ab. Mir egal ob ich dann in den Knast wandere. Hauptsache er tut dir nichts mehr an." sagte er fest in schlossen.
" Das ist er nicht wert. Ausserdem hast du mir versprochen immer bei mir zu bleiben." sagte ich leise.
"Trotzdem, ich mache das. Wenn er es noch mal wagen sollte." leicht lächelte er mich an.
Ich sagte nichts mehr drauf und vergrub meinen Kopf wieder in sein Shirt.
Er schloss seine arme um mich.
So blieben wir sitzen bis das essen fertig war.
Schweigend aßen wir und gingen danach ins Wohnzimmer.
"Was sollen wir jetzt machen?" fragte ich ihn.
"Wenn du willst können wir noch was raus spazieren gehen. Oder warte ich will dir noch was zeigen." schon ging er wieder zurück in die Küche und kam mit einen Zeitungsbericht wieder.
Es war ein Bericht über unser altes Team. Auf denn Foto erkannte ich Sebi, Andy und Tony.
Leicht lächelte ich.
Wenigstens sie haben es geschafft.
" Das ist irgendwie scheiße wenn du mal über legst das hätten wir sein können." sagte ich leise.
"Tja ändern kann man jetzt leider nichts mehr dran." etwas bedrückt sah er mich an
"Aber lassen wir das jetzt, willst du vielleicht noch raus gehen? Ich kann dir ja etwas die Stadt zeigen." schlug er vor. Ich nickte und wir gingen in sein Zimmer.

Dort suchte er sich Sachen für sich zum umziehen raus.
Ich beobachtete ihn eine zeit lang vom Bett auf dem ich saß bis Mike mich an blickte.
"Komm mal mit." sagt er schweigend folgte ich ihn.
Er ging in den Flur und holte dort einen Schlüssel.
Dann gingen wir in denn ersten Stock, am letzten Zimmer des Flures blieb er stehen und atmete noch mal durch und schloss auf.
In dem Raum standen alle meine alten Sachen die sie wohl damals mit genommen hatten.
"Ich war nur ein mal ganz am Anfang in dem Zimmer als wir das Haus gekauft hatten.
Wir haben extra für dich einen Raum frei gelassen da wir immer die Hoffnung hatten das du eines Tages wieder kommst. Wenn du willst ist das ab sofort dein Zimmer." Erklärte er mir.
Viel war zwar noch nicht drin aber ich viel im trotzdem um denn Hals. Das sie das extra für mich frei gelassen hatten. In dem Raum befand sich ein großer Kleider Schrank ein Tisch und ein Stuhl. Ich ging zum Schrank und öffnete diesen. Viel war ja nicht drin.
Hauptsächlich die Sachen die ich damals mit Mike zusammen gekauft hatte und die Sachen die ich damals von dem Team bekommen hatten.
Dann erblickte ich mein altes Board von denn "Wild Tigers".
Ich ging zu dem teil und hielt es hoch.
"Bock zu Skaten?" fragte ich hin grinsend. Er nickte auf grinsend und ließ mich dann kurz allein damit ich mich um ziehen konnte.
Ich zog mir die schwarze Baggy und ein dunkel blaues Shirt an.
Schnappte mir mein Board und ging runter in den Flur wo Mike schon auf mich wartete.
"Fertig?" fragte ich ihn. Er nickte zusammen gingen wir raus, er schloss ab und er zeigte mir denn weg zu einen großen Skaterpark.
Dort war nicht viel los.
Ist ja auch klar es war mitten in der Woche und die meisten mussten ja morgen wieder zu schule.
Nur konnte ich das mit der schule ja vergessen.
Da ich drei Jahre lang nicht mehr da war.
Wenn dann müsste ich wieder in die 10 und dafür ist der zug schon lange ab gefahren.
Zum College konnte ich aber auch nicht da ich nicht qualifiziert dafür war.
So kann man ein leben weg schmeißen...
Wir fuhren bis spät in der nacht auf der pipe bis Mike mal auf die uhr blickte.
Es war bereits halb 12 in der nacht also beschlossen wir so schnell wie möglich nach hause zu fahren.

Mikes POV

Mit dem Schlüssel für ein Zimmer, lief ich mit Chester hoch. Am letzten Raum angekommen, atmete ich noch einmal tief durch und schloss auf. Dies war das Zimmer was wir für Chester aufgehoben haben, als wir hierher zogen. Seine ganzen Sachen hatte ich so gut es ging damals in den Kleiderschrank getan. Seit der Zeit habe ich es fast nie betreten. Außer wenn ich mal wieder an ihn denken mußte und meine Ruhe brauchte. Dann schloss ich mich hier ein. Verkroch mich in eine Ecke und dachte an die Zeit wo ich mit Chazy eine schöne Zeit hatte, als wir uns kennengelernt haben. Und wie wir ins Team der "Wild Tigers" aufgenommen wurden. Doch dies wurde uns ja alles zur Nichte gemacht, da sein Stiefvater ja glaubte Chester wäre sein Eigentum, was nun wirklich nicht der Fall war.
Ich schaute zu Chester, der mich anschaute und prompt umarmte. Ihm schien es förmlich gerührt zu haben, das wir die Hoffnung nicht aufgegeben haben. Dies sagte ich ihm auch. Niemals würde ich meinen eigenen Bruder aufgeben. Das wäre das wäre das letzte was ich machen würde.
Nach dem er sich wieder von mir gelöst hatte lief er zum Kleiderschrank, da war leider nicht sehr viel drin. Nur die Sachen die wir damals zusammen gekauft und bekommen haben. Dann blickte er zu seinem Board hob es hoch und fragte mich mit einem lächeln ob ich Lust auf Skaten hätte. Das erste mal seit 3 Jahren sehe ich ihn wieder lachen, es ist richtig ungewohnt. Doch ich freu mich richtig für ihn, das es ihm etwas besser geht.
Für eine Kurze zeit lies ich ihn allein, damit er sich umziehen konnte. Ich ging in mein Zimmer, holte mein Board und lief runter in den Flur wo ich meine Schuhe schon mal anzog. Nun mußte Chaz nur noch kommen. Schon kamen er mit einem breiten grinsen die Stufen runter.
"Fertig?" ich nickte und gemeinsam verließen wir das Haus. Mit unseren beiden Boards fuhren wir in Richtung Park. Direkt zu der Pipe, wo wir uns erst mal testen mußten, wie gut wir denn noch waren.
Chester ist immer noch so gut wie früher, er hat wirklich nichts verlernt. Im Gegensatz zu mir, seit dem Tag an dem sein Stiefvater ihn mir mal wieder aus dem Leben genommen hat, habe ich nie wieder auf ein Board gestanden, da es mich zu sehr an ihn erinnerte und an unsere Gemeinsamkeiten. Trotz das wir uns nicht ähnlich sehen, haben wir die übelsten Gemeinsamkeiten, die Musikrichtung, die Hobbies, das Essen... einfach alles.
Ich stand oben auf der Pipe als ich ihm zusah. Er hielt neben mir und rüttelte mich mal wieder aus meinen Gedanken
"Mikey an Erde.... was ist los?" erschrocken sah ich ihn an.
"mh.... was ist?"
"Träumst du?"
"Ich habe nachgedacht."
"Worüber denn?" und sah mich fragend an. Sollte ich es ihm sagen? Ja warum nicht.
" Das ist das erste mal seit dem dich dein Stiefvater geholt hat, das ich wieder auf dem Board stehe. Und überhaupt was mache, was wir früher immer zusammen gemacht haben"
Er schien es verstanden zu haben, denn er fragte nichts mehr, sah mich einfach nur bemitleidenswert an und nahm mich anschließend in seine Arme.
Den ganzen Tag fuhren wir dort ausgelassen, nach sehr langer Zeit hatte ich mal wieder Spaß an etwas.
Erst als es schon stock dunkel war schaute ich auf die Uhr und stellte mit entsetzen fest das wir es schon halb 12 haben. Wir beschlossen so schnell wie möglich nach Hause zu fahren. Wieder Zuhause schloss ich auf und wir verschwanden direkt in unserem Zimmer. Unsere Eltern schienen schon zu schlafen.
Chester der sein Board auf dem Boden stellte, ging aus dem Zimmer. Nach paar Minuten kam er wieder. Er hatte sich im Bad umgezogen. Nun stand er nur mit Boxe vor mir. Der Anblick war einfach grauenvoll. Überall Schirfwunden und Blutergüsse.
"Kann ich bei dir mit schlafen?" traurig sah er mich an, ich nickte und zog die Bettdecke zurück. So das er sich neben mich legen konnte. In der Zeit, als er im Bad war, zog ich mich im Zimmer um. Und legte mich schon mal ins Bett.
Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck kam er auf mich zu, umarmte mich erst dann krabbelte er rein. Zog die Decke über sich und kuschelte sich an mich. Sein Kopf legte er auf meinen Oberkörper.
"Guten Nacht Mikey..."
"Nacht Chazy.... schlaf gut." Er nickte und legte sich wieder hin. Kurz darauf schien er auch schon eingeschlafen zu sein, denn er bewegte und regte sich nicht.
Einige Zeit beobachtete ich ihn, bis ich ebenfalls einschlief.

Chaz's PoV

Ich lag bei Mike im Bett als ich durch ein Geräusch wach wurde.
Ich schaute neben mir, Mike schien friedlich zu schlafen.
Erst dachte ich das es unsere Eltern währen.
Doch mir kam das etwas seltsam vor.
Es hörte sich an als ob jemand die Wohnung durch suchen würde.
Ich blickte auf denn Wecker neben mir.
Es war gerade mal halb 3 in der nacht.
Ich konnte schritte hören die langsam aber sich immer näher kamen.
Panik und angst machte sich in mir breit.
Es war mein Stiefvater, da war ich mir sicher.
Warum ich das wusste weiß ich selber nicht.
Ich fühlte es einfach.
Tränen stiegen in mir auf.
Da blickte ich wieder zu Mike.
Ich versuchte ihn wach zu bekommen was aber nicht so einfach war.
Ich rüttelte ihn und flüsterte immer wieder leise seinen Namen.
Doch tat sich zu nächst nichts.
Immer mehr tränen sammelten sich in meinen Augen und fanden schnell ihren weg ins freie.
"Wach doch endlich auf.... bitte Mike" flehte ich ihn an. Endlich öffnete er leicht seine Augen und blinzelte mich an.
"Was ist los Chazy?"
"Da ist jemand im Haus..." sagte ich ihm
"Ach Quatsch. Das hast du nur geträumt. Schlaf weiter..." er drehte sich von mir weg und wollte weiter schlafen.
"Das ist kein Witz Mike. Da ist wirklich jemand.... Hör doch" man konnte hören das sich die Person immer näher zu uns bewegte.
Mike krabbelte über mich drüber und stand aus dem Bett auf.
Er zog sich ein Shirt über und wollte das Zimmer verlassen.
Will er mich einfach so alleine lassen?
Das kann er doch nicht machen.
Ich packte ihn an der Hand.
"Las mich hier bitte nicht alleine" er nickte und reichte mir eines seiner shirts was ich schnell drüber zog und machten uns dann auf denn weg zu unseren Eltern.
Leise weckten wir diese und erklärte ihnen schnell was los war.
Dad rief die Polizei an, während wir nach gucken gingen wo der Typ gerade war.
Ich sah das er gerade in Mike's Zimmer war.
Mir stiegen wieder tränen in die Augen.
Was wäre wohl gewesen wenn ich nicht wach geworden währe??
Hätte er mich wieder mit genommen?
Oder gar umgebracht?
Mike ging langsam zum Zimmer hin.
Dann machte er die Tür zu und schloss mehrere male ab.
Mum, Mike und ich gingen in die Küche während Dad an dem Zimmer blieb.
Ich zitterte am ganzen Körper was mir jetzt wo ich saß erst auf fiel.
Plötzlich sah ich das Dad neben mir in der Küche stand.
"Wer passt jetzt auf das die Person nicht raus kommt?" fragte ich ihn ängstlich.
"Der wird da schon nicht rauskommen" versicherte er mir.
Plötzlich spürte ich wie mir jemand einen arm um meinen Hals schlang.
Dann spürte ich etwas kaltes an meiner haut am Hals.

Mikes POV



Im Tiefstschlaf wachte ich durch einen Gerüttel wach gemacht.
„Mike....“ flüsterte eine Person.
„mh...“ sagte ich ziemlich verschlafen
„Wach doch endlich auf.... bitte Mike“ sagte eine weinerliche Stimme. Die ich später als Chesters Stimme indefizieren konnte.
„Was ist los Chazy?“ und sah ihn an.
„Da ist jemand im Haus...“ sagte er
„Ach Quatsch. Das hast du nur geträumt. Schlaf weiter...“ und drehte mich wieder auf die andere Seite, doch Chester gab nicht auf
„Das ist kein Witz Mike. Da ist wirklich jemand.... Hör doch“ ein Geräusch.... das nicht von unseren Eltern kam. Ich setzte mich ins Bett und hörte weiter... schon wieder ein Geräusch, es klingt als kommt das immer näher. Ich krabbelte über Chester und stand auf. Zog mir ein Shirt über und wollte langsam die Tür öffnen als Chaz meine Hand packte.
„Las mich hier bitte nicht alleine“ er flehte mich richtig an, als wüßte er wer dort ist. Ich nickte gab ihn eines von meinen Shirts, was er drüber zog. Nahm noch einen Gegenstand in die Hand. Und dann machten wir uns auf dem Weg. Im dunkeln gingen wir in Richtung Schlafzimmer unserer Eltern, diese schliefen friedlich. Ich ging zu Mutter und Chester zu Vater. Leise weckte ich sie, Chaz tat es mir gleich. Wir erklärten schnell die Lage. Unser Vater rief die Polizei und gemeinsam gingen wir dann wieder raus um zu sehen wer und wo der Einbrecher ist.
„Da vorne?“ sagte Chaz leise, ich sah hin und sah einen Lichtstrahl, der durch unser Zimmer streifte. Er war also in unserem Zimmer. Langsam näherte ich mich dem Ort, ich überlegte auf welcher Seite der Schlüssel denn nun war? >Ich habe ihn vorhin außen ran gemacht!< kam ich zu dem Entschluss. Ich lächelte kurz auf und lief weiter. Dort angekommen, schaute ich kurz rein und schloss sofort die Tür. Mehrere male schloss ich zu. So das der Einbrecher nicht raus konnte. Aus dem Fenster konnte er auch nicht, da dies zu hoch war.
Gemeinsam gingen wir in die Küche und tranken etwas. Vater der bei unserem Zimmer geblieben ist, damit die Person auch wirklich nicht raus kommt, stand plötzlich in der Tür und wollte auch einen Schluck haben.
„Wer passt jetzt auf das die Person nicht raus kommt?“ fragte Chaz ängstlich.
„Der wird da schon nicht rauskommen“ doch sollte kommen wie es kommen mußte. Der Einbrecher konnte die Tür Eintreten und stand nun hinter Chaz. Dieser stand an der Tür. Ich erkannte seinen Stiefvater. Der ihm ein Messer um den Hals legte.
„Jetzt habe ich dich!“ meinte er gehässig. Chaz sah mich panisch an.
„Mike hilf mir bitte“ mit tränen in den Augen sah er mich an.
„Schön das ich dich auch mal kennenlerne Mike“ grinste er mich an. Ich hörte aber nicht drauf, ich versuchte Chester klar zu machen das er mit seinem Fuß mal kräftig nach hinten treten sollte. Damit er wenigstens schnell aus seinen Klauen abhauen kann. Was er aber am Anfang nicht verstand.
„Was wollen Sie von Chester?“
„Er gehört mir! Ich kann machen was ich will mit ihm“ gab er mir zu verstehen
„Das stimmt nicht! Er gehört niemanden, nur sich selbst.“ Sein Vater wurde etwas wütend und Chester begriff nun was ich wollte und holte aus...

Chazys POV

Ich merkte wie sich immer mehr Panik in mir breit machte.
Ich zitterte wieder am ganzen Körper und langsam bauten sich wieder tränen in mir auf.
"Jetzt habe ich dich!" die stimme verriet mir das ich recht hatte und mein Stiefvater gerade hinter mir stand.
"Mike hilf mir bitte" flüsterte ich leise, aber so das er mich hören konnte. "Schön das ich dich auch mal kennenlerne Mike" Mike versuchte mir irgendwas in Zeichensprache klar zu machen.
Doch konnte ich das nicht genau verstehen da ich keinen klaren Gedanken fassen konnte.
"Was wollen Sie von Chester?"
"Er gehört mir! Ich kann machen was ich will mit ihm"
" Das stimmt nicht! Er gehört niemanden, nur sich selbst."
Endlich verstand ich was Mike mir versuchte zu verstehen zu geben.
Ich holte mit einen Bein aus und trat ihn kräftig in die weich teile.
Er schrie vor schmerzen auf.
Ich schubste ihn zu Boden und rannte aus der Küche raus.
Weg...
Einfach nur weg von ihm.
Ich konnte hören das mir jemand folgte.
Ich rannte aus dem Haus raus und stand nun auf dem Bürgersteig.
Panik blickte ich mich um.
Ein kalter Windhauch ließ mich frieren.
Ich schlung meine arme um denn Körper und hörte wieder schritte die schnell zu kommen schienen hinter mir.
Ich wollte gerade weiter laufen als ich jemanden rufen hörte.
"Chazy warte ich bins." an der stimme konnte ich erkennen das es Mike war.
Ich drehte mich um und sah das er schon fast neben mir angekommen war.
Ich fiel ihm um denn Hals.
Krallte mich richtig an ihn fest und fing an zu heulen.
Mike versuchte mich zu beruhigen.
Doch gelang es ihm nicht wirklich.
"Chester komm sofort wieder rein oder deine Eltern hier sind tot." hörte ich meinen Stiefvater brüllen.
Ich blickte zum Hauseingang.
Dort stand er und hielt unsere Mum das Messer an die kehle.
Ich schaute zu Mike.
Was soll ich machen?
"Los mach endlich." drängelt er mich weiter.
Traurig sah Mike mich an.
Not gedrungen löste ich mich von ihm.
Mike kam dicht hinter mir wieder zurück ins Haus.
Doch wollte mein Stiefvater nicht das er mit rein kam.
Als ich bei ihm war schubste er meine Mum aus dem Haus raus so das sich hin fiel.
Dann packte er mich am arm und zog mich rein.

Mikes POV

Sein Vater schnappte ihn und schmiss unsere Mutter aus dem Haus, er knallte die Tür vor meiner Nase zu und im inneren des Hauses hörte ich Chester schreien. Er schien ihn wieder zu verprügeln. >NEIN"Wo bleibt die Polizei nur?" fragte ich mam, nebenbei half ich ihr wieder hoch.
"Sie müsste gleich kommen..." na toll! Gleich das kann in drei Stunden sein... Solange kann ich nicht warten. Ich lies mam los.
"Bleib du hier, ich muß Chaz unbedingt helfen, ich hab es ihn versprochen..." sie nickte und ich rannte ums Haus. In der Hoffnung das ein Fenster oder irgendwas offen war. Was leider nicht der Fall war. Doch ich konnte in die Küche sehen. Mein Vater sah ich in einer Ecke liegen. Chester lag auf dem Boden und wurde verprügelt. Seine Nase blutete stark. >NEIN< Wie konnte ich ihm nur helfen? Mit ansehen konnte ich es nicht, ich lief wieder vor zur Tür wo meine mam wartete. Mit der Zeit ist auch ein Zivilauto angekommen. Ihn mußten wir erst mal erzählen was passiert ist. Er forderte Verstärkung über Funk an, die auch kurz darauf eintrafen.
Dann stürmten sie auch schon das Gebäude. Dicht folgte ich ihnen hinein. Sein Vater versuchte zu fliehen, doch die Männer haben ihn bekommen. Ich rannte sofort in die Küche und sah Chester Nackt auf den kalten fließen Sitzen.
"Oh Gott nein..." brachte ich bloß raus und rannte auf ihn zu. Er sah hoch, als ich mich nieder Kniete und ihn meine Arme schloß.
"Wieder konnte ich dir nicht helfen..." die Verzweiflung stand mir förmlich ins Gesicht geschrieben. Wie konnte er nur so was meinem Bruder antun? Wieso?
"Erneut habe ich dich Enttäuscht" er drückte mich leicht von sich weg und sah mich an.
"Gib dir nicht die Schuld..." ich nickte kaum merklich und er flüchtete wieder mit seiner blutenden Nase in mein Shirt.

Chazy POV

Er schloss die Tür und stellte einen Schrank der neben der Tür im Flur stand davor.
Er ließ mich aber nicht los.
Ich musste ihn zurück in die küche folgen wo ich meinen Dad gefesselt und bewusstlos in einer ecke liegen sah.
Ich bringe auch nur Probleme in die Familie.
Währe ich nicht hier gewesen währe das alles nie passiert.
Er schubste mich so das ich zu Boden fiel.
Dann kniete er sich über mich und fing an mich wieder zu verprügeln.
Ich spürte wie er mir ein blaues Auge schlug.
Ein gezielter Schlag auf die Nase ließ mich auf schreien.
Er hatte sie mir gerade gebrochen.
Dadurch fing ich heftig aus der Nase an zu bluten.
Doch das störte ihn nicht weiter denn er macht weiter und schlug immer wieder auf mich ein.
Dann hörte er auf und begann mich wieder zu küssen.
Tränen liefen unaufhaltsam an meinen schmerzenden Wangen hinunter.
Er bahnte sich seinen weg mit seiner Zunge über meinen Körper.
Laut mußte ich schlurzen.
Er will mich doch nicht etwas wieder vergewaltigen?
Und das auch noch hier?
Doch er wollte und tat es auch...
Ich ließ es einfach wie so oft über mich ergehen...
Als er seinen Spaß gehabt hatte konnte ich aus dem Küchenfenster blau licht sehen.
Dies sah auch mein Stiefvater und ließ von mir ab.
Ich verkroch mich in eine ecke hinter der Küchentür.
Da ich noch nackt war fror ich auf denn kalten fließen.
Ein letzter Blick von meinen Stiefvater in meine Richtung und schon verließ er die Küche.
Da mir immer noch kalt war zog ich meine Beinen so dicht wie es nur ging an denn Körper und schlang meine arme um diese.
Ich blutet immer noch aus der Nase.
Das Blut tropfte auf meine Körper.
Dann viel mein Blick auf Dad.
Er war wach.
Er schaute mich traurig, geknickt und mit tränen in dem Augen an.
Hatte er es gesehen?
Hat er wirklich gesehen wie er mich vergewaltigt hat?
Man konnte hören wie die Tür von Außen auf gebrochen wurde und weiter Personen die Wohnung betraten.
Mein Stiefvater schien sich zu währen dann fielen Schüsse.
Dann war alles zu nächst ruhig.
Bis ich hören konnte wie sich Personen näherten.
Aus angst vergrub ich mein Gesicht in denn knien.
Ich wippte immer wieder vor und zurück.
Ich wollte das die schmerzen in meinen Körper und meiner Seele einfach auf hören.
Doch das tat es nicht.
Im Gegenteil...
Mir tat alles weh.
Besonders mein Unterleib.
Ich hörte wie die schritte nun immer näher kamen und in der Küche stoppten.
Ich blickte auf.
Doch konnte ich nicht wirklich was erkennen da ich zu viele tränen in denn Augen hatte.
"Oh Gott nein..." hörte ich jemanden geschockt sagen.
An der stimme konnte ich hören das es wohl Mike sein mußte.
Ich Wichte mit meiner rechten Hand die immer wieder neu auf kommenden tränen weg um wenigstens etwas zu erkennen.
Mike kam direkt auf mich zu und schloß mich in die arme.
Ich krallte mich an ihn fest.

Mikes POV
Die Polizisten die Mittlerweile im Raum waren, kümmerten sich erst um unseren Vater, dann kam einer zu uns.
"Hat er ihn?" ich nickte nur... er ging kurz raus und Sprach irgendwas ins Walki-talki.
Kurz ließ ich ihn los und suchte seine Sachen beisammen, damit er sich anziehen konnte.
"Zieh das am besten wieder an Chazy" mit zitternden Händen zog er sich an. Ich holte in der Zeit einen Verbandkasten, da seine Nase immer noch stark blutete.
Mit einer Kopresse setzte ich mich wieder zu ihm und versuchte damit die tropfen aufzuhalten. Doch waren es zu viele. Somit war bald die Kopresse in Blut getränkt.
"Wo bleibt der Krankenwagen?" rief ich
"Er ist gerade angekommen" schon kamen die Sanitäter zu uns und versorgten seine Nase. Auf der Trage wurde er in den wagen gefahren. Die Sanitäter redeten etwas mit einem der Polizisten, es war der von vorhin, der gefragt hatte. Ich dachte mir schon um was es geht. Der Sanitäter kam zu Chester, dieser wurde auch sofort in den Wagen gehieft. Die Helfer machten die Türen zu und ich stand immer noch total regungslos davor.
Plötzlich ging die Tür auf
"Herr Mothes möchte das Sie mit im Wagen sind... eher will er nicht fahren" sagte der Mann zu mir, ich nickte und stieg ein. Dann fuhren wir zum Krankenhaus. Unterwegs hielt ich seine Hand und versuchte ihn weiter zu beruhigen.
Endlich dort angekommen wurde seine Nase auch sofort untersucht. Die gebrochene Nase wurde sofort behandelt. Die Schwestern schickten mich wieder nach Hause, also fuhr ich mit dem nächst besten Taxi wieder Heim. Dort schloss ich die Tür auf, unsere Eltern kamen mir gleich entgegen.
"Und was ist mit ihm?"
"Sie meinten er muß paar Tage dort bleiben, gerade behandeln Sie seine Nase. Dann wollen Sie den Rest noch Untersuchen." meine Jacke zog ich aus und hängte sie an den hacken.
"Welche anderen Untersuchungen?" fragte Viola, sie wußte ja nicht was noch passiert ist. Ich sagte nichts sondern ging mit gesenktem Kopf in mein Zimmer.
Dort suchte ich mir Chesters Sachen zusammen.
Ich frage mich echt wie er es aushalten will...
Ganz alleine dort.
Er hat doch vor jedem Angst, hoffentlich geht das mit den Ärzten gut...
Mit einem sehr schlechten Gefühl, packte ich die letzten Sachen zusammen und stellte die Tasche auf den Boden. Am nächsten Morgen will ich ganz Früh zu ihm.....
Ich blickte zur Uhr und sah das wir es 6 Uhr haben, ich entschloss mich noch 2 Stunden zu schlafen, auch wenn ich es nicht kann... kaum war ich eingenickt, klingelte jemand Sturm. Sofort saß ich im Bett und dachte sofort an Chester. Ich sprang auf und rannte zur Tür. Ich öffnete sie und vor mir stand mein Bruder.
"Chaz was machst du hier?" doch ohne mir zu antworten, viel er mir in meine Arme. Er hielt mich richtig fest, ich legte meine Arme um ihn und drückte ihn richtig fest an mich.
"Was ist denn los?" doch ich wußte weswegen er von dort abgehauen ist...
"Komm erst mal rein" und ich führte ihn ins Haus. In der Stube setzte ich ihn auf die Couch.
"Ich komme gleich wieder" und verschwand aus dem Raum. Ging zum Telefon und rief im Krankenhaus an, damit sie sich keine Sorgen machen brauchten. Mit ihnen diskutierte ich nun warum er abgehauen ist. Doch wollten sie es nicht glauben, sie forderten mich auf ihn sofort wieder hin zu bringen. Ich willigte ein, da er noch einige Untersuchungen über sich ergehen lassen muß.
Bei ihm angekommen erklärte ich ihm die Lage
"Du bleibst doch bei mir oder?" ich nickte
"Dann geh ich wieder hin... aber nur mit Dir" ich gab ihn eine Jacke und gemeinsam liefen wir 5.00Uhr wieder zum Krankenhaus.

Chaz's PoV

Ich lag im Krankenhaus.
Meine Nase die wie ich schon vermutet hatte gebrochen war wurde versorgt.
Mike stand die ganze zeit neben mir als eine der Schwestern mit ihm raus ging.
Eine andere Arzthelferin sagte mir das er jetzt nach hause müsste.
Etwas geknickt sah ich sie an.
Mike hatte mir doch versprochen bei mir zu bleiben...
Aber wenn er nach hause geschickt wird ist es ja nicht seine schuld das er nicht bei mir sein kann.
Aber so ganz alleine bei all denn fremden Leuten?
Ich lag immer noch auf einen Tisch und wurde behandelte.
Ich kam mir so schutzlos vor.
Hilflos...
"Wir werden sie jetzt in ein anderes Untersuchungszimmer bringen und dort weiter machen." sagte mir einer der Ärzte die um mich herum standen.
"Bei was denn weiter machen?" fragte ich ihn ängstlich und mit zitternder stimme.
"Auf innere Verletzungen wegen der Vergewaltigung." bekam ich als Antwort und wurde auf ein Bett gehoben mit dem man mich wegschob.
Ich bekam es immer mehr mit der angst zu tun.
Warum konnte Mike jetzt nicht hier sein?
Ich fing wieder an zu weinen.
Als sie mich in das andere Zimmer geschoben hatten sagte man mir das ich mich aus ziehen sollte da sie mit denn Untersuchungen beginnen wollten.
Doch ich weigerte mich und blieb stur auf dem Bett liegen.
"Bitte machen sie sich jetzt frei sonst muss ich das tun und ich glaube nicht das sie das wollen." sagte mir der Arzt.

"Nein ich will das nicht." sagte ich in tränen aufgelöst.
Er kam mit einer Schwester näher zu mir ans Bett und wollte sich an meiner Hose zu schaffen machen als ich auf sprang.
Verdutz schaute er mich an.
Ich schubste ihn bei Seite und rannte aus dem Zimmer raus.
Ich suchte so schnell es ging denn Ausgang denn ich glücklicher weiße auch schnell fand.
Ich hörte hinter mir schnell schritte die sich immer mehr näherten.
Automatisch wurde ich schneller und rannte von einer Straße in die andere.
Erst nach einer ganzen weile blieb ich erschöpft stehen.
Ich wusste überhaupt nicht wo ich war.
Ich kannte mich ja auch so gut wie gar nicht hier aus.
Ziellos streifte ich durch die leeren Straßen.
Ich war der einzigste Mensch hier.
Alles schien wie aus gestorben.
Es war ja auch mitten in der nacht.
10 Minuten streifte ich umher bis ich an dem Park gelangte wo Mike und ich noch vor wenigen stunden skateten.
Von da aus war es mir leichter nach hause zu finden.
Nach weiteren 5 Minuten des Rennens gelang ich an unseren Haus.
Ich klingelt Sturm.
Bis das Mike mir die tür öffnete.
„Chaz was machst du hier?“ fragte er mich erstaunt mich zu sehen. Ohne ein wort zu sagen viel ich ihm um den hals. Ich klammerte mich so fest es ging an ihn rann.
„Was ist denn los?“ fragte er mich. Doch wusst er wohl schon von selbst warum ich wieder hier war.
„Komm erst mal rein“ er brachte mich ins wohnzimmer wo ich mich auf der couch nieder ließ.
„Ich komme gleich wieder“ schon verschwand er. Ich hörte das er am telefonieren war.
Als er fertig war kam er wieder zu mir und sagte das ich wieder dort hin müsste.
Aber auf keinen fall gehe ich alleine dahin. Das machte ich ihm auch klar.
„Du bleibst doch bei mir oder?“
„Dann geh ich wieder hin... aber nur mit Dir“ er gab mir eine jacke und ging noch mals kurz in sein zimmer.
Er kamm mit einer tasche wieder raus und so gingen wir gemeinsam wieder richtung krankenhaus.
Dort an gekommen wurden wir schon erwartet.
"Kommen sie bitte mit." sagte der arzt scharf und wütend.
Mike und ich folgten ihm.
Vor dem zimmer wo ich vor hin auch schon untersucht werden sollte sagten sie Mike das er drausen warten müsse.
"Nein, bitte lasst ihn mit rein." flehte ich.
Doch schob mich eine schwester ins zimmer und führte mich zum bett.
Immer wieder schaute ich zur tür in der hoffnung das Mike doch noch rein kämme.
Mittlerweile lag ich auf denn bett und der arzt fing an mir die hose zu öfnen.
Ich fing an zu weinen und schrie laut um mich.
Verstehen die denn nicht das ich das nicht will?
Warum muss man mir immer wieder so was an tun.
Da ich mich zu heftig werte hielten mich zwei schwestern fest.
"Es wird woll besser sein wenn wir ihm eine beruhgungs spritze geben." meinte er arzt zu einer der schwestern die mich fest hielt.
Sie nickte und ließ mich los.
Das war meine chance.

Ich schubste die andere bei seite, sprang wieder vom bett und stürmte aus dem zimmer direkt in Mike's arme.
Ich klammerte mich so fest ich konnte an ihn fest.
Wenige augenblicke standen schon der arzt mit denn schwestern hinter mir.
"Nein, nein bitte ich will das nicht, Mike bitte lass das nicht zu." flehte ich immer wieder leise mit verheulter und zittriger stimme.
Beruhigeng strich er mir über denn rücken.
"Bitte wir wollen ihnen doch nur helfen um möglich geschlechts krankheiten ausschliesen zu können." meinte der arzt mit ruhiger stimme.
"Er hat angst vor fremden menschen und sehr starke berühungsängste. Er will nur nicht alleine und ihnen hilflos aus geliefert sein. Was ich auch verstehen kann." mischte sich Mike ein.
"Ok dann kommen sie bitte mit." sagte wieder der arzt.
Mike nickte und zusammen gingen wir rein.
Mike führte mich abermals zu dem bett in denn ich mich zögernd reinlegte.
Ich spürte wie sie sofort an fingen mich auszuziehen.
Erst das shirt, dann die hose samt boxe.
Ich drehte meinen kopf von Mike weg so das er mein gesicht, was mit tränen überfüllt war nicht an sehen konnte.
Ich konnte spüren das der arzt mit denn untersuchungen begann.
Leise musste ich schlurzen.
Dann spürte ich Mike's hand wie sie mir beruhigend über denn kopf streichelte.
"Alles wird wieder gut, ich bin ja bei dir. Dir passiert nichts." sprach Mike leise auf mich ein während der arzt unten an mir rumfumelte.
Ich ließ einen kurzen schrei aus meiner kehle fahren als ich etwas kaltes in mir spürte.
"Geben sie ihm doch besser die beruhgungsspritze." hörte ich denn arzt leise sagen.
Schon stand einer der schwestern neben mir und rammte mir nicht gerade sanft die spritze in denn arm.
Wieder schrie ich auf.
Schon nach zwei minuten schien das mittel zu wirken.
Ich wurde ruhiger und konnte mich kaum noch bewegen.
Ich nahm alles nur noch verschwommen wahr.
Die stimmen um mich herum wurden immer undeutlicher, genauso wie meine sehkraft.
Eine weitere halbe stunde verging und der arzt war endlich fertig.
Ich wurde in ein normals zimmer verlegt.
Mike wich keinen moment von meiner seite.
Worüber ich auch sehr dankbar war.
Doch leider konnte ich es ihm nicht sagen.
Ich lag nun in dem zimmer.
Mike packte sich einen stuhl der in einer ecke stand und setzte sich dicht neben mich ans bett.
Er schnapte sich meine hand und sprach leise auf mich ein.
Immer wieder fuhr er mit seiner anderen hand über meine haare.
Mich überkam dann nach kurzer zeit die müdigkeit und mir fielen die augen zu.

Nur langsam erwachte ich aus meinen traum losen schlaf.
Ich blinzelte und sah mich verwirrt um.
Wo bin ich?
Ach ja, mir viel es wieder ein.
Ich lag ja im krankenhaus...
Ich spürte das in meiner hand eine andere lag.
Langsam drehte ich meinen kopf zu der person.
Ich konnte nur umrisse erkennen, wusste aber das es Mike sein musste.
Ich wollte meine hand heben, da vielen mir die schlüche auf an dennen ich angschlossen war.
Worfür brauche ich die denn?
Ich endschloss mich gleich einen arzt zu fragen und wendete mich wieder zu Mike.
Er schien zu schlafen.
Ich lasse ihn auch lieber da die letzte nacht eh scheiße war.
Mein blick viel auf die uhr die über der tür hang.
Kurz nach 10 uhr morgens.
Ich hörte ein leises klopfen von drausen.
"Ja?" fragte ich und schon standen unsere eltern in der tür.
Sie kammen direckt zu mir auf der anderen seite als die wo Mike noch friedlich schlief.
"Und wie geht es dir?" fagte Mum leise und strich mir vorsichtig über denn kopf.
"Scheiße..." brachte ich nur raus.
"Dad hat mir erzählt was passiert ist." in mir sammelten sich wieder tränen.
Ich wendete meinen blick von ihnen ab und strich mir die ersten tränen die schon ihren weg ins freie fanden aus dem gesicht.
Dad holte für sich und Mum stühle und setzten sich neben mich ans bett.
Leise und behutsam brachen beide auf mich ein das alles wieder gut wird.
Doch konnte ich ihnen nicht glauben.
Auch wenn ich es gewollte hätte.
Dafür ist schon zu viel scheiße in meinen leben passiert.

Mikes POV

Müde und ohne Kraft saß ich an Chazy Bett und wartete bis er wach wird, nach einiger Zeit überwiegte die Müdigkeit und ich schlief an seinem Bett ein.
Als ich wieder wach wurde, saßen unsere Eltern mir Gegenüber und Chaz redete mit ihnen. Er schien mich noch nicht bemerkt zu haben, sanft strich ich über seine Hand. Ich hatte mich in der zeit wieder aufgerichtet und sah ihn an. Dieser drehte sich sofort zu mir und lächelte mich leicht an.
"Morgen Mikey... danke das du die ganze Zeit bei mir geblieben bist" bedankte er sich
"Ist schon OK." Er drehte den Kopf wieder zu unseren Eltern die versuchten wieder ihn auf andere Gedanken zu bringen, was aber nicht so einfach war.
In diesem Moment fühlte ich mich mehr als fehl am Platz, so hilflos. Wo ich gebraucht wurde, jetzt mehr als sonst. Und das von meinem eigenen Bruder. Der soviel Leid ertragen mußte... In dieser zeit muß ich ihm einfach beistehen...

Es klopfte an der Tür, ich hob meinen Kopf und schaute zur Tür. Herein kam der Arzt, der sich sofort bei unseren Eltern vorstellte und mit der Diagnose begann. Chester hatte ein paar Rippen, die gebrochen waren und sonst noch ein paar kleiner aber harmlose Verletzungen im Genitalbereich. Nichts aufregendes, doch muß er im Krankenhaus bleiben, wegen den gebrochenen Rippen. Erst jetzt bemerkte ich das er so was wie ein Korset trug, das soll angeblich die Rippen wieder vereinen...
Ein Paar Tage mußte er hier bleiben. Ich frage mich wie er das in dem Zustand aushalten will?!
"Nein, ich will hier nicht bleiben"
"Sie müssen aber, wenigstens für paar Tage"
"Mike... bitte... ich will nicht hier bleiben" er drehte seinen Kopf zu mir und sah mich mit tränen in den Augen an. Lange redete ich mit ihm darüber, bis er es einsah und seine Zustimmung gab.
Bis zum späten Abend war ich bei ihm und kümmerte mich um ihn, bis es Allmählich Zeit wurde zu gehen.
"Chaz ich muß jetzt leider gehen" sprach ich leise. Er sah mich nur mit seinen gequellten Augen an und ich wußte das ich nicht gehen sollte, doch muß ich es. Bevor sie mich noch rausschmeißen.
"Bitte geh nicht Mike.... bitte........" tränen der Verzweiflung sammelten sich in seinen leeren Augen. Die Tatsache hier allein in diesem Zimmer zu sein und Hilflos den anderen ausgeliefert zu sein, schien ihn panische Angst zu machen.
" Doch ich muß... ich komme morgen wieder, ich verspreche es."
"OK." Sagte er dann schließlich, er wußte wohl das er nichts dagegen machen kann.
"Kannst du mir bitte deine Handynummer aufschreiben? Damit ich dich anrufen kann, wenn was ist? Bitte?" er sah mich flehend an.
"Ja gut..." ich nahm einen Zettel und schrieb meine Nummer darauf.
" Danke dir" ich nickte umarmte ihn ein letztes mal.
"Kopf hoch" meinte ich, er nickte zaghaft und dann verließ ich das Krankenzimmer, lief aus dem Gebäude und machte mich auf den Heimweg. Wo meine Eltern schon warteten.
"Ich bin wieder da" schrie ich durchs Haus. Doch keine einzige Person sagte etwas, das hieß beide schlafen schon. Somit machte ich mich auch auf ins Bett und versuchte zu schlafen, was mir aber nicht ganz gelang. Die ganze Zeit dachte ich an Chester, wie er sich wohl gerade fühlt? Bestimmt beschissen! Die einzige Person die er vertraut mußte gehen und kann nicht bei ihm sein. Das muß wirklich schlimm sein. Hoffentlich passiert ihm dort nichts.

Mit einem ungutem Gefühl setzte ich mich an meinen Schreibtisch, da ich es aufgegeben habe einzuschlafen. Nahm einen Block und einen Stift zur Hand und fing an zu malen. Wallos zeichnete ich drauf los, ich zeichnete was mir gerade in den Sinn kam.
Erst als das Bild fertig war schaute ich es mir genauer an, ich sah Chester.... ja es war Chester, mein Bruder, er lag im Krankenbett und weinte sich die Seele aus dem Leib.
>Warum hab ich gerade das gezeichnet?< darauf habe ich keine Erklärung...
Paar Minuten später klingelte mein Handy, ich nahm das unbekannte Gespräch entgegen
"Wer stört zu später Stund?" fragte ich
"Mike...." fragte eine weinerliche Stimme,
"Chazy?" unglaubwürdig wartete ich auf eine Antwort.
"Ja, ich bin es..."
"Was hast du denn? Ist dir was passiert?"
"Kannst du nicht herkommen? Ich vereinsame hier noch ohne dich! Es ist so grauenvoll"
"Sorry aber ich kann nicht hinkommen, es tut mir Leid Chester"
"Bitte Mike.... ich flehe dich an" seine Stimme raubte mir meine Nerven, sie klang so Verzweifelt und Ängstlich. Am liebsten würde ich sagen >Ich komme sofort< nur damit es ihm besser geht aber das kann ich nicht, sie würden mich gleich wieder rauswerfen.
"Ich würde ja gerne kommen, aber die Schwestern im Krankenhaus verbieten es mir... Ich komme morgen ganz Früh, ich verspreche es."
"Ich will das du jetzt aber kommst...." seine Stimme war schon fast weg, von den Tränen überspühlt.
"Chazy, es geht nicht. Du mußt die Nacht ohne mich auskommen." versuchte ich ihm zu überzeugen
" Das will ich aber nicht"
"Sieh mal... auch wenn ich weg bin, bin ich doch bei dir... denk mal an die Kette? Sie verbindet uns! Sie steht dafür das wir Geschwister, Zwillinge sind, das wir einfach zusammen gehören. In deinem Herzen bin ich doch immer bei dir..." es wurde kurz still dann meinte er
" Du hast ja Recht... die Kette verbindet uns...trotzdem wäre ich froh wenn du richtig hier wärst."
"Ich weiß, ich weiß. Aber ich komme morgen schon ganz Früh..."
"Ja OK." Entgegnete er mir
" Dann wird ich jetzt mal aufhören."
"Ja.... ach und Mike, schlaf gut"
" Du auch... denk dran was ich gesagt habe" damit beendete ich das Gespräch und legte das Handy beiseite.
Wieder dachte ich nach, darüber was gerade passiert ist und was ich so von mir gegeben hatte.

Ich wäre wirklich zu gern ins Krankenhaus gegangen und hätte meinen Bruder getröstet doch das konnte ich ja nicht. Und es stimmt auch wenn wir mal nicht zusammen sind, sind wir irgendwie zusammen. Ich sah zu meiner Kette und betrachtete sie. Kurz lächelte ich. Dann legte ich mich endlich schlafen und wie durch ein Wunder konnte ich nun einschlafen.
Am nächsten Morgen wachte ich schon ziemlich zeitig auf und begab mich ins Bad um mich zu waschen und umzuziehen. Fertig lief ich in die Küche, nahm mir was zu Essen und ging aus dem Haus. Schließlich habe ich Chazy versprochen so zeitig wie möglich dort zu sein. Und was ich verspreche das halte ich auch. Mein Weg führte durch einen Park, von weitem sah ich ein paar Rechte die geradewegs auf mich zu stolzierten. Um so näher sie kamen, um so mehr erkannte ich sie. Es waren 2 Kerle und eine Lady. Die auch ziemlich rechts angezogen war. Alle drei waren sie auf meinem College. Ich hoffe nur die schleppen mich jetzt nicht mit dahin... dann hab ich ein echtes Problem. Die drei waren bekannt, wenn sie mal jemand unterwegs fanden, ihn bis zu Schule mitzuschleifen und ihn dann dort dann in den Mülleimer zu verfrachten.
Doch wie es kommen mußte, packten sie mich und zogen mich in Richtung College. Dort angekommen, liefen sie sofort in Richtung Papierkörbe. Sie warteten bis die Lehrer sich verzogen haben und wollten das übliche anfangen. Wehren konnte ich mich nicht Richtig.
„He ihr... laßt ihn los“ schrie einer, es war Joe und die anderen... sie stolzierten direkt auf uns zu.
„Willst du was?“ fauchte er ihn an
„Ja... ich will das du ihn runterläßt“ fauchte Joe ebenso entgegen. Nach paar Sprüche die hin und her flogen, setzte mich der typ wieder auf den Boden und verschwand.
„Danke Leute“
„Schon OK.“ Ich hörte wie die Schulklingel ertönte. Oh Shit! Nein, ich muß dringend ins Krankenhaus. Ich machte kehrt und rannte aus dem College.
Hoffentlich ist er nicht Sauer. Man bis ich da bin vergehen noch gut 30 Minuten....

Chaz's PoV

Nach dem Telefongespräch mit Mike ließ ich mich wieder ins Bett fallen.
Während des gespräches saß ich auf diesen.
Meine wangen waren vom vielen weinen nass und es brachte nichts diese weg zu wichen da immer wieder neue ihren weg über mein gesicht fanden.
Ich blickte auf die uhr die über der zimmer tür hing.
Gerade mal 20 vor 3 uhr.
Ich kamm mir so hilflos vor...
So allein gelassen mit meiner angst...
Ich nahm meine kette vom hals ab und betrachtete sie lange.
Denn anhänger fest in meiner hand.
Ich blieb die ganze nacht wach, aus angst es könnte jemand kommen und mir schaden zu fügen.
Was soll nur aus mir werden?
Ich habe keinen schulabschluss oder irgentwas der gleichen.
Ich musste ja mitten in der 10ten klasse die schule abbrechen.
Und jetzt bin ich zu alt und unerfahren um in eine weiter führende schule zu kommen.
Ich bin halt nur ein kleines, dreckiges, gebrauchtes, dummes ding...
Nicht mehr und nicht weniger...
Plötzlich ging die tür auf.
Erschrocken fuhr ich zusammen.
Ein gut gelauntes "Guten Morgen." tönte in mein ohr.
Durch das grelle licht was auf ein mal an geschlaten wurde und jetzt denn raum durch fultete kniff ich die augen zusammen.
"Wie geht es ihnen denn?" zaghaft öffnete ich wieder meine augen und erkannte eine der schwestern die letzte nacht bei denn untersuchungen dabei war.
Ich bekam keinen ton raus.
Schaute sie einfach nur entsetzt an.
Ich antwortet nicht auf ihre frage.
Sie ging zu meinen tropf an dem ich ja immer noch an geschlossen war und schloss eine neue flasche an.
Da die andere bereits leer war.
"Wofür ist das eigentlich?" fagte ich leise.
" Das sind hauptsächlich Vitamine nährstoff und Mineralien. Halt alles was der körper so braucht. Sie bekommen das weil sie ziemlich abgemagert und man nach den bluttest zu folge mangel erscheinungen dieser stoffe haben."
"Ach so." endgegnete ich nur.
"Ich bringe ihnen gleich ihr frühstück. Um 11 uhr kommt ein phychologe zu ihnen. Ihre eltern haben an gegeben das sie bereit sind sich einer Therapie zu unter ziehen." ich nickte dann verschwand sie auch schon wieder aus dem zimmer.
Ein blick auf die uhr verriet mit das es kurz nach 7 war.
Ich hoffe blos das Mike bald kommt.
Ich kann nicht länger alleine bleiben, dann drehe ich föllig durch.
Nach einer weitern viertel stunde öffnete sie erneut die tür und rein kam wieder die schwester mit einen tablett in der hand. Sie stellte diesen auf denn kleinen nacht tisch neben mir ab, wünschte mir noch guten Appetit und verschwand wieder.
Ich schaute mir das essen an.
Ich hasse dieses krankenhausfutter.
Das ist so widerlich.
Aber durch denn hunger denn ich in meinen magen verspürte schluckte ich doch ein paar bissen runter.
Mike war immer noch nicht da.
Wo bleibt er blos?
Er hatte mir doch versprochen so schnell wie möglich bei mir zu sein...
Müde legte ich mich auf das bett und starrte an die decke.
Nach einiger zeit schlief ich ungewollt ein.
Die müdigkeit war stärker als mein wille wach zu bleiben...

Als ich nach zwei stunden wieder wach wurde blickte ich mich im zimmer um.
Mike saß auf meinen bett, hatte mir aber denn rücken zu gedreht.
Hielt aber trotzdem seine hand in meiner.
Vor ihm saßen Sam und Anna, sie unterhielten sich leise bis das Sam sah das ich wach war.
"Morgen Chazy." sagte sie leise.
Sofort blickte Mike zu mir.
Auch er und Anna wünschten mir einen guten morgen.
"Morgen" sagte ich leise und schwach.
"Wie geht es dir?" fragte Mike mich etwas besorgt.
"Naja muss ja." gab ich knap als antwort.
"Mike hast du ihnen erzählt was passiert ist?" platze es einfach aus mir raus. Er schüttelte mit dem kopf.
"Nein, sie wissen nicht warum du hier liegst. Sie wissen nur das du die nase und einige rippen gebrochen hast." ich nickte leicht.
Muss ja nicht gleich jeder wissen was vor gefallen war.
Ok Sam werde ich es vielleicht erzählen aber Anna nicht.
Da es gerade mal kurz nach 10 war unterhielten wir uns die restliche zeit die uns blieb bis das der pychodoc kam.
Sam und Anna gingen dann.
Mike konnte zum glück bleiben während der doc mit der ersten terapie sitzung begann.

Mikes POV

Mit Anna, meiner Freundin und Sam ihrer besten Freundin, saßen wir am Bett von Chester. Ich saß besser gesagt auf dem Bett und hatte seine Hand in meiner. Doch war mein Körper von ihm weg gedreht. So das ich mit Sam und Anna reden konnte. Einige zeit redeten wir bis ich mitbekommen habe, das mein Bruder wach war. Bis der Psychologe kam unterhielten wir uns, dann verschwanden Anna und Sam. Ich konnte zum Glück bleiben. Der Mann im weißen Kittel begann mit der Sitzung. Er wollte alles haargenau von Chester wissen, jede Kleinigkeit. In seiner Kindheit angefangen bis hin zum heutigen Tag. Immer standen die Gefühle im Vordergrund. Gerade ist er bei unserem ersten Treffen angekommen. Er erzählte ihm das er Glücklich war mich endlich gefunden zu haben, in diesem kurzen Moment fühlte er sich Geborgen, nicht als benutzter Sklave. Doch sobald er Zuhause war, war die ganze Freude verflogen. Er war wieder der Sklave, der alles machen durfte. Sein Vater sperrte ihm sogar ins Zimmer, damit er mich nicht sehen kann. Was ihm sehr traurig machte, schließlich wollte er seinen Bruder wiedersehen. Das ging einige Tage und Wochen so bis ich vor seiner Tür stand und wissen wollte was los war. Chaz hatte nicht damit gerechnet, das sich jemand so bemüht ihn zu finden. Keiner hat sich je um ihn gekümmert und nun tat es sein Bruder.

Einige Tränen suchten sich bei der ersten Sitzung ihren Weg ins Freie, so tief saßen die Erinnerungen an seinen Vater. Die ihn von Minute zu Minuten aufzufressen schienen, wenn ihm nicht geholfen wird.
Der Arzt meinte das es richtig ist, das ich mich um ihn Kümmere, es ist auch besser wenn ich das weiter tu. Ich wäre sein einziger halt im Moment. Die einzige Person der er Momentan vertrauen schenkt. Ich sollte ihn auch nicht Enttäuschen.
>Ich werde ihn nicht Enttäuschen! Ich werde für Chaz da sein< sprach ich innerlich zu mir selbst.

Als der Mann gegangen war, blieb ich den restlichen Tag noch bei Chaz. Gegen Mittag brachte eine Krankenschwester das Mittagessen. Er muß so einen Hunger gehabt haben, in weniger als 5 Minuten war alles alle. Wo das Essen hier nicht so gut schmeckt, aber besser als gar nichts.
"Was wollen wir jetzt machen?" ich schaute Chazy an
"Wie wärs mit an die frische Luft gehen. Ich will aus diesen weißen Wänden mal raus kommen" meinte er und sprang schon vom Bett. Zog sich an und wartete auf mich.
Somit gingen wir raus, in den Park. Setzten uns auf eine Bank und unterhielten uns. Bis er plötzlich seinen Atem stockte und auf eine Stelle starte. Ich merkte wie nervös er wurde, gleichzeitig fing er auch an mit zittern.
"Was hast du?" fragte ich und nahm seine Hand. Dieser sah mich mit tränen in den Augen an und flüchtete sich in meine Arme. Beruhigend strich ich über seinen Rücken. Eine Weile verharrten wir so, bis er mich fragte
"Ist er weg?" dabei schaute er aber nicht hoch... versteckte sich weiter in meinem Shirt
"Wer soll weg sein? Chaz von wem redest du?" ich hatte keine Ahnung wem er meint
"Mein Stiefvater..." brachte er nur raus. Sein Stiefvater.... schnell schaute ich mich um und sah ihn. Wie er gerade auf uns zu Marschierte.
"Chaz er ist nicht weg, ganz im Gegenteil, er ist auf den Weg zu uns." Prompt schaute er mich an.
"Bitte lasse es nicht zu.... das er mich mitnimmt." Flehte er
"Keine sorge... du bleibst hier in meinen Armen" und strich ihm sanft über seinen Rücken.
"Na wem haben wir denn da?" meinte sein Stiefvater, als er bei uns war.
"Was wollen Sie? Ihre Anwesenheit ist hier nicht erwünscht" meinte ich grob
"Ihn will ich. Und du bist hier nicht erwünscht" er wollte nach Chester greifen, doch ich schlug seine Hand weg.
"Wagen Sie es ja nicht!" fauchte ich ihn an.
"Las das mal meine sorge sein kleiner" und packte ihn, zog ihn hoch und wollte ihn mitnehmen.
Ich ging hinterher, schlug seine Hand abermals aus Chesters und zog ihn von ihm weg. Mit ihm an meiner Hand rannte ich Richtung Eingang vom Krankenhaus. Schnell rannten wir die Treppen hoch, bis vor sein Zimmer. Wo zwei Polizisten warteten. Vor ihnen blieben wir prompt stehen.
"Was ist mit euch denn los?"
"Sein Stiefvater verfolgt uns" meinte ich panisch und schaute zur Treppe.
"Los rein mit euch ins Zimmer" wir taten was sie sagen... und waren ganz leise. Ich hörte wie draußen jemand mit einem anderen Mann spricht, dann war es ganz leise. Die Tür ging auf und einer von den beiden Polizisten kamen rein.
"Ist er weg?" fragte ich sofort.
"Ja... deswegen will ich mit Chester reden" dieser befreite sich aus der Umarmung und sah ihn an. Hielt aber immer noch meine Hand fest.
" Da ihr Stiefvater hier in diesem Krankenhaus ist, hat der Chef des Hauses veranlaßt das Sie einen Privaten Schutz bekommen. Damit Sie sich in Ruhe erholen können"
"Vielen Dank" meinte Chaz und sah mich kurz darauf an. Der Mann nickte und ging wieder raus.
"Bleibst du trotzdem? Bitte..." ich nickte und er legte sich ins Bett. Man merkte ihm an, wie Müde er war...
"Schlaf ruhig etwas, ich bin hier..." er nickte und schloss kurz darauf die Augen. Ich saß neben ihn am Bett und hielt seine Hand.
Irgendwann muß ich doch dann eingeschlafen sein, denn als ich wieder wach wurde, standen unsere Eltern im Raum und redeten mit Chester. Der auch wieder wach war. Ziemlich verschlafen schaute ich sie an.
"Na bist du auch wieder wach?" grinste mich Chaz kurz an. Ich nickte nur und rieb mir meine Augen.

Chaz's PoV

Ich saß mit Mike auf einer Bank im Park der an das Krankenhaus grenzte.
Wir unterhielten uns über alle möglichen dinge.
Mein Blick schweifte über das Gelände.
Bis ich nicht al zu weit entfernt von uns meinen Stiefvater entdeckte.
Für einen Moment hörte ich auf zu atmen fing an zu zittern und wurde nervös.
Ich merkte wie sich tränen in meinen Augen bildeten.
Wieso kann er mich nicht in ruhe lassen?
Ich habe ihm doch nichts getan.
Wieso muss er mich so quälen?
"Was hast du?" riss mich Mike aus denn Gedanken und nahm meine Hand. Ich blickte ihn mit traurigen augen an.
Dann flüchtete ich in seine arme.
Vergrub mich tief in sein Shirt.
Ich redete mir ein das mir in seinen armen nichts passieren kann.
Doch beruhigte mich diese Vorstellung nicht wirklich.
Ich spürte wie Mike mir immer wieder beruhigend über denn rücken strich.
Nach einer weile fragte ich ihn ob er weg währe.
Doch Mike wusste an scheinend nicht von wem ich spreche.
Aber ich hatte mir das doch nicht ein gebildet.
Ich habe ihn ganz deutlich gesehen.

"Mein Stiefvater..." sagte ich knapp ohne ihn an zu schauen.
Zu viel angst hatte ich davor das er dann vor mir stehen würde...
Mike sagte mir das er noch nicht weg war, sondern im gegen teil zu uns käme.
Erschrocken schaute ich nun auf.
Ich flehte Mike an das ich nicht mit meinen Stiefvater mit will.
Das ich bei ihm und meiner richtigen Familie bleiben wollte.
Mike versicherte mir das er bei mir blieben würde.
Doch wirklich beruhigen konnte er mich dadurch nicht.
Ich kannte diesen Unmensch nur zu gut, und ich wusste zu was er fähig war.
Mittlerweile war mein Stiefvater bei uns.
Ich bekam aber nicht genau mit was sie redeten.
Er wollte mich wohl irgendwie an fassen doch Mike schrie ihn an.
Dann spürte ich wie ich von Mike weg gezogen wurde.
Mit verheulten Augen schaute ich in das fies grinsende aber zu gleich auch wütende Gesicht von meinen Vater.
Er zog mich nahe an mich rann und flüsterte mir zu.
"Wenn wir zu hause sind wirst du deine gerechte strafe schon noch bekommen. Und jetzt komm mit." er schleifte mich hinter sich her.
Doch Mike löste seinen griff von meiner Hand, packte mich und rannte mit mir weg zurück ins Krankenhaus.
Dort sofort hoch in mein Zimmer.
Ich wusste das er uns folgt.
Vor meinen Zimmer standen zwei Polizisten.
Mike redete irgendwas mit ihnen.
Doch wieder bekam ich es nicht wirklich mit da ich mich immer wieder hektisch nach meinen Vater um schaute.
Mike und ich gingen dann in das zimmer und zusammen setzten wir uns auf das bett.
Ich vergrub mein gesicht wieder in Mike's shirt und weinte leise weiter.
Tausende von meist brutalen und demütigen Gedanken schossen mir durch denn Kopf was wohl passiert währe wenn ich mit ihn gemusst hätte.
Das Geräusch als die tür auf ging ließ mich zusammen zucken.
"Ja...deswegen will ich mit Chester reden." meinte eine mir fremde person.
Vorsichtig löste ich mich von Mike und sah das es einer der Polizisten war.
"Da ihr Stiefvater hier in diesem Krankenhaus ist, hat der Chef des Hauses veranlaßt das Sie einen Privaten Schutz bekommen. Damit Sie sich in Ruhe erholen können"
"Vielen Dank" sagte ich leise. Dann verschwand er schon wieder.
Ich bat Mike bei mir zu blieben während ich schlief.
Was ich auch dringend brauchte nach der langen nacht.
Nur kurze zeit später war ich fest am schlafen.
Nach gut drei stunden wurde ich wieder wach da die tür auf ging.
Erschrocken blickte ich in die richtung und sah meine eltern die rein kamen.
Ich blickte neben mir am bett wo Mike mit denn kopf auf meinem bauch lag und tief am schlafen war.
Vorsichtig legte ich ihn so das ich mich auf setzten konnte.
"Hy." sagten beiden und kamen auf mich zu um mich erst mal zu umarmen.
"Wir haben gehört das ihr vor hin deinen stiefvater begegnet seid." meinte mein Vater besorgt.
Traurig nickte ich und erzählte ihnen was vor gefallen war.
"Wir sorgen dafür das du so schnell wie möglich wieder nach hause kannst." sagte diesmal mum.
Ich nickte nur.
"Wir haben dir gestern neue möbel gekauft für dein zimmer. Du kannst es so ein richten wie du willst, und so bald du wieder auf denn beinen bist geben wir dir geld um neue Klamotten zu kaufen." fügte Dad noch hinzu.
"Wirklich?" fragte ich unglaubwürdig nach.
Beide nickten.
Mein gesicht zierte ein grinsen in dem moment wachte Mike wieder auf.
"Na bist du auch wieder wach?" wirklich wach schien er aller dings nicht zu sein.
Vollkommen verschlafen schaute er in die kleine runde.
"Freu dich, so bald es mir besser geht, gehen wir zwei shoppen." grinste ich ihn an.
"Hä?" fragte er nur.
Es schien so als ob er zwar körperlich wach war aber mit'n kopf noch nicht wirklich was an zu fangen wusste.
"So wie ich es gesagt habe." grinste ich ihn wieder an. Er legte nur seinen kopf wieder auf denn bett und wollte wohl weiter schlafen aber ließ ich ihn nicht.
"Komm du alte schlaf mütze lass uns was zusammen raus gehen." schlug ich vor. Mam und Dad nickten.
Ich stand auf und ging zu Mike so das ich nun hinter ihm stand.
Ich um schlung meine arme von hinten um seinen bauch und zog ihn so hoch.
"Komm frisch luft wird dir gut tun." er nickte nur und in der gleichen position gingen wir aus dem zimmer wo vor der tür immer noch die zwei poliz standen.
Etwas merkürdig schauten sie mich an.
Ich ginste nur und versuchte weiter richtung aus gang zu gehen, was aber nicht wirklich einfach war, da Mike mir ja die sicht versperrte.
Ich fühlte wie er seine hände auf meine legte und sie leicht streichelte.
Grinsend dreht er seinen kopf so weit es ging nach hinten um mich an sehen zu können.
Ich ließ ihn los und ging halb um ihn rum so das ich nun vor ihm stand.
Einig augen blicke sahen wir uns einfach nur an bis ich ihn mit einen fetten grinsen auf denn lippen fragte.
"Lust auf ein Eis?" er grinste genauso zurück und wir beide drehten uns gleich zeit zu unseren eltern die das ganze mit bekommen hatten.
Etwas skeptisch schauten sie uns an gaben aber dann ihr ok.
So gingen wir runter in die Cafeteria wo es auch eis gab.
Viel war nicht los so das wir uns ungestört in einer hintern ecke setzen konnten.
Wir bestellten unser Lieblingseis, unterhielten und lachten viel zusammen.

Mikes POV

Schokoeis mit viel Erdbeersouce, das ist unser Stichwort! Das erste mal, nach dem Vorfall, redet Chester wieder mit unseren Eltern. So wie es jetzt aussieht öffnet er sich auch wieder ihnen, so wie er es früher gemacht hat. Gemeinsam unterhielten wir uns bis in die späten Abendstunden. Mit der zeit hat die Kantine zu gemacht und wir waren wieder im Zimmer, in dem die Polizeibeamten saßen und Karten spielten. Mit einem grinsen setzte ich mich auf Chazys Bett und schaute ihnen zu.
"Und wer ist am Gewinnen?"
"Ich" meinte ein etwas jüngerer. Meine Mutter die mich ansah meinte
" Du kannst doch die Herren nicht einfach so stören, das gehört sich nicht."
"Was sich nicht gehört ist, das Sie während ihrer Arbeitszeit Karten spielen. Sie sollen auf Chaz aufpassen..." protzte es auf einmal aus mir raus. Wo es am Anfang noch spaßig gemeint war. Doch am Ende kam es voller Ernst rüber.
"Ich bitte dich Mike. Entschuldige dich bei den Herren..." forderte sie mich auf.
"Nein, er hat schon recht. Wir sollten eigentlich nicht spielen. "
"Ach schon gut..." meinte ich und wendete mich nun Chazy zu, der mich die ganze Zeit ansah.
"Was hast du?" fragte ich, doch bekam ich keine Antwort, nur ein hinterhältiges Grinsen. Was mich mit der zeit aufregte.
"Man was hast du?" doch wieder grinste er nur total fieß....
"Mensch Chaz, das ist nicht mehr witzig, jetzt sag es endlich... sonst verschwinde ich hier... und las dich alleine" meinte ich ernst
"na klar..... das machst du eh nicht" meinte er ziemlich sicher.
"Bist du dir da ganz sicher?" fragte ich nach.
"Ja bin ich...." und grinste wieder so. Jetzt reichts. Ich sprang vom Bett, nahm meine Jacke und ging zur Tür.
"Wo willst du hin?" fragte er auf einmal aufgeregt.
"Na raus... ich hab es dir doch gesagt"
"Bitte bleib hier...... Bitte Mikey...." flehte Chaz mich an. Mit einem grinsen drehte ich mich um und sah Chester der total betrübt auf dem Bett saß und in meine Richtung schaute.
" Du Ratte... du hast mich reingelegt...." maulte er. Mit einem breiten grinsen ging ich auf Chazy zu und wollte erneut wissen was Sache ist. Doch er behielt es lieber für sich. Später wollte ich es dann auch gar nicht mehr wissen... wer weiß was, er sich wieder gedacht hat.
Als die Krankenschwester die Bettruhe einleutete mußten wir langsam gehen. Bis wir uns verabschieden konnten dauerte es noch etwas, da Chaz wieder voll die Panik bekam. Und wollte sogar schon mitgehen. Doch konnten wir ihn überreden zu bleiben.
Als wir es doch geschafft hatten, gingen wir nach Hause.
Dort angekommen lies ich mich paar Minuten später in mein Bett fallen und war schon im Land der Träume. Mitten in der Nacht wurde ich wieder aus meinem Traum gerissen. Mein Handy klingelte, somit stand ich schwermütig auf und ging zu meiner Jackentasche, wo es noch drin war. Einen kurzen Blick aufs Display und ich wußte es war mein Bruder. Meine Uhr die direkt neben mir war verriet mir das wir es kurz nach 3 Uhr frühs haben.
"Ja...." sprach ich noch ziemlich verschlafen in den Hörer... ich mußte genau zuhören...
"Mike, ich bins"
"Ich weiß wer du bist. Was gibt es Chaz?"
"Kannst du bitte her kommen? Ich hab so verdammte ..." ich hörte wie er förmlich vor sich hin zitterte, wie von seinen Augen, Nasse Tränen, wie ein Meer herunter liefen.
" Du weißt doch das es nicht geht" gab ich ihm als Antwort
"Ich halte es aber nicht mehr aus... Bitte Mike... ich flehe dich an..... Bitteeee...." seine Stimme verschwand immer mehr in das Meer der tränen.
"Ja Ok ich komme..." gab ich nach
" Danke Mikey.... bitte beeile dich, ja?"
"Bin schon unterwegs Chaz..." damit legte ich auf und zog mir wieder meine Sachen an, lief die Treppen runter. Nahm mir den Autoschlüssel und fuhr los. Im Krankenhaus angekommen, schlich ich mich an den Schwestern vorbei, vor Chazys Zimmer angekommen, sah ich die Polizisten schlafen.
>Echt Tolle aufpasser!< machte die Tür leise auf und schloss sie genauso leise wieder
"Mike?" fragte eine Ängstliche Stimme. Kurz darauf ging eine Nachttischlampe an
"Ja ich bis" gab ich zurück. Chazy sprang vom Bett und rannte direkt in meine Arme.
"Ich dachte schon du bist mein Stiefvater..." sagte er weinerlich.
"Keine Angst... er wird dir nichts mehr tun...." und führte ihn wieder zu seinem Bett, wo wir uns drauf setzten.
Chester kuschelte sich in die Decke und ich legte mich auch sie. Seinen Kopf legte er auf meinen Oberkörper und sprach leise.
"Schön das du gekommen bist... ohne dich wäre ich hier noch verrückt geworden"
"Ist schon gut... versuch etwas zu schlafen" er kam mit seinem Kopf hoch und sah mich an
"Bitte geh nicht weg...." ich nickte und er legte sich wieder hin. Einfühlsam fuhr ich durch sein Haar bis er eingeschlafen war und mir allmählich auch die Augen zufielen.
Doch lange konnte ich nicht schlafen, da eine Schwester rein platzte und mich sofort weckte.
"Was haben Sie in dem Bett von dem Patienten zu suchen.... machen Sie das Sie hier raus kommen..." und zog mich förmlich vom Bett.
"Machen Sie doch mal nicht so einen Stress, ich bin hier, weil es Chaz.... oder wie Sie sagen der Patient da..." und zeigte auf Chazy
"...mich kommen lies... und ich bleibe jetzt auch hier." Sagte ich deutlich und setzte mich wieder aufs Bett. Doch dies beeindruckte nicht wirklich die Schwester, eher im Gegenteil. Sie kam wieder auf mich zu und riß mich abermals vom Bett, diesmal aber so das Chester neben mir wach wurde und aufschreckte.
"Was machen Sie mit Mikey?" er saß im Bett und sah mich fragend an
"Er muss Sie jetzt leider verlassen" und lief mit mir im Schlepptau zur Tür.
" Das können Sie nicht machen.... Ich will das er bleibt." Chester stand auf und kam auf uns zu. Er nahm meine Hand und schaute die Schwester an.
"Wenn er geht, gehe ich mit"
" Das können Sie nicht...."
" Das werden wir noch sehen...." er machte die Tür auf und ging mit mir raus.
"Sie können nicht einfach das Krankenhaus einfach so verlassen" schrie sie uns hinterher, doch er überhörte es. Geradewegs liefen wir auf dem Ausgang zu, bis plötzlich Chesters Behandelnder Arzt vor uns stand. Ziemlich entgeistert sah er uns an.
"Was machen Sie denn hier Herr Mothes?"
"Ich gehe nach Hause..."
"Wieso das denn?"
"Wenn Mike gehen muß, gehe ich auch... und keiner kann mich davon abbringen" der Arzt wußte wohl was dies zu bedeuten hatte und nickte.
"Gehen Sie bitte wieder ins Zimmer und schlafen Sie weiter" sprach der Arzt.
"Nur mit meinem Bruder"
"Er kann mit, ich erlaube es... aber nur dieses eine mal"
"Vielen Dank...." stammelte ich, während Chester mich wieder in Richtung Zimmer schleifte.

Chaz's PoV

Ich schleifte Mike wieder zurück in das zimmer.
Vorbei an der verdutz drein schauende schwester.
Ich ignorierte sie.
Vor meinen zimmer an gekommen sah ich das die Polizisten Mittlerweile wach waren.
Auch sie starten Mike und mich komisch an.
Wieder ignorierte ich es und ging mit ihm rein.
Steuerte direkt auf das bett zu und legte mich in dieses.
Mike sah mich an.
Er stand neben mir.
Einige zeit schwiegen wir uns an bis ich ihn mit zu mir ins bett zog.
Ich zog die decke über uns beide und kuschelte mich bei ihm ein.
"Gute nacht Mikey." sagte ich leise und schloss die augen.
"Nacht Chazy." hörte ich ihn noch sagen und fühlte wie er mich erst durch die haar und dann über denn rücken strich. Dann schlief ich ein.
Am nächsten morgen machte ich verschlafen meine augen auf.
Draußen war es schon hell.
Ich merkte das Mike nicht mehr neben mir lag.
Ich setzte mich auf und durch suchte mit meinen augen denn raum.
Doch nirgends konnte ich ihn entdecken.
Ich stand auf und ging ins bad um zu gucken ob er vielleicht dort ist.
Aber auch hier war er nicht.
Hat er mich einfach alleine gelassen?
Wie konnte er das tun?
Ich zog mich an und blickte auf die uhr.
Es war bereits 13 uhr.
Dann ging ich raus auf denn flur.
Von denn Polizisten war auch weit und breit nichts zu sehen.
Ich ging wieder rein und rief Mike auf seinen Handy an.
Er ging aber nicht dran.
Wahrscheinlich nerve ich ihn sicherlich.
So das er keine lust mehr auf mich hat.
Ich kann ihn ja auch verstehen.
Wer will schon mit so was wie mir verwand oder befreundet sein.
Wahrscheinlich ist es besser wenn ich mich nicht mehr so an ihn klammere.
Ihn einfach nur in ruhe lasse.
Ich setzte mich mit tränen in denn augen wieder auf das bett.
Warum setzte ich meinen leben nicht einfach ein ende?
Das währe doch das beste für alle.
Plötzlich ging die tür auf.
Ich blickte aber nicht auf.
Sondern starrt nur aus dem fenster.
Draußen schien die sonne.
Keine einzige wolke versperrte die sicht auf denn klaren blauen himmel.
Ich hörte das sich die person näherte.
Neben mir blieb sie stehen und packte mich am Handgelenk fest.

Erst da blickte ich auf und sah in das fies grinsende gesicht von meinen stiefvater.
Ich blickte ihn einfach nur mit leeren augen an.
Er zog mich auf die beine.
Nur um mir einige feste schläge in mein gesicht und bauch zu verpassen so das ich zu boden sackte.
Doch schnell zog er mich wieder hoch und schleifte mich zum bad.
Er schubste mich rein so das ich auf die kalten fließen viel.
Dann betrat auch er das bad und schloss ab.
Ich wusste nur zu gut was jetzt wieder kommen wird.
Doch werte ich mich nicht.
Es hatte ja eh keinen sinn...
Also ließ ich, wie so oft zu vor auch es einfach über mich ergehen.
Er riss mir meine kleider vom leib und verging sich wieder an mir.
Ich lag einfach nur so da und tat nichts.
Schrie nicht, weinte nicht, ließ ihn nur seinen spaß haben...
Als er fertig war verprügelte er mich wieder.
Meine lippe war auf gesprungen und ich fühlte wie mir das blut über mein gesicht lief.
Mein rechtes auge war so sehr angeschwollen das ich kaum was sehen konnte.
Er zog sich denn gürtel aus und drosch noch gut eine halbe stunde weiter auf meinen zerbrechlichen körper ein.
Bis man von draußen stimmen hören konnte.
Da erst ließ er von mir ab.
Ich erkannte Mike's stimme konnte aber nicht raus hören was er sagte.
Mein stiefvater deutete mir leise zu sein.
Was ich auch tat.
Jetzt konnte ich verstehen was Mike sagte.
Er war an scheinend nicht alleine da ich auch die stimmen meiner eltern und der, der polizisten vernehmen konnte.
"Verdammt wo ist Chaz denn hin?"
"Er kann nicht weit sein sonst hätten wir ihn doch gesehen."
"Er kommt bestimmt gleich wieder."
Dann konnte man hören das jemand versuchte die tür vom badezimmer zu öffnen.
"Chaz, bist du dann drin?" hörte ich Mike fragen. Mein stiefvater schaute mir in die augen.
An seinen blick konnte ich erkennen das ich lieber nicht antworten sollte.
"Chaz?" hörte ich wieder Mike rufen.
Mein stiefvater deutete mir mich an zu ziehen.
Leise tat ich dies.
Dann zog er ein Butterfly aus der tasche und hielt mir dieses an die kehle.
Er zog mich so das ich denn rücken vor ihm stande.
Er schloss leise die tür auf, machte auf und dirigierte mich aus dem bad.
Erschrocken sahen mich die anderen an.
"Einen flasche schritt und er ist tot." drohte mein stiefvater ihnen.
Keiner sagte was.
Sie schauten uns beide einfach nur an.

Mikes POV

Mit meinen Eltern und den beiden Polizisten, gingen wir wieder in Chazys Zimmer. Doch weit und breit war keiner zu sehen. Paar mal klopfte ich an die Tür, doch bekam ich abermals keine Antwort. Den beiden Polizisten war das etwas merkwürdig und als sich nach Paar Minuten die Tür langsam öffnete schlichen sie jeweils links und rechts von der Tür und versteckten sich dort. Sein Stiefvater kam mit Chaz heraus. Er hielt ihm ein Messer direkt an die Kehle, Chester der uns nur eingeschüchtert ansah, zitterte am ganzen Körper und tränen liefen über sein Gesicht. Der Mann dirigierte ihn Richtung Tür, dabei übersah er die beiden Polizisten, die sich sofort hinter ihm stellten und jeweils die Pistolen auf ihn richteten.
"Noch einen Schritt näher oder das Bürschen ist Tod" meinte sein Stiefvater und drückte die Klinge noch weiter rein.
"Am besten Sie legen das Messer beiseite... und lassen uns das nicht in einem Blutbad enden... Sie wissen genau, das wir schießen werden..." meinte der eine Polizist ernst.
"Ich lasse ihn nicht gehen, er gehört mir..." bedrückt sah ich zu Chester
"Sehen Sie denn nicht wie ihr Sohn leidet?" sein Vater wurde langsam ruhig und schien nicht mehr zu wissen was er tat. Chaz hob langsam seinen Arme und streckte seine Hand in meine Richtung aus. Meine Augen gingen noch mal zu seinem Stiefvater und dann wieder zu Chazy. Langsam ging ich auf Chaz zu.
"Mike bleibe hier" meine Eltern wollten mich zurück ziehen, doch ich reagierte nicht, wollte nur zu meinem Bruder.
Ich hob meinen Arm und streckte meine Hand nach seiner aus. Immer wieder blickte ich zu dem Mann der ihm das Messer an den Hals hielt, dieser schien immer noch nicht da zu sein. Was meine Chance war, einen letzten Schritt noch und ich nahm seine Hand in meine. Nun stand ich direkt vor beiden. Das Messer was immer noch, Chester zu bluten bringen will, nahm ich vorsichtig von seinem Hals und zog Chazy direkt zu mir. Ging mit ihm einige Schritte zurück und fuhr über seinen Rücken...
"Es ist alles Gut Chazy... du bist in Sicherheit" meinte ich, dieser nickte in mein Shirt. Die Polizisten gingen sofort auf seinen Stiefvater zu und nahmen ihn Fest, so das er nichts mehr ausrichten konnte. Kurz bevor sie ihn abführen wollten, schaute er noch mal zu Chester und meinte.
"Es tut mir alles so leid... das mußt du mir glauben..." mit diesem Satz ging er mit den Männern aus dem Raum. Meinem Bruder überkam eine Welle der Tränen, die in meinen T-Shirt landeten. Beruhigend strich ich über seinen Rücken.
"Mike... wo warst du? Du hast mir doch versprochen nicht zu gehen..." mit jedem Wort was er sprach versank seine Stimme, doch ich verstand jedes einzelne Wort. Und er hatte Recht, ich hatte ihm versprochen, bei ihm zu bleiben und was mache ich? Ich Idiot lasse es auch noch zu das er.....
"Es tut mir so Leid Chester..." murmelte ich immer wieder vor mich hin.
"Es wird wohl das bester sein, wenn du wieder mit nach Hause kommst Chazy" meinte unsere Mutter, die nun neben mir stand und Chazy über den Kopf streichelte.
"Ja, bringen wir ihn nach Hause..." sagte ich nur und setzte mich mit ihm aufs Bett. Dieser nickte, als Zeichen das er nach Hause will. Unsere Mum packte seine Sachen zusammen und gemeinsam verließen wir dann das Krankenhaus. Unser Vater wartete schon im Auto und fuhr uns direkt nach Hause. Wo für meine Verwunderung, Chazy Zimmer schon vollkommen eingerichtet war.
"Wann habt ihr das denn gemacht?" fragte ich...
"In der Zeit wo du bei Chester warst" Chazy setzte sich auf sein Bett und zog seine Füße ganz dicht an seinen Körper...
"Könnt ihr mich bitte allein lassen?" fragte er traurig.
"ja klar" meinten meine Eltern. Sie drehten sich um und gingen.
"Chazy wenn du was brauchst sag einfach Bescheid ja? Ich bin in meinem Zimmer" sagte ich, er nickte, dann verschwand ich ebenfalls aus dem Raum

Chaz's PoV

Ich saß in meinen zimmer auf meinen bett.
Ich bat meine eltern und meinen bruder mich alleine zu lassen was sie auch taten.
Kaum war die tür zu schon überkam mich ein Heulkrampf nach dem anderen.
Ich konnte einfach nicht mehr.
Warum?
Dieses scheiß warum schoss mir immer wieder durch denn kopf.
Warum hat Mike mich alleine gelassen ob wohl er mir verprochen hatte bei mir zu bleiben?
Warum tat mein stiefvater das mit mir?
Nur um seinen spaß auf kosten anderer zu haben?
Aber wenn man genau über legt hätte es auch Mike treffen können.
Es war wohl nur zu fall das er in die reich familie kam.
Genauso hätten sie mich damals nehmen können.
Dann währe Mike das alles passiert.
Aber irgendwie bin ich froh das es nicht ihn traff.
Ich wünsche das wirklich niemanden was ich durch machen musst.
Doch der preis dafür das es mich und nicht Mike traff ist hoch, zu hoch für mich.
Ich komme damit nicht mehr klar.
Es ist zu schwer für mich.
Diese schmerzen an meinen körper und in meiner seele.
Diese schmerzen die niemals verheilen werden.
Narben die mich mein ganzes leben lang begleiten.
Wenn ich doch nur irgendwie meine erinnerungen an dies schlimmen zeiten löschen könnte...
Dann währe ich glücklich.
Wenn mich nicht nacht für nacht diese träume verfolgen würden.
Diese träume die alles immer wieder und wieder in mir auf rütteln.
Ich kann es Mike einfach nicht übel nehmen das er gegangen ist.
Ok ich hätte das nicht gemacht, ich hätte und würde niemals ein versprechen gegen über ihn oder irgend jemand anderen brechen, doch er hat es getan.
In dem Mike sein versprechen gegen über mir gebrochen hatte, hat er mir wieder weh getan.
Leise seufzte ich.
Es brachte mir nicht wirklich viel darüber nach zu denken, tatsachen lassen sich halt nicht ändern.
Ein blick auf denn wecker der in meinen neuen zimmer stand verriet mir das es bereits nach 3 uhr morgens war.
Leise stand ich auf und machte das licht an.
Ich blickte mich das erste mal richtig in meinen neuen zimmer um.
Wirklich viel war noch nicht hier drin.
Halt mein erstes richtiges und eigenes bett, ein kleiner nacht tisch der daneben stand, ein großer Kleiderschrank in dem noch nicht wirklich viel drin war.
Ein großer schreibtisch mit stuhl und noch einen kleinen schrank.
Die wände waren noch kahl und sonst war auch nicht viel mehr hier drinnen.
Die schränke waren ja noch leer.
Leise schlich ich mich aus dem zimmer immer richtung Mike.
Doch meine gedanken plagten mich wieder.
Was ist wenn er mich gar nicht sehen will?
Wenn er genervt von mir ist?
Mehr als versuchen kann ich es nicht.
Ich brauche ihn doch so dringend.
Ohne ihn schafe ich es nicht.
Ohne ihn kann ich mir direkt denn Gnadenschuss geben.

Mikes POV

Den ganzen Tag kam Chester nicht aus seinem Zimmer. Ihn stören wollte ich auch nicht, wer weiß was er dann sagen würde. Somit verbrachte ich den Tag bei mir im Zimmer, einige male überkam es mich zu ihm zu gehen, doch mein Verstand meinte ich solle ihm in Ruhe lassen. Nach dem Abendbrot machte ich mich Bett fertig und schlief auch gleich ein.

*sein Traum *
Chester und ich liefen durch den Park, der direkt an unserem Haus angrenzte. Wie die tage zuvor wollten wir uns mit Anna und Sam treffen. Aber wie immer kamen sie viel zu spät. Als sie dann da waren meinten sie das sie gleich wieder weg müssten. Somit verabschiedeten sie sich von uns und gingen wieder.
„was machen wir nun?“ diese Frage wurde beantwortet, als wir Joe und Co sahen. Sie schleiften uns in eine Bar wo wir anfingen zu trinken. Einer mehr als der andere.... So war ich ziemlich schnell zu und wurde müde... so Müde das ich langsam einschlief. Joe rief immer wieder meinen Namen und versuchte mich wach zu rüteln.
"Hmm... verdammt wer nervt, ach lasst mich einfach in ruhe ich will schlafen." Schrie ich ihm entgegen und drehte mich zu Chester, dieser schaute mich entgeistert an. Kurz darauf lag ich in seinen Armen und schlief weiter....
* Traum Ende*

Aufgeweckt durch das zwitschern der Vögel, stand ich schwermütig auf. Mein Blick viel zur eigentlich verschlossenen Tür.
>hatte ich sie gestern nicht geschlossen? Ja da bin ich mir sicher....< langsam lief ich zum Schrank um mir paar Sachen raus zu suchen, immer wieder viel mein Blick auf die offene Tür.
>Wenn heute Nacht jemand hier war, wieso weiß ich davon nicht? Mh....< mit den Klamotten lief ich Richtung Bad. Machte mich dort fertig. Umgezogen lief ich zu Chesters Zimmer und wollte hinein, doch die Tür war abgeschlossen. Also klopfte ich höflich... doch es machte keiner auf, noch nicht mal eine Reaktion. Mein Klopfen ging langsam in Pochen über. In mir machte sich ein recht ungutes Gefühl breit, so als hätte ich ihn verloren, was mir nach und nach den Verstand raubte.

Chaz POV

Eher als mir eigentlich lieb war stand ich vor seinem zimmer.
Leise öffnete ich die tür und tratt ein.
Das licht war aus.
Doch das licht aus dem flur schien schwach herein so das ich erkennen könnte das Mike in seinen bett lag und wohl am schlafen war.
"Mike?" flüsterte ich einige male leise und mit schwacher stimme.
"Hmm... verdammt wer nervt, ach lasst mich einfach in ruhe ich will schlafen." murmelte er vor sich hin un drehte sich mit dem gesicht zur wand.
Das hat mir gereicht.
Ich drehte mich um und ging auf denn direkten weg in mein zimmer.
Ich hatte wieder tränen in den augen.
Ich war mir gar nicht so sicher ob er so weit wach war um zu registrieren das ich ihn geweckt hatte.
Aber das was er gesagt hatte, hatte mir mehr als nur weh getan.
Und vor allem dingen gereicht.
Nun weiß ich das ich ihn nerve und werde ihn ab jetzt einfach nur noch in ruhe lassen.
Das wird wohl das beste für alle sein.
Ich war wieder in meinen zimmer und schloss von ihnen die tür mehrmals ab.
So hatte ich einen gewissen schutz das mir auch ja niemand weh tun würde.
Ich legte mich so auf mein bett das ich meine beine so dicht es nur ging an meinen körper schmiegen konnte und die arme drumherum schlang.
So lag ich noch eine weile, zitternd und leise weinend da bis ich in einen leichten schlaf viel.

Am nächsten morgen wurde ich durch ein hämmern an meiner tür unsanft aus meinen alptraum geplagten schlaf gerissen.
"Chaz? Hy Chaz alles klar bei dir? Bitte mach doch endlich die tür auf." hörte ich Mike verzweifelnd schrein. Doch regte ich mich nicht. Mir kam die gestrige nacht wieder in denn sinn.
Nein.
Nein ich werde ihn nie wieder mit meinen problemen belasten.
Das schwor ich mir.
Auch wenn es mir schwer fällt da ich das dringend Bedürfnis hatte mich mit ihm zu unterhalten.
Mit jemand anderen konnte ich das einfach nicht.
Aber ich nerve ihn ja.
Auch wenn er es nicht zu geben würde.
Das gestern nacht war ja beweiß genug für meine vermutungen.
Ich schaltete das kleine Nachttischlämpchen neben mir ein da es im raum stockdunkel war.
Durch die plötzliche Helligkeit kniff ich es Reflexartig die augen zusammen.
Mike hämmerte immer noch wie ein wilder gegen die tür.
Nur langsam gewöhnten sich meine augen an das licht.
Schwerfällig kroch ich langsam aus meinen schönen warmen bett und schlich zur tür.
Ich schloss auch und öffnete diese.
Mike sah mich traurig und besorgt an.
Ich sagte nichts und ging einfach an ihm vor bei richtung bad.
Mike folgte mir.
"Hy Chaz, was hast du denn?" fragte er besorgt. Doch reagierte ich nicht und ging einfach zu meinen ziehl und schloss mich abermals ein.
Mike klopfte wieder an die tür.
"Chaz verdammt was ist mit dir los? Ich will dir doch nur helfen." rief er immer wieder.
Ich ruschte an der tür hinunter und zog meine kniee so nahe an mich rann das es schon weh tat.
Doch ignorierte ich den schmerz.
Nun hörte ich auch die stimmen von unseren eltern.

Mikes POV

Plötzlich ging die Tür auf, er schaut mich kurz an und lief ins Bad. Dort verschloss er ebenfalls die Tür.
>Mensch was hat er denn? Wieso redet er nicht mit mir?< wieder klopfte ich dagegen... so stark das sogar unsere Eltern von dem Lärm aufgeweckt sind. Diese standen nun hinter mir.
"Mike was ist denn los? Warum brüllst du hier so rum?" fragte Mum nach, und schaute mich verschlafen an.
"Ich weiß nicht was mit Chaz los ist. Er will nicht mit mir reden und ignoriert mich einfach. Und ich weiß noch nicht mal warum er das tut." Antwortete ich verzweifelt. Gemeinsam versuchten wir ihn zum raus kommen zu überreden, aber geantwortet hat er wie vorhin auch diesmal nicht.
Es dauerte nicht lange und man konnte den Schlüssel hören der sich im schloss drehte. Schon stand er vor uns, geknickt schauten wir ihn an. Doch er sagte nichts, nicht mal etwas...
Gerade wollte er zur Tür und in seinem Zimmer verschwinden, da packte ihn unser Vater und zog ihn von dort ein Stückchen weg.
"Verdammt Chester was ist mit dir los?" brüllte er auf einmal meinen Bruder an. Man merkte das er die Geduld verloren hat. So wütend wie er jetzt ist... bitte nicht.....
Ich sah nur noch wie er mit einer Hand ausholte und ihn eine Ohrfeige gab. Wir gelähmt stand ich da. Wie kann er nur? Wie kann er seinen eigenen Sohn schlagen? Und das jetzt, wo es ihm nicht so gut geht...?!
Chester stand einfach nur da, er regte sich nicht, noch nicht mal was gesagt hat er.
Unsere Eltern fingen an sich anzubrüllen.
"Sag mal geht es dir zu gut? Jetzt fängst du schon an unseren sohn zu schlagen? Was fällt dir eigendlich ein? Du siehst und weißt doch das es jetzt genug probleme mit sich rum trägt da brauch er nicht auch noch so was." fuhr sie ihn an.
"Oh gott was habe ich nur getan?" bekam er nur leise heraus.
Abermals sah ich zu Chester, er stand immer noch da und bewegte sich nicht, langsam ging ich auf ihn zu und umarmte ihn. Als Zeichen das er keine Angst haben brauch. Plötzlich stieß er mich von sich weg... Warum macht er das? Wieso ist er so Abweisend zu mir? Was hab ich denn getan?
Er ging zielstrebig in sein Zimmer. Schnell lief ich hinterher, hätte sogar beinahe die Tür im Gesicht gehabt... Mum und ich versuchten ihn zu überreden raus zukommen, doch all unsere Mühe war vergebens.
Mit der Zeit gaben wir es auf und ich lief in mein Zimmer......

Chaz POV
"Mike was ist denn los? Warum brüllst du hier so rum?" hörte ich unsere Mum ziemlich verschlafen fragen.
"Ich weiß nicht was mit Chaz los ist. Er will nicht mit mir reden und ignoriert mich einfach. Und ich weiß noch nicht mal warum er das tut." erklärte er Mum. An seiner stimme konnte ich erkennen das er leicht verzweifelt und bersorgt war.
Er macht sich sorgen um mich?
Nein das glaube ich nicht. Das ist doch wahrscheinlich nur gespielt damit ich mich nicht so mies fühle.
Aber er legt mich nicht mehr rein.
Nein das mache ich nicht mehr mit.
Ich will er einfach nicht mehr.
Am besten wird es wohl sein wenn ich wieder gehe.
So sind sie mich los.
Und Anna kann wieder nach hier ziehen.
Das muss ja auch scheiße für beide sein.
Nur weil das kleine arschloch von bruder plötzlich wieder auftaucht muss Anna hier kurzfristig ausziehen und trenne so beide.
Ich stelle einfach die ganze familie auf dem kopf.
Bringe einfach alles durch einander.
Ich bin der jenige der die probleme in diese sonst so glücklichen familie bringt.
Vorher haben sie sich doch garkeine gedanken um mich gemacht.
War ihnen scheiß egal.
Sie waren warscheinlich froh und glücklich mich nicht am hals zu haben.
Doch dann kam ich wieder.
Und mit mir die probleme.
Wahrscheinlich haben sie mich nur aus Höflichkeit und Mittleid nicht direkt rausgeworfen und so getan als würden sie sich freuen mich zu sehen.
Aber tief in mir weiß ich das es besser gewesen währe nie zurück zukehren.
Am besten wird es wohl sein das ich wieder gehe und sie einfach ihr leben, leben lasse.
Ja das werde ich wohl so machen.
Ich musste schwer schluken, neue tränen der verzweiflung und der einsamkeit kamen in mir hoch.
Ich versuchte sie zu verdrängen doch es ging nicht.
So mehr ich mich dagegen währte um so mehr kamen in mir diese gefühle er nutzlosigkeit in mir hoch.
Ich versuchte mich wieder auf zu rappeln, stark zu sein, gegen diese gefühle an zu kämpfen.
Doch war ich zu schwach, zu schwach für diese welt.
Zu schwach um mich gegen andere zu behaupten und alleine über die runden zu kommen.
Ich merkte wie ich mich wieder nach Mike's nähe sehnte.
Doch ignorierte ich es.
Ich draf ihn einfach nicht weiter belasten.
Das war nicht fair gegen über ihn.
Mike einfach alles mit auf zu drücken was ich erlebt hatte.
Damit musste ich und nur ich zu recht kommen.
Doch ob ich das kann und schaffe ist eine andere sache.
Ich entschloss mich wieder in mein zimmer zu gehen.
Dort störe ich niemanden und ich kann alleine mit diesen quälende gedanken sein.
Drausen hörte ich wie meine eltern und Mike versuchten mich zum raus kommen zu übereden.
Ich rappelte mich aber lams auf und schloss die tür auf.
Verzeifelte gesichter schauten mich an.
Da, da ist es wieder.
Ich habe wieder nur mißt gebaut.
Meine familie kummer und sorgen bereitet.
Ich ging einfach ohne was zu sagen an ihnen vor bei.
Sie versuchten auf mich ein zu reden.
Irgentwie durch mich durch zu dringen doch ich lies sie nicht.
Gerade wollte ich wieder in mein zimmer verschwinden doch Dad packte mich am arm und zog mich von der tür weg und das nicht gerade sanpft.
"Verdammt Chester was ist mit dir los?" brüllte er mich an. Er hatte wohl die geduld an mir verloren.
Jetzt fehlt nur noch das er anfängt mich zu schlagen dann ist es "perfekt".
Wieder reagierte ich nicht auf die frage.
Nun erfüllte sich meine vermutung in vorm eines deftigen schlages direkt auf mein linken auge.
Ich schaute ihn nicht an.
Als Mum sich wieder gefangen hatte fing sie an zu brüllen.
"Sag mal geht es dir zu gut? Jetzt fängst du schon an unseren sohn zu schlagen? Was fällt dir eigendlich ein? Du siehst und weißt doch das es jetzt genug probleme mit sich rum trägt da brauch er nicht auch noch so was." fuhr sie ihn an.
"Oh gott was habe ich nur getan?" bekam er nur leise flüsternt raus.
Ich stand immer noch da, konnte mich nicht bewegen, nichts sagen oder machen.
Mike schien sich auch wieder gerafft zu haben.
Denn ich bemerkte wie er langsam auf mich zu kam und mich um armte.
Doch stieß ich ihn wieder weg und ging in mein zimmer.
Die tür ließ ich laut ins schloss fallen und sperte mehr mals ab.
Doch Mum und Mike gaben nicht auf um an mich dran zu kommen.
Vielleicht liegt ihnen ja doch noch was an mir?
Vielleicht...
Ich atmete tief durch und ließ mich in mein bett fallen und schloss die augen, trotz des lärmes von meinen Eltern und Mike schaffte ich es nach kurzer zeit wieder ein zu schlafen.

Mit einen lauten schrei wachte ich wieder nach kurze zeit auf.
Ich hatte schon wieder einen alptraum...
Das mich meine eltern nur noch schlagen...
Und selbst Mike mich fertig machte.
Ich brauchte fast ne stunde um meinen heulkrampf los zu werden.
Etwas schwankend schleppte ich mich aus dem bett und ging nach dem ich mein zimmer auf geschloss hatte runter in die küche.
Ich blieb in der tür stehen und sah meine eltern samt Mike am tisch sitzen und Mittagessen.
Muss wohl doch schon später sein als ich anfangs glaubte.
Ich wollte mich gerade wieder um drehen und gehen doch bemerkte mich Mike sprang auf, drehte mich zu ihn um und schloss mich fest in die arme.
Ich erwiderte die Umarmung aber nicht.
Ließ ihn einfach machen.
Wie immer.
Ich ließ einfach alles über mich ergehen.
Ob ich es will oder nicht.
Ich sagte nichts...
Macht nichts...
Blieb einfach stumm.
Keine wieder worte gegen.
Wieder worte bedeuten nur noch mehr schmerzen als ohne hin schon.
Ich starrte einfach gerade aus.
Ohne ein bestimmtes ziel.
Einfach nur nicht jemaden ins gesicht gucken.
Doch sah ich aus dem augenwinkel das mich alle an starrten.
Ich ließ mich aber nicht drauf ein sie an zu gucken oder etwas zu sagen oder zu tun.
Ich konnte noch nicht einmal mehr hören was sie sagten.
So sehr war ich in meinen gedanken.
Ich merkte wie ich sanft gezogen wurde und mich dann jemand auf einen stuhl hin setzte.
Doch bekam ich noch nicht einmal das richtig und bewusst mit.
Starrte einfach weiter vor mich hin.
Es dauerte auch noch eine ganze weile bis ich wieder bei vollen bewusst sein war.
Etwas verwirrt schaute ich in die besorgten gesichte der drei personen um mich herum.
"Mike lass uns bitte allein wir wollen in ruhe mit chazy reden ja?" sagte Mum. Doch Mike wollte bleiben.
Am ende verließ er doch aber nur wieder willig die küche und ließ uns alleine. Was jetzt wohl kommt?

Mikes POV

Zum Mittagessen saßen wir 3 zusammen am Tisch und aßen. Essen kann man das ganze nicht nennen, höchstens ein herumgestocher. Da keiner so richtig was aß.
Während des essens merkte ich das jemand hinter mir stand, ich schaute nach hinten und sah meinen Bruder, ich sprang vom Stuhl und lief sofort zu ihm. Nahm ihn in meine Arme und drückte ihn an mich. Diesmal stieß er mich nicht zurück, erwiderte diese aber auch nicht.
"Chazy.... möchtest du etwas Essen?" fragte unsere Mutter, doch er reagierte nicht. Schien als wäre er in seiner eigenen Welt, eine Welt ohne Geschwister und Eltern... in einer Welt wo nur er Existierte.
"Chazy......" sagte ich immer wieder und sah in seine Augen, doch er starrte nur vor sich hin. Er schaute förmlich in der zeit durch mich hindurch.
>Was war nur los mit ihm? Warum ist er so Abweisend? Sonst sind wir beide doch nicht zu trennen... und jetzt? Jetzt scheint es als wolle er nichts mehr von mir wissen...<
"Mike lass uns bitte allein wir wollen in ruhe mit chazy reden ja?" meinte meine mum auf einmal. Ich verstand nicht ganz warum ich gehen sollte, er ist schließlich mein Bruder. Er streikte ich, verließ dann aber trotzdem die Küche und stiefelte die Treppen rauf. Ohne groß darüber nachzudenken lief ich in Chazys Zimmer und setzte mich dort aufs Bett. Von da an wartete ich auf ihn, doch er kam und kam nicht. Nach einer guten halben Stunde stand ich auf und lief in mein Zimmer, holte mir meinen Block und einen Stift. Lief wieder in Chazys Zimmer und pflanzte mich wieder auf sein Bett. Dort fing ich an wahllos etwas zu malen. Ohne wirklich darauf zu achten was es wird... meine Gedanken waren bei Chaz und bei meinen Eltern. Was sie wohl jetzt gerade bereden?
Etwas geknickt schaute ich mir mein Bild an.... mh.... super, jetzt zeichne ich schon zweimal Chaz und zweimal meine Wenigkeit... damit legte ich das Blatt Papier zur Seite und schaute gespannt auf die Tür... in der Hoffnung das Chaz bald kommt.
Es vergangen wieder 10 Minuten und er war immer noch nicht da, mit der Zeit lag ich auf seinem Bett und starrte an die Decke...

Chaz POV

"Chazy es tut mir unendlich leid das ich dich geschlagen habe, das musst du mir bitte glauben. Ich berreu das, wirklich!! Ich weiß ja wie viel du schon durch machen musstes und das war einfach nicht richtig von mir. Überhaupt das ich dich geschlagen habe war nicht richtig, bitte verzeih mir." bettelte mein Dad mich schon regel recht an. Ich zuckte nur mit denn schultern ohne ihn an zu sehen.
"Bitte Chazy" bettelte er weiter.
"Ja ist schon ok es gibt schlimmeres als ne ohrfeige." sagte ich gleich gültig.
Mein Dad nahm mich in die arme.
Es tat ihm wirklich leid das konnte ich spüren.
Nur zögernd erwidert ich seine umarmung.
Als wir uns wieder lösten fing Mam an.
"Was ist mit dir los? Chazy bitte sag es uns wir machen uns große sorgen um dich."
"Nein das braucht ihr nicht mir geht es gut." log ich.
"Lüg uns nicht an, du kannst es uns sagen." meinte nun Dad wieder.
Nach einigen hin und her sagte ich ihnen alles.
Alles was mir auf der seele lag.
Das ich nur eine große belastung für sie bin...
Doch das mit Mike sagte ich ihnen nicht.
Das ich ihn nerve, so wie er es gesagt hatte.
Nach gut einer stunde wollte ich wieder in mein zimmer gehen um alleine zu sein.
Doch als ich in meinen zimmer war sah ich das Mike auf meinen bett saß und wohl auf mich wartet...
Doch reden wollte ich mit ihm nicht mehr.
Eingentlich wollte ich ja auch nicht mit meinen eltern geredet haben doch um mögliche brüllerrei und eventuell schläge aus dem weg zu gehen hatte ich es trotzdem getan...

Mikes POV

Nach gut einer Stunde saß ich mal wieder und wartete immer noch vergebens auf meinen Bruder. Als er plötzlich in der Tür stand. Er schien zu überlegen was er jetzt machen sollte. Man merkte das er nicht sonderlich Lust hat mit mir zu reden...
Ich sprang auf, bevor er etwas sagen oder machen konnte. Nahm ich ihn an die Hand und führte ihn zu seinem Bett. Wo er sich drauf setzte. Ich lief noch mal zur Tür und schloß diese. Danach setzte ich mich neben ihn, nahm seine Hand und sah ihn erst einfach nur an.
"Chazy... wieso gehst du mir aus dem Weg?" keine Reaktion, er starrte einfach auf den Boden.
"Und warum redest du nicht mehr mit mir?" fragte ich weiter, meine Stimme war kaum hörbar. Mich traf es innerlich ziemlich hart. Mein Bruder redete nicht mehr mit mir und ich weiß noch nicht mal einen Grund.
"Bitte, sag mir doch was los ist?" flehte ich richtig. Doch er sagte nichts... schaute immer noch auf dem Boden.
Ich stand auf und kniete mich vor ihn, nahm sein Gesicht in meine Hand und zog ihn zu mir hoch, so das wir uns in die Augen schauen konnten.
"Chazy Bitte... sag mir doch was ich dir getan habe... es zerreißt mich dich so zu sehen, bitte Chazy." Flehte ich mit tränen in den Augen. Ich sah wie tränen sich in seinen bildeten...
"Mikey" meinte er und umarmte mich... er krallte sich richtig fest an mich heran. Nach dem wir uns lösten schaute er mich an
"Nerve ich dich? Sei bitte Ehrlich" fragte er mich.
"nein, du doch nicht. Wie kommst du denn darauf?" und sah ihn entsetzt an.
"Naja, du hast in der letzten Nacht zu mir gesagt ich soll dich nicht nerven und dich in Ruhe lassen." Gestand er
" Das hab ich niemals zu dir gesagt... also du warst in meinem Zimmer?" er nickte leicht
"warte..... hab ich so ungefähr das gesagt: "Hmm... verdammt wer nervt, ach lasst mich einfach in ruhe ich will schlafen."" Er nickte.
" Das war ein Teil von meinem Traum, das galt nicht dir sondern Joe, der mich unbedingt im Traum aufwecken wollte. Dich meinte ich da wirklich nicht." Ich erzählte ihm so den ganzen Traum.
"Also nerve ich dich nicht?"
"Chazy... du nervst mich doch nicht. Ich bin froh dich zu haben" sagte ich und nahm ihn erneut in meinen Arm.
Nachdem wir uns wieder versöhnt hatten, sah er mein Bild und betrachtete es sich.
"Ähm.... Mike, wieso hast du uns doppelt gezeichnet?" fragte er.
"Ich hab keine Ahnung, hab einfach irgendwas gezeichnet. Das kam dabei raus."
"mh....." er legte den Block weg und kuschelte sich bei mir wieder ein. Er erzählte mir alles was vorgefallen ist... bis es klingelte.
"Ich geh mal aufmachen" somit stand ich auf und lief die Treppen runter. Machte die Tür auf und was ich da sah ließ mich erneut erstarren. Aus Reflex schmiß ich die Tür wieder zu...
"Chaz..." rief ich durchs ganze Haus. Dieser kam sofort die Treppen runter gestürmt.
"Was hast du Mike?" ich war noch so Abwesend das ich nur mit den Finger zu Tür zeigen konnte. Er öffnete diese und sah sein Ebenbild und meines. Wie ich erschrak er und knallte ebenfalls die Tür zu.
"Mum....Dad....." schrie er. In dem Moment müssen die sich auch denken, was sind das denn für Idioten.
"Was schreist du denn hier so rum?"
"Sag mal, haben wir zufällig noch zwei Brüder?" fragte er
"Woher wißt ihr das? Ich wollte es euch schon länger sagen, habe aber nie den Richtigen Zeitpunkt gefunden" meinte sie
"Woher ich das weiß?" fragte Chazy.
"Mach mal die Tür auf..." sie ging hin und öffnete. Die beiden standen immer noch dort.
Chaz und ich stellten uns hinter unsere Mutter uns sahen uns die beiden an.
"ich glaube hier sind wir richtig." Meinte der Typ, der mir ziemlich ähnlich sah
"Kenji und Charlie" meinte unsere Mutter und umarmte beide. Wir sahen uns an, also Chaz und ich. Lange standen sie noch so da.
"Wollt ihr nicht rein kommen?" meinte ich und trat zur Seite. Beide traten ein, zogen ihre Schuhe aus und liefen ins Wohnzimmer. Erst dort begrüßte ich Kenji, der so aussah wie ich. Und Charlie, der Chester sein könnte. Irgendwie fühle ich mich nicht wohl bei dem Gedanken das wes zwei von mir gibt. Vielleicht habe ich auch die ganze zeit Kenji so vermißt...... NEIN! Bei ihm fühle ich nichts, rein gar nichts. Bei Chester ist es anders.....
Chester hatte es sich auf der Couch bequem gemacht, neben ihn lies ich mich fallen. Die anderen beiden setzten sich ebenfalls zu uns.
"Nun erkläre uns mal alles Mum" meinte Chaz. Wir drei nickten. Somit fing sie an mit erzählen....

Chaz's PoV

Es klingelte an der tür.
Ich löste mich von Mike da ich auf ihn gelegen hatte.
Er ging runter.
Ich schaute mir noch mals die zeichnung an.
Ob das was zu bedeuten hatte das er uns zwei mal gezeichnet hatte?
Plötzlich hörte ich wie Mike nach mir schrie.
Ich stand auf und lief die Treppe zu ihm runter.
"Was hast du Mike?" wollte ich von ihm wissen. Er zeigte nur auf die tür.
Ich sah ihn etwas verwundert an und öffnete diese.
Nur um sie nach wenigen Augenblicken wieder zuzuschlagen.
Mein gott das kann doch nicht war sein...
Zwei typen die aussahen wie Mike und ich standen auf der anderen seite der tür.
"Mum...Dad..." schrie ich durch das haus.
"Was schreist du denn hier so rum?"
"Sag mal, haben wir zufällig noch zwei Brüder?" fragte ich sie in dem Moment war ich richtig sauer auf meine Mum. Warum hat sie uns das denn nie gesagt??
"Woher wißt ihr das? Ich wollte es euch schon länger sagen, habe aber nie den Richtigen Zeitpunkt gefunden" meinte sie scheinheilig.
"Woher ich das weiß?"
"Mach mal die Tür auf..." meinte ich nur.
Sie machte dir tür auf. Beide standen immer noch dort.
Ich stellte mich hinter Mum neben Mike und sah die nur verwundert an.
"Ich glaube hier sind wir richtig." meinte der typ der wie Mike aus sah.
"Kenji und Charlie" sagte unsere Mutter fröhlich und umarmte die beide lange. Mike und ich sahen uns nur an. Konnten nichts sagen.
Wie geht das das wir noch zwei brüder haben?
Da viel mir ein das ich so was schon mal im Fernseher gesehen hatte.
Das ist aber echt wirklich selten das es so was gibt.
Zwei paar einige zwillinge die dazu noch zur gleichen zeit heran wachsen uns so auch das gleich gebursdatum haben...
Was wohl noch kommt?
Vielleicht das wir in Wirklichkeit drillinge sind?
Oder noch ein weiters zwillingspaar was älter oder jünger ist als wir??
Mittlerweile traue ich unseren eltern ja so ziemlich alles zu...
Nach einer kleinen weile meinte Mike das sie doch rein kommen sollten.
Wir begrüßten uns und pflanzten uns im wohnzimmer auf die couch.
Ich am rand, neben mir Mike, dann Charls und Kenji.
Aber komisch ist es alle mal.
Warum habe ich nie das gefühl gehabt das mir noch was fehlt?
Bei Mike war das ja so, aber bei Kenji und Charls ist diese besondere verbindung einfach nicht da.
"Nun erkläre uns mal alles Mum" forderte ich sie auf das war sie uns ja auch wirklich schuldig.
Sie atmete tief durch und begann.

"Also es war so dass, ich damals mit euch schwanger war hieß es das wir eineiige zwillinge bekommen. Aber es war nie die rede von zwei paar eineiige zwillinge. Wir Chaz und Mike ja bereits wissen hatten wir nicht sehr viel geld. Wir hatten aber gesagt das wir mit zwei noch so gerade über die runden kommen würden. Kurz vor der geburt haben die ärzte erst das andere paar entdeckt. Es lag auf der hand das wir 4 niemals durch bekommen würden. Wir hatten ja selber kaum etwas. Also beschlossen Timo und ich euch alle weg zu geben. Chaz und Mike sind die zwei erst geborenen. Deshalb haben wir beide auch zusammen in das gleich heim gegeben in der hoffnung das ihr zusammen bleiben könntet. Euch alle vier konnten wir nicht in das selbe heim geben da sie nicht genug platz hatten. Deshalb wussten auch beide heime nichts von denn anderen zwei. Kenji und charlie haben wir in einer anderen stadt unter bringen müssen da es abolut nichts zu machen war da kein einziger platz mehr frei war. Wir haben euch dann jeweils die zusammen in einen heim waren eine kette mit euren Inizialien machen lassen. Damit ihr immer was von denn anderen habt. Wir hatten ehrlich gesagt nicht mehr damit gerechnet das ihr uns finden würdet. Da es uns als eltern verboten wurde zu wissen wo ihr seid. Damit das wir euch ins heim gegeben hatten verzichtete man automatisch auf alle rechte die eltern normaler weiße haben. Wir wollten das eigentlich nicht konnten aber nichts dagegen machen. Es war für uns ein wunder als Mike und Chaz eines tages vor unsere tür standen. Und uns gefunden hatten. Als wir dann um gezogen sind haben wir die hoffnung auf gegeben Kenji und charlie je wieder zu sehen. Was uns heute ja eines besseren belehrt wurde..." gespannt hörte wir alle zu was uns unsere mutter gerade beichtete. Ich wusste nicht was ich davon halten sollte...
Wirklich nicht...
Das muss man mal erst mal in ruhe sich durch denn kopf gehen lassen.
"Aber noch mehr geschwister haben wir nicht oder?" fragte Mike sie.
"Zwei jahre später wurde ich noch mal mit einen mädchen schwanger..." sie stockte ihr kammen dir tränen das konnte man förmlich spüren.
"...Doch kurz nach der geburt ist sie an plötzlichen kinds tot verstorben... Wir haben sie Luisa genannt, sie wurde leider keine 3 wochen alt." erzählte sie traurig.
Ich atmete tief durch und sah zu Mike der mich auch nur Kopfschüttelnd ansah. Er konnte es wohl genauso wenig wie ich begreifen...
Plötzlich klingelt es wieder.
Seufzend stand ich auf und ging zur tür.
Vor mir standen Sam und Anna.
"Hy, äh ja ist gerade sehr schlecht das ihr da seid kleines familien problem..." meinte ich nur.
"Naja ob das ein probleme ist wird sich noch heraus stellen..." fügte ich leise hinzu.
"Wie was ist denn los?" fragte mich Anna.
"Schwer zu erklären kommt am besten morgen oder so wieder." meinte ich doch Anna drückte sich an mir vor bei richtung wohnzimmer.
"Ich will nur kurz mit meinen Schatz reden und das kann mir keiner verbitten denn schließlich wohne ich ja eigentlich hier." laberte sie vor sich hin auf dem weg zum wohnzimmer.
"Anna wirklich das ist keine gute idee jetzt da rein zu gehen." meinte ich nur. Sam folgte uns leicht amüsiert.
Aber alle versuche sie davon abzuhalten missglückten.

Anna machte die tür auf und erschrak.
Genauso wie Sam hinter mir die ins wohnzimmer blicken konnte.
"Oh mein gott." flüsterte beide leise.
"Ja also der, der aussieht wie Mike ist Kenji und der andere der aus sieht wie ich ist Charls unsere zwillingsbrüder." stellte ich vor.
"Kenji, Charls das sind Anna Mikes freundin und Sam eine gute freundin von uns." sagte ich und ging in mein zimmer.
Ich musste jetzt echt erst mal was alleine sein.
Das alles irgendwie verarbeiten...
Aber ich wusste jetzt schon das ich lange daran zu knabbern haben würde.
Man stelle sich vor man hat gerade mal die ersten paar nächte halb wegs friedlich bei seiner familie verbracht und schon kommt der nächste schock in vorm von zwei klonen. Wobei mein klon deutlich dicker ist als ich. Was aber auch nicht verwunderlich ist weil ich nur gut 45 kilo wiege. Da ist es nicht schwer das jemand "dicker" ist als ich.
Wobei dieser Charls nicht wirklich dick ist ehr normal gewicht so wie ich es eigentlich auch haben müsste. So 65 kilo dürften es schon sein.
Aber bei einer größe von gut 1,75 auch nicht gerade viel.
Ich schmeiße mich auf mein bett und schließe die augen.
Einfach ein schlafen und nie wieder auf wachen.
Einfach nur friedlich und ruhig langsam ins jenseints ab driften.
Das wünsche ich mir.
Ohne große schmerzen und leid.
Einfach alles hinter sich lassen und der seele denn so lang erwünschten frieden und freiheit gewährend.
Ich atmete tief ein und aus.
Dann klopfte es an der tür.

Mikes POV
Chester erklärte den beiden die Situation, zumindest wer, wer ist. Doch sahen sie immer noch ziemlich geschockt aus. Dieser verschwand in sein Zimmer.
Ich stand auf und ging auf Anna zu
„Schatz es ist wahr...“ und umarmte sie
„Mike?“ ich löste mich kurz von ihr und sah ihr in die Augen, dabei nickte ich leicht. Sie kam mit ihrem Gesicht näher und innig küssten wir uns.
Sam setzte sich in der Zeit auf die Couch und redete mit Charlie. Wenn der Typ jetzt Chaz Sam ausspannt, dreh ich durch. Ich weiß das sie was füreinander Empfinden, und ich möchte das sie später auch zusammen kommen.
„Hoffentlich will Charlie nichts von Sam...“ flüsterte ich in Annas Ohr. Diese sah kurz zu den beiden die sich vor lachen nicht mehr halten konnten.
„keine Angst das wird Sie nicht. Dafür sorge ich schon.“
„Gut da bin ich ja beruhigt.“ Und küsste sie erneut.
„Hallo Anna und Sam“ sagte meine Mum die gerade aus der Küche kam
„Hallo Viola“ meine Freundin löste sich von mir und umarmte meine Mum. Beide hatten so ein gutes Verhältnis zueinander, was mich persönlich sehr freute.
„wollt ihr etwas trinken?“
„Ja gerne.“ Sagte fast alle im Chor.
„Gut“ und verschwand wieder.
„Ich geh ihr helfen... Sam kommst du auch mit? Ich muß noch mal mit dir reden“ diese schaute etwas merkwürdig, stand dann aber trotzdem auf und verließ gemeinsam mit Anna das Wohnzimmer.
Somit setzte ich mich wieder zu den beiden. Lange schwiegen wir, bis Charlie fragte
„Wo ist eigentlich Chester hin?“
„Du kannst ruhig Chaz sagen. Er ist bestimmt oben in seinem Zimmer.... sagt mal wie habt ihr uns eigentlich gefunden?“
„Naja... wir haben in unserem heim nachgefragt und von dort haben wir die Adresse bekommen... zumindest eure alte. Als wir dann dort waren wart ihr weggezogen.“ erzählte mir mein Ebenbild.
„In der Nähe war ein Park, da wir ziemlich gerne Skateboard fahren und nicht einfach an der Rampe dort vorbei konnten, fuhren wir einige Zeit dort. Bis uns dann jemand mit Mike und Chazy angesprochen hat.... wie hieß er noch gleich?“ und schaute zu Kenji.
„Sebbi... ja ich glaub Sebbi hieß er....“
„Sebbi? Unser guter Freund Sebbi...“ antwortete ich grinsend
„Von ihm haben wir dann so ziemlich alles erfahren... ja so war das....“
„hier euer zutrinken“ schon kam Mum um die ecke und brachte uns volle Gläser. Auch Anna und Sam kamen zurück.
„Mike bist du so freundlich und zeigst den beiden bitte das Haus?“ Ich nickte... trank aber noch Zuende und schaffte dann die Gläser wieder in die Küche. Gemeinsam gingen wir die Treppen rauf... jedes einzelne Zimmer zeigte ich ihnen.

Chazys POV


"Ja?" fragte ich leise Richtung Tür gewandt
Schon standen alle meine Geschwister in der Tür.
"Das ist dein Zimmer?" fragte mich mein Klon.
"Ja ich wohne noch nicht lange hier das muss noch gemacht werden." sagte ich leise und schloss wieder meine Augen.
"Mike?"
"Hmm..."
"Sind deine zukünftige und deren Anhängsel weg?"
"Das heißt sind Sam und Anna weg und nein sind wir nicht." hörte ich Anna leicht sauer sagen.
Ich verdrehte die Augen, was aber nicht wirklich jemand mit bekam da diese immer noch geschlossen waren.
"Kenji Charls, wo wohnt hier eigentlich?" platzte er einfach aus mir raus ohne groß darüber nach gedacht zu haben.
"Bei euren Stiefeltern oder irgendwo anderes?" fragte ich weiter.
Ich öffnete meine Augen, setzte mich auf und sah sie erwartungsvoll an.
"Setzt euch." sagte ich noch bevor einer von ihnen antworten konnte.
Sie setzten sich alle zu mir aufs Bett.
Ich lehnte mich sofort an Mike.
Ich wußte das er es war da ich ihn ja an seinen Klamotten erkennen konnte.
Er schloß sofort seine arme um mich und drückte mich ganz nahe an sich.
"In Moment noch bei unsere Stiefeltern Mum hat uns aber an geboten bei euch ein zu ziehen sofern ihr damit einverstanden seid."
"Ich habe nichts dagegen." sagte Mike direkt.
"Ich auch nicht." fügte ich hinzu. Auch wenn sie mir noch nicht so ganz geheuer waren. So waren sie doch meine Brüder und ich konnte ja schlecht nein sagen.
Das würde ich auch niemals machen.
Warum auch?
Wenn ich in dieser Situation währe würde ich sehr gekränkt sein wenn meine Familie ohne ersichtlichen Grund nichts mit mir zu tun haben wollte.
Sie erzählten uns so wie es bei ihnen damals ab gelaufen war und ich was für Familien sie rein gekommen sind...

Mikes POV

Zwei lange Jahre sind seit dem vergangen, als Kenji und Charlie vor unserer Tür standen. Sie Leben nun mit ihren Freundinnen in der Nachbargegend. Kenji ist mit Anna zusammen gekommen, nachdem Chester und ich spurlos verschwunden waren...
Charlie ist mit Kate zusammen, eine Freundin von Fussel und Lida. Lida, ihr bin ich bei dem verschwinden näher gekommen, doch erst als ich meinen Bruder mit meiner Freundin umknutschen sah interessierte ich mich erst richtig für Lida. Mit ihr und Fussel zusammen wohnen wir nun in einer Richtigen Wohnung, nicht wie damals in einem heruntergekommen Quartier.
Jeden Tag gibt es eigentlich Fun, doch ich habe ihn nicht wirklich. Seit Chester kurz nach unserem heftigen Streit verschwunden ist, habe ich ihn nicht wieder gesehen.
Dieses war vor zwei Jahren im Winter. Keiner weiß wo er ist... das einzige was wir vermuten ist, das Sam mitgegangen ist. Da sie seit dem Tag auch verschwunden und nicht auffindbar ist.
„Mike... nicht schon wieder.... es bringt doch nichts dich wieder zu ritzen...“ von einer kleinen Ecke meines dunklen Kellers schaute ich hinauf in das grelle Licht, was einen gut geformten Körper abzeichnete, es war Lidas Körper. Ihre Nietensachen stachen heraus. Sie blitzten wie die Sonne am Mittagsschein. Traurig sah sie mich an, kniete sich hin und nahm mir die Klinge aus der Hand. Mein Blick wanderte in der Zeit wieder zu Boden.

Kurz nach Chesters verschwinden fing ich wieder an mit Ritzen, dies tu ich nun jeden Tag. Es ist der Drang, nach Schmerz, der den anderen in mir für eine Winzige Sekunde vorübergehen läßt. Ohne diese kalte Klinge würde ich nicht mehr über den Tag kommen, der Schmerz ist einfach zu groß...
„mike....“ rief mich Lida wieder in die Realität zurück, erst jetzt bemerkte ich das sie mich hochgezogen hatte und gerade dabei war meine Arme zu verbinden.
Beide Arme waren wahrlich kein schöner Anblick, einer ist schlimmer wie der andere.
Langsam führte sie mich die Treppen hoch in unsere Wohnung, in der Fussel, Joe und Dave warteten.
„ Da bist du ja“ sagte Joe und half lida mich auf die Couch zu legen.
„Hast du schon wieder?“ fragte Dave der sich neben mich setzte. Alle sahen mich an und erwarteten nun eine Antwort, doch was soll ich sagen? Das ich es nicht aushalte? ... ich sagte nichts und drehte meinen Kopf weg, so das ich die anderen nicht mehr anschauen musste.
Es tut mir so Leid, immer machen sie sich sorgen um mich und ich kann nicht anders als mir meine Arme immer wieder aufzuschneiden... meine Sehnsucht nach Schmerz steigt ins unermessliche.
Wieso?
Warum musste er einfach von heute auf morgen verschwinden, ohne mir etwas zu hinterlassen...
War ich ihm denn so egal?
So egal das er mich einfach eiskalt fallen lies?
In mir stiegen bei solchen Gedanken immer wieder die Tränen in die Augen, die kurz darauf den Weg ins Freie suchten. Langsam flossen kleine zierliche Tränen auf den Wangen hinab, da ich nicht wollte das sie jemand sieht wischte ich sie schnell beiseite, stand auf und verkroch mich in meinem Zimmer.
Meine Füße trugen mich zu einer Kiste, die Früher mal Chaz gehörte. In dieser bewahrte ich nun meine Klingen auf. An mir haben durfte ich sie nicht, da die anderen sie mir sonst wegnehmen würden.
Leise öffnete ich sie, nahm mir eine scharfe und schloss es wieder. Ging zu meinem Bett und setzte mich darauf. Einige Sekunden schaute ich mir den Übeltäter an... so ein kleines Ding kann solche Auswirkungen haben... das ist kaum zu glauben...
Ich wickelte die rechten Arm ab, schaute nochmals mir die Klinge an, bevor ich ansetzte und sie tief ins Fleisch schnitt....
Chesters POV

Langsam wird die Terrassentür geöffnete, mein Blick geht zu dieser und meine Augen erkennen Sam, wie sie in der Tür steht.
„Bist du soweit?“ leicht nickte ich und wendete mich wieder dem etwas vor mir zu. Vor mir lag eine kleine Kiste, mit sämtlichen Sachen die ich je von Mike bekommen hatte, oder die mich an ihn erinnerten. In dieser Kiste lag auch ein Brief, den ich nur mit großer Überwindung schreiben konnte.
Zwei Jahre sind seit dem vergangen, als wir uns im Streit trennten, besser gesagt ich mich aus dem Staub machte. Ich wollte nicht mehr abhängig von ihm sein und mein eigenes Leben auf die Reihe bekommen. Am Anfang sah es ganz und gar nicht danach aus, eher im Gegenteil, man hätte echt denken können ich gehe aufs schlimmste zu Grunde. Mike war im ganzen leben meine einzige Stütze, die ich am Ende verlassen hatte... bis Sam Richtig in mein Leben trat, ohne sie hätte ich den schweren verlust von Mike bestimmt nicht überstanden. Ihr war ich mehr als Dankbar.

Meine Augen starrten auf die Sachen, die wir gleich zur Post bringen. Schon lange wollte ich es zur Post bringen und es ihm schicken, somit konnte ich dann erst recht mit dem Kapitel Vergangenheit abschließen, doch wollte ich das wirklich? Ich schüttelte mit meinen Kopf ziemlich wild. Doch es brachte nichts das wußte ich, wer weiß was Mike jetzt macht, er hat mich bestimmt schon längst vergessen und lebt sein Leben weiter. Ich muss es ihm gleich tun und mein Leben weiter Leben, ich darf nicht alles wieder wegwerfen, was ich mir jetzt aufgebaut habe...

Das Paket in der Post abgegeben und wieder Zuhause angekommen verzog ich mich auf der Stelle in einen kleinen dunklen Raum. Schloss die Tür so ab das von draußen keiner rein kommen konnte. Jetzt waren alle Sachen die ich je von Mike und mir hatte auf dem Weg zu ihm... nun hatte ich nur noch die kette, die mich an ihn erinnert, die ich nie hergeben werde. Mit meinen Händen machte ich diese ab und las die Innenschrift des Anhängers. Als Jugendliche hatten wir unsere ketten getauscht, damit wir immer eine erinnerung an uns haben. Lauter schöne Erinnerungen kamen in mir wieder hoch, was wir alles durchlebt haben. Wieder merkte ich das er mir aus unendliche fehlte. Die sehnsucht meinen Bruder wieder zu sehen und ihn wieder in die Arme zu nehmen drang immer mehr durch. Egal wie sehr ich es versuchte es zu ignorieren, es half nichts, ich hatte keine Chance dagegen anzukämpfen. Ohne das ich es wirklich wahr nahm, wählte ich Mikes Handynummer. Sam hatte damals und auch heute immer gewusst wo er lebt und welche nummer er hat, sie hat alles auf einen Zettel geschrieben falls mal ein wichtiger Notfall kommen würde, wie das ich Blut oder sowas brauche....
Erst als es am anderen ende tutete, war ich wieder hellwach und bemerkte was ich hier tat.
„hallo“ nahm eine männliche Stimme ab, die ich später als Mikes Indefizieren konnte.

Flashback
„Hau doch ab“ schrie Mike mir entgegen. Ich drehte mich um, laufe traurig und gleichzeitig Enttäuscht davon.
„Du kannst nicht vor allem davonlaufen, Chester Mothes“ hörte ich Mike noch leise sagen.
*Flashback Ende*

Mike der immer noch auf eine Antwort von mir zu warten schien, fragte erneut wer am Telefon ist., doch ich war immer noch zu perplex als irgendwas sagen zu können. Dies schien ihm zu reichen denn er legte einfach auf.
Dabei wollte ich doch mit ihm reden. Aber wieso bekomme ich meinen Mund nicht auf und sage einfach Hallo Mike.. ist das denn so schwer?
Wieder wählte ich seine Nummer um einen neuen Versuch zu wagen, wieder tutete es, bis er erneut abnahm.
„Hallo“ fragte er wie vorhin in den Hörer. Doch wieder brachte ich nichts raus, wieder war die Angst zu groß etwas zu sagen, es schnürrte mir förmlich die Kehle ab...
„Was soll der Scheiß? Machts spaß mich zu belästigen?“ sagte Mike schon etwas gereizt in den Hörer. Was auch verständlich war. Doch ich nahm es mal wieder falsch auf
„Tschuldigung“ murmelte ich, wollte gerade auflegen als ich Mike sagen hörte
„Chaz?“ dann hatte ich auch schon aufgelegt. 5 Minuten saß ich noch in dem Raum und bereute es einfach aufgelegt zu haben, aber noch mal konnte ich nicht anrufen, heute nicht...

Mikes POV

Gerade hatte ich einen Anruf, wo keiner was sagte, wie ich diese Anrufe hasse... in letzter zeit wurde das fast schon zur Normalität. Das ist echt schlimm, wenn jetzt noch mal jemand anruft bekomme ich echt dir Krise.
Kaum paar Minuten später klingelte erneut sein Handy, wie vorhin war es ein unbekannter Teilnehmer. Wieder nahm ich ab und wie schon beim vorherigen Anruf fragte ich wer denn dort sei. Doch wie gehabt bekam meine Wenigkeit keine Antwort, was mich zur Weißglut brachte. Bis ich meinen frust rausließ und die andere Person anschrie. Zurück kam nur ein
„Tschuldigung“ von einer Männlichen Stimme, die Stimme kommt mir sehr bekannt vor... es klingt wie Chesters... Chaz?
„Chaz?“ fragte ich unglaubwürdig in das Handy. Doch ich bekam keine Antwort mehr und das nächste was ich hörte war das er aufgelegt hatte.
„Na toll“ sagte ich, wieder hatte ich meinen Bruder vertrieben, wieder schnauzte ich ihn an, wo ich das überhaupt nicht wollte. Scheiße, kann ich das nicht wieder Rückgängig machen?
Da ruft er schon mal an um mit mir zu reden und ich schnauze ihn auch noch an, klasse Mike, wirklich gut gemacht.
Damit ich den Schock verdauen kann, muss ich mir erst mal etwas anzünden. Ich betone „Etwas“, ich nahm das grüne etwas, vermischte es mit etwas Tabak und drehte mir es. Nur noch anzünden, schon war es an und ich nahm einen großen Zug. Ich spürte wie mein Herzschlag schneller wurde, genauso wie mein Atem, ich legte mich auf die Wiese, auf der ich saß. Betrachtete die Wolken am Himmel, ab und zu kamen paar Punkte dazu die aber wieder verschwanden. Als sich die Wolken noch mehr zuzogen, beschloss ich nach Hause zu Lida zu gehen. Bis zu dem Haus in dem wir wohnten brauchte ich fast 20 Minuten, sonst braucht man nur 10... naja, egal. Ich schloss die Tür auf und schon kam mir Spikey entgegen, Spikey war Lidas neuer Hund. Ich kniete mich kurz zu ihm runter, streichelte ihn dann ging ich zu Lida die in der Stube war, setzte mich neben sie und küsste meine süße. Diese schaute mich an und meinte,
„mußtest du schon wieder?“ ich nickte leicht, lügen brachte nichts, denn sie sah es an meinen Augen.
„ich habe es einfach ohne nicht mehr ausgehalten. Es war so schrecklich....“ sagte ich und lehnte mich an sie
„was ist denn passiert?“
„Chaz....er hat angerufen und ich hab ihn mal wieder verkrault... immer bin ich das Arschloch was alle verkrault...“ sagte ich traurig und schloss meine Augen um wieder auf andere Gedanken zu kommen. Lida streift mir durch mein kurzes blaues Haar. Bis ich in ihrem Arm eingeschlafen bin.

Chaz's PoV

Ich schüttelte mich kurz um einen klaren kopf zu kriegen doch gelang es mir nicht...
Ob Mike auch so reagiert hätte wenn er gewusste hätte das ich es war der ihn "belästigte"?
Ich weiß es nicht.
Langsam stand ich auf ging richtung Tür und schloss diese wiederrum auf. Mein weg führte mich in die stube dort sah ich Sam die auf der couch im wohnzimmer lag.
Ihr bauch stach hervor.
Ein kleines zirrliches lächeln fuhr mir über die lippen.
Mit dem bauch sieht sie richtig niedlich aus.
Ich setzte mich am rand der couch und fuhr ihr leicht unters shirt so das ich ihren bauch berühend konnte.
Zog das shirt hoch und legte mich so drauf das ich hören konnte was da vor sich ging.
Das beruhigte mich immer etwas.
Ich bin froh das ich dass überhaubt zu stande gebracht habe.
Lange zeit habe ich mich nicht gewagt und getraut jemanden ausser Mike in irgendeiner art und weiße an mich rann zu lassen.
Sam ist die einzige ausser ihm.
Ich bin froh das ich ihr so vertraun kann und auch das sie so viel verständniss für mich auf brachte.
Wie viel scheiße musste sie schon wegen mir durch machen?
Wie viele selbstmord versuche habe ich schon hinter mir weil mir alles zu viel wurde?
Währe Sam nicht immer rechtzeitig da gewessen währe ich schon lange tot...
Jetzt bin ich um so stolzer und glücklicher in 2 monaten Vater zu werden.
Ich spüre wie Sam mir leicht über dem kopf streichelt.
Gleichzeit merke ich wie das kleine etwas in ihr tritt und boxt.
Es wird ein junge...
So viel haben uns die ärzte schon sagen können.
Bis jetzt läuft die schwangerschaft meiner liebsten ohne große probleme.
Ich freu mich richtig auf's kind.
Will um jeden preis bei der geburt dabei sein.
Will mich nur noch meiner kleiner familie kümmern.
Für sie da sein.
Ich werde dem kleinen all das geben was ich nie bekommen habe.
Eine richtige famile, liebe zu wendung, für sorge, ich werde einfach für ihn da sein mich um ihn kümmern.
Werde mit allen mitteln verhindern das es ihm auch nur im ansatz so schlecht ergehen wird wie es bei mir der fall war.
Auch wenn es manchmal hart werden wird.
Ich werde versuchen ihm alles zu geben.
Auch wenn nicht immer matteriel da wir nur wenig geld haben.
Aber an sonsten wird ihm und auch Sam an nichts fehlen.
Ob Mike auch nur im ansatz ahnt das er bald Onkel wird?
Ich wünschte mir so sehr er könnte jetzt bei mir sein...
Aber stadt dessen bin ich noch nicht mal in der lage überhaubt einen ton raus zu kriegen wenn ich mit ihm telefonieren will...
Die schuld gefühle über wiegen wieder.
Ich komme mir so dreckig, benutz und nutzlos vor.
Ich stehe auf und gehe wieder in die kleine kammer.
Da habe ich eine kleine box in der wichtige sachen von mir drin sind.
Ein fertiges aus papier ähnlichen etwas hole ich hervor.
Um es gleich danach an zu zünden.
Der grünliche und braune inhalt fängt direckt an zu qualmen und glüht vor sich hin.
Immer wieder nehme ich tiefe züge und lasse es einfach auf mich wirken.
Ich weiß das es eingendlich nicht gut für mich ist aber ich komme nicht davon los.
Zu lange nehme ich das zeug schon.
Es hilft mir in dem moment auch so sehr das ich es garnicht dran geben will...
Ich kann alles leichter nehmen als es ist.
Die problem sind für eine kurze zeut einfach wie weg.
Nie da gewessen.
Aber leider geht auch der beste trip mal zu ende...

Mikes POV

Durch Spikeys Gebell wurde ich wieder wach. Ich lag immer noch auf der Couch, Lida war nicht mehr bei mir. Schwerfällig stand ich auf und begab mich auf der Suche nach ihr. Kaum stand ich auf dem Flur, hörte ich sie reden, da keine Stimme Antwortete musste sie telefonieren. Leise ging ich auf sie zu. Ihr Stimme klang traurig und wenn ich genauer hinhörte, wusste ich das es um mich geht. Doch mit wem telefonierte sie?
Mit meinen Geschwistern? Charlie und Kenji? Oder gar mit Chazy? Die Neugier wurde immer größer, ich öffnete die Tür und stellte mich hinter Lida, die ich auch sofort umarmte. Etwas zuckte sie zusammen und schaute mich dann an.
„Mit wem telefonierst du?“ fragte ich sie.
„Mit Sam“ Sam?
„....“
„Ja er ist hier... warte ich geb ihn dir kurz“
„Sam möchte mit dir reden“ und schon drückte sie mir den Apparat in die Hand.
„Hallo Sam“
„Hi Mikey. Wie geht’s dir?“
„Weißt du doch... nicht besonders. Und dir?“
„Naja, könnte auch besser sein... Ich habe gehört, das du nur mißt anställst? Mike, ich sag es dir im Guten das bringt nichts. Chester wird es mit Sicherheit nicht erfreuen wenn er das später erfährt...“
„Kann schon sein, doch er ist nicht hier.... überhaupt weiß ich nicht mal ob er lebt. Vielleicht war das Gespräch vorhin nur Einbildung....“
„Was für ein Gespräch?“
„Ach nichts..... ich muss jetzt schluss machen.“
„Bau bitte keinen mißt mehr und las die Drogen, Drogen sein...“
„Bye“ und somit legte ich auf.
Samantha weiß doch gar nicht wie es ist am Abgrund zu stehen und jeden Moment hinein fallen zu können.
Den Gedanken weiter zu vertiefen hatte ich nicht wirklich Zeit denn Lida riss mich mal wieder aus meinen Gedankengängen.
„Mike.... gehst du mit Spikey raus?“ etwas verdutzt schaue ich sie an und nicke anschließend. Etwas frische Luft wird mir mit Sicherheit gut tun.
„Komm Spikey“ ich schnappte mir Vorsichtshalber eine Leine und das Halsband, dann ging es auch schon los. Kaum waren wir aus der Haustür raus, verschwand Spikey kurz ins Gebüsch und schnupperte dort. Ich zündete mir in der Zeit eine Kippe an und zog genüsslich an dieser.
„Spikey“ rief ich kurz, das er kommen sollte. Und er hörte aufs Wort. Somit gingen wir die Straßen entlang. Spikey lief ganz brav neben mir, an die Leine brauchte ich ihn aber nicht nehmen. Diese hielt ich also in der Hand, die kurz darauf aber im Rucksack verschwand.
Wir beide gingen durch den großen Park, der an der Wohnung anschloss. Am Ende des Parkes liefen wir über die Straße und dann eine kleine verschmutzte Gasse entlang. Am Ende von dieser angekommen konnte man einen kleinen Park sehen, der unser Ziel war. Dort war wie durch ein Zufall kaum einer. Vielleicht trauten sich da auch nur nicht alle Leute hin, weil sie denken das sich da Penner oder so aufhielten. Was aber nicht wirklich der Fall war.
Dort in dem Park gingen wir zu unserem Stammplatz. Wo wir fast immer waren, egal ob zu zweit oder gar mit anderen, Spikey wußte schon wenn es rausgeht, das wir mit hier vorbei kommen würden.
Ich lies mich auf die Wiese nieder und kramte in meinem Rucksack nach meiner Schachtel. Diese holte ich heraus, suchte mir alles zusammen und bastelte mir einen Joint. Kaum war er fertig zündete ich ihn Sehnsüchtig an...

Chaz POV

Langsam wache ich wieder aus meinem zu realen Traum auf. Er war so, als hätte ich das alles selber gerade erlebt...
Mühsam stehe ich auf und gehe in die Küche, wo Sam am Herd stand. Langsam bewege ich mich auf sie zu und lege meine Arme um sie, mein Kopf sinkt auf ihre Schulter, mit den Augen blicke ich über ihre Schulter.
„Bist du auch wieder wach“ fragt sie liebevoll und ich nicke leicht.
„Ich habe vorhin mit Lida telefoniert.“ Sprach sie nach einer kurzen schweige Minute. Verwirrt und gleichzeitig Neugierig sah ich sie an. Denn ich wußte das sie was über Mike weiß. Das ich natürlich so schnell wie möglich wissen wollte.
„Was hat Sie denn gesagt?“ ich lies Sam los und sie drehte sich zu mir. Mit einem traurigen Blick sah sie mich an. Ihre Mimik verriet mir schon so gut wie alles.
„Was ist denn? Ist etwas mit Mike?“ Sam schwieg immer noch, langsam machte ich mir echt Sorgen... Was ist nur mit ihm?
„Sam, nun sag schon“ bettelte ich weiter, Sam drehte sich wieder zu den Küchenmöbel und fing dann ganz leise an mit reden.
„ Mike.... ihm geht es total dreckig...“ flüsterte sie.
Warum geht es ihm denn schlecht? Ich dachte immer er sei Froh das ich weg gegangen bin...
„Warum?“ Das war die Frage, die mir Momentan im Kopf rum schwirrt, schließlich hatte er alles was man sich wünschen kann. Deswegen verstehe ich nicht wirklich was mit ihm ist...
„Mensch Chazy, du weißt warum..... die ganzen Jahre wo wir nun hier sind, ist dein Bruder in ein richtiges schwarzes Loch gefallen. Man kann sagen er lebt nur noch um an Drogen zu kommen“ flüstert sie nun mit tränenerstickende Stimme.
WAS? Mike? Mein Mike, nimmt Drogen? NEIN! Das kann nicht wahr sein.... doch nicht weil ich einfach abgehauen bin.... was hab ich da nur angerichtet?
„Das ist jetzt nicht dein ernst oder?“ bitte sag mir das dies nicht wahr ist..... bitte.... doch es war wahr, denn Sam nickte leicht.
„Shit.“ Das wollte ich nicht... ich wollte nicht das er mit den Drogen anfängt....
„Ich hab mit ihm geredet...“ sprach sie weiter und drehte sich wieder zu mir. Tränen liefen an ihrer Wange entlang. Mit dem Handrücken wischte sie sich diese weg.
„Was hat er gemeint?“
„Das du nicht bei ihm bist und das er nicht mal weiß ob du überhaupt noch lebst. Schließlich weiß er nicht das du mit mir zusammen bist, geschweigedem wo wir uns aufhalten.“ Ich sollte wirklich mal mit ihm reden, ihm wenigstens sagen das er sich keine sorgen machen brauch und das ich mit Sam zusammen bin.... aber wo wir wohnen auf keinem Fall. Sonst steht er vielleicht noch hier vor der Tür.
„Chaz, es ist vielleicht besser wenn du ihn mal anrufst“ ich nicke leicht und setze mich auf einen der Stühle.
„Wir müssen etwas tun.... sonst liegt er bald unter der Erde. Lida meinte das er nur noch das Zeug zu sich nimmt, damit er alles vergißt...“ wieder nicke ich leicht, mit meinen Gedanken war ich bei Mike. Und entschuldigte mich in Gedanken bei ihm, für all die Sorgen die ich ihm angetan habe. Ich wollte das doch nicht.. nie wollte ich ihm so weh tun, doch hab ich es getan.
Automatisch ging es mir jetzt auch schlecht, ich stand auf und verschwand mit meinem Handy aus der Wohnung. Lief die Straße entlang, stieg in die Straßenbahn ein, fuhr etliche Stationen bis zur Endhaltestelle, wo ich dann Ausstieg. Ich war am Ende der Stadt angelangt, dort waren nur Wälder und Parks. In einen von diesem ging ich, irgendwas zog mich dort hin, automatisch nahm ich mein Handy aus meinem Rucksack und entschloss mich Mike anzurufen.
Eine Weile tutete es nur, doch dann ging er an sein Handy.
„Ja?“ fragte eine Stimme
„Mike?“
„Chazy?“ kam als Gegenfrage.
„Ja ich bin es....“ sage ich traurig. Mir kam wieder das Gespräch in den Sinn was ich vorhin gerade mit Sam geführt hatte.
„CHAZY....... bin ich froh deine Stimme zu hören...“ sagt er mit mehreren Pausen drin. Was mir schon ziemlich komisch vorkam. Während des Gespräches lief ich weiter durch den Park, bis ich einen Hund sah der gerade auf einen Jugendlichen zulief. Beim genaueren hinsehen, sah ich das er ein Handy an sein Ohr hielt und gerade einen Joint rauchte. Ich erkannte das es Mike ist, doch hundertprozentig wusste ich es nicht.
„Mike?...“ doch es kam nichts.... ich sah wieder zu dem Jungen und sah das dieser das Handy beiseite gelegt hatte und sich auf die Wiese legte.
„MIKE?“ schrie ich in den Hörer, was den Hund aufschrecken lies. Jetzt wußte ich ganz genau das er es ist... doch sollte ich nun zu ihm gehen? Nach langem hin und her begab ich mich auf den Weg zu ihm. Der Hund bemerkte mich und fing auch sofort an mit bellen, was meinen Bruder nicht wirklich Interessierte.
Erst als ich ihm den Joint aus der Hand nahm, öffnete er seine Augen und schaute in alle Richtungen, bis sein Blick an mir heften blieb.
„He was soll das? Gib mir den wieder....“ schnauzte er mich an. Doch ich blieb standhaft und verneinte. Stattdessen machte ich ihn erst einmal aus. Trotz das ich selber das Bedürfnis hatte zu rauchen, aber deswegen bin ich nicht hier. Sondern ich bin hier um mit Mike zu reden.
„Was soll das.... spinnen Sie?“ schrie er und riß mir die den Rest aus der Hand um ihn sich wieder anzuzünden.
„Nein, MIKE“ und haue den Rest aus seiner Hand. Mike schaute mich unglaubwürdig an... Sein Hund stand direkt vor mir und bellte immer mehr....
„Woher kennen Sie meinen Namen?“ Nein? Ne jetzt oder? Mein eigener Bruder weiß nicht mal wie sein bruder heißt.... das liegt bestimmt an den Drogen.... wer weiß wieviel er vorhin in den Bon getan hat.
„Ich bins.... Chaz.“ Sagte ich und kniete mich vor ihm hin. Er sah mich mit großen Augen an und fing an mit weinen und flüchtete in meine Arme.

Mikes POV

Ganz fest hielt ich den Jungen Mann in meinen Armen, ein von mir verdrängtes Gefühl kehrte zurück. Ein Gefühl was ich nur bei Chester hatte und bei keinem anderen, eine innere Verbundenheit. Als gehöre er zu mir. Für einen kurzem Moment war es so als hätte ich ihn nie verloren und nie um ihn getrauert. Doch als er sich löste verschwand alles angenehme wieder und die Einsamkeit kam wieder durch. Ich wendete mich von ihm ab und stand auf. Etwas Orientierungslos lief ich einfach los, wollte einfach wieder weg und wie immer alles verdrängen, das sich alles jetzt wenden könnte, daran dachte ich in dem Moment nicht. Ich wollte einfach nur weg.
„Spikey“ rief ich, doch er kam nicht. Somit drehte ich mich um und sah sie vor Chester liegen, Chaz selber streichelte Spikey. Ohne sie konnte ich nicht gehen, somit lief ich wieder zurück und setzte mich neben beide.
„Mike? Wieso?“ ich sah meinem Bruder in die Augen, konnte nichts sagen, nichts tun.... einfach nichts der gleichen. Es brauchte zu viel Kraft die ich nicht hatte.
„Mikey?“ versuchte Chaz ein weiteres mal, nachdem ich wieder nicht geantwortet habe, lies er vom Hund ab und rückte näher an mich heran. Kurz darauf nahm er mich in die Arme und hielt mich fest.
„Sam hat mir alles erzählt.... es tut mir leid Mike... das wollte ich alles nicht...“ sprach er leise.
„Warum hast du es dann getan?“ fragte ich ihn.
„ Ich dachte du bist ohne mich besser dran und kannst so dein Leben genießen, eine ordentliche Ausbildung machen etc.“
„ Das war ich aber nicht. Ich habe nicht mal eine Ausbildung... ich habe die Schule geschmissen.... keine Lehre, nichts! Jobbe etwas als Fahrradkurier.“
„ Das tut mir so Leid“ Chester drückte mich noch näher an sich heran.
Ein ungutes Gefühl überkam mich, ein Gefühl das er wieder gehen wird und ich mich nicht zu sehr an ihn hängen muss. Somit stand ich auf, rief Spikey und verließ mit ihr den Park. Ein kleines Bye entfloh mir und schon war ich weg. Deutlich spürte ich die verwirrten und zugleich traurigen Blicke meines Bruders.
Ich musste mir erst einmal über alles klar werden. Chester war nicht Tod, er war noch total Lebendig und wohnte anscheinend auch in dieser Stadt, aber wieso habe ich ihn dann die Jahre nicht gesehen. Hätte er nicht kommen können wo ich ihn am meisten gebraucht habe? Jetzt wo alles zu spät ist brauch er nicht mehr kommen.... jetzt ist eh alles im Arsch.... eindeutig merkte ich wie die Wut in mir aufstieg. Ich fragte mich immer mehr wieso er plötzlich aufgetaucht war. All die Jahre hat er sich nicht gemeldet und nun steht er plötzlich vor einem und denkt alles ist gut.... dabei ist nichts gut, ganz und gar nichts.
Wie gewohnt ging ich wieder nach Hause. Dort verkroch ich mich sofort in mein Zimmer und versuchte nur noch den Tag zu vergessen. Alles geschehene zu vergessen, Chester zu vergessen. Was sich aber als nicht gerade leicht rausstellte. Schließlich war er der Grund warum es mir so dreckig ging. Jeden Tag und jeden Monat wünschte ich mir das er wieder kommt und nun wenn er vor mir steht, verschwinde ich. Wie blöd muss man eigentlich sein? Nach dem ich den ganzen Abend mit Nachdenken verbracht hatte, hätte ich mir nun selber in meinen aller wertesten treten können. Wieso bin ich nur gegangen? Das war die Gelegenheit mich wieder mit meinem Bruder zu vertragen. Und ich muss wieder alles vermasseln. Das war mein letzter Gedanke bevor ich in der Ecke einschlief.
Durch ein klopfen an der Tür wurde ich wieder wach, die Morgensonne schien durchs Fenster und strahlte mich gerade zu an. Schwermütig stand ich auf und begab mich zur Tür um diese zu öffnen.
„Morgen Schatz“ sagte Lida, gab mir einen kurzen Kuss und sprach weiter
„Beeile dich, du musst auf Arbeit“ sagte sie und verschwand dann aus der Tür.
Langsam ging ich wieder zurück und holte Anziehsachen. Verschwand im Bad und machte mich fertig. Mit allem fertig sah ich auf die Uhr die in der Küche hing und sputtete mich noch etwas. In einer halben Stunde musste ich anfangen. Schnappte mir also meine Fahrradhandschuhe und mein Rad und ging mit meiner Tasche aus der Wohnung. Stellte mich in den Fahrstuhl und fuhr dann Richtung Express.
Kaum da angekommen wurde ich fröhlich begrüßt. Das war immer das einzigste was mich schmunzeln lies, neben Lida versteht sich. Hier im Express, herrscht ein echt gutes feeling. Jeder hilft jeden.
Ich ging zu Michael, der schon seine Post sortierte, ihn begrüßte ich noch einmal dann begab ich mich an meine Post. Schon beim sortieren sah ich das wieder etliche Häuser dabei waren wo die Briefkästen im Haus waren und keiner der wohnenden Zuhause war. Was mich persönlich ankotzte. Das hieß nämlich am Ende nochmals dort hinfahren.
Und wie ich schon gedachte hatte muss ich wieder zu einigen Straßen fahren, die ich nun das zweite mal anfahre. Wie war noch gleich die Hausnummer? 45.... davor angekommen, stieg ich ab und klingelte bei der jeweiligen Person. In der Zeit schaute ich auf die Uhr, 17 Uhr. Auch gut.... ah, da ist ja jemand da... was für ein Wunder.
„ich hätte einmal Post für sie“ sagte ich und hielt ihm den brief hin. Er bedankte sich und ich stellte noch eine letzte Frage.
„Sagen Sie mal, ab wann ist hier jemand im Haus anzutreffen?“
„Gegen Abend“
„es geht nämlich darum, wir haben ziemlich oft Post für dieses haus und nie ist jemand da“
„Da müssen sie halt Abends wieder kommen“ bei dem hackts wohl? Klar wegen dem Typen mach ich vielleicht auch noch überstunden... irgendwann will der dann noch das wir ihm die Post vielleicht noch Nachts bringen, das kann der sich aber abessen.
„Gut, dann auf wiedersehen“ bloss schnell weg hier....
Am nächsten Tag im Briefzentrum, beim sortieren, erkannte ich wieder davon einen Brief. Diesmal fahr ich aber einmal hin, keine zwei mal oder gar Abends so wie es der wehrte Herr haben möchte....
Schnell vorm losfahren gehe ich nochmal ins Büro um mir Klebeband geben zu lassen. Dann fahre ich los. Wieder vor der Haustür, klingel ich, doch wieder macht mir keiner auf. Gut, dann halt anders. Ich griff in meine Tasche holte einen Gelben Zettel heraus und schrieb alle Daten auf diesen, dann klebte ich es mit Klebeband an die Tür. Jetzt darf er sich seinen Brief selber abholen.
In der Zentrale wieder angekommen, gab ich den Brief nach Vorschrift ab und sah auf den Platz neben mir einen Brief vom Krankenhaus liegen, er war an Samantha Mothes gerichtet. Bei mir waren alle Alarmglocken angesprungen. Ich nahm den Brief in die Hand und starrte förmlich auf diesen....

Chaz POV

Allein zurückgelassen im Park wartete ich bis es dunkel wurde und dachte nur an eines... Warum tat ich ihm das an? Es war nie meine Absicht ihn so zu verletzen und ihn am Boden zerstört zu sehen.
Doch tat ich es und trampelte einfach auf seinem Gefühlen herum. Er hatte es oft gesagt das er es nicht ein weiteres mal aushalten würde... und ich nehm keine Rücksicht auf ihn und haue einfach ab. Das war wirklich das blödeste was ich je getan habe.
Schwermütig stand ich auf und lief Richtung Heimat. An der Bahnhaltestelle wartete ich auf die Bahn, die auch sofort kam. Keine Menschenseele war weit und breit zu sehen, so konnte ich in Ruhe in meinen Gedanken weiter schwelgen.
Bis eine Stimme meine Station aufrief, wo ich aussteigen muss. Gemütlich schlenderte ich auf den leeren Straßen entlang. Vor meinem Zuhause holte ich meinen Schlüssel heraus und öffnete die besagte Tür.
Samantha schien schon zu schlafen, denn in der ganzen Wohnung war es dunkel, kein einziges Lichtlein brennte. Was aber auch kein Wunder ist mitten in der Nacht. Leise ging ich ins Bad und zog mich um, um auch endlich schlafen zu gehen.

Etliche Tage später.
„Chaz, ich geh schnell Einkaufen“ schrie Sam noch bevor sie aus der Haustür raus war. So war sie, immer kurz entschlossen. Ich stand von der Couch auf und lief in die Küche um mich etwas zu bilden. Deswegen nahm ich mir die Zeitung und fing mit etwas Interesse an mit lesen. Doch schon bald lies dies nach und ich blätterte nur noch durch und sah mir die schönen Bildchen an. Bei einem etwas ziemlich krassen Bild blieb ich stehen, las schnell die Überschrift „Schwerer Unfall an der ... Straße. Mit Sand beladener Sattelzug stürzt Böschung hinunter“ meine Augen gehen wieder zu dem Bild. Auf den ein Feuerwehrmann und das umgekippte Fahrzeug zu sehen war. Im Hintergrund konnte man eine Brücke sehen, die über einen Fluss geht. Der Sattelschlepper ist meiner Meinung nach nicht mehr zu retten. Die vorderseite ist vollkommen Zerstört.... einfach kein schöner Anblick. Mit Interesse las ich den Bericht. „Gestern Nachmittag kam es auf.... zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Ursache war ein schwerer Verkehrsunfall an der Kreuzung....... Kurz vor 15 Uhr waren ein mit Sand beladener Sattelschlepper und ein grüner Skoda zusammen gestoßen. Weil der Fahrer des Sattelzuges die Kollision nach ersten Polizeiinformationen verhindern wollte, kam der LKW nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei zerstörte er die Fußgängerampel und rutschte anschließend die Böschung Richtung Fluss hinab..........“ da können die beiden Fahrer aber froh sein das nichts weiter passiert ist und das beide nur leichte Verletzungen haben.
>Eine Fußgängerampel?< wie hat er das denn bitte geschafft? Da muss der ja Richtig schnell Unterwegs gewesen sein, wenn er die aus den ankern reißen konnte.

Mikes POV

Immer noch wie gespannt betrachtete ich den Brief, der in meiner zitternden Hand lag.
„Mike? Alles OK?“ fragte mich plötzlich Jessica. Leicht versuchte ich zu nicken...
„Was ist mit dem brief?“ und schaute sie an
„Dieser muss noch Sortiert und gestempelt werden, dann kann er raus.“
„Kann ich das Bitte übernehmen?“ fragte ich Nett.
„Das gehört doch gar nicht mit zu deinem Gebiet wenn ich mich nicht ganz Irre.“
Leicht nicke ich wieder und sah mir die Adresse genauer an.
„Kann ich es trotzdem machen? Es liegt mir sehr viel daran.“ Geschlagen nickte sie und ich ging mit dem Brief ins Zentrum des Ladens, wo alles Sortiert und bedruckt wird.
Eine Mitarbeiterin kam mit einem Päckchen auf mich zu.
„Ich hab hier ein Paket für dich, dachte ich gebs dir jetzt als zuhause abzuliefern.“ Ich nickte und nahm das Paket entgegen. Mit dem Brief und dem Päckchen in der Hand lief ich weiter zu den Maschinen.
Ich lies den Brief durch die Maschine laufen und begab mich dann auf dem Weg zu der besagten Straße.
Mit der Straßenbahn fuhr ich bis in das Gebiet wo mein Bruder und Samantha wohnten. An der Haltestelle setzte ich mich kurz auf eine Bank und dachte noch einmal nach. Bis mir das Paket wieder in den Sinn kam, schnell öffnete ich es und erstarrte förmlich. In dieser Kiste waren alle Sachen von mir, ich wusste sofort das es nur von Chester kommen konnte. Sollte es das wirklich gewesen sein? All die schönen Erinnerungen kamen wieder in mir hoch, jede noch so kleine Sekunde die wir zusammen verbracht hatten, erschien vor meinem Geistigen Auge. Solls das wirklich gewesen sein? Alles einfach wegwerfen und ihn vergessen? Das kann ich doch nicht, er anscheinend schon, sonst würde er mir nicht alles zurückschicken. Doch ich muss ihn noch einmal sehen, wenigstens einmal. Und mich mit ihm Unterhalten. Vielleicht wird ja auch alles wieder gut, auch wenn es gerade nicht so aussieht.
Aber was ist wenn er mich gar nicht sehen will?
Mich nicht haben will?
Nachdem ich ihm letztens so allein gelassen habe. Einfach im Park zurückgelassen habe.
Aber ich muss mit ihm reden, egal was kommen mag.
Ich brauche ihn und da kann niemand etwas daran ändern. Aber ihm jetzt schon persönlich gegenübertreten das kann ich nicht. Noch nicht.
Nach langen überlegen Entschloss ich mich eine Nachricht auf dem Brief für meinem Bruder zu Hinterlassen.
„Hallo Chaz, bitte komme um19Uhr an dem Treffpunkt vom letzten mal. Bitte es ist wichtig. Dein Mike“ dann begab ich mich wieder auf dem Weg und fuhr zu dem Haus wo sie wohnten. Ich stieg ab und ging zur Klingel, nach dem Klingeln wartete ich erst ungeduldig bis mir schließlich jemand die Tür öffnete. Vor mir stand Samantha mit einem Babybauch. Etwas verwirrt sah ich sie an und wäre am liebsten wieder gegangen, doch das konnte ich nicht, denn sie hatte mich schon erkannt.
„Mike....“ und schloss mich erst einmal in ihre Arme, nach dem lösen aus der Umarmung, war ich immer noch nicht ansprechbar und meinte nur
„Ich brauch eine Unterschrift“ und hielt ihr alles besagte hin. Sie tat was ich sagte und schaute mich komisch an.
„Willst du nicht mit hoch kommen?“ verneinend nickte ich
„Warum nicht? Chester würde sich mit Sicherheit freuen?“ sie versuchte wirklich mich umzustimmen, doch meine Entscheidung stand fest. Ich drehte mich um, stieg auf mein Rad und fuhr fort. Ich hörte noch wie Sam mir etwas hinterherrief, doch was konnte ich nicht verstehen.

18.30Uhr
Spikey und ich machten uns langsam auf den Weg zu dem Treffpunkt. Im inneren Hoffte ich die ganze Zeit das Chester kommen würde und mein Leid endlich ein Ende haben würde. Doch als ich 19 Uhr ganz alleine dort war und schon etliche Minuten gewartet hatte, verschwand meine Hoffnung ihn hier zu sehen. Jetzt ärgerte ich mich auch das ich nicht mit hoch gegangen bin, doch ich konnte es heute Nachmittag nicht. Es war einfach zu viel, erst das sie in der selben Stadt wohnen, dann das Sam und Chester verheiratet sind und zu guter letzt das Sam schwanger ist und ich weiß von alle dem nichts. Nicht ein kleines Wörtchen haben sie mir verraten, selbst Lida hat nichts gesagt. Vielleicht wußte sie es auch gar nicht. Aber wieso haben sie es mir verschwiegen? Ich bin doch sein Bruder?????????
Ein Bruder der nur Unglück bringt. Vielleicht ist es richtig das er nicht kommt....

Chesters POV

Samantha ging zur Tür, da es gerade geklingelt hatte, nach einigen Minuten kam sie total aufgelößt hoch und meinte das Mike gerade hier war. Unglaubwürdig sah ich sie an.
„Bist du dir sicher das es Mike war?“
„Ja Chester ich bin mir sicher....“ ich schaute zu dem Brief den Sam gerade öffnete ich nahm ihr den Umschlag ab und las was darauf stand. Ich bemerkte schon beim lesen das es Mikes Schrift ist, was mir auch der Name des Absenders beweist. Er will das ich 19 Uhr in den Park komme. Warum ist er denn nicht mit hoch gekommen? Und was will er denn mit mir im Park?
Will er mir sagen wie sehr er mich hasst?
Wie nutzlos ich bin?
Oder wie ich dazu komme einfach abzuhauen...
Vielleicht will er mich auch einfach nur sehen, hast du daran schon mal gedacht Chaz? Innerlich nickte ich zustimmend.
Ich will ihn ja auch sehen doch ich hab zu sehr Angst vor der Enttäuschung....
Dass er mich wieder links liegen läßt und einfach abhaut,
oder das er mir eine standprädigt hält und dann abhaut.
Beides würde ich nicht aushalten.
Nein, ich geh nicht... ich will nicht das er mir die kalte Schulter zeigt...
Doch dann zeige ich ihm doch die kalte Schulter, indem ich nicht hinkomme.
Ich muss hingehen, egal wie schlimm es wird, wir müssen uns wieder vertragen.
Mein Blick viel zur Uhr um zu sehen wie viel Zeit ich noch habe, 5 Minuten vor 19 Uhr.... WAS?????? Das kann doch nicht sein, war ich jetzt so lange in meinen Gedanken? Ich sprang auf, rannte ins Zimmer suchte mir, Handy, jacke und Schlüssel beisammen, schaute mich noch mal kurz nach Sam um.
„Schatz ich geh noch mal raus... bis später“
„Ja ok...“ zog im Flur meine Schuhe an, öffnete die Tür und schloss sie langsam...........

~*~THE END~*~