Dark-Kains kleine Welt
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Title: ~*~Kiss a Fool~*~
Autorin: Ravenheart
Pairings: Mike und Chester (Bennoda) (Linkin Park)
Rating: NC-17
Warning: Slash, Love, Depri, Rape
(Abgeschlossen)

Gläserne Augen gefüllt mit Schmerz und Angst. Schauen hoffnungslos zum kalten Boden. Vor dem zitternden Jungen steht lachend der Vater mit einer Pistole in der Hand. Die stolzen Finger legten sich auf den Kopf des verängstigten Jungen. Sanft streichelte der Vater seinen Sohn, denn er bekam das was er wollte. Schweigend ging er aus dem Raum. Wieder einmal hatte man ihn benutzt, wie ein Stück Dreck behandelt. Ängstlich verkroch er sich in eine dunkle Ecke seines Zimmers, die Beine an seinem Körper gedrückt. Tränen die blutrot erschienen kullerten auf seinen Wangen entlang, anschließend tropften sie zu Boden. Der nackte Körper war eiskalt, dennoch bewegte er sich nicht. Kalte Luft ließ ihn spüren dass er noch am Leben war, am liebsten wäre er tot. Keiner würde ihn vermissen, niemand würde nach ihm fragen. Außer der Vater und dessen Freund. Für die Beiden war er nützlich, zum missbrauchen. Das geschah fast an jeden Tag, manchmal machte der Freund des Vaters auch mit oder sah nur zu. Zusammengekauert hob er seinen Kopf, unsicher sahen sich die Augen in sein Zimmer um. Er nahm nur wenige Umrisse wahr denn in dem Raum herrschte nur Dunkelheit. Die Hände zu Fäusten geballt stand er auf und schlug mit der linken Faust gegen eine Wand. Danach brach er erneut in Tränen aus und schrie den Schmerz heraus. Von draußen hörte man den Motor vom Auto des Vaters. Wie jeden Abend fuhr dieser zu seinen Kumpels, anschließend kommt er immer besoffen zurück. Der 13jährige Junge schloss das Fenster, legte sich ins Bett und wurde von seinen Alpträumen weiter gequält.


†7 Jahre später†

Ungeduldig stupste Berry mit seiner Schnauze gegen meinen Kopf. Hungrig sah er mich an. Leicht fuhr ein Lächeln über meine Lippen.


Chesters POV

Seit ca. einem Jahr und 6 verdammte Monate lebte ich unter einer Brücke. Zusammen mit meinem Hund Namens Berry. Als ich 17 war schenkte meine Mum mir diesen Jämthund mit schwarzem Fell. Vor 2 Jahren flüchtete ich von meinen Vater, die ersten 6 Monate kam ich bei einem guten Freund unter. Nun erbettelte ich wenigstens ein paar Münzen damit Berry was zu beißen kriegt. Ganz knapp überlebte ich die Drogenhölle, doch die Sucht lauert tief in mir. Es war eine lauwarme Frühlingsnacht, zwischen all den Zeitungen suchte ich Wärme, ohne Erfolg. Berry tapste zu mir, sanft legte er seine Schnauze auf meine Beine, seine Augen bettelten mich hungrig an. Selbstverständlich teilte ich das letzte Stück Fleisch was ich zuvor geklaut hatte. Meine Hände streichelten über das schwarze Fell das schon völlig verschmutzt war. Wenigstens war es nicht so kalt wie vor ein paar Wochen. In Gedanken wusste ich echt nicht wie lange wir das noch durchhalten werden.
Dann schaut Berry mich an, seine Augen strahlten immer einen Funken von Hoffnung aus. Hoffnung ist für mich ein Fremdwort geworden.
Niemals werde ich die schrecklichen Jahre vergessen, all die Schmerzen die er mir zufügte. Jede Nacht saß ich zitternd in meinem Zimmer, aus Angst dass er jeden Moment reinkommen würde. Doch das ließ ich hinter mir. Seufzend zupfte ich an meinen bereits zerfledderten schwarzen Mantel. Der Jämthund kuschelte sich an mich und ließ seine traurigen Augen über das Wasser gleiten. Daher das ich noch nicht müde war blickte ich zum Himmel herauf. Morgen wieder fremde Leute anbetteln…das ist nicht grad das allerschönste. Von jemand angewiesen zu sein, boah wie ich dies hasse. Nach kurzem Überlegen schloss ich die Augen.


†Am nächsten Morgen†


Ungeduldig stupste Berry mit seiner Schnauze gegen meinen Kopf. Hungrig sah er mich an. Leicht fuhr ein Lächeln über meinen Lippen, dann befestigte ich die Leine an den Hund schnappte mir meinen kleinen kaputten Rucksack und lief in Richtung Stadt. Heute war es soweit ich jedenfalls weiß Sonntag, da gibt es nicht viel zu ergattern. Plötzlich öffnete sich ein Fenster und ein kleines Mädchen warf frisch geschmierte Brötchen zu mir runter. Verwundert fang ich die 3, blitzschnell schloss sie es wieder. Berry sprang mich an, ich gab ihn ein Brötchen, gierig schlang er es runter. Langsam gingen wir weiter. Ein paar Leute die uns entgegen kamen warfen uns abstoßende Blicke zu. Die meisten lachten oder laberten mich dumm an. Ohne zu antworten ließ ich sie weiter lachen, sie können froh sein das sie besser dran sind. Mittlerweile war es 16 Uhr, durch die große Uhr in der Mitte der Stadt wusste ich es. Da kam uns ein „Penner“ entgegen, wahrscheinlich um die 50-60 Jahre alt. Er blieb vor mir stehen und schaute zu meinen rotumrandeten Augen. Nickend klopfte er mir auf die Schulter, drückte mir ein Stück von seinem Brot in die Hand und sagte:
„Wir müssen uns helfen.“
Schweigend torkelte er davon. Zwischendurch begegnete ich ein paar Punks, dessen Hunde zu Berry rannten. Mit einer Handbewegung deutete der eine an das ich zu ihnen kommen soll. Das tat ich auch. Sie gaben mir einen Schluck zu trinken und fragten mich alle möglichen Fragen. Berry amüsierte sich mit den anderen Hunden.
„Willst du?“
Eine 18jährige bot mir eine Zigarette an. Dankend nahm ich an. Sie setzte sich neben mich auf die Bank, ihre Blicke waren auf meine Tatoos gerichtete die ich an beiden Handgelenken habe. So kamen wir ins Gespräch. Somit verriet sie mir ihren Namen, sie heißt Amy. Amy´s Freund Namens George fütterte Berry mit kräftigem Hundefutter. Fast glücklich genoss ich jeden Zug meiner Kippe. Amy fragte mich einfach alles, sogar meine Probleme konnte ich ihr anvertrauen. Viele Stunden später verabschiedete ich mich.
Wenn auch unfreiwillig, von allen, Amy umarmte mich lange und gab mir noch eine Kleinigkeit zu Essen. Ausgepowert schlenderte Berry neben mir die langen Zuggleisen, die weit weg von der Stadt waren, entlang. Genau unter derselben Brücke ließ ich mich nieder, so wie jede Nacht. Der Hund spielte glücklich mit dem Kauknochen den er von George bekommen hatte. Als ich in der Tasche meines Mantels griff, wunderte ich mich. Erstaunt holte ich eine Schachtel Ziggies und ein Feuerzeug raus. Amy muss mir diese wohl beim Abschied untergejubelt haben. Grinsend rauchte ich noch eine und sah Berry zu. Einsam stand ich unter der Brück und starrte das Wasser an. Plötzlich merkte ich nur einen stechenden Schmerz auf meinen Kopf.


†Stunden später†

Mit Kopfschmerzen öffnete ich meine Augen, ich erschrak als ich plötzlich einen Mann vor mir sah. Ich lag in einem Bett.
„Na endlich, hey Joe er ist aufgewacht!“
Schrie der Mann und ein weiterer trat in den Raum.
„Das wurde auch mal Zeit.“ meckerte dieser
„Hi, ich bin Joe, der neben mir ist Brad, er hat dich schon ein paar Tage beobachtetem deshalb bist du nun hier.“ sagte der Typ Namens Joe
Verwirrend sah ich mich um.
„Wo ist mein Hund?“ schrie ich fast
„Ruhig Blut, der ist in der Küche und frisst erstmal.“ meinte Brad
Beruhigt sah ich mir die beiden genauer an, sie machten nicht den Eindruck als ob sie mich gleich umbringen würden.
„Warum bin ich hier?“ wollte ich wissen
„Nur so, Brad hat mir von dir berichtet, du kannst gerne wieder gehen, wir zwingen dich zu nix.“ erklärte Joe
„Hä? Aber warum ich? Ich kenne euch nicht einmal.“
„Zufall.“ Zischte Brad
„Wie heißt du?“ fragte Joe
Nach langem zögern verriet ich es ihm.
„Chester.“ murmelte ich
„Gut, Chester, am besten du machst dich erstmal sauber.“
Joes Blicke fuhren meinen Körper rauf und runter.
„Vorher suchst du dir ein paar Klamotten aus.“
Joe streckte seine Hand aus und zog mich zu sich hoch. Er öffnete einen Schrank mit vielen Klamotten. Schweigend suchte ich mir das raus was mir gefiel, danach führte Brad mich ins Badezimmer. Als er die Tür hinter sich schloss ließ er heißes Wasser in die Badewanne ein.
„Warum macht ihr das?“ hackte ich weiter
Doch eine Antwort bekam ich nicht, stattdessen fügte er solch Fichtenbad mit ins Wasser hinzu.
„Brad!?“ schrie ich schon fast

„Nur so, muss es zu allem einen Grund geben?“
Zischte er weiter.
„Ihr seid verrückt.“
„Wohl wahr.“ grinste Brad
„Lebt nur ihr beide in dieser großen Wohnung?“
Fragte ich weiter während mein T-Shirt zu Boden fiel.
„Nein, Rob, Phoenix und Mike leisten uns Gesellschaft, wir alle kennen uns seit 5 Jahren.“
Nachdenklich betrachtete ich mein Spiegelbild, mein Gesicht besaß einen Bart und meine Haut war von all dem Schmutz fast schwarz.
„Wie lange lebtest du auf der Straße?“
„Fast 2 Jahre.“
Erstaunt sah er mich an.
„So siehst du auch aus, du bist total mager…es ist überhaupt ein Wunder das du noch lebst.“
Meine Finger tasteten über das Gesicht.
„Ich lass dich dann allein.“
Brad klopfte mir auf die Schulter, dann verließ er den Raum. Fast glücklich sah ich zum Wasser rüber, wie lange ist es her als ich ein schönes heißes Bad nahm…viel zu lange. Also flogen all die stinkenden Klamotten zu Boden, angenehm floss das Wasser über meinen kalten Körper. Vor Entspannung schlossen sich die Augen, dieses Gefühl…diese Wärme auf meinen Körper…wie gern würde diese Wärme mein Herz auch fühlen. Zu oft schenkte mein Herz seine ganze Liebe an eine Person, von dem es glaubte dass diese Gefühle erwidert werden. Alles war nur Täuschung, alle spielten sie mit meinen Gefühlen, sie trampelten auf mein schwaches Herz rum, nutzten es geradezu aus, nur um das zu bekommen was sie wollten. Keiner achtete auf meine Gefühle, keiner hörte mein Herz vor lauter Schmerz schreien. Niemand zeigt mir was wahre Liebe ist, also bleib ich wohl für immer allein und spiele für die anderen das Opfer. Seufzend wusch ich mein Gesicht und starrte die Decke an. Es fühlt sich an, als ob meine Seele von einem schwarzen, tiefen Loch verschluckt wird. Die Leute sagen „kämpfe“…für was soll ich kämpfen…wenn es sich eh nie lohnt. Warum gibt es immer diese Momente…wo man sich am liebsten umbringen würde? Toll, nun lieg ich hier im heißen Wasser, und kenn diese ganzen Kerle nicht einmal. Wieso holen die einen Penner wie mich zu ihnen? Da muss ein Grund hinter stecken. Als meine Finger durch meine bereits Schulterlangen Haare glitten spürte ich eine Wunde am Hinterkopf, als ich meine Hand sah klebte Blut daran. Bei genauerem hingucken sah man einen kleinen Glassplitter…der stechende Schmerz…jemand muss mir mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen haben…bestimmt war es Brad. Oh scheiße, meine Blicke waren nur auf die blutverschmierte Hand gerichtet. Dann raffte ich mich wieder und begann meinen ganzen Körper zu waschen.

Joes POV

Brad und ich saßen gemeinsam am Essenstisch, Rob und Phi kamen auch dazu. Sofort erzählten wir ihnen von Chester. Die zwei sahen mich blöd an, denn sie konnten nicht wissen wer Chester war. In seinen Ausweis stand Chester (Charles) Bennington, der ehemaliger Sänger von Grey Daze, daher das Brad sehr gut mit dem Gittaristen von Grey Daze befreundet war besaß er die 2 Alben. Nun fiel bei Phi und Rob der Groschen, wir suchten einen Sänger, daher das sich Chester auf den Alben nicht schlecht anhörte hatte ich vor ihn zu fragen ob er bei uns einsteigen will. Wir alle haben zumindest einen Song von Grey Daze gehört, sogar Mike gefiel die CD. Jetzt liegt alles bei Chester…ich hoffe das auch mit allen gut klar kommt…denn wir sind nicht normal. Eben ist Mike vom einkaufen zurückgekehrt natürlich erzählte ich es ihm gleich.



Mikes POV

Verwundert hörte ich Joe zu…nebenbei trank ich Bier. Bis jetzt hörte sich alles gut an, doch dieser komische Hund von diesem Chester knurrte und bellte ohne Pause. Am liebsten hätte ich diese Töle ausm Haus geworfen. Doch ich rollte nur mit den Augen und sah mir ein Bild von Chester an, wo er noch bei Grey Daze war.
„Willst du ihn mal als Penner sehen?“ fragte mich Brad
Ich nickte nur und er schob mir ein Foto von ihm als Penner rüber. Dieses knipste er heimlich an den Tagen wo er ihn beobachtete hatte. Auf dem Bild war nicht viel zu erkennen, er hatte Schulterlange braune Haare, Flammentatoos an den Handgelenken, ein Piercing an der Unterlippe, braune Augen, er trug einen schwarzen zerfetzten Mantel und der Hund lag auf seinem Schoß. Irgendwie berührte mich dieses Bild. Mindestens 20 Minuten starrte ich es an. Rob fuchtelte mit seiner Hand vor meinem Gesicht rum.
„Mikey, ich will es auch gern sehen.“
Verlangte er, widerwillig gab ich es ihm. Brad lief nervös auf und ab, Phi jagte dem Hund hinterher, ohne Erfolg, der Köter war einfach schneller *lach*.
„Weiß denn keiner wie dieses Vieh heißt?“ fragte Brad
„Es trägt ein Halsband, lasst uns nachschauen ob der Name drauf steht.“ schlug Joe vor
Rob atmete tief ein und versuchte den Hund zu schnappen, erfolglos, luftschnappend ließ er sich zu Boden fallen. Als Joe sein Glück versuchte knurrte er wie wild und biss Joe am Handgelenk. Laut schrie er auf und rannte wie bekloppt durch die Wohnung vor Schmerzen, dann klebte er ein Pflaster auf die Bisswunde. Wir alle lachten. Niemand schaffte es den Hund einzufangen, ich versuchte es erst gar nicht.
„Wo ist denn Chester?“ fragte ich vorsichtig
„Im Badezimmer, der Gestank war unerträglich.“ meckerte Brad
„Ich will dich mal sehen wenn du fast 2 Jahre unter einer Brücke auskommen musst.“ Beschützte Joe diesen ´´Penner´´
Brad gab sich geschlagen, niemand legte sich mit Joe an. Außerdem hat er Recht, der Geruch war noch das normale, wer weiß was Chester alles durch machen musste.
„Wieso ist er überhaupt auf die Straße gelandet?“ wollte ich von Joe wissen
Er zuckte nur mit den Schultern. Es könnte so viele Gründe geben. Hey, Mike mach dir nicht solche großen Gedanken. Schließlich kenn ich den net mal. Meine Blicke schweiften zu dem Hund, der gerade an das Stoffkissen vom Sofa zerfetzte. Dies bekam Joe mit und versuchte die letzten Reste des Kissens zu retten, aber Joe wich zurück als die kleine Bestie ich ununterbrochen anknurrte, bestimmt wollte er nicht noch mal Bekanntschaft mit seinen Zähnen machen. Verängstigt setzte sich Joe wieder zu uns an den achteckigen Tisch der im Wohnzimmer stand. Wir grinsten.
„Das ist nicht witzig!“ nörgelte er
„Wie lange brauch der denn noch?“ beklagte sich Rob
„Hey er wird es bestimmt genießen.“ Mischte ich mich ein
Ein paar Minuten herrschte Stille im Wohnzimmer.
„Hoffentlich verstehen wir uns auch mit dem Chester da.“
Joe sah zu Phi, sein Blick sagte wohl alles, denn Phi kratzte sich am Kopf und schaute aus dem großen Fenster. Tja, wenn wir uns halt nicht verstehen dann können wir Chester gleich als Sänger vergessen. Mittlerweile war es 22:48 Uhr…bestimmt hockt er seit über eine Stunde im Bad. Nervös tippten meine Finger auf dem Tisch herum.
„Ähm Leute…“
„Ja Brad?“ sagten wir alle im Chor
„Der Hund…er…er.“
Brad führte den Satz nicht zu Ende denn wir alle sahen was das ´´Monster´´ wieder anstellte, es verrichtete ein großes Geschäft auf den Balkon.
„Oh nein!“ sagten wir alle mit einen tiefen Unterton
Der Hund kam zurück ins Wohnzimmer und sah uns mit seinen großen Augen unschuldig an.
„Ich bring das Vieh um!“
Schrie Brad und wollte von dem Sofa aufstehen, zum Glück konnten Rob und Joe ihn festhalten.
„Wer macht das jetzt weg?“ fragte Rob
„Natürlich der Penner!“ schrie Brad
Nach dem Brad das sagte hätte ich ihn eine ballern können, aber ich riss mich zusammen. Dann erhob sich Phi, nahm die Zeitung von gestern und machte den Dreck vom Balkon weg. Mit einem fetten Grinsen kehrte er zu uns zurück.
„Na? Will wer riechen?“
Alle ekelten sich davor und blieben lieber ganz still. Phi ließ uns in Ruhe damit und warf es dorthin wo es hingehörte.

,,Schlimmer kann es nicht mehr werden.“ Dachte ich, aber ich musste mich wieder irren, der Hund begann zu kläffen und heulen. Klang schon wie ein Wolf. Vor den schrecklichen Geräuschen der der Hund von sich gab heilt ich meine Ohren zu. Gib das Ding denn nie Ruhe!? Rob warf vorsichtig ein weiches Kissen in die Richtung des Hundes auf der Hoffnung dass er schweigen wird, aber er traf ihn nicht einmal. Phi verdrehte nur die Augen, anscheinend störte es ihn nicht wirklich. Brad´s Augen strahlten Wut und Hass gegen den Hund aus, und sein Gesichtsausdruck wurde immer ernster. Sein Kopf wurde schon ganz rot, fehlte nur noch das er wie ein Teekessel dampfte, das wäre bestimmt ein Bild für die Götter gewesen. Wir versuchten den Hund zu ignorieren. Ohne Erfolg. Daher dass der Hund für einen kurzen Moment seine Fresse hielt, hörten wir das die Badezimmertür langsam aufging. Leise Schritte kamen in unserer Richtung, dann trat Chester ins Wohnzimmer… Vor Staunen wurden bei allen die Augen größer, Joes und mein Mund standen offen. Frisch gewaschen, im Gesicht rasiert und mit einer geilen Frisur sah er zu seinen Hund, es war ein Iro. Ich krallte mir das Foto und verglich es mit dem ´´neuen´´ Chester. Ganz langsam schloss ich den Mund und sah mir diesen Kerl ganz genau von oben bis unten an. Er trug die Klamotten von Joe, die allerdings waren zu groß. Nun verzierte eine Brille sein Gesicht, auf dem Foto muss er wohl Kontaktlinsen gehabt haben. Sein Unterlippenpiercing kam nun besser zur Geltung. Unglaubwürdig kniff ich die Augen zusammen, schüttelte den Kopf und sah erneut zu ihm. Ein leises Lachen floh aus meinen Mund…so sieht er echt…schön aus.

Chesters POV

Die Blicke von ihnen sah ich nicht, denn ich schaute zu Berry, dennoch fühlte es sich an als wenn ihre Blicke sich in meine Haut einbrennen würden. Mit kleinen Schritten näherte ich mich Berry, setzte mich neben ihn auf den Boden und streichelte durch sein Fell. Erst jetzt traute ich mich sie alle anzusehen. Entgeistert sahen sie mich an. Joe schloss seinen Mund und schluckte. So ein schwarzhaariger Typ hielt ein Bild in seinen Händen, immer wieder sah er schnell zu mir, dann auf das Bild. Meine Seele wusste genau was sie dachten. Plötzlich sprach mich ein kurzhaariger mit einem kleinen Bart im Gesicht an.
„Kennst dich ja schon sehr gut im Bad aus.“ grinste dieser
„Phi! Sag mal bist du wirklich Chester?“ fragte Joe unglaubwürdig
Ich nickte leicht mit dem Kopf.
„Unfassbar.“ Murmelte Brad
„Egal, also Chester, der neben Brad sitzt ist Rob, der mit den kleinen Bart im Gesicht und der Halbglatze ist Phoenix alias Phi, der auf dem Sessel der dich gerade anstarrt heißt Mike, Brad und mich kennst du ja schon.“
Hintereinander sah ich sie mir alle genauer an.
„Schau was die kleine Bestie angerichtet hat.“
Nörgelte Brad und zeigte mit den Finger auf ein kaputtes Kissen. Daraufhin sah ich wütend zu Berry, er verkroch sich lieber schnell unterm Tisch.
„Tut mir Leid, ich werde euch ein neues holen.“ Flüsterte ich
Schuldig senkte ich meinen Kopf. Plötzlich zog dieser Mike meinen Kopf am Kinn leicht hoch und flüsterte:
„Das brauchst du nicht, Brad kauft sich ein neues.“
„Was!?“ schrie Brad
„Ist doch so oder nicht?“ meckerte Joe
„Äh…ja.“ gab Brad nach
Verängstigt schaute ich in Mikes Augen, er half mir aufzustehen.
„Joe wird dir alles zeigen.“ Sagte Mike
Einverstanden legte Joe seine Hand auf meine Schulter, Berry tapste hinterher. Nach 10 Minuten war der ´´Rundgang´´ zu Ende. Joe führte mich zu meinem Zimmer, wo mein alter Rucksack schon darin stand. Meinen Arsch platzierte ich auf das federweiche Bett.
„Chester da gibt es noch was.“
„Was denn?“
„Brad ist schwul.“ sagte Joe schnell
Für ein paar Sekunden hielt ich es für besser nichts zu sagen.
„Ist doch nicht schlimm.“ brachte ich raus
„Das ist nicht alles.“
„Was denn nun noch?“ hakte ich nach
Joe lehnte sich am Türrahmen an.
„Wie soll ich es am besten erklären. Brad schläft fast jeden Tag mit Männern…dadurch bekommt er Geld…sonst können wir unsere Miete nicht zahlen, der Vermieter ist ganz schön streng.“
„Brad ist eine männliche Schlampe.“ murmelte ich leise
„Genau!“ schrie Joe und kratzte sich am Kopf
Nachdenklich stützten meine Hände den Kopf ab.
„Du siehst ziemlich müde aus.“ sagte Joe leise
Berry hüpfte zu mir aufs Bett.
„Ich sehe nicht nur so aus.“ gähnte ich
„Schlaf gut Chester.“
„Nacht!“ verabschiedete ich mich von Joe
Gerade als er die Tür schließen wollte knallte er sie wieder auf.
„Wie heißt eigentlich der Hund?“ frug er hektisch
„Berry.“
„Achso, gute, Nacht!“
Klack! Tür ist zu und ich sitz hier aufm Bett. Müde zog ich die sauberen Sachen aus, ließ eine Boxe an meinen Körper, kontrollierte ob in meinem Rucksack noch alles drinnen ist, schließlich packte ich mich ins Bett. Berry krabbelte zu mir und kuschelte sich an mich. Hungrig schliefen wir beide ein. Ein paar Stunden später wachte ich auf, schweißgebadet schreckte ich auf, ein Alptraum. Schnell atmend wanderten meine Blicke zur Tür. Durch den kleinen Spalt drang Licht…jemand anders kann wohl auch nicht schlafen. Neugierig trugen meine Beine mich in das Wohnzimmer, wegen dem Licht erkannte man das es Joe ist.
„Hey.“
Sagte ich leicht und machte es mir neben ihm auf die Couch bequem.
„Warum bist du wach?“ fragte er gähnend
„Hatte nen Alptraum.“ murmelte ich
Erstmal sah er mich verdutzt an, Alpträume haben nur kleine Kinder, dachte er bestimmt.
„Erzähl.“ forderte er mich auf
Nach kurzem zögern erzählte ich Joe alles, von den vielen Vergewaltigungen, meinen verstorbenen Freunden, Drogen, Selbstmordversuche und von meinem bereits gebrochenen Herzen. Mitfühlend legte er seinen Arm auf meine Schulter, anscheinend versuchte er mich zu trösten, gelang ihm aber nicht richtig.
„Warum kannst du nicht schlafen?“ frug ich mit Tränen in den Augen
„Keine Ahnung, werde mich aber gleich noch mal ins Bett schmeißen.“
Grinste er und stand auf. Die Uhr zeigte dass es 2 Uhr morgens sei.
„Morgen…besser gesagt heute wirst du erstmal ganz viel essen.“ Zwinkerte er mir zu
Fast Lächelnd schleppte ich meinen leichten Körper in mein Zimmer, als ich zur dunklen Ecke sah, lächelte mein Rucksack mich gerade zu an. Aus diesem holte ich die Spritze mit einer harmlosen Dosis heraus, krabbelte auf das Fensterbrett, drückte das Ding in meinen Unterarm und ließ die Flüssigkeit in mein Blut gleiten. Berry sah mich traurig an und bellte leise. Nach und nach wurden die Augen schwerer, schnell viel die Spritze zu Boden, kraftlos schlenderte ich rüber zum Bett. Gerade so, schafften es meine Beine.

*Nächster Tag*
Ungeduldig rüttelte einer an meinen Körper. Müde gab ich jedoch keine Antwort, von der Stimme her klang es nicht nach Joe oder Brad. Ungeduldig warf mich diese Person fast vom Bett. Gerade so schaffte ich es aufm Bett zu bleiben. Berry lag neben mir, ließ sich gar nicht stören sodass er weiter schlief.
„Wach auf.“
Verlangte eine sture jedoch sehr weiche Stimme. Schläfrig drehte ich mich zu der Person um. Erschrocken sah ich ihn an…ich glaube er hieß Mike.
„Erschreck dich nicht, ich bin doch nur Mike.“
Grinste er vor sich hin. Mike hätte ich nicht erwartet, eher Joe. Stutzig schaute er mir in die Augen, reflexartig sah ich in seine. Ein komisches Gefühl durchströmte meine Adern. Fast lächelnd bat er mir seine Hand an. Ich schluckte, nahm sie, so zog er mich vom Bett. Nah standen wir uns gegenüber.
„Morgen Chester.“
Mike klopfte mir auf die Schulter, machte mir klar dass ich ihn folgen sollte.
„Es ist 11:2 Uhr wie lange pennst du denn?“
„Lange.“
Gab ich schwach zurück da mir seine Anwesenheit mystisch vorkam. Wir hielten in der Küche, dort saßen Joe, Brad, Rob und Phi am Tisch und frühstückten. Phi haute sanft neben sich auf einen Stuhl, das sollte heißen das ich neben ihn Platz nehmen sollte. Das tat ich auch, hungrig stieg mir der Dufr von frischen Brötchen in die Nase.
„Greif zu.“ entgegnete mir Joe
Mir lief das Wasser im Mund zusammen. Aber ein Gefühl sagte mir, das ich nichts essen solle. Wie geht das denn? Als Penner tauch ich hier auf, benutzte ihr Bad, nun soll ich mich satt essen. Knurrend stand ich auf.
„Tut mir Leid ich kann das nicht.“
Somit rannte ich aus der Küche, an Mike vorbei, lief zu meinen Zimmer, zog mich schnell an, nahm mein Rucksack in meine Hand. Fest entschlossen öffnete ich gerade die Tür, ein böser Joe stand hinter dieser.
„Wo willst du denn hin?“
Ich drückte ihn zur Seite, rannte den Flur entlang. Im Hausflur packte mich eine Hand an der Schulter.
„Was ist mit dir los?“
Ohne mich umzudrehen merkte man das es Mike war.
„Nichts ich muss weg.“
Meine Hand lag auf der Türklinke, nur eine Tür trennte mich von draußen. Plötzlich umschlungen seine Arme meinen Bauch, sein Atem flog an meinen Ohr leicht vorbei. Die Hand fiel langsam von der Türklinke. Geschockt starrte ich durch der Glasscheibe nach draußen. Er festigte seinen Griff. Warum tut er das? Bin ich ihnen etwa wichtig? Wenn ja, für was? Sein Kinn legte sich auf meine Schulter, der Rucksack fiel mir aus der Hand. Warum? Warum fühl ich mich so komisch, so geschwächt? Was, was tut er mit mir?
„Geh nicht.“
Hauchte er ins Ohr, jetzt ist es um mich geschehen. Nervös zitterte ich „Geh nicht“ keiner hat das je zu mir gesagt, niemand. Bloß hatte er ein Motiv dafür warum er es sagte? Mein Körper drohte zu Boden zu sinken doch besaß ich genug Kraft in den Beinen.
„Warum wollt ihr dass ich hier bleibe?“
Jauchzte ich hilflos, während mein Herz schneller schlug.
„Weil wir nicht wollen das du gehst.“
Diese Worte drangen in die Haut, jedoch erschien es mir, als unehrlich. Nachdenklich drehte ich mich zu ihm um, die Augen strahlten mich an, überredeten mich nicht zu gehen. Sie überzeugten mich, denn auf der Straße wird es mir nicht besser ergehen. Hinter ihm latschte ich die 5 Stufen hoch denn sie wohnten im Erdgeschoss. Seufzend schmiss ich den Rucksack aufs Bett. Glücklich ging ich erneut zur Küche, alle sahen mich an.

Schweigend pflanzte ich mich auf den Stuhl zurück. Neben mir auf Phi´s Schoß saß Berry.
„Du hättest deinen Hund vergessen.“
Lachte Rob, die anderen gleich mit. Ängstlich sah ich zu Berry, er wedelte mit dem Schwanz, sprang auf meinen Schoß und kuschelte sich an mich.
„Sei froh das er dir nicht böse ist.“ scherzte Phi
Verlockend sah ich zu den Brötchen.
„Nun iss endlich.“
Mike drückte mir eins in die Hand. Ich traute mich gar nicht ihn anzusehen, obwohl ich es wollte. Gierig schmierte ich mir irgendwas aufs Brötchen, schlang es runter. Die Augen non Berry verfolgten jedes Stück Nahrung, ab und zu gab Phi ihm etwas ab. 20 Minuten später passte nichts mehr in den vollen Bauch. Zufrieden lehnte ich mich an. Mike sah ab und zu nach mir was mich nervös machte. Um ihn nicht gerade ansehen zu müssen, schlossen sich meine Augen.
„Darf ich mit dem Hund raus?“
Fragte Phi spontan, zögerlich erlaubte ich es. Bis jetzt kamen sie gut miteinander klar.


Joes POV

Hat er sich nun endlich satt gefuttert. Der Kerl ist so abgemagert. Der müsste den ganzen Tag nur fettiges Zeugs essen damit er auf sein normales Gewicht zurückkommt. Fröhlich pfeifend ging Phi mit Berry spazieren, anscheinend gefiel ihm unser neuer kleiner Freund. Chester hingegen lief ins Bad. Gähnend sah ich auf dem Tisch.
„Habt ihr vorhin seinen Oberkörper gesehen?“
„Ja Brad, wir wissen dass er abgemagert ist.“ Sagte ich
„Nein, na ja das auch aber…er sieht geil aus!“
„Brad!?“ stöhnten Mike und ich im Chor
„Mit dem würde ich gerne…“
Brad konnte den Satz nicht zu Ende führen denn Mike fiel ihm ins Wort.
„Wehe du denkst auch nur daran.“ drohte er
„Da hat wohl einer unseren Chester gern.“ Grinste Brad
„Und wenn schon.“ Brüllte Mike
„Na Mike?“ hackte Brad weiter auf ihn ein
„Hört auf Jungs.“
Bat ich. Zum Glück taten sie es auch.
„Gib den Typ das Geld hier, er soll sich was Vernünftiges kaufen.“
Brad packte ganze 200.000 € auf den Tisch. Verwundert sah ich zu dem Geld, steckte es ein.
„Wann wollen wir es ihm sagen?“
„Keine Ahnung Mike.“
Zuckte ich mit den Schultern. Mike seufzte und aß noch etwas.
„Und jetzt?“ schnaufte Rob
„Na nichts.“ schmatzte Mike
„Du wie hast du es eigentlich geschafft Chester zu überreden?“
Ein paar Mal sah er zu mir, zu Brad, zu Rob dann wieder zu mir.
„Nu?“ ich runzelte die Stirn
Mikey schluckte und sprach.
„Weiß ich auch nicht.“
Das ließ mich vom Stuhl fallen.

„Joe!“
Schrieen sie alle aber keiner fing mich auf, toll, hoffentlich wird das keine Beule.
„Hast du dir sehr wehgetan?“
Brad stand vor mir und half mir hoch.
„Ach nee.“ Antwortete ich leicht
Mike sah mich mit großen Augen an, biss kurz von den Brötchen ab und kaute…gaaaaanz langsam.
„Habt ihr den hypnotisiert oder warum starrt er mich an?“
„Keine Ahnung Joe.“ Sagte Rob
Endlich raffte Mike wieder was, denn er stand auf und lief ins Wohnzimmer.
„Na toll.“ Seufzte ich


Mikes POV

Schweigend ließ ich mich auf der Couch fallen. Stemmte die Arme unter meinen Kopf, kaute noch langsam weiter und schluckte. In Gedanken versunken schloss ich die Augen. Tja, wie hab ich Chester eigentlich überreden können? Nicht mal das wusste ich, komisch, er hätte doch gehen können, seine Hand lag doch auf der Türklinke, merkwürdig. Ah ich hab’s. Bestimmt will er nicht wieder ein Penner sein, anders kann ich es mir nicht erklären. Werde ich diesen Typen je verstehen? Obwohl er sympathisch ist erscheint er mir ängstlich…oder bin ich so schlimm? Vielleicht muss er erstmal mit uns klar kommen. Es heißt ja wenn man redet steigert das Vertraue, leider ist er im Bad da kann ich nicht einfach reinplatzen und sagen: „Yo Chester ich muss mit dir reden.“ Wie würde das denn aussehen? Ganz schön bedeppert. Ach man, frag mich immer noch wie wir ihn weismachen sollen dass wir ihn als für unsere Band brauchen? Vorallem wie wird Chester reagieren? Das wüsste ich zu gern. Es ist noch zu früh um es ihm zu beichten, wenn der Zeitpunkt da ist macht das eh Joe, denn ich kann so was nicht. Nie könnte ich dabei in seine Augen schauen. Krach! Ein lauter Türkrachen störte mich in meinen Gedankenstraum. Neugierig sprang ich auf, wollte wissen wer es war. Die Tür von Chesters Zimmer schloss sich, mehr sah ich nicht. Mit einem Kloß im Hals bewegte ich mich zur Tür. Ich erschrak als plötzlich von drinnen eine Gitarre gestimmt wurde. Wunderschöne Klänge kamen von diesen Raum, ein weiterer Schock durchfuhr mein Herz als Chester anfing zu singen. Sofort hörte ich aufmerksam zu, setzte mich auf den Boden, lehnte mich an der Tür an. Diesen Song kannte ich, es war Soul Song von Grey Daze. Diese Stimme fraß sich in meine Haut, in die Seele, in mein Herz. Verträumt fielen meine Augen zu. Beruhigend fiel ich in eine Traumwelt. Aber als er aufhörte peilte ich das sofort. Gerade in diesem Moment kam Phi mit Berry zurück. Hektisch stellte ich mich hin, ging unauffällig zum Hund, führte ihn in das Zimmer von Chester. Ich klopfte.
„Ja“ erklang eine weiche Stimme

Mutig öffnete ich diese Tür, das saß er, auf dem Fensterbrett, die Gitarre in den Händen haltend.
„Du möchtest doch sicherlich deinen Hund.“ Fragte ich
Er nickte nur mit dem Kopf. Enttäuscht ließ ich Berry zu ihm, schloss die Tür. Toll, nicht mal reden tut er mit mir. Kann sein das er seine Ruhe braucht? Was weiß ich. Knurrend lief ich zurück zu Joe. Wütend fiel ich auf den Stuhl.
„Was ist…“
Wollte Joe reden aber ich fiel ihm ins Wort.
„Frag nicht.“ Forderte ich gereizt
„Tu ich aber.“
„Dann bekommst du keine Antwort.“
Gnatzig stemmte ich die Arme an meine Brust, sah wütend aus dem Fenster.
„Chester redet nicht gern mit mir.“ verriet ich
„Ach quatsch.“
„Nicht quatsch, es ist so.“
„Eben nicht.“ wollte Joe mich überzeugen
„Was würdest du machen wenn du Chester wärst?“
Diese Worte forderten mich zum Nachdenken auf.
Gute Frage, schätze mal ich hätte es genauso gemacht wie er, mich in einem Zimmer verkriechen, mit anderen nicht reden, einfach alleine sein.
„Du hast Recht.“ gab ich zu
„Wusste ich es doch.“ meinte Joe stolz
„Soll ich das Geld ihm heute schon geben?“ fügte er hinzu
„Lieber nicht, bestimmt bleibt er den ganzen Tag in dem Zimmer.“ sagte ich
„Irgendwann muss er aufs Klo oder er kriegt Hunger.“
„Nicht unbedingt.“ rief ich
„Man es ist zum verzweifeln.“ stöhnte Rob
„Lass den Kopf nicht hängen.“ Riet Joe
„Der Hund ist so süß.“
Freute sich ein tänzelnder Phi der sich einen Saft presste. Vor Freude fing er an mit seinen Unterkörper rum zu wackeln, was sich auch tanzen nennt. Alle stöhnten, fassten sich an die Stirn. Wenigstens ein Mensch ist mit Berry glücklich.
„Ihr hättet sehen müssen wir er einen Schmetterling hinterher jagte.“
Grinste Phi und setzte sich mit den Saft zu uns am Tisch.
„Ey ihr Schmollgesichter.“
Phoenix boxte Joe am Arm an. Joe schwieg immer noch.
„Wollt ihr den ganzen Tag hier so rum sitzen?“ fragte Phi
Schon standen Brad, Rob und Joe auf, gingen in ihre Zimmer.
„Reicht dir das als Antwort?“ grinste ich
„Yes.“ Grinste er breit zurück
„Was meinst du wird er bei uns einsteigen?“
„Mike das weiß keiner, es liegt in seinen Händen.“
„Aber wenn du Chester wärst, würdest du dann?“

„Nein.“ Sagte er knapp
Verdutzt schaute ich zu Phi, runzelte meine Stirn.
„Warum nicht?“
„Weil das Vertrauen fehlt.“
Er führte sein Glas zu Munde.
„Du meinst dass er uns das nicht glauben würde?“
„So ungefähr.“
Phi legte sein Glas in die Spüle.
„Es muss eine andere Möglichkeit geben.“ knurrte er
„Wie meinst du das?“ wollte ich wissen
„So dass er fragt.“
„Also das er uns fragt ob er in die Band kommen kann?“
„Genau.“
Schweigend lief zum offenen Fenster, setzte mich aufs Fensterbrett.
„Wenn er nie wieder in eine Band spielen will?“
„Dann haben wir Pech.“
„Ja aber wir können ihn nicht rauswerfen wenn er tatsächlich nicht will.“
„Was bleibt uns anderes übrig?“
„Scheiße.“
Das können wir nicht mit ihm machen. Zuerst holen wir Chester hierher, obwohl er nicht weiß warum, dann wenn er gegen die Band ist werfen wir ihn auf die Straße zurück. Ohje…wir hätten ihn nie hierher holen dürfen. Bitte Chester entscheide dich für die Band. Seufzend räumte Phoenix die Küche ein wenig auf. Beinahe schmiss er mich ausm Fenster als er das Fensterbrett, wo ich drauf saß, abwischte. Ungestört spielte er weiter Hausfrau. Mit einer Bierflasche in der Hand sah ich aus dem Fenster. Als ich meinen Kopf nach rechts drehte sah mich Berry an. Vor Schreck ließ ich die Flasche fallen. Es ist ungewohnt dass ein Hund auch aus dem Fenster guckt.
„Mike!“ schrie Phi
„Ich hab gerade alles sauber gemacht.“ Meckerte er traurig
„Tut mir Leid.“ Entschuldigte ich mich
„Was soll’s, hab eh Langeweile.“
Erneut sah ich um die Ecke, stützte mich vom Fenster so weit raus wie ich konnte. Berry war nicht zu sehen, statt diesem Hund saß Chester am Fenster. Fast lächelte ich ihn an, kurz sah er mich an…mit einem einsamen, verlorenen Blick, danach lächelte er ganz kurz zurück. Chester sprang vom Fenster, machte dieses zu. Aus Freude machte ich es auch, ich fiel Phi in die Arme der gerade einen Lappen in der rechten Hand hatte.
„Er hat mich angelächelt.“ Prahlte ich los
„Oh Gott.“
„Geil.“ Kreischte ich wie ein Mädchen
„Beruhig dich mal wieder.“
Phi batschte den Lappen mitten in mein Gesicht.
„Wäääh!“

„Hör auf zu jammern.“ Seufzte Phi
„Gut dann freu ich mich wieder.“
Grinsend machte ich es auch.
„Das ist ja noch schlimmer.“ Rollte Phi mit den Augen
„Gut, dann bocke ich lieber.“
„Nein, freu dich lieber.“
Aber dazu hatte ich auch keine Lust mehr. Wenigstens hat er mir schon zu gelächelt. Na ja, das soll schon was heißen. Fröhlich sprang ich in mein Zimmer. Volle Kanne drehte ich Guns´N´Roses auf. Hektisch machte ich das Fenster auf, auf die Hoffnung das Chester wieder Fensterbrett saß. Ich wurde enttäuscht, Mist, hab vergessen dass er das Fenster geschlossen hatte. Egal, tu ja grad so als wäre Chester der erste Mensch den ich je gesehen hab. Hoffentlich kommt er in unsere Band, es wäre eine Schande wenn nicht, denn es würde für ihn bedeuten dass er wieder unter der Brücke schlafen muss. Wie spät haben wir es eigentlich? Oh 13 Uhr.. na ja. Gut gelaunt ließ ich mich rückwärts aufs Bett fallen. Ich sang ein paar Strophen mit, schloss dabei die Augen. Plötzlich schlug eine Tür auf. Es war die von Chester unsere Zimmer lagen nebeneinander. Meine Tür stand offen, deshalb sah ich Berry der hinter Chester her tapste. Neugierig sprang ich auf, schlich mich in den Flur. Sicher schaute ich um die Ecke, im Wohnzimmer war er nicht. Im Bad will ich nicht unbedingt nachschauen. Schließlich kam ich zur Küche. Dort lag auf der Arbeitsfläche ein Brett, mit Messer und viel Gemüse. Als er sich zu mir umdrehte erschrak ich leicht.
„Tschuldige wo sind hier Pfannen?“
Sprach er mich plötzlich an.
„Ähm da unten.“
Er nahm sich eine große Pfanne heraus.
„Ich darf oder?“
Fragte er mich und wollte das Messer weg legen.
„Yo klar natürlich.“
Ich setzte mich auf einen Stuhl. So wie es aussah hatte er vor zu Kochen. Moment, ein Mann der kocht? Hallo? Träum ich? Kneift mich jemand? Ich glaubs nicht, der kocht echt. Fast wie ein Koch.
„Was guckst du so?“
Sagte Chester ganz leise, richtig schüchtern.
„Du kannst kochen?“
Verblüfft hackte er das Gemüse in kleine Streifen und Würfel.
„Ja meine Eltern haben nie gekocht, deshalb musste ich selber zum Kochlöffel greifen.“
„Achso, dachte schon du hättest in ein Restaurant gearbeitet.“
Berry stand neben mir, wedelte mit dem Schwanz. Er hüpfte auf meinen Schoß, der ist so schwer. Mittlerweile mischte er Reis + Gemüse + Nudeln in die Pfanne. Ab jetzt roch es urst lecker. Mir lief das Wasser im Mund zusammen.

Mit Chester kann man sich sehr gut unterhalten, seine Stimme klang Hoffnungsvoll. Ich warf Berry runter, versuchte die ersten Annährungsversuche *g*. Neben ihn kippte ich Bier in 6 Gläser da ich stark annahm das Chester auch Bier trank. Wenn nicht kriegt er eben was anderes *hehe*. Eindeutig spürte ich die Blicke die er mir rüber warf. Diese konnte ich nirgends zu ordnen. Wie ein Schlag durchdrangen seine Blicke in meinen Körper. Mystisch und geheimnisvoll, so würde ich seine Anwesenheit beschreiben. Chester gab seinen Hund etwas vom Fleisch. Die Biergläser stellte ich auf den Tisch. Holte Teller und Besteck heraus. Dann setzte ich mich erneut auf den Stuhl. Total gelangweilt spielte ich mit einer Gabel rum, natürlich fiel diese vom Tisch. Chester ließ sich nicht stören was mich wunderte. Wenn irgendwas runter fällt schauen die anderen einen sofort was es war. Er ist anders.

Chesters POV

Na klar ich und Koch *mua*. Nee, nie im Leben, das ist nur Kinderkram was ich hier mache. Ohje und wie er mich mustert. Ein warmes Gefühl schoss in meinen Kopf, verbreitete sich weiter. Unkontrolliert brate ich das ganze an. Sah in einigen Schränken nach, hey klasse, Pudding. Den muss jeder essen. Immer wieder sah Mike zu mir rüber. Fast hätte ich die Milch neben den Topf gekippt. Verzweifelt fasste ich mir an die Stirn. Dieses Gefühl…lässt es überall kribbeln. Nein. Nein das darf ich nicht zulassen. Bitte nicht…was…es…das Kribbeln…tatsächlich…es hat aufgehört. Erleichtert rührte ich alles in der Pfanne um. Ohne was zu sagen teilte ich die Reispfanne gerecht auf, in 6 Schalen ließ der Pudding rein. Dazu noch halbe Kirsch und Erdbeerhälften. Mike staunte nicht schlecht, rief die anderen zum Essen. Nach und nach torkelten sie alle hintereinander in die Küche.
„Hat wer was bestell?“
„Nein Rob, das ist Chesters Werk.“ antwortete Mike
Alle sahen zu mir. Unschuldig klappte ich das Fenster an.
„Erstaunlich.“ stöhnte Phi
„Nun setzt euch.“ Rief ich
Brad zog sein Cap nach links, starrte das Essen an. Endlich pflanzten sich alle, ich tat es ihnen gleich.
„Lecker.“
Schrieen sie alle nach einem Bissen. Geschmeichelt musste ich lächeln.
„Hey zum ersten Mal lächelst du.“
Flüsterte Mike der gegenüber saß. Muss der das sagen? Dann grinste er noch so schlimm. Ruhig aß ich weiter zumindest versuchte ich es. Phi schlang alles runter. Rob, Brad und Joe aßen langsam, genossen es anscheinend. Zum Glück war ich schon fertig. Legte alles in die Spüle, verschwand in mein Zimmer. Berry blieb weiterhin bei den anderen, der kleine Fresssack bettelte für jeden Krümel. Erstmal öffnete ich das Fenster. Kramte ne Kippe aus meinen Rucksack, zog genüsslich daran. Fühlte mich freu und erleichtert.
Schwach knallte ich mich ins Bett. Starrte zur Decke, in Gedanken klebte Mikes Gesicht an der Decke. Warum sehe ich sein Gesicht in meinen Gedanken? Warum denke ich eigentlich an ihn? Ach scheiße, ich drückte die Kippe im Aschenbecher aus. Bitte lass dieses eigenartige Gefühl schnell verschwinden. So ein Gefühl, das ich nicht kenne. Ich mach mich doch vollkommen zum Deppen. Vollkommen depressiv schrieb ich auf ein Blatt einen Song, aber wütend zerknüllte ich diesen, warf ihn gegen die Tür. Kurz danach kam Joe herein. Ein wenig geschockt sah er mich an, dann zum Zettel. Zielstrebig hob er ihn auf, las berechtigt. Vorher wollte ich ihn davon abhalten. Leider fiel ich dabei ins Bett während er las.
„Wie machst du das?“ sprach er
„Was?“
„Das!“
Joe tippte mit dem Finger auf den Zettel.
„Weiß nicht.“ Brachte ich nur heraus
„Ist egal, das müssen die anderen sehen.“
“Nein!“
Schrie ich, es war zu spät. Lachend rannte Joe durch den Flur. Ich sprang um ihn einzufangen scheiße war nur das er zur Küche abbog, deshalb krachte ich voll auf die Fresse.
„Ey seht mal!“
Schrie Joe durch die ganze Wohnung, der Zettel ging durch die Runde und die Augen wurden größer. Nach und nach sahen sie mich alle an. Am Kopf kratzend ging ich zu den anderen…aber hielt immer noch etwas Abstand.
„Warst das wirklich du?“ drehte sich Mike zu mir um
„Yo.“
Antwortete ich kurz, schon allein wenn sich unsere Blicke trafen begann es in mir zu brodeln und zu kochen. Was ist das? Warum geht das nicht weg? Ist es Liebe...Nein….das kann nicht sein, niemals….nicht bei Mike. Fast weinend durch dieses ungewisse Gefühl im Herzen lief ich zum Fenster, sah nach draußen. Eine warme Hand legte sich auf meine Schulter.
„Du schreibst wunderschöne Texte.“ flüsterte Mike
„Äh…danke.“ stotterte ich
Man was will er denn, er macht nur alles schlimmer. Geradezu drohte mein Herz zu explodieren.
„Mike hör auf ihn zu belästigen.“ Rief Joe uns zu
Wenigstens einer der mich retten will.
“Ich belästige ihn doch gar nicht.“ Brüllte er zurück
„Oder?“ hauchte er in mein Ohr
Jetzt stellt er mir auch noch diese Frage…aus Druck sagte ich Nein, ganz leise. Sodass er es kaum verstehen sollte, anscheinend hat er es doch.
„Warum bist du meistens so abwesend?“
Mike stellte sich nun neben mich und sah mich von oben bis unten an.

„Weil es ungewohnt ist…in einen warmen Bett zu schlafen…und sich voll zu essen…“ sprach ich
Kurz lächelte er was alles schlimmer machte.
„Daran wirst du dich gewöhnen.“
Mit der Faust stieß er gegen meine Schulter.
„Mike.“ Brummte Joe der hinter mir stand
„Was ist denn?“
„Begreif doch das Chester dich nicht mag.“ Grinste Joe
„Er mag mich aber.“
Schrie Mike und legte seine Arme um meinen Hals. Mir wurde warm…sehr warm.
„Nee tut er nicht, er mag nur mich.“
Gierig legte Joe seine Arme um meinen Bauch, beide zogen an mir als wäre ich eine Puppe, die gleich zerreißen würde. Nach rechts und links wurde ich geschubst, bis ich irgendwann in Phi´s Arme lag. Langsam strichen seine Hände durch mein blondes kurzes Haar
„Könnt ihr ihn nicht in Ruhe lassen?“ fragte Phi und drückte mich an sich
„Wir wollten doch nur…“ stotterten die beiden
„Danke.“
Seufzte ich langsam und schaute zu Phi hoch daher weil er größer war.
„Nichts zu danken, ich kann doch nicht zu sehen wie sie dich beinahe zerfetzten.“ Grinste er
„Tut mir Leid.“ Entschuldigten sich Joe und Mike im Chor
Phi ließ mich los, ich ging zu Joe, stellte mich genau vor ihm.
„Schon gut.“ Schnaufte ich
Darauf hin umarmte mich Joe, danach Mike. Ja…seine Arme lagen auf meinen Rücken während meine an seine Unterrückenpartie streiften. Seine Finger drückten mein Gesicht richtig gegen seinen Oberkörper. Es war so schön, als wäre ich im Himmel. Als wir uns lösten sah er mich an.
„Deine Wangen sind ganz rot.“ Nuschelte er
„Niedlich!“ schrie Brad von der letzten Ecke
Fuck nein! Das musste ja so kommen, das ich mich nie zusammenreißen kann…das hab ich nun davon.
„Scheiße.“ fluchte ich leise
„Brauch dir nicht peinlich sein.“ lächelte Mike
Dieses Lächeln….er macht mich verrückt. Gerade als unsere Gesichter sich näher kamen bellte Berry. Ruckartig drehte ich mich zu ihm rum. Freundlich funkelten mich seine Augen an, flehten um Essen. Nörgelnd kippte ich Hundefutter in seinen Fressnapf, stellte es neben den Geschirrspüler. Blöder Köter -.- *g*. In wenigen Sekunden war im Napf nichts mehr übrig, Berry leckte sich die Schnauze…wenigstens ist er zufrieden.
„Was machen wir jetzt?“ nörgelte Phi
„Chester kocht uns noch mal was Schönes.“ Grinste Rob

Verlegend kratzte ich mich am Kopf, noch nie wurde ich so für meine Kochkünste gelobt…so berauschend waren sie gar nicht.
„Nein, denkt doch mal nach.“ Forderte Mike
„Wir können nicht denken.“ Sprach Brad und sah zu mir
„Halts Maul!“ schrie Joe
„Wie viel Geld haben wir eigentlich?“ wollte Rob wissen
„569. Warum?“ flüsterte Brad
„Nur so…weil wir noch die Rechnungen bezahlen müssen.“
„Scheiße.“ Murmelte Brad
„Das wird nämlich nicht reichen…“ sagte Mike traurig
Kurz überlegten alle, ließen schon richtige Dampfwolken aus ihren Köpfen schweben.
„Dann muss ich halt wieder meinen Job erledigen.“ Gähnte Brad
„Du meinst…?“ fragte ich vorsichtig
„Ja das mein ich, du kannst mein erster Kunde sein.“ Grinste Brad
Vor Schock weiteten sich meine Augen.
„Nein, lass Chester in Ruhe, wehe du berührst ihn an bestimmten Stellen.“
Mike haute auf den Tisch und sah tief in Brads Augen, dieser musste wohl den Hass gesehen haben und ließ nach.
„Schon klar, Mikey, du kannst ihn ja behalten.“
Klopfte Brad ihm auf die Schulter.
„So war das nicht gemeint!“ schrie Mike
„Das hätte ich auch gesagt.“ Brad stand vom Stuhl auf
„Brad nur weil du schwul bist muss ich es auch nicht gleich sein!“
Sprach Mike ernst und mit einem Funken von Wahrheit. Dabei ging er Brad hinterher, beide blieben vor mir stehen. Mal wieder musterte mich Brad genau, sah schließlich in meine Augen und lächelte.
„Schon klar…“ murmelte Brad
Mike atmete schnell, ließ seinen Kopf leicht hängen, sah mich kurz an und ging ins Wohnzimmer.
„Tschau!“
Verabschiedete sich Brad noch bevor er aus der Tür ging. Nachdenklich ließ ich Wasser in das Waschbecken ein, fing an abzuwaschen. Nach und nach umhüllte mich wieder diese ungewisse tiefe Dunkelheit, fraß mein Herz aus und spuckte die Seele aus dem Körper. Die zitternden Hände verloren die Kontrolle, Teller fielen zu Boden. Rob schrak auf und half mir die Scherben weg zu machen. Von weiten sah man wie Mike auch zur Küche schaute um zu wissen was geschehen war, seufzend ließ er sich wieder auf die Couch fallen.
„Tut mir Leid…ich.“
„Du brauchst dich nicht entschuldigen.“
Rob warf mir ein knappes Lächeln zu.
„Geh nur, ich mach das.“
Er half mir hoch und drückte mich aus der Küche. Nun stand ich da…wie angewurzelt.
Wusste nicht ob das Wohnzimmer mein nächster Ort sei…mutig schluckte ich und trat ein. Mike lag auf der Couch, zeppte ein paar Kanäle rauf und runter. Seine Blicke waren nicht gerade fröhlich.

Mit einem Kloß im Hals schritt ich voran, bis zur Kante der Couch. Ängstlich tasteten sich meine Finger auf der Lehne entlang, trauten kein Geräusch zu hinterlassen.
„Was willst du?“
Erklang Mikes stimme fast schon kalt.
„Es tut mir leid...wenn du dich mit Brad streitest, ist es meine Schuld...“
Stotterte ich, hatte das Gefühl, das Mike mich nicht richtig wahr nahm. Er stützte seinen Kopf in die Hände und seufzte, danach lachte er leise.
„Das ist lieb von dir, aber du brauchst dich nicht zu rechtfertigen!“
Ich sah ihn stumm an
„Brad hat manchmal solche „Durchkracher“, er versucht immer uns alle für schwul zu verkaufen... das kotzt mich langsam an!“
„Ja, aber seitdem ich hier bin wird alles anders...“
„Das ist gut so!“ unterbrach er mich
Mit seiner Hand machte er mir klar, das ich mich neben ihn setzten sollte. Zitternd setzte ich mich dazu.
„Du bringst frischen Wind in unsere W.G.“ freute er sich
Verdutzt sah ich ihn an.
„Du erscheinst mir noch ein wenig fremd...“
Mike rückte immer näher zu mir
„...aber das wird sich bald ändern“
„Ähm...hm...ja...hoffentlich“
„Hey, wie wärs, wenn wir morgen eine Tour durch die Stadt machen, natürlich auf meinem Motorrad!“ Zwinkerte er mir zu. Verdammt, wie süß!
„Du kannst Motorrad fahren?“
„Sieht ganz so aus!“ lächelte er
„Meinetwegen!“ lächelte ich zurück
Mike grinste mich mit zugekniffenen Augen an. Meine Ellenbogen lagen auf den Beinen, die Hände stützten meinen Kopf. Ich sah zu Boden. Berry tapste mit wedelndem Schwanz zu uns, sprang auf die Couch und legte den Kopf auf Mikes Schoß. Lächelnd glitten seine Hände durch das glänzende Fell.
„Findet ihr es wirklich schön, was Brad mit den Leuten macht?“ sprach ich
Fast Kalt schaute er zu mir
„Es ist die einzigste Möglichkeit Geld zu bekommen!“
„Geld, scheiß Geld! Fast jeden Tag oder besser jede Nacht besorgt Brad sich einen oder eine und schleift sie ins Bett“ schrie ich
In Gedanken dachte ich, das vielleicht diese Personen mehr für Brad empfinden könnten...ich weiß, ich kann mich zu gut in die anderen Menschen hineinversetzen...doch was soll ich nur tun?
„Hey, was regst du dich so auf? Es ist seine Sache!“ brüllte er fast
Berry erschrak und sah uns beide an
„Ja toll, hat jemand dran gedacht, wie diese Leute sich „danach“ fühlen müssen, weil sie vielleicht dachten, das da mehr als Sex wäre?“ schrie ich
Dabei liefen Bilder der Vergangenheit wie ein Film in meinem Kopf ab.
„Warum brüllst du mich deshalb so an? Du hast doch eh keine Ahnung!“ sagte Mike
Das traf mich hart, ich sprang auf, sah ihn nicht einmal mehr an, lief in mein Zimmer und knallte die Zimmertür hinter mir zu. Da ich wusste, das Mike mir hinterher laufen würde verschloss ich die Tür von innen. Es gab nur diesen einen Schlüssel.

,,Hey Chester!" schrie Mike hinter der Tür
,,Geh!" rief ich laut
,,Was hab ich denn getan?"
Er schlug gegen die Tür, so gewaltsam das ich dachte die Tür bricht gleich zusammen. Wie Mike so gegn die Tür depperte erinnerte mich an damals. Wenn ich mich im Zimmer einschloss, bis später Vater rein wollte um das zu bekommen was er wollte.
,,Chestr tut mir Leid wenn ich dich irgendwie verletzt habe, lass mich doch rein..." wimmerte er fast
Einige Minuten krachte es noch an der Tür. Dann verriten mir seine kleinen langsamen Schritte und das Türknorksen das er auch in sein Zimmer ging. Ich ließ mich aufs Bett fallen. Jetzt wurde mir bewusst das Mike nichts getan hat...ich hab nur falsch reagiert. Schuldgefühle setzten sich in mir frei. Mal wieder drehte ich mich zur Wand um. Mal wieder hatte ich Schuld, mal wieder fielen kleine, schwache Tränen auf das weiße Bettlaken.
,,Verdammt, warum ist es so kompliziert?"
Sprach ich leise. Wütend auf mich selbst schlug ich ein paar mal die Faust ins Bett. Ich bring hier alles durcheinander. Wenn ich noch länger bleibe streite ich mich noch mit Joe oder Phi. Ich mach alles kaputt, mach alles schlimmer als es vorher war, ich bin ein Vollidiot... Die Wut und die Selbstbeschuldigungen verfloge...ich dachte an Mike. Mir wurde warm. Tränen in den Augen trockneten aus, mein Herz sprang von einer Seite zur anderen. Was macht er mit mir...? Ein Kloß im Hals war Schuld daran, das ich fast keine Luft bekam. Leise wimmernd rollte ich aus dem Bett. Krabbelte unters Fensterbrett, zog die Vorhänge vors Fenster, kramte in eine Schublade vom Schrank der neben mir stand und holte eine kleine Schachtel heruas. In diese befanden sich noch Spritzen mit ein paar Tropfen Flüssigkeit...sogar eine Rasierklinge, Messer, Nadeln und Kerzen lagen da drinne. Die Hand griff zur Klinge. Das Herz pocherte noch voll mit Liebe. In meinen Armen kribbelte es vor Nervosität. Ruhig, jedoch ängstlich setzte ich die Klinge ans Fleisch an, einige Narben zeichneten sich noch auf meinen rechten Arm, von früher. Deshalb laufe ich hier nur mit Pullover rum. Noch einmal schloss ich die Augen, vergaß alles um mich herum. Vernahm kein Ticken der Uhr mehr, kein leiser Windhauch der durch die Fenster schleifte, kein Atem der aus meinen Mund floh... Schli8eßlich öffnete ich diese wieder. Fest entschlossen schnitt ich eine tiefe weitere Wunde in den Arm. Darauf folgten noch mindesten 7 andere Wunden. Ganz langsam floss Blut aus den Narben, es ströhmte schon regelrecht. Es war beruhigend wie diese rote Flüssigkeit über den Arm glitt. Als würde sie den Schmerz weg ätzen wollen... Erleichtert fuhr meine linke Hand über die Stirn. Tief durchatment schnitt ich noch eine ins weiche, blutübersäte Fleisch. Ein leises Seufzen schreckte aus meinen Mund, ein kleiner Schrei hallte durch den Raum. Zu laut war wohl dieser, denn Joe donnerte mit der Faust gegen die Tür.
,,Chester!"
Dieser Ruf erschreckte mich deswegen rutschte mir die Rasiwerklinge aus, sie ritzte einen Teil meines Unterarmes auf. Laut schrie ich auf.
,,Verdammt Chester!!!"
Joes Stimme wurde lauter, ängstlicher. Man hörte das Phi noch hinzu kam. Unbewusst verlor ich die Kontrolle über den Körper, so kam es das meine rechte Hand die Spritze griff, am linken Unterarm ansetzte und die Nadel darein drückte und abspritzte. Zitternd landete diese zu Boden.
,,Chester!"
Hörte ich sie beide noch laut rufen, danach fiel ich ins Koma.

Mikes POV


Gelangweilt und Gedanken zerstreut hörte ich Disccman. Zeihcnete nebenbei noch eine kleine Skizze auf ein Schmierblatt, es entstand ein eingefrorenes Herz...keine Ahnung was mich dazu getrieben hat ausgerechnet das zu zeichnen. Warum rastete Chester nur so aus? Hab ich etwa was falsches gesagt, oder gar getan? Scheiße wenn es noch schlimmer kommt will er vielleicht nicht in unsere Band...dann bin ich Schuld. Außerdem ist er so ein netter Kerl, vorallem ein sehr begabter Kerl. Der Songtext allein war schon genial. Wenn nicht er bei uns einsteigt, wer dann? Einen anderen nehme ich nicht in Kauf, da kann der noch so gut sein! Hm...jetzt aber zurück zu Chester...was er wohl grad macht? Stirnrunzelnd sah ich zur Wanduhr... 23:11 mhm. Ohje mein Mund trocknet gleich aus, ich brauch unbedingt ein frisches kaltes Bier. *lippen leck*g*. Schnurstracks schlug ich die Tür auf, ahnte noch nichts, bis ich an Chesters Zimmer vorbei schlich und Joe mit Phoenix bedrückt an der Bettkante saßen. Beunruhigt streiften meine Augen über den mit Blut bedeckten Boden, auf dem eine blutverschmierte Rasierklinge und eine runtergedrückte Spritze lag.
,,Nein.."
Flüsterte ich still. Phi und Joe nahmen mich erst jetzt wahr.
,,Wir haben ihn am Boden liegend aufgefunden."
Kam Phiphi mir entgegen. Die Tür war eingebrochen.
,,Ich brauch erstmal ein Schluck Wasser!"
Phi legte seine Hand auf meine Schulter, schubte mich ins Zimmer und verschwand in der Küche. Erstmal stand ich wie gelähmt da, starrte nur zu Chester der ruhig im Bett lag.

Ruhig und langsam stieg und sank der Brustkorb. Joe legte einen nassen Lappen auf seine etwas heiße Stirn. Wie ein Kind was tot krank war sah er in diesen Augenblick aus. Gedankenlos schlenderte ich zu den beiden. Chesters Augen zuckten, das ließ mich ein wenig lächeln.
,,Hey..."
Erklang Joes Stimme sanft als die Augen auf gingen. Wie versteinert war ich in seinen Augen gefangen. Bildete ich es mir nur ein, oder spiegelte sich in diesen dunkel braunen Augen einen Totenkopf wieder? Ich rieb mir die Augen, der Schädel war verschwunden.
,,Na endlich, hab mir schon Sorgen gemacht."
Gestand Joe. Chester sah kurz zu ihm, danach lange in meine Augen. Er hob seinen linken Arm, betrachtete den tiefen Schnitt genau. Betroffen schaute ich zu Boden. Genau gesagt zur Spritze.
,,Warum hast du das getan?"
Fragte ich ihn zerbrechlich. Er hingegen holte tiefe Luft, zeigte keinerlei Reue. Er schloss die Augen, versuchte mich zu ignorieren. So leicht gab ich nicht nach, ich ging in die Hocke, rüttelte an ihn.
,,Verdammt du hättest drauf gehen können!"
,,Wäre auch...besser...gewesen...."
Mein Herz zogsich zusammen....was? Innere Stiche nahm ich wahr...doch in mir brodelte Wut.
,,Wie kannst du nur denken das du mir..."
,,Lass!"
Legte Joe somit die Hand auf meinen hängenen Kopf.
,,Es wäre besser...wenn du...jetzt gehst."
Schwach und traurig presste Chester diesen Satz heraus. Einwenig geschockt, rannte ich erneut in mein Zimmer. Was hab ich nur falsch gemacht? Allein meine Anwesenheit scheint ihn zu stören. "Es wäre besser wenn du jetzt gehst" Pah! Was hat der ganze Scheiß zu bedeuten? Es erscheint als würde jede Minute die vergeht uns immer mehr auseinander reißen. Ist er wegen dem Streit vorhin noch sauer? Er ist so kompliziert...man weiß einfach nicht was er gedenkt. Chester ist undurchschaubar. Wie ein Spiegel, man glaubt in sein Innersten zu schauen, dabei sieht man des seinem. Einfach...beängstigend. Mittlerweile lag ich müde in mein schönes weiches Bett. Gähnte so gute 10 Minuten vor mich hin. Schlief seelenruhig ein.

Joes POV

Eine ganze Weile lag Chester einfach nur so da. Bis ich ihn nochmal fragte, warum er das tat. Er erklärte mir das er durcheinander war, keine Kontrolle mehr hatte und alles vergaß. Ein müder Hund fiel ins Bett, kuschelte sich an Chesters warmen Körper. Er beichtete noch das er es nicht erklären kann, warum er mir dies erzähle. Chester muss total "down" gewesen sein, alleine wie er redete bereitete mir Gänsehaut. Anscheinend vertraut er mir. Weil alles so durcheinander geraten schlug ich vor erstmal zu schlafen. Seine Wunden wurden von Phi nochmal schnell verarztet. Schnell schmiss ich mich total erschöpft in meine Kiste.

Chesters POV

Durch Berry wurde ich wach, er stoß andauernd gegen meinen Bauch. Was will er denn...? Genau das verriet mir sein Bauch, er knurrte wie verrückt.
,,Na komm!"
So sprang ich auf, ging mit ihm in die Küche. Fröhlich bettelten die Klopsaugen, der Schwanz schwing hin und her. Schließlich bekam er sein Futter. Ich streichelte ihn dabei, dachte die ganze Zeit an Mike. Scheiße...das darf nichtwahr sein...schon wieder kribbelte und kochte es in mir. Verkümmert saß ich einfach so da, bis die Haustür langsam und leise aufgeschlossen wurde.
,,Rein in die gute Stube!"
Das war Brads Stimme.
,,Soll ich gleich in dein Zimmer?"
Kicherte eine männliche Person. Nachdenklich schreckte ich auf, hielt mich fast vor Angst an der Tischkante fest.
,,Morgen Chaz du bist noch wach?"
,,Morgen trifft es genau..."
Stotterte ich mir zusammen. Die Beide traten in die Küche.
,,Das ist Daniel, Daniel, das ist Chester."
,,Hallo Chester!"
Begrüßte mich Daniel mit einer notgeilen Stimme.
,,Wir gehen dann, schlaf gut."
Verabschiedeten sie sich. Berry sah mich total blöd an ein Lächeln huschte über meine Lippen. Ein paar Minuten war ich noch in der Küche. Wollte zurück in mein Zimmer, auf den Weg dorthin...musste ich an Brads Zimmer vorbei. Von da aus kamen Geräusche, eher, lautes Gestöhne. Brad macht seinen Ruf alle Ehre. Man konnte alles hören weil die Tür ein Spalt offen stand. Seufzend ging ich dran vorbei. Ich sah zu Boden als ich um die Ecke ging, ausgerechnet krachte ich mit jemanden zusammen. Ich richtete den Blick nach oben. Es war Mike, der grad gähnte. Mir lief das Wasser im Mund zusammen, als ich ihn ohne T-Shirt sah. Er machte die Tür von Brads Zimmer zu, fasste sich an die Stirn und maschierte ins Wohnzimmer.

Ohne ein Wort zu sagen lief ich weiter. Mit einem warmen herzen fiel ich in mein bett. Hach...warum ist der Typ...so...heiß? Ich vergrub mein Gesicht in das Kissen. Er ist immernoch sauer, so kann ich doch nicht mir ihn reden. Nie wird meine scheiß Liebe erwidert ich hab es satt es reicht! Verletzt drehte ich mich um, starrte die wand an, als wäre diese unantastbar, obwohl ich sie berühre...ein Mann... wird auch für immer unantastbar für mich sein. Sowas passiert auch nur mir...ich Pechvogel! Vielleicht liegt er auch grad in sein Bett genauerer gesagt an der anderen Seite der Wand *harr* das wär so schön. Wie ein kleines Kins freute ich mich.
,,Hach Mike, Mike, Mike....Mike."
Schlummerte ich leise.
,,Ich liebe dich."

Mikes POV
Sonnenstrahlen weckten mich schon um 10:30 Uhr.
,,Ach scheiße!"
Fluchte ich leise, mir fiel die Motorradtour mit ihm ein. Ein leiser Seufzer floh aus meinen Mund. Genervt rieb ich mir die Augen. Stand vom kuscheligen Bett auf. Mit etwas besserer Laune, schmierte ich mir ein Brötchen.
,,Morgen Shinnizzle!"
Trat Phi in den Raum.
,,Ist Chester schon wach?"
,,Siehst du ihn hier etwa?"
,,Nee hätte ja sein können das du...ach schon gut."
,,Hm...warum willst du es wissen?"
,,Weil ich mit Berry raus gehen will..."
,,Du scheinst dieses Tier zu lieben oder?" grinste ich
,,Yes."
,,Brad hatte gestern oder heute Nacht einen Kunden." sprach ich
Mit großen Augen sah er mich an, verdrehte schließlich diese und biss ein Stück von seinem Toast ab. Schon in diesen Moment kam Brad stolz mit viel Geld in der Hand herin und lächelte.
,,Die Rechnungen sind gleich erledigt." grinste BBB
Wenigstens etwas gutes...
,,Schön zu wissen." motzte ich ein wenig rum
,,Mike was ist los?" sorgte sich Phi
,,Nichts! keifte ich ihn an
Eine Weile nippte ich an mein Glas mit Bier herum. Bis es erneut los ging.
,,Sag schon!" befahl Brad
Gereizt setzte ich mich aufs Küchenfensterbrett.
,,Mike was ist mit dir?" fragte Rob der unterm Türrahmen stand
Warum nerven die mich alle? Spielen sie nur auf was an? Was wollen die...?
,,Mike..." erklang nun auch Joes Stimme
Irgendwann gewinnen die ja eh.
,,Ich hab mich mit Chester gestritten."
Brachte ich nur leise heraus. Stille kehrte ein.
,,Das war so klar." kicherte Brad
Stutzig sah ich zu ihm.
,,Wir verstanden uns mit ihm und du schaffst es nicht mal 3 Tage lang." zickte Brad rum
Das traf mich...
,,Was kann ich dafür wenn der sich so aufregt!"
,,Wer weiß was du wieder raus gehauen hast -.-"
,,Nichts! Glaub ich."
Versuchte ich mich zu wehren. Hat er etwa Recht?...Fuck...alles mach ich falsch! Ein lautes Türkrachen holte mich aus meinen Gedanken. Chester? Ich sprang vom Brett, stand nur so da. Chester kam angezogen nicht zu uns, sondern ins Wohnzimmer.
,,Geh!"
Schubste Joe mich ins Wohnzimmer. Er saß auf der Couch knipste den Fernseher an. Spontan setzte ich mich neben ihn. Er beachtete mich nicht.
,,Chester!"
Ich legte die Hand auf seine Schulter, er zuckte zusammen. Ein wenig geschockt sah ich in seine dunkelbraunen Augen und las Schuldgefühle ab.
,,Es...ich entschuldige mich, egal für was, wenn ich was falsches gesagt habe nehm ich es hiermit zurück...aber rede bitte mit mir." beichtete ich
,,Ich hätte dich nicht anschnauzen dürfen, es tut mir Leid!"
Flüsterte er langsam. Ich musste grinsen...
,,Darf ich dich umarmen?"
Fragte er mich lieb, wie ein Kind...irgendwie niedlich. Ohne eine Antwort drückte ich seinen Körper an meinen. Unsicher lagen seine Arme auf meinen Rücken, meine hingen an seinen Nacken. In diesen Moment fühlte ich mich so sicher. Ich weiß nicht wie ich es sagen soll...vielleicht so...ich fühlte das mich wer braucht...
,,Du kannst mich wieder los lassen."
Flehte ich, bevor mein Körper noch zerquetscht wird.
,,Oh..."
Wir beide lächelten uns an. Die Augen von chester brannten sich in meinen Kopf.

Sie erzählen so viel von seiner Seele. Hey...? Hört der auch mal auf? Huhu? Hallo Chester....der starrt mich die ganze Zeit an...wurde er verhext?*g* er macht mir Angst XD
,,Huhu pennst du etwa?"
Meine Hand fuchtelte vor dem hypnotiesierten Blick rum.
,,Hä? Achja...ähm....ich geh....in mein Zimmer.-...und räum es auf....also dann....ähä ^-^"
Nervös ließ er mich alleine.
,,Ich geh spazieren."
Brüllte Phi der Berrys Leine in der Hand hielt.
,,Tu das! antwortete ich
,,Das werde ich los Puffy!"
Krach! Phi war schonmal weg. ich ging zur Küche um mir ein bier zu holen. Nur Brad saß am Tisch und blätterte in der Zeitung rum.
,,Habt ihr euch zusammen gerauft??"
,,Yo." lächelte ich und nahm einen Schluck
,,Schön, dann geht ihr wenigstens nicht im Streit auseinander."
Fraglich setzte ich mich hinzu.
,,Wie meinst du das...?"
,,Du weißt was ich mein." schnauzte er
,,Eben net, sonst würde ich ja nicht fragen, los sag!" drängelte ich
,,Der Vermieter hat heute angerufen, durch Nachbarn hat er erfahren das Chester hier ist..."
,,Ja und?" ich runzelte die Stirn
,,Dummkopf, wir haben abgemacht das 5 Personen hier hausen wir sind 6...er kann nicht bleiben. So leid es mir auch tut!"
,,ein das darf nicht wahr sein, er kann jetzt nicht weg...."
Brad zuckte mit den Schultern.
,,Gibt es keine Chance?" wollte ich wissen
,,Vielleicht schon."
,,Ja echt? Raus damit." ich zog an seinen ärmeln
,,Er meinte wenn ich mit ihm schlafen würde, würde er es sich überlegen."
,,Worauf wartest du noch?"
,,Bist du wahnsinnig? Einfach so machich nichts."
,,Wie denn dann?"
,,Lass uns eine kleine Wette abschließen."
,,Eine wette? Ich hasse Wetten....aber sag."
,,Also schaffst du es in 1-2 Wochen, mit Chester zu schlafen, dann erkläre ich mich bereit, mein bett herzugeben, schaffst du es nicht...fliegt er raus...!"
,,Bist du bescheuert?"
Schrie ich so laut ich konnte. Brad stand auf und wollte gehen.
,,ch sag ihm er soll seine Taschen packen."
Taschen packen? Nein!
,,Warte!" ich drehte mich zu ihm
,,Ich....spiel mit....." murmelte ich
Brad grinste und nickte.
,,Deine Zeit beginnt jetzt....ich geh fernsehen.
Und schon ist er verschwunden. Joe und Rob sind einkaufen. Klasse, auf was lass ich mich eigentlich ein? Nur wegen ihm...*seufz*...ich muss mit ihm schlafen...*kurz überleg* grins, so schlimm ist es nicht. Ganze 2 Wochen...habe ich Zeit. Chester....er weiß garnicht was ihn erwartete...mhm...wie krieg ich ihn dazu mit mir zu schlafen? Soll ich mich als Weib verkleiden? Ach das kann ich mir ein anderes mal ausdenken. Klack! Die klinke fällt in die Tür, Phie war mit dem Hund wieder da. komischerweise hüpfte dieser auf mein Schoß. So ein schwerer Stinkhammel*puh*.
,,Berry"
Freute sich Chester der um die Ecke kam. Lächelnd strich er durchs Fell, der Köter genoss es. Er begann zu hecheln.
,,Eh, du hast Mundgeruch."
Hielt Chester sich die Nase zu, dann roch er an seiner Hand.
,,Dein fell riecht auch nicht gut."
,,Wie hälst du es mit dieser Stinkbombe aus?"
Fragte ich Phi. er zuckte nur die Schultern. Chester nahm Berry in die Arme, trug ihn ins Bad. Ich folgte ihm Wasser lief in die Wanne.
,,Soll ich helfen?"
,,Gerne." lächelte er
Schon versuchten wir beide den hund rein zu setzen, dieser wehrte sich, wie ein Wolf. Seine Beine zappelten, schließlich schafften wir es noch. Ich hielt ihn fest, während Chester ihn abduschte. Ein wenig Shampoo nun ist kräftiges Rubbeln angesagt. Gut riechend hoben wir den Köter heraus, legten erin hadtuch auf ihn, rubbelten das Fell trocken. Bevor es richtig trocken war, schüttelte er sich, tausende Wassertropfen fielen über uns her. Kräftig fingen wir an zu lachen. Das handtuch lag auf seinen Kopf, sah voll witzig aus. Wir rafften uns wieder...langsam presste ich die Hand an seine Wange...etwas geschockt...schaute er in meine Augen. Küss ihn! Dachte ich mir....Berry hüpfte
wie ein Kaninchen auf mir rum. Unkontrolliert versuchten wir aufzustehen, dabei stolperte ich. Wäre beinahe an die spitze Kante von der Wanne aufgeprallt. Chester konnte mich gerade noch so halten.

Glück gehabt. Der Köter rannte durch die Wohnung, wälzte sich auf Teppichen, auf der Couch und in mein bet...
,,Warum tut der das?" frug ich
,,Das macht er immer, somit wird er trocken."
Ahja...dieser blöder Momentenstörer hat alles versuat. Vielleicht hätte ich es heute geschafft...es war so knapp -.-!
,,Ja komm her!"
Phi nahm eine Decke, stülpte die über Berry und krauelte ihn. Dann bekam er noch ein Leckerlie.
,,Chester du siehst aus wie eine Waschfrau." kicherte Phi
Er sah nach oben, nahm das Handtuch und warf es mitten ins Phis Gesicht.
,,Du auch." schmunzelte er
Die brachten mich zum Lachen. Laut schallte es durch den Raum.
,,Wow Herr Shinoda lacht." freute sich Phi
,,Feil wa?"
,,Nee!" grinste Phi
,,Och musst doch nicht umfallen!" lächelte Phi
,,Ich helf dir." kam Chester zu Hilfe
,,Las liegen Chester, den kriegste eh nicht hoch."
,,Jetzt reichts. Komm Chester!"

Chazys POV

Er nahm meine Hand, rannte aus die Wohnung, runter zur Garage. Als er sie öffnete funkelte ein schwarzes geiles Motorrad mir entgegen.
,,Na los!"
Mike schob es heraus. Schloss die Tür und setzte sich drauf.
,,Los spring raus."
Musste ich schmeicheln weil seine Stimme so zart klang.
,,Warum starrst du mich so an?" fragte er
Kurz konnte ich es nicht fassen. Motorrad fahren mit Mike, Mike Motorrad mit Mike...himmlisch, mit Mike, ich kann es nicht fassen *sabber*.
,,Äh Chester."
Stirnrunzelnd musterte er mich.
,,Hm...? Achso."
Peinlich wischte ich den Sabber vom gesicht. Beugte mich über die Maschiene und machte es mir gemütlich.
,,Dauert ja ewig!" nörgelte Mike
,,Eben nicht!"
Kaum führte ich den Satz zu Ende fuhr er schon los.
,,Wo willst du zuerst hin?"
,,Wenn ich das wüsste..."
,,Warum machst du mit mir eine "Tour" durch die Stadt? ich kenne die doch...?" fragte ich ihn
,,Du kennst nicht meine Plätze."
Ich schmunzelte. Schloss die Augen und hielt mich hinten am Motorrad fest. Allmählich wurde die Karre immer schneller, die Kurven immer schärfer. Hinter uns war Blaulicht. Mike sah nach hinten...
,,Halt dich gut fest." grinste er
Mit großen Augen sah ich ihn an. Dann trat er aufs Gas. Hinten konnte ich mich nicht mehr halten...nervös, gleichzeitig voll verliebt tasteten meine Hände seinen Rücken entlang. Die Maschiene hatte volle Power. Ich legte meine Hände um seinen Bauch.

Wie ein Kind krallte ich mich an ihn fest.
,,So ist es gut!" lächelte er mich an
Schon wurde es noch schneller.
,,Warum flüchtest du? Die haben bestimmt schon das Kennzeichen gespeichert!" flüsterte ich
,,*smile* ich hab garkeins."
Verdutzt sah ich hinten nach...Tatsache!
,,Für solche Fälle bin ich vorbereitete." grinste er erneut
,,Das überrrascht mich nicht..."
,,Halten sie sofort an!"
Schrien die Leute aus dem grüngestriften Partybus. Wir dachten nicht einmal dran! Immer schneller sausten wir um die Ecken.
,,Wahhhh!" schrie ich
er fährt wie son Bekloppter. Seine aare kitzelten mein Gesicht, meine Finger krallten sich in seine Jacke. Ist das schön, zum ersten mal kann ich den Bauch fühlen, ich bekam herzflattern. Ich klammerte mich richtig an Mike, es ist son schönes Gefühl.
,,Bald sind wir die los!" freute er sich
Hinter uns waren ca. 15 Streifenwagen. Die meisten verwandelten sich zu Schrott weil sie nicht mit uns halten konnten und in Gärten rein düsten. Höhnisch begann er zu lachen. Nach 5 Minuten haben wir sie abgehängt. Das Motorrad hielt, in der Nähe von einen Strand, Mike stieg ab, half mir lieb runter. Öange lächelten wir uns an.
,,Da wären wir..."
Verunsichert sah ich mich um. Kleine Treppen führeten von den dichten schönen Wald runter zum gelben Sand. Langsam sickerte das schöne dunkelblau getunkte Wasser in den Sand. Muscheln glänzten während sie kleine Kinder sammelten. Der Himmel war Wolkenlos, färbte sich ins helle blau.
,,Schläfst du?"
Tippte Mike auf meine Schulter. Die rechte Hand legte sich auf die rechte Schulter. Mit dem Zeigefinger der anderen Hand deutete er auf ein "Strandgebirge" wärend sein Kopf sich auf meine linke Schulter schmiegte. Unverstanden zuckte ich zusammen.
,,Werden wir da hinlaufen?" rollte ich mit den Augen
,,Yepp!" freute er sich
Meine Hand lag in seine, er rannte einfach drauf los. Beinahe flog ich auf die Fresse weil es sich im Sand einfach scheiße rennen lässt. 5 Minuten später ließ ich los. Ließ mich rückwärts fallen, landete im nassen Sand. Entspannend platschte das Wasser seitlich an meine Kleidung. An meine Wange fühlte ich es, diese kalte Flüssigkeit die so erfrischt und zum träumen anregte. Ich bildete mir ein, als läge eine warme Hand auf meine Wange. Dieses Gefühl verschwand schnell als ich wieder aufstand.

,,Erschöpft?"
Guckte Mike mich blöd an, ich zuckte nur mit den Schultern. Ruhig und stumm lief ich an ihm vorbei.

Meine Hand fuhr über die Wange, tastete entllang. Hat er wirklich...? Nein unmöglich.
,,Nicht so langsam!"
Rämpelte er mich an. Leicht lächelte ich. Er ist so süß.
,,Was ist mit dir?""
Schwach blickte ich ihn an.
,,Gehen wir weiter..."
Brachte ich nur heraus. Ich lief nun vor ihm...er wirkte jetzt nicht mehr so fröhlich. Dann lachte ich ihn an. Er stellte sich vor mich und spritzte Wasser in mein Gesicht. Meine Augen verfolgten einen Plan.
,,Das hast du nicht umsonst gemacht!" schrie ich
Neben mir saß ein kleines Kind das eine Sandburg baute.
,,Den borg ich mir schnell aus."
Grinste ich das Mädchen an, nahm den Eimer schöfte ihn vol Wasser. Mikes Augen vergrößerten sich, er begann zu rennen. Eifrig lief ich hinterher, ein wenig pletscherte Wasser heraus, doch ich holte ihn schnell ein, jetzt oder nie! Dachte ich mir und kippte den Eimer über ihn aus. Vor Schock blieb er stehen, den Eimer brachte ich dem Mädchen zurück. Bedankte mich anschließend ^-^. Ging dann zu Mike der mich erst ansah. Ach mist, scheiße er hat kein weißes T-Shirt an sondern ein schwarzes, so´n scheiß, fast alles umsonst -_-"! Plötzlich kam er näher...hö? Was passiert jetzt? In guten Loveromanen würde er mich nun küssen. Ob das geschieht?

Er schüttelte aber wie wild sein kopf, fast wie Headbang! Dadurch wurde mein Gesicht erneut nass. Ärgerlich sah ich in sein grinsendes Gesicht.
,Schluss mit dem Quatsch!“ gab ich beleidigt von mir
,,Von mir aus gern.“ Schmunzelte Mike
Endlich ging es voran. Wir kamen dem Gebirge immer näher!
,Wie willst du eigentlich da hoch kommen? Da gibt’s bestimmt keine Treppen oder?“
,Wir werden klettern!“ sagte er schnell
,,Wir werden was?“ schrie ich
Ich schluckte, sah mir das Teil genauer an…darauf klettern? *schluck*hust* Nur noch ein paar Meter, dann sind wir da…*Gänsehaut krieg*. Als wir davor standen sah ich Mike einfach nur an. Er suchte was.
,,Ahja.“
Er scheint was entdeckt zu haben.
,,Hast du ne Treppe gefunden?“ fragte ich ängstlich
Mike lachte leise.
,,Was gibt es da zu lachen?“ regte ich mich auf
,,Du bist lustig wenn du Angst hast!“
,,Angst? Ich und Angst? Pah! Wovor sollte ich Angst haben?“
Ich stemmte die Arme um die Brust.
,,Schön! Dann fang an zu klettern.“
Forderte er mich auf. Ich trat ein Schritt zurück, sah noch mal nach oben. Stand lange so da.
,,Wusste ichs doch. Komm mal her.“
Er zeigte mir große Steine die aus dem Felsen herausragten.
,,Klettere einfach gerade aus entlang, es kann dir nichts passieren. Wenn ja fang ich dich auf.“
Ich zitterte. Spürte ich starke Arme die sich um meinen Oberkörper legten. Ein sanftes Kinn was sich auf die Schulter schmiegte.
,,Ich bin bei dir.“
Säuselte er mir schauerlich ins Ohr. Einen Augenblick lang genoss ich dieses warme Gefühl. Bis er mich sanft weg stieß.
,,Und nun los!“
Oh Gott! Ob ich da jemals heile hoch komme? Urgh, das wird ich nur herausfinden wenn….ach nun reiß dich zusammen so schlimm wird es nicht werden. Vor Aufregung zog ich meinen Körper einfach hinter meine Arme her. Sah nicht nach unten und nicht nach oben. Fast mit geschlossenen Augen kletterte ich drauf los. Hinter mir hörte ich mike, kleine gelöste Steine fielen auf den Boden hinunter. Panik brodelte in mir…
,,Scheiße….“ fluchte ich
Bog nach links ab.
,,Chester nicht! Du musst gerade bleiben!“ schrie er
Mindestens 15 m über dem Sand waren wir. Genervt stieß ich meinen Fuß auf einem weiteren Felsstück. Dies fiel unter mir weg. Gerade so konnte ich mich noch halten, hing aber wie eine Banane im Baum. Wie ein ängstlicher Hase krallte ich mich am Unkraut was darauf wuchs fest.
,,Komm sofort wieder hier rüber!“
Mike gab mir die Hand. Ich nahm sie. Stürmisch zog er mich zu sich. Er rutschte ein wenig nach rechts.
,,So und nun klettere weiter, diesmal bleibst du so!“
Seine Augen sahen mich verachtend an. Als wäre ich zu dumm an einem „Gebirge“ hoch zu klettern. Natürlich will ich ihn beweisen dass ich es kann.
,Verlass dich auf mich!“
Flüsterte ich schnell und machte weiter. Es wurde immer höher. Sand fiel in mein Auge weil sich ständig Brocken ablösten. Das war mir nun alles egal. Alles. Die Spitze war mein Ziel. Hach und noch sah ich das Ende, ein letztes mal die hand ansetzte dann endlich Boden unter den Füßen. 5 Minuten später kam ich oben an, erleichtert schaute ich über das weite, azurblaue Meer. Mike stand nach einigen Momenten hinter mir.
,,Ist es nicht schön?“
Flüsterte er und setzte sich an den Rand.
,,Ja…“
Staunte ich nur. Es war viel mehr als schön. Es ist zauberhaft. Dafür hat es sich gelohnt.
,,Du warst spitze.“ Lobte er mich
,,Hätte nie gedacht das du hier heile angelangst!“ grinste er fies
,,Ich auch nicht!“
Brachte ich nur stumm heraus. Mike wunderte sich, bestimmt dachte er das ich ihn anschrie und uns wieder ärgern. Fehlanzeige! Dieser Ort, war so ruhig. Keiner außer uns war hier. Das Meer verschluckte die Sonne. Hätte ich diesen Platz früher entdeckt wäre ich nie mehr hinunter gekrabbelt. Hier oben brauchte man keine Angst zu haben verstoßen zu werden. Keiner der dich anspuckt oder zusammen schlägt nur weil du anders bist ach er. Hier ist es viel zu ruhig, hier kommt kein Mensch hin der immer glücklich ist. Befreiend atmete ich aus, starrte so vrtraur jedoch auch fremd machten. Dieses Rauschen ließ mich träumen…von einer schönen Zukunft, mit einen schönen Man…
,,Ey du Schlafmütze, wach auf!“
Mike schnippte vor meinem Gesicht rum. Dadurch wusste ich wieder wo ich war.
,,Verzeihung.“
Entschuldigte ich mich.
,,Hier komm ich her wenn es in der WG nicht so gut läuft, oder um meine Ruhe zu haben, um nachzu denken, um Songs und Gedichte zu schreiben!“
Erläuterte er mir. Das konnte ich sehr gut verstehen!
,,Manchmal…“
Mike setzte sich neben mich.
,,….suche ich hier was anderes…“
Ich runzelte die Stirn, wagte es nicht ihn an zu sehen.
,,Wenn ich hier bin, vergesse ich alles um mich herum, falle in meine eigene kleine Traumwelt. Sehe neben mir einen Partner der mir zur Seite steht.“
Ich begann zu husten. Stelle mir sonst was vor.
,,Alles ok?“ klang die Stimme besorgt
,,Ähm nein ich meine ja alles in Ordung.“ Stotterte ich
In meinen gedanken spielten sich erste Hilfe Behandlungen ab. Lief dadurch rot an. Er lachte.
,,Scheiße ich kriege Sonnenbrand!“ log ich schreiend
,,Auf jeden Fall.“
Grinste er hinterhältig ich wich seinen Blicken aus.
,,Sieh, wie die Sonne mit roter Farbe untergeht.“
Sprang Mike auf und zog mich mit hoch. Er legte den Arm um meine Schulter und deutete auf den roten „ball“.
,,Es erscheint mir so grenzenlos, als wäre ich frei, frei von all dem was war, was noch kommen wird. Zu viel habe ich falsch gemacht und konnte es nicht ändern. Zu oft wurde mein herz zertreten, sogar jetzt, ja, in diesen Augenblick schreit es…“
Flüsterte ich leise. Er hörte es, ich hofft er hörte es nicht. Er sah in meine Augen. Lange sah ich die Träume in seinen dunkelbraunen Augen kleben.
,,Ähem, wie spät ist es…?“ fragte ich verwirrt
ich sah auf meine Uhr.
,,20:32…!“
,,Zeit die anderen zu nerven…*g*“
Ich lächelte ihn nur schwach an.
,,Wie kommen wir hier runter?“ wurde ich ängstlich
Mike sah zum Wasser, dann zu mir.
,,Oh nein, ohne mich.“
Doch eh ich mich versah krallte er sich meine hand. Zog mich bis zum rand, sah mich kurz an und sprang. Mein Herz schlug wild. Ich atmete schneller, spürte die kalte, jedoch angenehme Luft an meinen gesicht vorbei ziehen. Vor Druck flogen unsere T-Shirts leicht nach oben. Bis ich nur noch kaltes Wasser und einen fast harten Aufprall spürte. Wie ein bekloppter schwamm ich zur Oberfläche.

Kaum sah ich wieder was, grinste mich diese Grinsebacke an. ,,Du Arsch!“
Begann ich ich nass zu spritzen. Beinahe wäre ich vor Angst gestorben.
,,Ich sagte doch ich bin bei dir.“
Und schon explodierte mein herz, dieses warme, nein heiße Gefühl in mir war so stark, das man selbst damit das Wasser erwärmen könnte. So was hat noch nie einer zu mir gesagt.
,,Nun los!“
Stieß er mich an, gemeinsam schwammen wir zum Strand. Da angekommen liefen wir mit nassen, schweren, angeklatschten Klamotten dahin, wo das Motorrad eigentlich stehen müsste…es war weg!
,,Scheiße.“ Fluchte er
Als ein Auto an uns vorbei fuhr drehten wir uns um. Darin saßen, Phoenix, Brad und Joe. Phoenix am Steuer…
,,Los Jungs, steigt auf!“
Es war ein Auto wo man hinten was lagern konnte. Deshalb kam uns bei der Fahrt viel frischer Wind entgegen.
,,Hier für euch!“
Joe warf uns jeweils ein Handtuch rüber. Ich zog mein T-Shirt aus, er machte es mir nach. *mua* nein, ich darf nicht ins schwärmen geraten, bloß nicht.
,,Wo ist denn deine Maschine abgeblieben?“
Fragte Brad ihn provokant. Mike zuckte nur mit den Schultern.
,Was habt ihr denn gemacht? Ihr seid ja ganz nass.“ Wunderte Brad
,,Weßte wir haben uns gegenseitig einen runtergeholt!“
Ich zuckte zusammen als Mike dies schrie.
,,Alter das war nur Spaß, pump mal wieder ab!“
Brad verdrehte die Augen.
,,Damit es dich beruhigt Rob hat die Karre nach hause gefahren, war ja eh kein Schloss dran, wir wussten wo du ihn hinbringen würdest, deshalb nahmen wir auch Handtücher mit, bin froh das Chester es überlebt hat!“ grinste er
,,Nur ganz knapp.“ Lächelte ich
Mike sah nachdenklich aus.
,,Hey dein Baby ist in Sicherheit, lache!“
klopfte ich bekloppt auf seine Schulter.
,,Lass mich bitte in Ruhe…“
Wanderte er sich von mir ab und setzte sich etwas weiter weg von mir.
,,Was ist mit dir“ fragte ich sanft
,,Nichts.“ Fuhr er mich an
Besorgt drehte ich mich um. Was hat er denn? Hab ich was falsch gemacht? Nach ner Weile waren wir endlich „Zuhause“. Diese Stille ertrag ich nicht weiter. Es tut mir weh wenn Mike nicht mit mir redet. Sauer stürmte ich sofort in die Küche als Mike die Tür aufschloss. Da holte ich mir ein Bier, sah zu meinen Hund und nahm ihn mit in mein Zimmer.
,,Hey Chester!“
Schrie Mike. Dieser Ruf ignorierte ich und schmiss mich ins Bett. Kurze Zeit später, ist die Sehnsucht nach Blut in mir aufgestiegen… Vergebens suchte ich nach der kleinen Schachtel….
>Wo ist sie?< flüsterte ich zu Berry
Verdammt…Joe…er muss sie mit Phoenix….och man ey! Zusammengekauert saß ich nun in einer Ecke meines Raumes.

Mikes POV

Oh nein! Ich fasste mich am Kopf, lief ins Wohnzimmer, warf die Schlüssel gegen die Schrankwand. Ich bin so sauer. So wütend auf mich selbst. Scheiße, so werde ich die Wette verlieren! Chester ist wütend, ich spür das. Wenn das so weitergeht kann er gleich seine Koffer packen. Verzweifelt legte ich mich auf die Couch. Was er wohl denkt?
,,Na?“
Brad setzte sich in den Sessel.
,,Sieht aus, als wirst dus net schaffen!“ grinste er rum
,,Halts maul!“
,,Ich hab Recht!“ schmunzelte er
Ich seufzte. Besserwisserboy.
,,Ich werde es schaffen. Chaz wird hier bleiben!“
,,Bist du dir sicher?“ teste er mich
,,Total!“
,,Dann beweis es mir, was macht dich so sicher das er in diesem Moment nicht abhaut?“
Kurze Stille….
,,Weil ich es fühle…“ flüsterte ich
Brad begann zu lachen!
,,Mike? Empfindest du mehr für unsern kleinen Chazy?“
,,Nein. Wie oft denn noch?“ brüllte ich
,,Sehr gut, dann kann ich mich mit ihm vergnügen.“
,,Wie meinst du das?“
,,Ach Mikey, wir werden kuscheln, uns streicheln und Dinge tun die du nie mit ihm tun würdest!“ freute er sich
In wenigen Sekunden war ich von 0 auf 1.000.000!
,,Mistkerl!“
Ich sprang auf, ging ihm an den Kragen.
,,Reg dich nicht so auf…“ grinste er
,,Dann erzähl son Scheiß nicht!“
,,Das ist kein Scheiß, du verträgst nur die Wahrheit nicht.“
,,Tja, leider erzählst du nichts wahres!“
,,Du weißt das du lügst…“ schäbig lächelte er
Ich hielt es nicht aus, in mir brodelte es, eine stärkere Macht nahm ein kräftigen bissen von meiner Seele. Auf einmal fühlte ich nichts mehr. Sodass mir meine hand, die zur einer Faust geballt war, ausrutschte.
,,Du blöder Sucker!“
Schrie ich, er lag unter mir, meine Finger drückten an seinen Hals.
,,Mike…“ schnappte er nach Luft
,,Ich werde es hinkriegen, ich werde dafür sorgen das er hier bleibt!“
Dabei schüttelte ich ihn. Es war unmöglich von mir weg zu kommen. Brad bekam keine luft mehr.
,,Mike!“
Riefen die anderen, Joe zog mich von ihm weg.
,,Bist du verrückt? Hat man dir ins Hirn geschissen!!!?“
Prahlten alle drauf los. Phi half Brad.
,,Sucker!“
Vergebens wollte ich mich von Joes Armen befreien. Er schliff mich in mein Zimmer. Dort schmiss er mich rein, schloss von außen ab. Aus Wut fiel das Trinkglas zu Boden. Ich warf alles was sich in diesen Raum befand auf den Boden. Außer, das alte Foto von Chaz. Es lag da so in meiner Hand. Sehr lange starrte ich es an. In diesen Moment war mein Kopf in Trance. Lautlos landete das Foto auf den Teppich. Immer noch sah ich es an.
,,Mike?“
Fragte eine weinerliche Stimme nach mir.
,,Ich bin’s Chester, es tut mir Leid, das ich gleich weg gerannt bin!“
Peitschten die Hände an die Tür. Ich ließ ihn herein. Stellte mich ganz nah vor ihm hin. Er sah mich nicht an.
,,Entschuldige“ wimmerte er
ich drückte seinen zitternden Körper an meinen. Streichelte dem kopf der auf meiner Brust lag.
,,Ich bin Schuld, bitte verzeih mir, das ich meistens so ätzend bin.“ Gestand ich
,,das ist mir egal, solange du mich nicht los lässt.“
Ich wunderte mich, grinste leicht. Wenn er schon so reagiert dann ist es nicht schwer mit ihm zu schlafen.
,,Ey schön das ihr euch vertragen habt, aber bitte kommt essen!“
Bat uns Rob, wir lächelten ihn an. Veranstalteten ein Wettrennen, wer als erster in der Küche sei. Leider hat er gewonnen. Siegerisch nahm er einen Bissen von den frischen Salat. Brad war nicht dabei. Phi brachte ihm ein paar belegte Brote und eine Schüssel Salat.
,,Was war vorhin mit dir los?“
Sprach mich Rob auf einmal an.
,,Er…er hat mich blöd angelabert.“
,,Das ist kein Grund das du ihn halb…“
Joe boxte Rob auf den Rücken, Chester hörte schon mit einem gespannten Blick zu. Zu diesem Zeitpunkt war er ja in sein Zimmer.
,,Wes halb?!!“ brachte Chester entsetzt heraus
,,Ach egal!“ versuchte Joe abzulenken
,,Genießt das essen.“ Fügte er hinzu
Die ganze Zeit sah er noch zu mir rüber. Phoenix fütterte Berry, setzte sich anschließend zu uns.
,,Muss ich das verstehen?“ flüsterte er
Joe schüttelte mit den kopf. Oh man, beinahe hätte er es noch erfahren. Mit schlechtem Gewissen aß ich weiter, mit der Angst das er nicht aufhört zu fragen „warum“?
,,Mike?“ sprach Chester mich an
Was will er schon wieder? Wird er doch nicht locker lassen und mich so lange nerven bis ich es ihm sage?
,,Gibst du mir mal Senf?“
Ich fiel vom Stuhl: habe was ganz anderes erwartet.
,,Ähem..yo..äh..hier!“
Mühsam krabbelte ich auf mein Stuhl, Wagte es nicht ihn anzusehen. Phi schmunzelte leise. Da ich kein bock mehr hatte diese Stille anzutun, wanderte ich ins Bad. Dort, wusch ich mein Gesicht, sah verachtend zu mein Spiegelbild. Erneut stellte ich mir vor, mit Chester zu schlafen. Es wäre nicht das erste Mal, mit einem Mann. Früher gab’s da einen, leider empfand er nicht so viele Gefühle wie ich es tat. Nun würde ich so was Ähnliches mit ihm machen. Immer tiefer starrte ich in die kalten leeren dunklen Augen.

Aber, Moment mal…ich würde es ihm auch zufügen? Bin ich denn total bescheuert? Wo hab ich nur meinen Kopf? Erst jetzt wurde mir bewusst, auf was für eine scheiß Wette ich mich einließ. Seit wann ließ ich mich überhaupt auf eine Wette ein? Ich fasste mich an die Stirn, bewegte die Finger ganz langsam vorwärts und rückwärts. Vorallem jetzt, wo dieser Typ mir ziemlich ans Herz gewachsen war, doch wie kann er sonst hier bleiben? Wie kann er in unsere Band gelangen? Band? Rein theoretisch…wenn ich mit ihm schlafe…und er ist dann in unserer Band…müsste ich mit ihm zusammen….oh nein! Nicht noch einmal! Denn ich kann ihn nicht links liegen lassen…Chester würde aus der Band raus rennen, wenn überhaupt. Ach scheiße hier alles! Ich schnappte mir die Zahnbürste und putzte mir diese schon genug weißen Zähne. Als würde ich Gift in meinem mund haben spuckte ich das Wasser aus. Ich fühlte mich so dreckig, fast so wie BBB. Bei mir herrscht nun volles Gefühlschaos….dieser Kerl, Chester, er ist wie ein Bruder. Bruder? Ok, ab jetzt weiß ich gar nichts mehr. Hoffentlich bleibt Brad den Rest des Abends in seinem Zimmer, hab keine Lust das der wieder solche schlauen Sätze ablässt… Mit gar nichts im Kopf trat ich in den Flur, vor mir ging Chaz.
,,Wo willst du denn hin?“
,,Ich? In mein Zimmer wo sonst?“
Ich merkte wie Berry an mein Bein hoch sprang.
Ich versuchte ihn leicht weg zu stoßen, Chazy brauchte nur seine Hand zu bewegen und der Hund lief zu ihm…
,,Naja dann…*g*“
Er sah mich merkwürdig an….
,,Ich geh dann mal…räum mein Zimmer auf ^^““
Schnell lief ich an ihm vorbei, schubste den Köter aus den Weg (zärtlich), ging in mein Zimmer. Nach dem Schließen der Tür lehnte ich mich daran ab. Wie dumm war ich eigentlich…ich geh mein Zimmer aufräumen. Natürlich, die Sachen lagen kaputt und zerrissen auf dem Teppich, aber was Besseres hätte mir nicht einfallen können. Ich gab mir selber einen Klaps auf den kopf. Was soll’s, wenn ich schon mal hier bin. Gelangweilt saß ich nach dem Putzen auf mein Bett, nein ich lag gelangweilt aufm Bett, sorum. Knipste blöd durch die TV-Kanäle…nichts, nichts….wie öde. Was könnte man machen? *seufz*. Langsam wurde ich zappelig, vertrieb mir die zeit in dem ich irgendwelche (Song)sätze runter rappte die gerade durch meinen Kopf wanderten. Ein paar davon notierte ich mir gleich auf einen Schmierzettel. Bis um 2 Uhr frühs schrieb ich 10 Zettel voll. Legte mich danach mit müden schwachen Augen in die Heia.

~Nächster Tag~

Irgendwer schob mich von einer Bettkante zur anderen. Müde machte ich die Äuglein auf.
,,Aaaaaaaah!“
Kam der Schrei einfach so aus mir raus. Joes fettes Grinsen erschreckte mich.
,,Hast du nen Rappel oder was?“
,,Danke für deine Freude!“ keifte er mich an
,,Na ich will dich erleben wenn ich, ach lassen wirs lieber, was willst du eigentlich?“
Ein weitere breites Grinsen klebte auf seinen Lippen.
,,Wir gehen heute in einen Park und treffen Chazys Freunde, also die da auf der Straße, du weißt schon wer ^^!!!!“
Er machte Freudensprünge.
,,Oh wie toll…“
,,Das wollte ich nur sagen!“
,,Dann kannst du ja wieder gehen, tschüß!“
Ich packte die Decke, zog sie bis zu meinen Kopf und drehte mich um.
,,So schnell wirste mich nicht los.*hehe*“
Ich stöhnte…
,,Steh auf!“
Joe riss die Decke weg, sie fiel gegen mein Tisch, alle Zettel flogen herunter.
,,Na toll.“
Gähnend stand ich auf, rieb mit einen Finger unter meine Nase und legte diese Papiere wieder rauf.
,,Beeil dich wir gehen in einer Stunde los^^!“
Ich sah auf die Uhr….erst 13:58….mitten in der Nacht treffen wir diese Leute…was solls -.-. Schlaff hingen meine Arme runter.
,,Morgen!“
Kam mir Chaz entgegen der wohl schon schrecklich wach war.
,,Hi.“
Schlug ich aus meinen Mund gerade so raus, vor Müdigkeit fiel ich von einer Ecke in die andere. Er kam mir zur Hilfe, legte meinen Arm über seine beiden Schultern. Es dauerte 6 Minuten bis ich am Küchentisch saß.
,,Iss wenigstens was.“
,,Kein Hunger.“
Chesterverdrehte die Augen, schmierte mit trotzdem ein paar Brötchen.

Seine Hände schoben das Brett zu mir rüber, schwach biss ich von einem Nutella-Brötchen ab, schmatzte noch dazu. Er verdrehte die Augen.
,,Wann wirst du mal wach?“
Chester schnipste mit seinen Fingern vor mein Ohr rum.
,,Gar nicht…“
Ich legte dass angebissene Brötchen zurück Aus irgendeinen Grund wollte ich ihn jetzt nicht sehen. Etwas geweckter stand ich in mein Zimmer, kramte aus dem Schrank ein paar Klamotten raus. Das Foto von ihm, steckte ich trotzdem in meine Hosentasche. Keine Ahnung weshalb aber ich musste ihn bei mir haben. Bald sehe ich seine Freunde…davor hatte ich Angst. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht was ich da soll. Soll ich Hallo sagen und still innner Ecke stehen? Also wozu das ganze…? Ach egal. Gelangweilt wollte ich mich in der Stube auf das Sofa fallen lassen. Komischerweise lag Berry ruhigblutes auf meinen Platz. Ich sah mich um, holt sein Quitschie.
,,Hey du kleiner Rabauke, los hol dein Quitschie!“
Sprach ich mit dem Hund. Dieses Ding bewegte sich keinen mm, sah mich noch nicht einmal an.
,,Na los, sieh dir dein verdammtes quietsche Ding zumindest mal an.“
Das gibt’s doch gar nicht, was ist denn das für ein Hund O.o? Ich wurde wütend, setzte mich auf die Kante, drängte ihn weg indem ich sehr sachte von da aus runterrutschte. Nun lag er neben mir *puh* ich warf dieses Teil hinter den Fernseher, plötzlich sprang er auf und wollte es haben…das ist jetzt nicht wahr. Ich machte keinen Finger krumm. Berry fing an laut zu kläffen. Oh nein. Mit einem Zischen stand ich auf, lief zum TV, schob das kleine Schränkchen worauf er stand nach vorne, krabbelte hinter dem Ding und holte es hervor. Erleichtert atmete ich auf, schob alles so hin wie es war, war gerade dabei es Berry zu geben als er erneut auf mein Platz hüpfte… Mit einer Miene setzte ich mich neben ihn, er biss ins Quitschding…nur leider….traf er dabei auch meine Hand. Ich schrie so laut ich konnte, sodass alle angerannt kamen.
,,Mike was ist los?“
Mein nicht wundernstwerter Blick fiel auf alle. Berry wackelte mit den Schwanz, hatte es noch im Maul. Alle lachten mich aus. ._.“ na danke.

,,Soll ich ein Pflaster holen?“
Fragte mich Chester noch lieb…
,,Ja..gerne.“
Zum ersten mal am diesen Tag sah ich in seine Augen. Sie sahen so fürsorglich aus. Er klebte es auf meinen Zeigefinger an meiner linken hand.
,,Perfekt!“ freute ich mich
,,Berry!“
Sprach Chester wütend zu seinem Hund, als Joe gerade dabei war ihn zu loben. Hinterhältige Bande -_-„!
,,Böser Hund!“
Schrie er seinen Hund leicht an, dieser machte sofort Platz und jaulte sehr leise. Endlich einer der mich auch mal bemitleidet und einen anderen dafür bestraft *hehe*. Aber diese Augen überredeten Chester wieder.
,,Ach, na komm her Süßer!“
Er umklammerte das Fellknäuel….wie man sich doch täuschen kann, hätte ich mir auch denken können…
,,Och, armer Mike!“
Kam Rob angerannt, nahm mich in den Arm. Lieber hätte ich jetzt Chester an mir…was? Hey Mike, was laber ich hier überhaupt? Ding, dong, geht’s noch? Ich raffte mich wieder. Schubste Rob von mir weg.
,,Ich will kein gespieltes Mitleid haben!“ schniefte ich
Chester umarmte mich nun. Wie warm es doch war, das war es, was ich erreichen wollte. Ein freies Gefühl durchströmte meine Adern, als ob es Liebe wäre…..Liebe?
,,Wie süß!“
Gab Brad sein Senf hinzu! Böse zuckte ich mit dem Auge zu ihm rüber.
,,Fang nicht wieder an.“ Drohte ich voraus
,,Nein, das würde ich mir nicht wagen, könnte ja ins Krankenhaus geliefert werden,ui.“
Ich legte meinen Kopf zurück an seine Brust. Schloss die Augen. Merkte nur noch wie ein paar mal seine Hand durch mein schwarzes kurzes Haar streifte.
,,Berry los, zieh dich an!“
Und schon stand der Hund im Mittelpunkt *seufz*. Er machte das Halsband um, steckte die Kippen in seine Jacke. Alle standen im Flur herum, ich wollte ins Zimmer laufen.
,,Hey Mike was soll das?“ rief Rob
,,Ich will hier bleiben…“ nuschelte ich fast lautlos
Die Leine klackte so laut am Halsband das sogar ich es mitbekam, Chester beugte sich hoch.
,,Ich würde dich gerne dabei haben.“
Sprach Chester in meine Richtung…warum will er das?
,,Mike komm schon.“ Bettelte Phi jetzt auch
Etwas kaltes berührte meine Hand. Es war die feuchte Nase von Berry, ich sah runter, er wedelte mit den Schwanz und kläffte mich kurz an. Ich grinste, wuschelte schnell sein Fell durch und rannte durch die Tür.
,,Na los Leute wo bleibt ihr!“
Schrie ich von unten nach oben. Denn ich war schon an der Haustür, es war ein sehr kalter, Wintertag, mit hohem Niederschlag….Ich setzte noch meine schöne Mütze auf, kuschelte mich in meine Daunenjacke und pfiff herum. Aus irgendeinem Grund lief Chester neben mir, der Hund zwischen uns. Der kalte Wind säuselte uns um die Ohren, trotzdem hatten wir alle gute Laune. Berry schnupperte an jedem Pfeiler was mich aufregte, jedes mal auf diesen Hund warten…egal. So schlimm ist er ja nicht.



Chesters POV

Endlich würde ich sie alle wieder sehen. Schließlich waren sie immer noch so arm dran, hatten nicht das Glück irgendwo aufgenommen zu werden. Berry zog mich an der Leine hinterher, deshalb machte ich ihn ab. Er wurde immer schneller, folgte eine Spur. Eigentlich wusste ich wo sie sein konnten, doch solche Leute ändern ihre Orte ständig, es war schwer sie bei einem solchen Tag ausfindig zu machen. Dank Berrys Nase sah ich sie unter einer Brücke, das war die unter der ich auch lag…
,,ChazyChaz?“
Erklang Amys hoffnungslose Stimme. Sie kam angerannt doch als sie die anderen sah, stockte sie ihren lauf.
,,Amy, was ist?“
Ich ging langsam auf sie zu. Ein ängstlicher Blick saß in ihr Gesicht. Immer näher kam ich zu ihr, sie wendete den Blick von mir ab und sah zu den anderen. Berry rannte inzwischen zu George der seinen Hunden etwas Futter gab.
,,Amy!?“
Ich stand nun vor ihr, sah zu ihr runter und nahm ihr Kinn in die hand.
,,Süßer, wer ist das da mit dem Schal um den hals?“ sie zitterte
,,Brad…warum?“
Ihr Blick wurde eiskalt. Ich ereichte sie nicht mehr. Amy rannte los, in die Richtung von Brad. Ich drehte mich zu ihr um, sah wie sie von Rob fest gehalten wurde.
,,Du fieses Schwein!“
Brüllte sie voller Hass. Amy? Was ist denn in ihr gefahren?! George stand hinter mir.
,,Hey Alter!“ begrüßte er mich flüchtig
,,Hi, was ist mit Amy?“ fragte ich besorgt
,,Das wird sie dir selber sagen…“
George ging zu ihr, packte Amy an die Schulter, zog sie zu mir. Das Mädchen fiel in meine Arme, klopfte gegen meine Brust, Tränen flossen aus ihren Augen. Ächzend schmiegte sie sich an mich. Nichtsahnend strich ich über ihre langen schwarzen Haare.
,,Süße was hast du?“
Ich bekam keine Antwort. Erstmal ging ich zu denen zurück. Sah Brad an.
,,Brad sag mal was….“
Doch Brad ging weg…einfach so…ohne ein Wort zu sagen…..
,,Kann mir irgendjemand sagen was hier abgeht!!!???“ schrie ich ungeduldig
Mike stand neben mir, musterte mein Gesicht genau, er muss die kleine Sorgensträne gesehen haben.
,,Leute, ich unterhalte mich schnell mit Amy, ihr könnte schon zu den anderen gehen ok?“
Sie nickten. Die Kleine standallein im Wind, kaute an ihren Fingernägeln die sowieso schon unter der Fingerkuppe waren. Ich setzte ihr meine Mütze auf, wickelte den warmen Schal um sie und gab ihr dieses mal eine Kippe. Wir beide saßen auf einer Bank, vor uns ein Fluss. Sie starrte aufs Wasser. Ein Arm lag auf ihre Schulter, ich drückte sie zart an mich.
,,Leg schon los Kleene…“
Ich sah sie an, doch sie erwiderte mein Blick nicht.
,,Dieser Brad…er.“
Sie hörte auf. Ihr Kopf legte sich auf meine Schulter, ihre Augen waren geschlossen.
,,Er….also, wo fange ich nur an!?“
Sie wurde nervös, ich ahnte das irgendwelche scheiß Erinnerungen in ihr hoch kamen.
,,Ganz ruhig, hol erstmal Luft und dann erzähl mir alles.“
Erst als sie sich fangen konnte, erfuhr ich warum sie so reagierte.
,,Ich hatte einen Bruder, er war 24 Jahre alt und ich war 3 Jahre jünger als jetzt, also 19. Dieser Brad da, nahm ihn mit Gefühl zu sich, die beide waren lange zeit ein Pärchen…doch als Eric erfuhr das er eine Nummer von vielen war und Brad es nicht ernst meinte, rannte er direkt in die Drogenhölle…er…er war so enttäuscht gewesen, von Brad und sich selber, hatte die Liebe zu Brad nie aufgegeben und daran…ist er kläglich….“
Sie konnte nicht mehr…ich wusste was sie sagen wollte doch sie schaffte es einfach nicht. Unzählige Tränen vereisten auf dem Schnee. Meine Hand griff in meine Jackentasche, holte für Amy ein Taschentuch raus. Zuerst wischte ich ihre Tränen weg, dann schnaufte sie kräftig hinein.
,,Weißt du, ich kam darüber hinweg und nun kommt er von irgendwoher gelaufen und alles….alles sammelt sich wieder in mein kopf…als wäre es nur ein Alptraum gewesen…“
Schluchzte sie.
,,Jeden tag ging ich zu sein grab, hasste Brad dafür, was er ihm antat. Doch er ließ sich nicht einmal da blicken, noch nicht mal bei seiner Beerdigung….!“
Jetzt war es zu spät, sie fiel direkt in meine Arme. Suchte Schutz und sie wusste das sie die bei mir fand. Die Kleine heulte meine Jacke voll, während ich ihr Rücken und Nacken streichelte. Sie sah zu mir hoch, mit einem nassen Blick. Diesmal strich mein Finger die paar Tränen die an der Seite ihrer Nase waren weg.
,,Schon gut…“ versuchte ich sie zu beruhigen
Ihre Augen waren mit Kälte befüllt, sie erinnerte mich an mich selber.
,,Chaz, wieso hängst du mit diesem Kerl ab…?“
Ein wenig zögerte ich.
,,Sie nahmen mich bei sich auf und Brad gehörte dazu…er machte auf mich einen guten Eindruck, ich habe keinem nach seiner Vergangenheit gefragt, sonst würde diese Person vielleicht jetzt auch vor mir sitzen und heulen…genau wie du!“
Sie schmiegte sich an mich.
,,Hoffentlich…bereut er das.“
,,Bestimmt.“
Ich strich durch ihr Haar, es roch nach Bier und Zigarettenqualm. Sie war ein sehr schönes Mädchen, nur die Vergangenheit machte sie innerlich hässlich. Meine Lippen legten sich auf ihre Stirn, sie krallte sich an mich fest.
,Danke Chaz, danke…“
,,Nichts zu danken.“
Lächelte ich ihr flach zu, sie zwinkerte leicht.
„Warum kamen die alle mit dir?“ fragte sie mich verunsichert
,,Die sind: Joe, Mike, Rob, Phoenix..naja und Brad, wir wollten euch ein paar Sachenvorbeibringen, denkst du etwa ich lass euch einfach so hängen?“
Zum ersten Mal, lächelte sie mich strahlend an. Mir wurde warm.
,,Lass uns unter die Brücke gehen.“ Schlug ich vor
Reichte ihr die Hand, sie nahm sie entgegen und ich zog sie an mich. Gemeinsam rannten wir zu ihnen, sie lachte mehr umso schneller wir wurden. In diesem Augenblick…waren wir wie Blüten im Wind…
,,Hey da seit ihr endlich!“
Haute Joe heraus er an einer Flasche Bier nippte. Mike saß neben Berry, unlogisch streichelte seine hand Berrys Fell. Mike streichelt Berry? Wasn da los?
,,Chester!“
Nico, der blondhaarige mit den Dreadlocks umarmte mich kräftig.
,,Danke an dich und deine Crue hier!2 bedankte er sich
,,Nichts zudanken!“
Nico gab mir zu verstehen das ich zu Viktoria gehen solle. Sie ist erst neu hinzugekommen, durch eine Sms von George erfuhr ich das…sie wurde mehrmals vergewaltigt, ire Eltern trennten sich, sie war im Knast, sie ritzte sich und machte eine Therapie. Sie war die weiblichere Form von mir….

,,Na Vicki?“ begrüßte ich sie sanft
,,Hau ab..“ brachte sie stumm heraus
,,Du kannst ruhig mit mir reden.“
,,Ich will nicht reden.“ Sie klang ernst
,,Das glaub ich dir nicht!“
,,Dein Problem!“
,,Was ist los?“
,,Das geht dich nen Scheiß an.“
,,Schon scheiße, das stimmt…wenn ich alles genauso erlebt habe wie du…“
Ich setzte mich neben ihr, stützte mich mit den Händen vom Boden ab. Vickis Blick streifte zu mir.
,,Du blöffst!“
Haute sie raus.
,,Mit so was mach ich keine Witze!“
Jetzt wurde ich ernst.
,,Du musst nicht reden, nur bau dich mal in die Gruppe mit ein…“ riet ich ihr
,,Wozu?“ fauchte sie
,,Warum denn nicht?“
,,Du weißt es selber nicht..“ seufzte sie
,,Im Leben gibt es nicht immer nur Antworten.“
Somit ging ich zu Berry und Mike. Jedenfalls ich stand davor. Mike sah mich nicht an sondern senkte den Kopf noch mehr. Er ist so süß…
,,Chazy?“
Klopfte Amy mir auf die Schulter.
,,Yo?“
,,Hast du Feuer?“
,,Sicherlich.“
Ich reichte es ihr. Genüsslich zog sie an ihrer Kippe, musterte mich genau. Mike stand auf, drängelte sich zwischen uns durch, lief zu Phoenix der sich mit Nico unterhielt.
,,Wasn mit dem?“
,,Wenn ich das wüsste..“
Mit dem Fuß trat ich an den anderen. Joe, Mike, Rob und Phoenix standen alle in einem Kreis, unterhielten sich über etwas. Mike sah zur Erde und war kaum im Gespräch mit verwickelt…
,,So machen wirs.“
Hörte ich sie schreien, mit einem Fragezeichen im Gesicht sah ich runter zu Amy…
,,Chazylein?
,,Yes?“
,,Ich muss dir noch was sagen…“ verstummte sie
,,Hau raus.“ Grinste ich
,,George und ich sind getrennt.“
Das war kurz und knapp. Die beide…getrennt? Das wäre so als würde es nur noch den schrecklichen Tag geben, ohne die Nacht. Mit kaputten leeren Augen starrte ich George an. Er wirkte trotzdem…glücklich?
,,Es ist besser so.“
Sie lächelte und stütze ihren kleinen kopf auf ihren Händen ab. Ich konnte mich gegen meinen Schock nicht wehren, das war so unrealistisch. Die beide waren schon sehr lange ein Paar, aus Freundschaft wurde liebe und aus Liebe nun das Ende? Unfassbar…die Zeit stand still, die Sekunden wurden zerbrochen…
,,Komm mal her!“
Joe holte mich mit einer Handbewegung zu sich.
,,Was ist denn los?“
,,Also, da dir dieses Girlie da ziemlich nahe steht, wollten wir dich fragen, ob es besser wäre wenn sie zu uns kommen würde?“ schlug Rob vor
,,Aber Brad, was ist mit dem?“
,,Ach, die müssen sich vertragen!“ meckerte Joe
,,Und was ist mit der Wohnerzahl?“ Mike schaute böse
,,Muss doch nicht jeder mitkriegen.“ Joe fand immer eine Möglichkeit
,,Wo soll sie schlafen?“
Fragte Mike so, als würde er so gewinnen, nämlich das sie nicht mitkommt….
,,Sie wird ins Chazys Bett mir schlafen!“^^
Joe grinste, Mike spuckte jedoch den Schluck vom Bier den er gerade runterschlucken wollte wieder aus.
,,Für mich wäre es kein Problem.“
,,Also?“ tippte Joe mich an
,,Natürlich werde ich nicht nein sagen…außerdem…kann sie mich jetzt sehr gut gebrauchen, aber, es wäre fies die anderen hier zu lassen…“ ich senkte den Blick
,,Na alle können wir nicht mitnehmen!“ griff Mike wieder ein
Mir ging es sehr ans Herz, ich wusste wie es war, allein in einer dunklen Ecke zu sitzen und um seine Nahrung kämpfen, während man noch einen hungrigen Magen seines Hundes stopfen musste…
Amy kam zu mir, hakte ihren Arm in meinen der an meiner Hüfte lag.
,,Würde es dir gefallen bei uns zu hausen?“ fragte ich ganz vorsichtig
,,Aber…Brad?“
Ich sah sie an, dann nickte sie stumm.

Ihre Hand klammerte sich an meine, sie brauchte echt Hilfe.
,,Ich will die anderen nicht hier lassen…“ murmelte ich zu ihr
,,Hey, du hattest Glück, jetzt ich, sie werden es auch bald haben.“
,,Das weißt du?“ hakte ich nach
,,Ja!“
Verwundert rieb ich mir die Augen, Berry ging ungestört neben Mikey, er hingegen sah in die Weltgeschichte rum, starrte Löcher in die Luft. Die Kleene hang die ganze zeit an mir, so konnte ich mich schlecht an Mike ankapseln. Joe lief neben mir, betrachtete uns beide genau.
,,Seit ihr…ihr wisst schon….“ Flüsterte er in mein Ohr
,,Nein, wir sind Freunde.“
,,Freunde?“ seufzte er
Freunde? Natürlich waren wir das, sie brauchte mich, ich brauchte sie. Was er sich schon wieder drauf einbildet. Amy ging ganz langsam die Treppen raus, es war lange her als sie in ein Haus war, sie bekam Angst als das Geländer wackelte. Sie suchte bei mir Halt.
,,Schon gut (=“ lächelte ich
Mike der hinter uns war, schob sie bei Seite. ???
,Platzangst wa?“ rief Mike ihr zu
Amy wusste nicht was sie sagen sollte, daher stiegen wir weiter. Oben angekommen streiften ihre zarten Finger an der Wand entlang, sie fühlte Tapete, sah Fenster und Türen, fühlte Wärme um ihren Körper. A, so, fühlte ich mich auch…
,,Es ist wunderschön!“
Schwärmte sie als sie im Wohnzimmer auf´m Balkon stand, Berry saß neben ihr.
,,Amy hat bestimmt Hunger…“ sagte Phi zu mir
Er ging in die Küche und wollte kochen, bei ihm wusste ich das es mindestens dazu führte das dass Haus abfackelte. Dieses Risiko ging ich nicht ein, schon lag die Pfanne in meiner Hand. In schneller zeit stand schon Pasta a la Chaza auf dem Tisch. Alle versammelten sich, Brad stieß mit Amy zusammen.
,Entschuldige…“ hustete er
Sie hingegen beachtete ihn nicht, wenigstens das hat sie sich von mir gemerkt. Hungrig flogen schon die Nudeln in ihr Mund, dessen war rot verschmiert, sie sah mich an. Ich begann laut zu lachen.
,,Was?“ wunderte sie sich
Mike stöhnte, warf die Gabel auf dem Teller und ging. Was hat er nur? Ich wollte ihm nach laufen als Joe mich fest hielt.
,,Lass ihn allein.“
Dadurch das Joe ihn länger und vorallem besser kannte…ließ ich es lieber. Würde eh alles im Streit enden. Der Abwasch war schnell erledigt
,,Hey sie hat ja gar keine Sachen…“ fiel es Rob auf
Schüchtern schaute sie zu mir.
,,Jungs habt ihr noch ein paar…“
Ich brauchte nicht zu ende reden, Joe presste mir eine Menge Geld in die Hand.
,,Verschwindet bevor euch Mike noch abhauen sieht *g*“
Wir sahen uns an, lachten und rannten raus, Berry nahm ich ohne Leine mit.
,,Wenn ich nur wüsste was mit Mike los ist…“
,,Ist das der, der mich auf der Treppe so anquatschte…?“
,,Yepp!“
,,Mhm, der machte auf mich schon so einen seriösen Eindruck.“
Mit der Faust rieb ich auf ihren Kopf.
,,Du hast ja Wörter drauf.“ Lachte ich
Mein Arm lag an ihrer Hüfte, zusammen liefen wir zur nächsten Haltestelle. In der bahn war es urst heiß und viele Menschen waren drinnen. Amy bekam wieder panische Anfälle, sie war es nicht mehr gewohnt in einer Masse zu stehen. Verständlich. Mit meiner Mütze und den Schal stolzierte sie über die Wiese vom Park, ließ sich rückwärts in die Laubblätter fallen. Berry und sie spielten. In ihrem Alter auch noch *lol*. Berry war voll mit Blättern, ich strich sie von seinem Fell. Da ich auf einer Holzbank saß, setzte sich Amy auf mein Schoß, mit dem Gesicht zu mir.
,,Wo gehen wir zuerst hin?“ ihr Augen glitzerten
,,Dort wo du hin willst.“
Sie dachte nach.
,,Gibts hier nen Gothic Schuppen?“
,,Logisch!“ zwinkerte ich ihr zu
,,Worauf warten wir denn noch?“
,,Keine Ahnung!“ lachte ich
,,Am besten wir schauen mal bei Misshippi rein.“
Schon waren wir auf dem Weg, sie muss sich gefreut haben. Als wir da waren, war sie total fasziniert, schon immer wollte sie ein Gothic sein und jetzt, kam ihre Chance! In dem Laden gab es sehr viele Kleider und Korsetts. Stiefel mit Stahlkappen und Schnallen. Mir gefiel so eine Schottenhose *g* Amy holte sich eher den Rock mit zu. Einmalig hatten wir ein paar Sachen. Berry durfte netterweise mit rein, die Leiterin des Ladens hatte mal nen guten Tag. Es ging ganz schön viel Geld weg, aber dafür war es ja da. Voller Begeisterung kreischte Amy die Stadt zusammen. Ihre Zunge klebte an einer Scheibe eines Restaurants. Natürlich aßen wir uns dort erstmal satt.
,,Wenn wir back sind muss ich alles anprobieren.“ Lachte sie
,,Und ich erst^^“
,,Ach du, mit deinen Stiefel, nen Mantel und der Hose da.“
Sie zeigte mir ihre Zunge.
,,Immerhin etwas^^“

Über ihr Gesicht huschte ein Grinsen. Berry saß neben mir auf der gepolsterten Bank, hin und wieder gab ich ihm einen Hamburger.
,,Wie lange kann ich eigentlich bleiben?“
,,Weiß nicht, für immer?“
,,Haha!“ scherzte sie
,,Na dann nicht!“
,,Das hab ich nicht, och man Chaz!“ keifte sie
Ich mochte es wie sie sich so aufregte *lol* Sie versuchte immer ernst zu bleiben, schaffte es nur nie. Ich schlürfte an meinem Milchshake. Im Radio spielten sie gerade Last Christmas von Wham! Aus Reflex sangen wir sofort mit, bewegten uns zum Takt. Berry sah zu mir, zu ihr, zu mir und so weiter. Wir spielten so als würde ich Geogre Michael sein und sie diejenige, die ich verlassen hätte. Ich nahm ihre Hand, setzte einen Schleimerischen Blick auf und sang:,,Last Christmas i gave you my heart but the very next day, you gave it away, this year to set me from tears, i give it to some one spezial!“
Wir lachten noch mehr. Bis sich die anderen Gäste aufregten. Es tat gut das der Bauch von der ganzen Gelache schmerzte, lange hatte ich mich nach so was gesehnt. Voll gefressen rollten wir weiter durch die Stadt. Sie brauchte noch dringend schwarzes Mascara, und rotes…lila hab ich vergessen. Berry sollte auch nicht leer ausgehen deshalb kauften wir ihm einen riesigen Knochen. Der Cd Laden war vor uns auch nicht sicher. Unser Korb war voll mit Alben von Sweet, Metallica, Kiss, Rammstein, Guns´N´Roses, Billy Idol, Deftones und Bob Marley. Alles solche alten Dinger, wie sehr träumte ich auch einmal Platten zu verkaufen…was solls. Mit guter Laune, nein, sehr sehr guter Laune sprangen wir wieder im Park herum wo wir vor ca. 5 Stunden waren. Dort blieben wir, zündeten ein paar Kerzen an, stellten sie auf den Boden.
,,Und jetzt?“ sah ich sie verdutzt an
,,Wir könnten ja tanzen!“ grinste sie
,,Tanzen?“ wiederholte ich
,,Ja tanzen!“ *smile*
,,Tanzen?“
Sie nickte wild mit den Kopf……tanzen…? Als ich einen Moment nicht aufpasste hatte sie schon meine Hand in ihre.
,,Was tanzen wir?“
,,Auf jeden Fall was peppiges!“
,,Walzer!“ scherzte ich
,,Nein, den Rock´N´Roll!“
O.O
Die Grundschritte begriff ich schnell, nur die Drehungen begaben mir zu denken. Schließlich hatte ich sie auch drauf, mühelos nach nur einer Stunde Unterricht, tanzen wir. Mein Leben trug nun ein weiteres Kapitel, es hieß tanzen….toll. Berry sprang um uns herum. Machte Männchen und ging wie ein Mensch. Ich packte seine Pfoten und humpelte mit ihm herum. Amy fiel vor Lachen auf den Rücken. Dies fotofierte ich, ja sogar dafür war Zeit.
,,DU Arsch!“
Sie beschmiss mich wieder mit ihren Blättern!
,,Ey du Waldfee!“
Sie fletschte mit den Zähnen, wie eine Katze. Sie klammerte ihre Arme um meinen Hals, wir fielen zu Boden, wälzten uns weiter herum, als wir neben einander lagen beruhigten wir uns wieder.
,,Puh….“ Ich holte Luft
,,Ich fühle mich wie 8!“
Ich war so froh, Amy hatte endlich gut Laune….wir sahen zum Himmel, es gab nicht nut Sterne zu sehen.
,,Schau mal eine Sternschnuppe!“
Platzte es gleichzeitig aus uns heraus, wir wünschten uns was.
,,Was hast du dir gewünscht?“ fragte ich sie
,,Ich? Das wir für immer Freunde bleiben!“ lächelte sie mich an
,,Und du Herr Bennington?“
,,Einen Partner….“ Kam es aus mir raus…..
,,Ui einen PartnER!“
Wiederholte sie kräftiger.
,,Lass dich dann nicht von deinem PartnER verarschen.“ Riet sie mir
,,Sehe ich so aus als lasse ich mich verarschen?“
,,Du siehst aus wie ein reiner Arsch!“
,,Fängst du schon wieder an?!“ grinste ich
,,Warum nicht?“
,,Na warte!“
Ich stürzte mich auf sie, eine ganze Weile ging es so weiter. Bis wir endlich Zuhause waren. Leise schloss ich die Tür hinter uns. Nirgends brannte Licht, alle schliefen. Berry tapste in mein Zimmer sprang in mein Bett.
,,Du Süße lass uns das Zeug morgen anprobieren, es ist 5 Uhr und ich bin todmüde!“
,,Okay!“
Sie holte sich noch schnell Mineralwasser, kam dann mit nur einem Tanga und BH in mein Bett gekrabbelt. Ein Glück das ich nicht in Versuchung geraten kann *big big smile*.
,,Darf ich dich morgen wie ein Gothic kleiden?“ fragte sie mich gähnend
,,Aber natürlich.“
,,Gut, dann schlaf gut.“
Sie drehte sich zu mir, sodass sich unsere Augen ein letztes mal noch trafen. Ich knipste das Licht aus.
,,Schlaf auch gut und träum was Süßes!“
Sie nickte und gemeinsam fielen wir in unsere Traumwelt…

Mikes POV
6 Uhr erst…. Mitten in der Nacht wachte ich auf, legte die Hand auf die Stirn, fuhr glatt durchs Haar. Ohje…seufzte ich. Es war eine Sternenklare Nacht, ich zog mir ein paar Socken über die Füße, für diese Jahreszeit war das Laminat schon zu kalt für mich. Ich öffnete meine knacksende Zimmertür, überall waren die Lichter aus, ob die beide schon zurück sind? Wohl kaum ._.“ Diese Amy, sie versteht so gut mit ihm…das machte mir Angst. Erstmal lief ich ins Bad, sah Kleidung in der Wäschebox die von fraulicher Abstammung kommen musste, von wem war sie denn wohl? -.- die haben bestimmt….nein so was will ich mir gar nicht vorstellen, sie waren also da….ich wusch mein Gesicht, trocknete meine nassen haare ab. Schlich durch den Flur, drückte die Klinke von Chesters Tür herunter, beide lagen sie seelenruhig im Bett, wie ein Pärchen….Mein Blick wurde nass, mit gesenktem Kopf schloss ich sie wieder, wandelte in die Küche. Holte mir ein kaltes Bier und sah TV. Nicht, nichts, nichts. Es gab nichts Besonderes. Ich wollte gerade ins Bett gehen als die Nachrichten um 9 Uhr kamen, normalerweise sah ich mir so was nicht an, aber diesmal, war es anders.
„Heute Nacht gegen 4 Uhr stürzte sich ein junges Mädchen direkt in den Tod. Sie sprang von einer Brücke, ihre Leiche wurde heute Morgen um 8 Uhr am Ufer gefunden, niemand weiß bis jetzt wer sie war. Sie hatte kurzes rotes Haar, sie war schlank und schwach, grüne Augen, anscheinend lebte sie unter der Brücke, Leute die diese Person erkennen sollen sich umgehend bei der Polizei melden!“
Mein Atem stockte, das war doch dieses junge Ding wo Chester gestern neben ihr saß…zur Hälfte nahm ich diesen Bericht auf….ich musste ihn jetzt einfach wecken. Stürmisch rannte ich in sein Zimmer riss die Tür auf, rüttelte an ihm.
,,Chester wach auf!“ schrie ich ihn an

Ich kannte dieses Mädchen nicht, doch wusste ich, das er diese Gruppe wie eine Familie für ihn war, eine Familie die er nie vorher hatte… Sein Auge zuckte, die braunen Augen erkannten mich nur schwach…
,,Was ist denn los?“ gammelte er
,,Komm mit.“
Ich nahm seine hand zog ihn nur mit ner Boxe aus dem Bett, schmiss ihn aufs Sofa und zeigte ihm den bericht. Amy stand hinter Chester, beide zeigten den selben Blick.
,,Das ist doch…die neue….“
Amy hielt die Hand vor ihren Mund….sie wollte schreien. Unglaubwürdig sahen sie zum TV.
,,In welches Krankenhaus wurde sie eingeliefert?“
,,Dieses da, im Osten…“ mummelte ich
,,Amy zieh dich an wir gehen da sofort hin.“
Sie nickte stumm und kaum sah ich kurz zu Berry waren sie auch schon weg…Seine Pfoten kratzten an der Tür, er jaulte. Mein Kopf war leer. Die anderen fragten mich wo sie seien, ich erklärte es ihnen kurz, sogar Brad hatte eine leichte Träne fallen lassen, ich legte mich aufs Sofa. Ungefähr nach 3 Stunden kamen sie wieder.

Amys POV

Mir ging es wie Chaz, tief in uns drinnen warn wir aufgerumpelt….man könnte es wie ein Vulkanausbruch beschreiben. Unterwegs trafen wir Nico der schon bei Sandras Leiche war, er lachte immer, hatte nie schlechte Laune, nur am diesen Tag war es anders. Ich verspürte keinen Hunger mehr wie heute morgen, nichts. Ich lehnte mich an seine Schulter, wir saßen auf sein Bett, sein Kopf lag in seinen Händen, ich sah wir kleine Perlen aus sein Auge tropften.
,,Ich hab ihr doch gesagt sie soll sich mit einbauen…“ wimmerte er
Meine Finger glitten zu seinen Nacken, sie sprang von der Brücke, weil sie alles nicht mehr aushielt. Jedenfalls hat uns Nico das erzählt.
,,Du kannst nichts dran ändern…“
,,Nein aber, was wenn das die anderen nun auch noch machen?“
Mit seinen dunklen Augen die mit Wasser gefüllt waren sah er mich nur kurz an, ich gab ihn ein Bussi auf die Wange.
,,Das werden sie nicht…“
Ich schmiss ihn neben mich aufs Bett. Wir sahen uns an. Schliefen gemeinsam ein. Erst Abends kamen wir aus dem Zimmer, mit etwas besserer Laune. Diesmal war der Tisch gleich mit Abendbrot gedeckt, ich schnappte mir einen Stuhl, setzte mich neben Mike, nahm mir eine Brotscheibe und klatschte Frischkäse drauf. Ich bemerkte die Blicke zwischen Mike und Chaz. Beachtete sie aber nicht weiter.
,,Wie lange wart ihr gestern denn noch unterwegs?“ fragte Joey
,,Bis 5 Uhr.“ Schmatzte Chazy
,,Es war ein schöner Tag.“ Lächelte ich in die Runde
,,Wie alt bist du eigentlich?“ fragte Rob
,,22.“ Brachte ich aus mir raus
Mein schwarzes gewelltes Haar fiel vor meinen Augen. Chester erzählte ihnen noch alles von mir, ich ging lieber ins Bad und stieg in die Wanne. So ein bad tat echt gut, nach all den Jahren endlich wieder sauberes Wasser um mich herum. Sofort rasierte ich meinen Körper, es ist schon schwer eine Frau zu sein *g*. Aber lieber keine Haare als Mike mit seinem Urwald auf den Armen *fg*, oh, ich mach wieder andere Menschen runter -.- sollte ich mir mal abgewöhnen. Meine Haare wusch ich mit einem sehr gut riechenden Shampoo. Ich sah meine Wäsche in der Box, oh, ich und Hasi wollten uns ja noch verkleiden *g*. Ich muss ihn unbedingt daran erinnern, will ihn unbedingt mal als Gothic sehen, er würde voll geil ausschauen. Irgendwie war er mir zu wichtig, mir war es aber lieber so.

Seine Haarfarbe war im Moment noch blond, aber die könnte man in schwarz umändern….bei dieser Vorstellung wurde mir warm. Meine Hände lagen auf meinen Bauch, ich genoss es. Ich wickelte mir ein Handtuch um meinen zierlichen Körper, watschelte durch die kalte Bude, direkt in Chazyleins warmes Zimmer. In den Einkaufstüten suchte ich ein passendes Outfit. Chester half mir gestern noch nach Unterwäsche zu finden, er war der einzige den das interessierte, andere würden sagen, jaja, sieht gut aus, aber er hatte echt Geschmack. Um meine Brust befand sich schon mal ein schwarzer BH, ein schwarzer Slip umfasste die Hüfte. Es klopfte an der Tür, ich sagte einfach derjenige sollte rein kommen. Zum Glück war es Chazy.
,,Weißt du schon was du anziehst?“ fragte er mich überlegend
,,Nein….“
Ich schüttete alle Tüten aus, der ganze Raum war mit den Einkäufen voll. Wir beide schnappten ein paar Klamotten raus, für ihn und für mich. Ich trug nun ein schwarzes Kleid, das Oberteil bestand aus einem halben Korsett und der Rock war angefertigt wie die Federn bei einem Vogel. Chazy zog sich eine einfache schwarze Hose an, mit einem Netz-Shirt.
,,Hey sexy Boy!“ alberte ich rum
Er zwinkerte mir zu. Ich legte ihm ein Halsband aus Leder um, ohne dieses Nietenzeugs, so sah es nämlich viel gothischer und schöner aus. Ich trug eine Kette mit einem gebrochenem Herzen wo die Flügel beinahe abfielen. Chester schminkte meine Augen schwarz dadurch kamen meine grünen Augen mehr ins Bild. Er hatte auch schwarz umrandete Augen nur nicht so doll wie bei mir. Jetzt zog er sich seinen Ledermantel über, ich eine kleine gestrickte Jacke, das hält mich bestimmt nicht warm. Egal, wir planten etwas. Kerzen lagen in unseren Händen, Räucherstäbchen und vieles mehr in einer Tüte. Kippen durften wir nicht vergessen. So machten wir uns auf den Weg, kurz bevor wir im Flur waren hielt uns Rob auf.
,,Hey ihr Süßen wohin wollt ihr?“
Ich presste meine Lippen zusammen, versteckte die Tüte hinter Chazys Rücken.
,,Wir gehen nur spazieren!“
,,Ey Chester du siehst so…“
,,Ja ich weiß, tschau!“

Er drückte mich raus. Wir rannten durch die Straßen, sein Mantel schmiegte sich in den leichten Wind und unsere Haut wurde von der Kälte leicht gestreichelt. Unser Atmen spürten wir nicht mehr sondern konzentrierten uns mehr auf die Füße. Ich hatte etwas Schwierigkeiten weil die Tüte hin und her schwang, dabei preschte sie genau gegen mein Bein. Diesen Schmerz nahm ich nur schwach wahr. Ganz allein schlichen wir uns durch die Häuser, wie wandelnde Geister die durch Menschen durchlaufen. Niemand weiß warum doch wir hörten nicht auf zu rennen, im Gegenteil, immer schneller gelangten wir an den verschiedensten Orten. Unsere Blicke trafen sich nicht, jeder war mit sich beschäftig, unsere Körper flogen über die Steine, es war so als würden wir fliegen. Die toten Seelen hinter uns lassen und mit neuen Gefühlen die kein Mensch erkannte auf eine kleine Fantasiewelt zu strebten. Doch so sehr wir uns dieses wünschten blieben wir am Boden kleben, die Seele war noch zu schwer um erlöst zu werden, die Flügel zu schwach um mit den Windstoss in die Luft zu gleiten. Dennoch werden wir den Glauben daran nie aufgeben.

Chesters POV

Irgendwann hielten wir an. Komischerweise waren wir nicht außer Atem…verwundert fasste ich mir auf die Brust…
,,Ob das Sandra bewirkte?“
Mit fragendem Blick sah ich zum Himmel. Hier konnte man ihn genau sehen, wir standen auf dem Weg der zwei Maisfelder trennte.
,,Gut möglich.“ Nuschelte sie
Schließlich waren wir hier um an sie zu denken, die anderen müssten jeden Moment auch ankommen, nervös nahm ich meine Hand in die andere. Wir legten alles auf die Erde, es sollten auch kleine Reden gehalten werden von allen Personen. Ich wusste gar nichts, schließlich kannte ich sie nicht, trotzdem, musste mir was einfallen, ich würde einfach das sagen was ich fühlte. Nico und George kamen im Doppelpack, wir begrüßten uns nicht wie immer mit einem Handschlag oder einer Umarmung, sondern mit einem Kopfnicken. Die Stimmung war bedrückt, all die anderen standen nun auch um uns herum. Alle hatten etwas dabei, wenn es einen Toten gab muss man auch schon spüren lassen das er eine falsche Entscheidung trief. Wie viele andere zu vor auch, das passierte in dieser Clique nicht zum ersten Mal. Ich fühlte mich wohl, wir waren keine Satanisten, nur ein paar Gothics die einem Toten ein Denkmal setzten. Die Kerzen warfen ihr flackerndes Licht auf unseren schwarzen Klamotten, der Wind hörte beeindruckend auf zu wehen, wir waren wie eine Mauer, die fremde Elemente nicht in Sandras toten Körper lassen wollten. Sie musste schon längst im Himmel sein, oder steht sie neben uns? Nur, das wir sie nicht sehen konnten? Könnte in diesem Moment meine Hand an sich nehmen und ich würde nichts mitkriegen? Es gibt kein Leben nach dem Tod aber vielleicht eine tote Existenz?

All das und vieles andere lauerte in mein Herz, all das was ich noch herausfinden würde. Schwarze Rosen lagen übereinander auf ein Gitter, darunter wurden sie von den Kerzen zu Rauch verwandelt, so konnten sie wie Sandra, in den Himmel schweben. Tief atmete ich diesen Rauch ein, schloss die Augen, stellte mir die Szene vor wo ich noch neben ihr saß. Sie musste es geplant haben, sie hatte es gewusst das ihre Kraft von Tag zu Tag mehr aus ihren Körper floh. Somit fiel sie ohne jegliche Macht ins Wasser…sie merkte bestimmt noch nicht einmal den Aufprall. Direkt um 12 war es Zeit, ein paar Worte los zu lassen. Alle fanden die richtige Ausdrucksweise, Amy stellte sich gerade hin während wir am Boden saßen und ins Feuer sahen.
,,Liebe süße Sandra, ich hoffe du könntest uns jetzt hören, sehen wie wir hier stehen und dir bald folgen werden, die Zeit wird uns bald in das gleichen verwandeln. Wir geben dir und uns keine Schuld, es muss einfach dein Wille gewesen sein der viel zu stark war…“
Amys Lippen zitterten, ihr Atem stockte und sie senkte den Kopf mit einem nassen Blick. Ich sprang für sie ein.
,,Du musstest es wissen was du tust, jedoch nicht mit den Konsequenzen gerechnet. Jeder deiner Bewegungen war ein weiterer Tritt in dein innersten das bald vor Kälte zersprengen würde. Lange hättest du es nicht ausgehalten, die Wunden waren zu tief, das Verlangen zu hoch. In deinen Augen sah ich wie du dich danach sehntest, gleich beim ersten Wort hörte ich dein gestorbenes Herz noch kläglich schreien, es hätte nie mit Liebe gefüllt werden können. Darum Sandra, gib nicht noch einmal auf falls du es schaffen solltest noch irgendwo zu sein… Aber denke daran, du, wirst immer ins uns sein…“
Ich merkte wie einige Schweißtropfen von meinem Kinn herunter perlten, wie ich begann leise zu stottern sodass es niemand mit kriegte, wie mein Herz sich verengt, wie mein Kopf leer war. Ich wusste gar nicht mehr…was ich da eigentlich sagte. Keiner wollte weiter etwas dazu sagen…ich nahm ihnen die Wörter aus der Seele. Nun war es an der zeit die Gedanken, Gefühle und Kraft an Sandra weiter zu geben, indem wir uns nur auf die Person konzentrierten, einige Minuten ging das. Es knisterte um uns herum, die Rosen hatten sich aufgelöst und Sandras Geist müsste nun von der schweren Bleikugel die sie immer mit sich trug befreit sein. Ihre schwarzen Flügel würden nun ihre Federn verlieren während weiße mit Hoffnung aufgebaut wurden. In diesem Augenblick könnte sie schon über unseren Köpfen schweben uns ein Lächeln schenken und uns danken wolle. Danach liefen wir zu dem nahe liegenden Fluss, legten kleine wichtige Sachen in eine kleine Schachtel wo eine Kerze drauf stand, dieses packten wir auf ein Holzboot und ließen es auf dem Wasser dahin treiben. Amy fiel kraftlos in meine Arme, sie weinte ununterbrochen, dieses Bild…werde ich nie vergessen…Alles war dunkel nur die Kerze die erst nach einer Weile in der Dunkelheit verschwand schien noch Hoffnung zu verbreiten…. Rote Rosen verstreuten wir zu Allerlezt auf das Wasser, sie wurden ans Ufer geschwemmt, die anderen gingen…nur ich und Amy saßen noch am Rand des Flusses. Sie saß zwischen meinen Beinen, lehnte sich fest an mich. Ich umschloss sie mit den Armen, hielt sie so ein wenig warm. Mein schrecklicher Klingelton ertönte.
,,Wo seid ihr denn? Wir alle sitzen in der Küche, Mike geht auf und ab und nuschelt immer wieder deinen Namen! Mach das du her kommst!!!“
Mit großen Augen löschte ich die Sms von Phi. Amy kratzte sich am Kopf…
,,Muss das sein?“ fragte sie ernst
Ich nickte, qualvoll stand ich auf, half ihr hoch. Sie zog mich an sich, kuschelte sich an meine Brust. Die Wolken schienen von der Nacht verschluckt zu werden, im Mondschein waren nur 2 Personen die sich fest umklammerten, sich nie wieder los lassen würden bis die Sonne ihre Haut weg ätzen und jeder Funken v o Hoffnung gelöscht würde….
,,Lass uns gehen!“
Flüsterte ich sanft ihr Ohr, sie nahm ihren Kopf von meiner Schulter, sah mich flehend an.
,,Hör auf so zu glotzen, also ich geh jetzt zu Mike….“
Mit leichtem Druck stieß ich sie weg, ging in Richtung nach hause, merkte nur noch wie der Wind durch ihre Haar flog, sie rannte, ich dachte nicht lange nach und ließ meine Füße von der Erde abhaften. Mike war in meinem Kopf, nur er. As brachte mich dazu ständig an ihn zu denken? Vorallem er nuschelte meinen Namen…ging auf und ab….? Weshalb machen sie sich Sorgen, Rob wusste doch wo wir waren? Schließlich sind wir keine Kinder mehr und können auch ruhig alleine sein, doch das wollen sie sicherlich nicht einsehen warum auch immer….
,,Los du lahmer Lappen du!“
Ihr Schrei dreschte an meinen Ohren vorbei. Automatisch wurde ich schneller, lief nun neben ihr. Erneut flogen wir sanft über den Asphalt bis hinunter zu der Tür des Hauses. Wir klingelten, liefen die Treppen rauf. Ein verweinter Mike rannte mir entgegen. Er umklammerte mich und hielt mich stark fest. Amy verdrehte die Augen.
,,Ähm…..okay….“
Stotterte ich, hatte die Hände an der Unterparti seines Rückens gelegt.
,,Wo wart ihr denn?“ fragte Brad
,,Aber Rob er….er wusste es doch!“
,,Rob Der schläft….“
Ich seufzte, sie hingegen währe beinahe umgekippt konnte sich aber noch halten. Mit Mike um Körper ging ich in die Wohnung, er ließ einfach nicht ab. Fast genervt schob ich ihn von mir weg, sah in braune Augen die mit Tränen gefüllt waren….aber.
,,Du konntest doch nicht einfach abhauen….“
Murmelte er mich an….wieso einfach abhauen?
,,Ey man Rob wusste es, was kann ich dafür wenn der pennen geht!“ schrie ich ihn an
Ich handelte indem ich ihm umarmte.
,,Tut mir Leid…“
Ich spürte wie er mein Nacken streichelte, Brad schwankte mit den Blicken zu uns, grinste mich an.
,,Is ja gut…“
Er wischte sich die restlichen Tränen aus sein Auge, versuchte mich anzulächeln, ich ging straff an ihm vorbei, verschwand mit Amy ins Zimmer.

Joes POV

Genüsslich schlürfte ich an meinen Tee, sah stirnrunzelnd zu Mike der sich vor mich setzte. Seine Hände formten einen Kreis, er sah nervös aus.
,,Was haben die gemacht…?“
Er sah mich an als würde er mir jeden Moment den Kopf abreißen würde.
Es war mal wieder 2 Uhr morgens. Nur Mikey und ich waren noch wach. Wir sprachen kaum, eher, er redete nicht mit mir. War er etwa in seinen Gedanken versunken? Bestimmt, vielleicht war es der Chester der seinen Kopf verdrehte. Er hatte so eine undurchschauliche Persönlichkeit, das habe selbst ich noch nicht erlebt…und Mike…? Ich knipste das Radio an.
,,Was haben die nur gemacht?“
Die Stimme klang gebrochen.
,,Was geht es dich an?“ fragte ich
,,Na gar nichts!“ schrie er
,,Na richtig!“ ich grinste zu ihm
,,Du kannst mir auch nicht helfen.“
Er legte den Kopf in die Hände. Ohje der hat doch wieder Probs. Ich kaute auf einen Zahnstocher herum, sah aus dem Fenster, ich wusste das er bald was sagen würde, es kann sich nur noch um Sekunden handeln.

,,Joe?“
Ich wusste es, ich musste innerlich lachen…
,,Yo?“
Fragte ich so als hätte ich das jetzt nicht erwartet.
,,Vergiss es!“
Er haute auf den Tisch und lief ins Bad….na Dankeschön. Ich stellte die Tasse in die Spüle, ging runter in den Keller und arbeitete an neuen Melodien. Es lief nicht so wie es sollte, deshalb trampelte ich wütend die Treppe herauf, es war bereits 11 Uhr, kaum zu glauben das ich so lange im stickigen Keller überlebt habe und das auch noch ohne Erfolg. Vorallem musste ich mich durch Robs Drums durchschlagen aber das hatte ich nun hinter mir *g*. Mir kam Chester entgegen, ich hielt ihm am Kragen fest. Mit einem müden Blick blinzelte er mit seinen Augen.
,,Was machst du mit Mikey?“
,,Hö?“
Verwundert sah er mich, scheint ja jetzt wach zu sein *lol*.
,,Er ist ganz schön aufgekratzt…“ tat ich traurig
,,Echt? Na dann….“ Er wollte ins Bad
,,Nicht so schnell.“
Ich schleifte ihm mit in mein Zimmer. Knallte die Tür hinter uns zu und gab ihm einen Stuhl zum setzen.
,,So habe ich Shinnizzle noch nie erlebt! Du verdrehst ihn den Kopf.“
Chester sah mich mit geschocktem Blick an, wendete ihn aber ab. In mir fühlte ich, das mehr dahinter steckte, was es auch war, es hat ihn bedrückt. Ich rutschte näher an ihn ran, sah von unten zu ihm hoch, da ich meine Arme auf die Beine gelegt hatte.
,,Nu sag schon…“ zappelte ich


Chesters POV

Was will er denn hören? Das ich Mike liebe? Nee, das kann er sich abschmecken, das kriegt er von mir nicht zu hören. Nicht jetzt wo ich nicht mal weiß warum er sich so verhielt, sonst mache ich mir Hoffnungen die dann wieder geplatzt werden, nicht mit mir.
,,Nu?“ er zog an meinem Ärmel
Ich holte schneller Luft, sollte ich es ihm sagen? Was nützt mir das denn? Immerhin, ich könnte mit jemanden darüber reden... aber bis jetzt kam ich auch so klar, oder nicht? Ich zweifelte an meine Entscheidungen immer, warum will er das überhaupt wissen? Das geht ihm doch garnichts an. Nur weil Mike sein kumpel war, oder machte er sich Sorgen um mich? Ach wer macht das schon...?
,,Chester..." brummte er leise
Seine Augen beeindruckten mich ein wenig, sie wirkten so zielstrebig, als wüssten sie schon das ich nachgeben werde, das tat ich auch.
,,Nun, ich...." ich stockte
,,Machs dir nicht noch schlimmer."
Joe ließ seine Arme auf meinen Schultern fallen, er umschloss mein Nacken und zog ich ein wenig zu sich runter.
,,Saaag." flüsterte er sanft
Noch einmal schluckte ich kräftig sodass der Kloß in meinem Hals runter gespült wurde.
,,Ich liebe ihn."
Ich spuckte es einfach so raus, diese Wörter entrinnten meine Kehle so schnell das ich es nicht glauben konnte. Ich hatte es gesagt, nur nicht diese Person für die ich es tat.
,,Geht doch." *smile*
Verunsichert sah ichihn an, ein kleiner ängstlicher Schweißtropfen perlte von mein Kinn. Es war garnicht so schlimm, nun wusste ich nicht mehr warum ich so lange zögerte.
,,Deshalb....jetzt kann ic mir alles erklären..."
,,Wieso?" wollte ich wissen
,,Na Mike war total verrückt als du mit ihr Nachts weg wart, er hatte Angst das ihr beide durchbrennt, ich sagte zu ihm, das du Berry nie alleine hier gelassen hättest, dies wollte er mir auch nicht so richtig glauben."
Ich kratzte mich am Kinn. Angst? Mike hatt Angst um mich...weshalb sollte er? Da muss doch was dahinter stecken, oder nicht...?
,,Na egal, eben war er genauso scheiße drauf wie du."
Er drückte seinen Zeigefinger auf meine Nasenspitze.
,,Wie bitte?"
,,Hast schon richtig gehört."
,,Warum?"
,,Weiß nicht."
,,Versteh ich nicht..."
Ich stand auf, stützte meine Hände aufs Fensterbrett und sah hinauf zum Himmel, er war grau...wie meine Gefühle zu Mike. Zuerst ist es mir scheißegal was er macht, wie er sich fühlt und kaum denkeich an ihn...wird mir total heiß. Wünschte er könnte bei mir sein, einfach neben mir liegen und mir in die Augen schauen, sodass ich sehen konnte ob sie die Wahrheit sprechen.

Mikes POV

Mit einem unguten Gefühl im Bauch stand ich vor dem Spiegel. Betrachtete mein Gesicht genau…es erschien so als würde sein Kopf genau parallel zu meinem liegen. Dann tauchte es von Amy auf…ich schüttelte den kopf. Er hängt nur noch bei ihr, ich verstehe das nicht. Weshalb? Bin ich so scheiße zu ihm gewesen? Oder nur eine kleine Ausnutzpuppe für Spaß gewesen? Es ist nicht so das er mich richtig verletzt hätte…sondern…enttäuscht. Ich dachte jetzt habe ich echt einen den ich vertrauen kann. Einen der mich versteht, kapiert welche Worte aus meinem Mund fließen und mich in den Arm nimmt wenn die Seele halb aufgekratzt wird. Ja, so hatte Ichs mir vorgestellt…auch das wird nur ein lächerlicher Traum von meiner Persönlichkeit bleiben. Wieder einmal wird er hemmungslos ausgelöscht, ich werde gewaltig nieder getrampelt. Mein Gott bin ich ein Fußabtreter oder was? Ich spritze Wasser auf mein Gesicht, sodass es von all diesen schrecklichen Fragen und Vorstellungen gereinigt wurde. Erneut sah ich hinein, erkannte nur mich…ein Mensch…der geträumt hatte. Geträumt von einem Mann der jetzt ganz woanders war, bei ihr? Diese Frau hat sich in den Vordergrund gedrängelt, mich hinab gestürzt und so lande ich hart auf den Asphalt. Doch gebe ich meine Wünsche nicht auf, ich werde Chester konfrontieren, egal was er machen wird…ich werde ihm zeigen…das er für mich wichtig ist…Wichtig? Was heißt dieses Wort? Wichtig um ihn zu haben? Oder um mit ihn zu reden? Ich weiß es nicht…kaum vergeht eine Minute ohne das Chester in meinem Kopf ist. Es geht soweit das mein Herz schneller schlägt. Kein Gefühl was ich je hatte war so…kraftvoll. Es machte mir Angst….vielleicht will Chester gar nichts mehr von mir. Das würde mich nicht wundern, echt nicht. So soll er doch mit Amy abhauen…er könnte Kilometer von mir entfernt sein und doch…werde ich ihn vermissen. Was ist mit mir los? Empfand ich für diesen Typen mehr als nur „Freundschaft“? Der Kopf dröhnte, die Hände zitterten, die Augen sahen schwach ins Spiegelbild. Weshalb weicht er mir aus? Warum? Verdammt! Ich drückte mich vom Waschbecken ab, knallte mit den Rücken gegen die Wand. Rutschte an dieser runter…warum? Warum macht es mich so schwach?... Mein Herz könnte ich jeden moment darin vergraben, verbrennen lassen sodass er nie verschwinden kann. Aber es geht nicht…scheiße. Ich denke zuviel über ihn nach…was er nicht macht. Meine Hände glitten auf meine Stirn, tasteten dort langsam auf und ab. Zögerlich schüttelte ich den Kopf hin und her. Sang eine Textstrophe von irgendeinem Song der mir auf der Schnelle einfiel. Nach einer Weile traute ich mich raus, setzte mich erst im Wohnzimmer auf einen Stuhl, kippelte. Lange hielt ich s dort nicht aus und ging raus zum Balkon. Berry stapfte mir hinterher, er sprang auf die Holzbank, meine Arme lagen auf dem Geländer, ich sah zum Himmel. Er wird für mich immer unerreichbar bleiben. Für immer. Als ich Atem hinter mir vernahm drehte ich mich ruckartig um.
,,Hey!“
Lächelte mich Chester an…dieses Lächeln…war es für mich bestimmt?
,,Huhu Mikey?“
Die Hand…lag auf meiner Schulter?
,,Träumst du?“
Seine Hand schwing vor mein Gesicht hin und her.
,,Was?“
Er grinste mich an, nahm mich in den Arm.
,,Tut mir Leid…das du dir Sorgengemacht hattest.“
Zärtlich strich er über meinem Kopf. War es ernst gemeint? Oder wieder einer seiner Fassaden?
,,Du….Chester….ich habe Angst dich zu verlieren…“
Stotterte ich schwach. Er drückte mich nach hinten, sah mich verdutzt an. Zog eine Augenbraue hoch.
,,Zu verlieren? Ist mit dir alles in Ordnung?“
Seine Augen…zertrümmerten meine Gedanken.
,,Ja, tut mir Leid wenn ich Unsinn schwafle…“
Ich kratzte mich am Hinterkopf, seine Hände lagen an meinen Hüften.
,,Er ist eifersüchtig.“
Phoenix drängelte sich ins Gespräch.
,,Was soll ich sein?“ zischte ich
,,Kannst es ruhig zu geben!“
,,Ich gebe gar nichts zu!“ schrie
,,*gähn* Morgen….“
Amy kam mit kleinen Schritten auf uns zu, oh nein.
,,Was machen wir heute Chazylein?“
Dieses Miststück legte die Arme um ihn.
,,Ich schätze gar nichts….“ Sprach er
,,Ihr könnt doch wieder weg gehen, so ganz alleine!“ grinste Phi
Ich haute ihn auf dem Rücken. Amy sah zu mir, mit angeberischen Blicken.
,,Wir können ja schwimmen gehen…“
Ihr Finger umkreiste seinen Bauch. Eifersucht brodelte in mir auf.
,,Keine Lust….“
,,Hey obwohl…das wäre eine geniale Idee!“
Schrie Phoenix…..wie bitte was!!!!?????
,,Ich meine wir alle! Wäre doch mal Abwechslung!!!“
Er lachte in die Runde…bitte nicht!
,,Warum nicht?“ fragte mich Chester
,,Ach…es ist kalt draußen ^^“!
,,Wozu gibt es Hallen…“
,,Die sind langweilig!“
,,Eben nicht!“ Chester streckte mir die Zunge raus
…Es sah so….oh man.

Chesters POV

Schwimmen gehen? Um diese Jahreszeit *lol*. Das is ja voll der Hammer. Das würde urst Fetz machen…also warum nicht? Ich lief durch die Wohnung, sagte den anderen Bescheid. Wir gingen erst nach dem Mittagessen los. Gemeinsam latschten wir durch den Schnee, Mike ging neben mir, Amy auch. Es sah so aus als wollten sie sich gegenseitig weg schubsen, zumindest wenn sie hinter mir waren…Kinder eben *fg*. Ich verstand Mikeys Worte nicht…verlieren? Was meinte er damit…? Er sprach immer in Rätseln, wollte er das ich darüber nach denke? Schließlich liebte ich ihn immer noch, das weiß ich…das spür ich. Und doch…ahne ich voraus das er diese Liebe nie erwidern wird. Es nicht kann. Mike braucht jemanden als Freund, der ihm hilft und sagt was Sache ist. Ich merke das er einwenig an mir hängt, ich aber viel mehr an ihn. Kann es niemals ihm zeigen oder sagen, Joe weiß es schon. Er versprach mir es keinem zu verklickern. Ihn vertraue ich…hundert pro…gar keine Frage. Nur Mike, er ist wie ein offenes Kapitel in einem Buch. Einmal lässt er mich nicht los und dann? Es ist alles zu verwirrend…fühle mich wie in einem schlechten Film. Er strahlt innige Wärme aus die ich sehr gern an meinem Körper spüren würde. Warum ist das Thema Liebe nur immer so schwer? Die tage mit Amy bereue ich nicht, mit Mike wären sie nur schöner gewesen… Ich rede immer nur von würde und wäre…warum mache ichs nicht einfach? Warum nicht? Irgendwas muss mich davon abhalten…nur was…?
,,Hey Kleener.“
,,Ich bin nicht klein!“ murmelte ich zu Mike
,,Tut mir Leid, für alles was ich gemacht habe.“
,,Schon gut du entschuldigst dich mehr als meine Oma.“
,,Wenigstens einer kann es.“
Mike lachte wieder so dermaßen niedlich.
,,Hast aber schnell gute Launebekommen.“
,,Wenn Amy voller Schnee ist ist es kein Wunder.“
Die hand war vor seinem Mund, sonst hätte er laut lachen müssen. Amy kam panisch zu mir gerannt.
,,Dieser Kerl hat mich in einem Berg geschmissen!“
Ihre Zähne fletschten wieder.
,,Na und! Ich empfand es als Gerechtigkeit!“
,,leider nicht für meine Seite!“ schrie sie weiter
Ich schob Amy zu Mike rüber, ich lief in der Mitte und das konnte man sich nicht mit anhören…so ging ich neben den beiden.
,,Du hast doch damit angefangen mich zu provozieren.“
,,Eben nicht!“
,,Na klar!“
,,Und wenn schon, ich tat es aus sehr guten Gründen!“
Amys Stimme war lauter als Mike seine, das wollte er nicht auf sich sitzen lassen.
,,Geh doch mal da weg!“
Mike wollte zu mir, doch Amy breitete ihre Arme aus sodass er nicht vorbei kam. Die Leute sahen uns alle an. Wir alle vermummten unser Gesicht in die Jacke. Wo bin ich denn hier???
,,Du fiese Schlange!!!“ Mike wurde lauter
,,Ochsenarsch!“
,,Gothictante!“
,,Abgelutschter Speichellecker“
Die Beiden rauften sich schon die Haare, bis Phi und Rob dazwischen gingen, nun wurden die beide getrennt und ich lief seelenruhig neben Joe.
,,Warum benehmen die sich wie Kinder?“ sprach ich leise zu ihm
,,Keine Ahnung, Mike war noch nie so.“
,,Amy auch nicht…obwohl…sie ist ein Kind^^.“
,,Mal sehen ob das Schwimmbad vor denen sicher ist ._.!“
Fügte ich noch hinzu, schob die Kapuze nach hinten weil wir vorm Eingang standen. Alle nahmen eine Tageskarte. Alle gingen sich umziehen…bei so vielen Personen wurde es ein wenig schwierig. Amy wollte mit in meine Kabine, doch Mike zog sie am Ohr wieder heraus. Was haben die beide ey? Das kann einen echt abnerven. Fertig umgezogen ging’s in die Dusche, dort schmuggelte Amy sich mit rein…und wer brüllte sie raus? Richtig…. -.- ich kam mir vor wie in einem Kindergarten. Zunächst suchten wir uns einen geeigneten platz, wir schmissen die Handtücher und Rucksäcke auf einige Liegen, ich machte es mir zunächst darauf gemütlich. Setzte meine Sonnenbrille auf. Mike saß links von mir und zum Glück Joe rechts. Würde Amy neben mir liegen hätte Ichs weiterhin nicht ausgehalten. Joe, Rob und Brad schwammen schon im kühlen nass. Ich hingegen ließ mir ein wenig Zeit, wir hatten den ganzen tag…also. Dann nahm ich Mikeys Hand, schleppte ihn zur Linie, dann sprang ich mit ihm hinein. Zusammen tauchten wir auf.
,,Du…!“
Er nahm seine Hände und drückte das Wasser in mein Gesicht. Ich lachte, das Wasser lief in meinen mund, Dadurch spuckte ich es aus…traf dabei Mike. Unbeabsichtig natürlich! Dann schwamm er immer hinter mir her, bis wir an so´ner kleinen Wasserdusche angelangt waren. Wir liefen darunter hin und her, bis er mich an die Wand drückte. Er lachte stark, das Wasser floss an unseren Körpern entlang. Meine Augen musterten sein Gesicht. Als ich einen Moment nicht aufpasste fühlte ich kalte, nasse Lippen auf meinen. Ein Schock durchfuhr mein Blut. In diesem Augenblick schien die Welt still zu stehen, die Tropfen wanderten an meinem Oberkörper entlang. Eine Hand lag auf meinem Bauch. Seine Augen schauten mich kalt an, jedoch mit einem Funken von Wärme. Ich sah sie gerne an…vorallem jetzt. Er raubte mir alle Sinne.
,,Tut…tut mir leid….bitte verzeih mir!“ stotterte Mike
Mit diesem Satz verengte sich mein Herz. Was hatte er eben gesagt?
,,Bitte verzeih mir.“
Mike drückte sich von mir weg, lief zu seiner Liege, setzte sich darauf und warf die Zeitung ins Wasser. Er stützte die Ellenbogen auf seine Knie. Ich stand einfach versteinert und eiskalt da. Das darf nicht wahr sein! Das Wasser wurde kalt…meine Knie schwach. Er hat mich geküsst…und er wollte es gar nicht? Ich fühlte wie Tränen dazu bereit waren aus meinen Augen zu tropfen. Mit dem Handrücken strich ich sie weg. Nicht hier, nicht jetzt. Unfassbar war diese Situation für mich. Bis Amy um die Ecke sprang
,,Hey Chazy!“
Ich antwortete nicht, starrte nur ins durchsichtige Wasser das vorsichtig über den Beckenrand schwappte. Sie setzte sich neben mich. Gleich würde sie mich fragen was los wäre…doch werde ich es ihr bestimmt nicht verraten.
,,Hey Schatzi!“
Sie legte ihre dünnen Arme um mich.
,,Lass mich bitte kurz alleine.“ Flehte ich
,,Das wär das letzte was ich tun werde!“

Amy blieb bei mir, so kam es das ich es ihr erzählen musste…
,,ER HAT WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAS!!!!!?“
Ich klatschte die Hand auf ihren Mund.
,,Bist du denn irre?“ flüsterte ich
,,Das ist nicht dein ernst….“
,,Warum sollte ich mir so was ausdenken…?“
Amy kochte vor Wut. Ich war wie ihr großer Bruder, sie wollte nicht dass mir dasselbe passiert wie bei ihrem Bruder.
,,Warum tut der so´n Scheiß!?“
,,Amy wenn ich das wüsste würde ich hier nicht sitzen…“ stammelte ich
,,So ein Blödmann.“
,,Amy….“
,,Ist doch war, wegen diesem Bengel denkst du jetzt nach, so was beklopptes!“
Ich zitterte…musste mich zusammenreißen sie nicht anzuschreien…denn sonst wäre sie schneller weg als die Luft. Was soll ich eigentlich noch denken? Es ist zu verwirrend…zu verblüffend.
,,Lieben tut der dich bestimmt nicht…“ gammelte sie
,,Woher willst du es wissen…?“
,,Dann hätte er es gesagt oder wäre zumindest bei dir geblieben.“
,,Amy wir sind hier in keinem Buch.“
,,Das hat damit nichts zu tun.“
Ich seufzte…aus diesem Mädel wird man auch nicht schlau. Ich ließ mich nach hinten fallen sodass ich sehen konnte wie Mike auf seiner Liege lag. Mein Magen brodelte….auch jetzt…fühlte ich die Liebe.
,,Ey ihr Beide kommt rüber, wir wollen was futtern =^-^=!“
Schrie Joe und freute sich einen Ast ab. Amy half mir hoch, Hand in Hand gingen wir zum Restaurant, alle Menschen sahen uns an, redeten dann leise weiter.
,,Die reden über uns.“ Grinste sie mich an
,,Schön für sie.“
Ich riss mich los, setzte mich auf einen Stuhl und wartete bis das Essen kam. Mike saß gegenüber am 2ten Tisch. Leider sah ich nur den Rücken. Mit der Gabel stocherte ich in die Nudeln rum, so einen großen Hunger wie Joey hatte ich leider nicht. Noch immer fasste ich die Szene in meinen Kopf wie ein Film auf.
,,Nun iss was.“
Joes Gabel piekste mich am Arm.
,,Ja…gleich.“
,,Hör doch endlich auf ihn anzustarren.“ Flüsterte er mir ins Ohr
,,Ich kann nicht…“ sprach ich traurig
Sah wie Amy die Augen verdrehte und mir eine Gabel in die Hand drückte. Ich stopfte ein paar Happen in den Mund…mein Blick wendete nicht von Mike ab. Er zog mich in seinen Bann.
,,Was machen wir jetzt?“ fragte Amy
,,Wir probieren natürlich diese geilen Rutschen aus^^!“
Antwortete Joe voller Freude und ließ sich das Essen nicht wegnehmen. Meine Hand schob meinen Teller zu ihm rüber, nach 2 Minuten war er leer. Nach dem Essen sprangen fast alle wieder ins Wasser. Alle, außer Joe und ich. Wir standen am Beckenrand.
,,Hab ich nicht gesagt wir gehen rutschen?“
Ich zuckte mit den Schultern. Amy tippte mich an, deutete mit ihren Finger auf 6 Mädchen die dicht neben uns standen, anstarrten und dann leise weiter redeten. Zuerst wendete ich den Blick ab, bis eine von denen näher trat. Sie war ein Kopf kleiner und schaute von dort unten zu mir rauf. Ihre Augen funkelten und sie presste die Lippen zusammen. Amy sah sie skeptisch an.
,,Seid ihr noch Single?“
Haute sie plötzlich raus, ich rieb die Zähne einander. Warum muss die Olle mich das ausgerechnet jetzt fragen…wo ich kurz davor war…ach egal.
,,Nein sind sie nicht!“
Schrie sie diese Kleine an. Bis Phi wieder kam und Amy weg schleppte…na toll. Ich legte die hand auf Joes Schulter, drückte ihn so beiseite das ich zu meiner Liege wollte. Doch diese Teenies ließen nicht nach, sondern folgten mir ununterbrochen. Langsam wurde es zu fiel. Diese Gören schossen schon Fotos, standen um uns beide herum. Eine wagte es sogar meinen Bauch zu betatscheln. Joe griff meinen Arm, wir rannten durch diese befuckte halle. In keiner Ecke waren wir sicher. Scheiße man! Ist ja viel schlimmer als bei den Grammys. Nie waren wir irgendwo sicher. Bis ich Mike anrumpelte, er sah hinter mir die Mädchenmasse, wie sie an Joes Haaren rumwühlten.
,,Mike…“
Drückten meine Stimmenbänder nur heraus. Ich schluckte.
,,HIIILFEE! Die Bestien lassen nicht nach!“
Schrie Joe Hilfeschreiend.
Mike riss mich in seine Arme. Vor Schock schrie ich leise….er wirkte so kalt…..
,,Verpisst euch!“
Die Weiber starrten ihn groß an….
,,Seit ihr taub oder was?!“
Er klang ernst…zu ernst. Diesen Mike…kannte ich gar nicht. Die Arme pressten mich nah an seinen Körper ran.
,,Sind sie single????“
Kreischte eine drauf los, ich hielt mir die Ohren zu.
,,Nein!“
,,Das hätten wir auch gesagt! Sag schon, wo ist denn deine Frau?“
Wollte die Kleinere ganz genau wissen.
,,Ich brauch keine Frau!“
Daraufhin spürte ich nur etwas Weiches auf meinen Mund. Ruckartig schloss ich die Augen. Vernahm nur noch den Schrei von Amy. Joe war verblüfft als diese Teenies endlich weg gingen, mit den Köpfen zum Boden gesenkt. Schnellatmend sah ich in Mikes Augen. Ist das wahr…bin ich in der Realität?
,,Endlich.“
Joe wischte sich den Schweiz von der Stirn, atmete tief durch.
,,Warum hast du….?“
Ich konnte nichts mehr sagen…wartete nur auf seine Antwort. Seine Arme lösten sich, stürrig trat er ein paar Schritte zurück.
,,Wie hättet ihr die sonst weg bekommen?“
Nein…nein…nicht. Wäre diese Kälte nicht da gewesen…hätte ich mich jetzt in seine Arme geworfen, aber er lief weg. Einfach so. Was ist denn jetzt wieder? Schon wieder. Was spielt er mit mir so ein Spiel? Brad wollte Mike ansprechen, er drückte ihn zur Seite und meckerte…was ich allerdings nicht verstand.
,,Das ist nicht wahr…“ murmelte ich
Joe sah mich an, entdeckte die stummen Tränen die an meinem Kinn hinab perlten. Weshalb? Ich verstehe nichts mehr!
,,Ich gehe Joe!“
Geschockt verfolgte er mit seinen Augen mein Mund.
,,Wohin willst du denn? Ey halt warte!!!!!“

Es war viel zu spät. Zu spät um noch hier zu bleiben. Ich krallte meine Sachen von der Liege, warf die von mikey allesamt ins Wasser. Mir war’s scheiß egal! Schnell zog ich mich um, rannte hinaus. Mein Blick fiel zum Himmel, die Wolken waren zu schnell für mich. Ein Glück das ich mich in dieser scheiß Gegend noch auskannte. Wie oft fand ich hier meinen letzten Willen? Wie oft sah ich hier meine alten Kumpels wieder, die auch Durst nach neuem Stoff hatten? Wie lange war das her? Ein paar Wochen? Monate? Jahre? In mir war ich mit Dunkelheit erfüllt, meine Wut kochte! Meine Augen brannten. Dies wollte und konnte ich nicht wahr haben. Dieser Mistkerl. Er legt es immer wieder drauf an!
,,Wichser!“
Schrie ich, während ich in der bahn einstieg. Diese blöden Menschen glotzten mich alle an.
,,Man was ey! Noch nie verarscht worden oder was!!!“
Ich schrie, ich musste schreien. Mir blieb nichts anderes übrig. Als dieses scheiß Teil los fuhr sah ich wie Amy noch einsteigen wollte, zum Glück war ich sie jetzt los. Alle, ich war allein. Wie schon so oft in meinem beschissenen Leben. Ich schmiss den Rucksack auf die gerillten Platten. Sah aus dem Fenster, so viele Menschen und alle haben andere scheiß Erfahrungen. Es kotzte mich an, alles. Immer werde ich verarscht! Nur! Ein weiterer Fehler würde ausreichen, dann würde auch ich hinunter springen. Nicht mehr am Abgrund stehen und Schritte zurück treten, nein, das habe ich zu oft getan! In mir war ein vollkommen anderes Gefühl, das was ich am meisten kannte und liebte. Es war das wahre, was mich ausmachte. Misstrauen, Angst, Wut und Trauer. Ja, das war ich. Chester Bennington ein hoffnungsloser Penner der wieder auf die Straße zurückkehrt weil er mit seinem Leben nicht klar kommt. Eine weitere Person die ziellos in der Stadt rum irrte, unter Brücken lebt. Aber halt, Berry! Mir fiel ein, er war noch in der Wohnung! Ohne ihn gehe ich nirgendwo hin! Ich stieg aus, sah mich um…wo lang? Ich fragte einen älteren Herr der mir alles freundlich erklärte, bei ihm konnte ich mich ruhig bedanken. Wütend stapfte ich weiter. Es kann doch nicht sein von einer Person so behandelt zu werden, obwohl man diese auch noch liebt? Moment…liebt? Spür ich noch liebe für ihn, also jetzt nicht mehr. Hass empfinde ich für diesen Menschen, für alle die mich hintergangen und fallen ließen. Obwohl ihre Hände zum greifen nahe waren. Geschwind rannte ich die Straßen entlang, dachte nur an Berry. Er stünde bestimmt vor der Tür kläffte und wartete auf mich. Tatsache! Als meine Beine mich zu der Wohnungstür schliffen, hörte ich sein Gejaule. Ich versuchte diese scheiß Tür aufzubrechen, nur dieses Mistding trennte mich von meinen eigentlichen vertrauten. Mein Herz schrie, es schrie um Hilfe. Mit den Fingern streifte ich runter, ich rutschte an der Tür runter. Immer wieder stammelte ich seinen Namen. Ich will zu ihm…aber es geht nicht. Ich rieb meine Augen, sie waren rot. Fuck! Genau jetzt ging die Nachbarstür auf. Ich kannte keinen Einzigen von denen. Eine etwas ältere Dame sah mich an.
,,Haben sie ihr Schlüssel vergessen?“
Stumm sah ich sie an…..schaffte es gerade so mich auf zurappeln.
,,Ja, ja leider, er liegt noch in der Küche ^^“ so ein Missgeschick aber auch.“
Ich spielte einfach mit, sonst wäre ich nie zu Berry gekommen. Sie kramte den Schlüssel aus ihrer Tasche.
,,Darf ich fragen wie lange der Hund schon bellt?“
,,Etwa seit 3 Stunden, ununterbrochen…“
Sagte sie zögerlich…
,,Vielen Dank!“
Bedankte ich mich und lächelte sie schwach an.
,,Nichts zu danken….“
Endlich sprang mein Vertrauter in meine Arme. Fest drückte ich mein Fellknäuel an mich. Bleibe ich hier…oder gehe ich zu den anderen? Es konnte ja nicht schwer sein sie zu finden. Ich entschied mich schnell. Bevor ich ihn hier noch sehen muss hau ich lieber ab. Berry tapste freiwillig hinter mir her.

Mikes POV

Gemütlich lag ich auf meiner Liege, sah wie meine Sachen auf die Oberfläche hin und her flossen.
,,Was hast du dir dabei gedacht?“
Schrie Amy immer wieder. Dieses Geschreie hörte ich mir nicht weiterhin an. Also drehte ich mich zur Seite.
,,Nun sag schon!“
Hört die denn nie auf? Was soll ich denn schlimmes gemacht haben? Die Mädchen sind weg und Ruhe ist.
,,Mike los steh auf…wir gehen jetzt!“
Brad packte mich an den Schultern, ich weigerte mich nicht. Schließlich wollte ich selber so schnell wie möglich nach hause. Dort hätte ich meine Ruhe, keiner würde fragen warum, weshalb, wieso! Ich wusste es ja selber nicht, kann mir auch egal sein.
,,Ich versteh dich nicht…“
Nuschelte Joe mir ins Ohr.
,,Ich auch nicht.“
Seufzte ich kühl, wir stiegen alle ins Auto, es war dasselbe wo ich mit Chester da hinten saß…mit Handtüchern und einem Lächeln auf sein Gesicht. Jetzt hatte ich es zerbrochen, dieses süße Grinsen was sich zart auf seine Lippen legte. Erst jetzt, konnte ich alles verarbeiten. Warum tat ich das? Ausgerechnet bei ihm…? Ich war echt beschissen zu ihm gewesen…ändern kann Ichs auch nicht mehr! Ich warf mich auf mein Bett, jedoch konnte ich nicht schlafen. Joe kam ins Zimmer.
,,Na…?“
Er klang so als wüsste er genau was ich dachte.
,,Du schon wieder.“
Mein Innerstes wurde immer kälter, bis ich eines Tages daran erfrieren würde….
,,Was hast du dir dabei gedacht?“
,,Er hätte ihn ja nicht erwidern müssen.“
Plötzlich merkte ich nur noch wie Joes Faust gegen mein Gesicht rammte. Ich fasste mich an die Wange.
,,Manchmal erkenne ich dich gar nicht wieder Mike.“
Somit verließ er den Raum, knallte die Tür laut zu. Meine Haut rötete sich. Das war das erste mal das er mich schlug…was soll dieser Mist?...Kaum hatte ich Zeit für mich platzten Amy und Phi herein. Phi jedoch hatte die Arme an ihren Bauch, sie schlug mit ihren Händen um sich. Sie konnte sich aus seinen Armen befreien, sie kam auf mich zu gerannt.
,,Du mieses Schwein, was hast du gemacht? Du bist das Allerletzte! Wer hat dich in diese Welt gesetzt du fieses Arschpaket!“
Schrie sie ununterbrochen, schlug mit ihren Fäusten auf mein Körper ein…körperlich tat es nicht weh. Ihre Tränen tropften auf mein Gesicht.
,,Er ist weg, er ist nicht mehr hier. Alles wegen dir! Siehst du denn nicht was du anrichtest!“
Schwach fiel sie auf mir drauf…sie jammerte. Ich strich über ihren Kopf.
,,Fass mich nicht an…fass mich…nicht an…“
Ihre Stimme verstummte, alles kam mir wie in einem Alptraum vor…das wollte ich nicht.
,,Amy….“
Phi streckte die Hand aus, Amy ging zu ihm, suchte Schutz in seinen Armen. Phi tröstete sie innig. Meine Augen sahen sie an….mit einem nassen Blick. Als sie gingen…war mir alles so unheimlich. Ich sah auf mein Arm, rote Flecke…Amy hat ganz schön los gelegt.

Und das wegen Chester. Langsam glaube ich…er bedeutet für sie mehr als er für mich….Mir wurde schnell klar…das ich ihn vermisste. Ich beugte mich ein Stück nach vorn…auf dem Boden lag dieses alte Foto. Ich nahm es in meine Hand. Fuhr mit einem Finger über das Bild…wo er wohl ist? Bestimmt bei den anderen…aber die wechseln ihre Plätze ständig…nur Amy könnte wissen wo sie sind…. Na logisch! Ich rannte aus mein Zimmer.
,,Amy!!!!“
Schrie ich laut durch die Wohnung, suchte alle Zimmer ab…keiner war da. Sie hatten es früher geahnt. Mit gesenktem Blick lief ich zurück, selbst Berry war nicht mehr da…wie konnte er überhaupt hier rein gelangen? Mich traf ein Blitz, ich rannte zur Spardose die auf einem Regal in der Küche stand. Ich sah hinein…alles voll?....Also er hat kein Geld von uns mitgehen lassen, das heißt er ist echt noch hier in der Stadt. Joe und Co sind jetzt vielleicht schon bei ihn….er will sicherlich nicht zurück kommen, nicht wenn ich nicht sage das ich ihn hier haben will….ich muss hinterher. Meine Füße rannten, rannten als wäre hinter mir der Tod höchstpersönlich. Hinaus aus dem haus, meine Augen sahen sich um. Wo lang? Ich lief einfach weiter, zuerst sah ich unter der Brücke nach, nichts, Dann im Park, auch nichts, ich klapperte fast die ganze Stadt ab. Vergebens, ich sah noch nicht einmal Brad oder die anderen. Bis ich wieder Zuhause war….Ich schloss die Tür auf, schon standen alle vor mir. Ihre großen Augen verformten sich auf die normale Größe. Enttäuscht liefen sie in ihren Räumen…sie haben ihn auch nicht gefunden. Wo konnte er denn nur sein….verdammt.


†8 Tage später†


Chesters POV

,,Hey Chazy schmeiß mal Kippen rüber!“
,,Du kannst doch eh nicht fangen!“
,,Witzig! Ey los man!“
,,Kauf dir doch welche du Fluppenkiller.“
,,Bitte!“
,,Mensch hier, sonst verreckst du noch *smile*“
Wieder war ich bei meiner Familie. Mein Aussehen hat sich komplett geändert. Genau wie meine Einstellung. Ohja, ich habe mich verwandelt, in eine etwas stärkere Macht.. Meine Gruppe bestand aus: Felix…er war der kleine Junkie, Bettina, sie war intelligent und die einzige Goth, Martin…der Fluppenkiller, Frank der etwas aggressive Kampfbeutel, Michelle die schönste in der Runde und Jasmin…sie hatte immer noch Probleme sich anzupassen. Dieses löste ich aber schnell. Hin und wieder sah ich George mit seiner etwas größeren Masse. Ui wenn man vom Punker redet, als ich an meiner Kippe zog sah ich ihn mit gerunzelter Stirn an.
,,Amy und die anderen suchen dich wie verrückt.“
,,Schön für sie.“
Ich trampelte auf die Fluppe herum. Von unten sah ich zu George rauf.
,,Amy ist zusammengebrochen…“
Ich sprang auf, sah in seine Augen.
,,Mir doch scheiß egal.“
Wütend zündete ich mir eine neue an.
,,War er auch dabei…?“ stotterte ich leise
,,Wen meinst du?“
,,Mike.“
Dieser Name schnürte die Kehle zu, noch immer hegte ich tiefes für ihn in meinen Herzen. Auch wenn er so kalt war.
,,Nein, ihn habe ich nicht gesehen.“
,,War ja klar.“
Enttäuscht fuhr ich durch meinen Iro.
,,Warum willst du es wissen?“
,,Nur so.“
Ich klaute mir eine Bierflasche vom Kasten, trank sie mit einen Schluck aus.
,,Du hast dich schnell geändert…Respekt.“
Ich musste ihn einfach anlächeln.
,,So gefalle ich mir besser glaub mir.“
,,Man könnte richtig Angst kriegen.“ Er zog eine Augenbraue hoch
,,Ist auch besser so. Willst du mit kommen?“
,,Wohin?“ fragte er mich zögerlich
Ich deutet auf meine Gruppe zu, er schüttelte den Kopf.
,,Die anderen vermissen mich sicherlich schon.“
,,Na dann, bestell mal schönen Gruß.“
,,Klar Alter.“
Wir nahmen uns in den Arm.
,,Schönen Tach noch!“
Schrie ich ihm hinterher. Glücklich rannte ich zu meiner Gruppe zurück. Ich saß genau neben das Radio wo sie gerade Metallica spielten. Ich drehte so laut auf wies ging. Mit voller Kraft grölte ich mit. Bewegte mein Kopf hin und her. Wahrhaftig…ich war anders. Hatte Leute um mich herum die das durchmachten wie ich….hier verstand ich mich. Mit einem Finger fuchtelte ich an mein Ohrring rum, der noch von Amy war…die Gedanken waren bei ihnen…bei allen. Mike, Amy, Joe, Brad, Rob und der Phi. Berry stupste mich mit seiner Schnauze an…er wollte zurück. Das fühlte ich. Aber auf keinen Fall will ich noch einmal so verletzt werden, eher verletze ich mich selber…
,,Na?“
Felix legte seine Hand auf meinen Kopf.
,,Was willst du?“ lachte ich
,,Nichts…“
,,Na wenn du schon so ankommst *fett smile*.“
,,Wir gehen nachher zu Frank und feiern ein wenig. Ist das okay?“
,,Natürlich…^^“
,,Du bist ja der Boss !“
,,Na und…?“
,,Vergiss es^^“.“
Hier war ich ein „Boss“? Diese Verantwortung schmeckte mir irgendwie nicht…na egal. Nach einer Stunde landeten wir bei Franks kleinem Häuschen. Seine Eltern haben es hinterlassen als sie alleine wegzogen. Das muss hart gewesen sein. Nur eine Nachbarin kümmerte sich um ihn. Ich trat zuerst ein, hier sah es sehr gemütlich aus, überall nur dunkle Räume, das gefiel mir. Das Wohnzimmer war gleich neben der Küche, ich und Bettina machten das Party essen zu Recht.
,,Irgendwie habe ich keine Lust…“ schmollte sie
,,Warum?“
,,Bin nicht in Partystimmung.“
Ich zwinkerte ihr zu.
,,Das wird noch kommen glaub mir *smile*“
Die Party war von meiner Sicht her gar nicht mal so übel. Stur besoffen lag ich mit Betti in einer Ecke. Mein Arm lag um sie. Ohne irgendwelche Hintergedanken drückte ich mir eine Spritze in den Arm. Wie gut das jetzt tat. Ich versank in eine schmerzfreie Welt.
,,Hier Kleener.“
Martin reichte mir nen Joint. Genüsslich zog ich dran, ließ den Rauch aus meiner Nase frei laufen. Jeder küsste jeden, einfach nur aus Spaß. Bei den Weibern sah es ja ganz niedlich aus, ich weigerte mich. Aber eh ich mich versah hatte ich Franks Lippen auf meinen. Wir waren immer so kindisch drauf. Vorallem jetzt…insgesamt…war es echt ein schöner Abend….wenn ich nicht nur immer an eine Person gedacht hätte….

†Nächster Morgen†

Joes POV

Die ganze Nacht über warteten wir, warteten auf Chester der jeden Moment an die Tür anklopfen oder klingeln würde. Fehlanzeige. Einige schleppten sich vor Müdigkeit ins Bett. Nur Mike und ich saßen noch auf unseren warmen Stühlen. Die Augen von Mikey zeigten Kälte, die durch seine Seele raus will. In letzter Zeit war er wirklich seltsam, erst ist er lieb und strahlt Wärme aus…dann schreit er und strahlt Kälte aus. Frage mich nur warum er hier noch sitzt, er war doch der Jenige der es soweit kommen lassen ließ. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Kapiert der echt nicht das Chester ihn liebt? Oder soll Ichs ihm sagen? Nein, noch nicht. Wenn Mikey es nicht selber checkt, kann ich ihm auch nicht helfen. Eher mache ich mir um Chester Sorgen, er denkt an Mike, das ist sicher. Chester würde zurückkommen, wenn er es von ihm verlangen würde. Einen großen Bissen nahm ich von mein Brötchen. Kippte mir ein Schluck Orangensaft hinter.
,,Machst du dir Sorgen?“
Fragte ich ihn provokant. Um zu sehen ob er mir antwortet. So wie ich es erwartet habe, keine Antwort. Auch gut, das heißt er versinkt in Selbstmitleid. DRIIING! Mike und ich rannten zur Tür, prallten aufeinander, rissen dieses Holzteil auf. …George?
,,Morgen…“
Brachte George nur heraus.
,,Weißt du was von ihm?“
Er sprang gleich an seine Kehle.
,,Ganz ruhig du Wicht!“
George drückte ihn weg. Amy kam angerannt, sie floh in seine Arme.
,,Sag mir, hast du ihn gesehen?“
Stumm nickte er mit den Kopf.
,,Er sagte ihr wäret ihm scheiß egal, so überzeugend brachte er es kaum rüber. In den Tagen hat er sich wirklich…verändert, er ist zum Punk geworden.“
,,Das wundert mich nicht…“ kaute Amy an ihr Finger
,,Und er war sehr enttäuscht das der schwarzhaarige Typ nicht bei euch war um ihn zu suchen.“
Mike zuckte zusammen.
,,Wo ist er jetzt?“ unterbrach ich ihn
,,So weit ich es noch hören konnte, wollten sie bei einem gewissen Frank feiern gehen.“
,,Frank? Den Namen gibt’s nicht bei uns…“
Sie wurde nervös.
,,Amy, er ist nicht in meine Truppe, er hat seine eigene.“
Alle sahen George mit geschocktem Blick an.
,,Wie viele waren es bereits?“ fragte ich
,,Außer ihn waren es 6 weitere.“
,,6 schon…? Ich kratzte mich am Hinterkopf
,,Wenn es noch mehr werden dann bleibt er für immer da.“ Sprach Amy leise
,,Quatsch!“ schrie Mike empört
,,Er wird es machen Mike…“ nuschelte ich sodass man es kaum verstand
Meine Worte klangen für mich sogar sehr überzeugend, durch Mikes Dickschädel drang es jedoch nicht. Die Hände lagen auf seiner Stirn, wie lange will er noch so schuldlos tun? Vorallem, er muss ihn bald finden, ansonsten können wir Chazy vergessen…und er muss in die Band…er ist geradezu perfekt…


Mikes POV

Ich fasste es nicht, er ist irgendwo bei so einem Frank…was macht er bloß da? Wenn ich an ihn dachte kam mir so ein mulmiges, ungutes Gefühl hoch. Etwas was vor Irgendwas warnte. Aber gewaltig. Mein Herz füllte sich mit verantwortungslosem Gift, ich verspürte den Atem nicht mehr. Mir war schlecht, richtig kotzübel. Es kam soweit das ich mich wirklich, übergeben musste…nur wegen ein Gefühl? Chester wird doch wohl nicht Drogen nehmen? Bei dieser Vorstellung hätte ich noch mehr kotzen können. Ich hielt mich unter Kontrolle…halbwegs. Sein Wille war viel zu schwach um gegen Drogen anzukämpfen, diese Höllenphase schlummerte sanft in ihm, eines Tages muss sie aus ihrem Schlaf erwachen und alles vernichten was er aufgebaut hatte. Das kann ich nicht zu lassen.
,,Hey Mike.“
Brad stand hinter mir…was will der denn?
,Denk noch an unsere Wette…“
Was? Hatte der nichts anderes im Kopf? Es geht um sein leben und der Kerl denkt an diese beschissene Wette? Das kann doch nicht angehen! Brutal schmiss ich Brad gegen die Wand, stieß alle weg die mir im Wege waren. Ich suchte ihn, draußen. Überall, bis ich an einem Friedhof entlang ging, dort vernahm ich merkwürdige Geräusche. Es hörte sich an als würde irgendwas auf prallen. Neugierig wie ich war schlich ich mich diese schmalen Treppen hinunter. Dieser hier war sehr alt, keiner besucht ihn mehr. Vorsichtig schritt ich voran, versteckte meinen Körper immer wieder hinter Bäumen wenn ich diesem Geräusch näher kam. Die Angst floss durch mein Blut, die Kälte hinterließ eine leichte Gänsehaut. Nahezu zitterte ich…was ich verständlich fand. Nach genauerem hinsehen erkannte ich 7 Personen, durch das Flackern des Kerzenlichtes sah ich nur ein paar Bruchteile. Kurz schloss ich die Auge, warf den Blick auf einem der Punker. Chester? Sie redeten, aßen ein wenig. Nun sah ich auch Berry, Chesters Hand lag auf seinen Rücken, streichelte ihn liebevoll. So wie immer. Dies lies mich leicht lächeln…er lebte. Ich sah blinzelnd auf meine Uhr…7:48…bald würde es hell werden. Dann gehen sie vielleicht hier weg. Bis dahin…muss ich mit ihm geredet haben. Als ich gerade auf ihnen zu laufen wollte blieb ich stockend stehen. Chester, benahm sich so als wäre er besoffen. Er war es. Jedenfalls halbwegs, er schwafelte irgendwas mit der Polizei und lachte danach laut auf. Sie waren die ganze Nacht unterwegs. Bei Frank? Dort mussten sie getrunken haben…die ganzen Jungs waren so Hippiemäßig drauf, die Weiber waren noch fast normal. Die könnten jede Minute durchdrehen. Geschockt reagierte ich, weil Berry zu mir lief. Mit wedelndem Schwanz sprang er an mir hoch. Ich ging in die Knie, legte die Hand auf seine Schnauze.
,,Pscht!“
Ich nahm den Zeigefinger von meinem Mund, streichelte ihn kurz. Seine Schnauze lag auf meine andere hand, die Augen strahlten um Hilfe! Der Hund wusste genau das was mit seinem Herrchen nicht stimmte. Sonst war Berry nicht so zu mir… Ohne nach zu denken lief ich schnurstracks zu ihnen. Alle sahen mich blöd an. Ich zog Chester am Arm zu mir rauf. Seine Augen waren schwer.
,,Hey lass ihn runter!“
Schrie so eine die ganz schwarz angezogen war. Chester bewegte seine hand…sie war ruhig.
,,Was willst du…?“
,,So geht das nicht weiter.“ Flüsterte ich
,,Du kannst laut sprechen.“
Mit einem verletzten Blick machte er mir klar dass er mich am liebsten in ein Grab sehen wollte. Berry zerrte ihm am Ende seiner Hose zu mir. Die anderen musterten mich.
,,Ich meine es ernst!“
Chester ließ nicht nach, im Gegenteil. Er riss sich von mir los.
,,Sonst hattest du es auch nicht!“
Schrie er mich an. Berry ließ ihn los. Was hatte ich auch nicht?
,,Schau nicht so blöd, du weißt genau was ich meine!“
,,Nein weiß ich eben nicht!“
Ein großer Kerl stellte sich vor ihm hin.
,,Hau ab du Nichtsnutz.“
Laberte der mich groß an. Wieder verspürte ich etwas, wieder das was etwas in meinem Körper verdrängte, wieder das was mich so wütend machte. Meine geballte Hand knallte gegen dieses Gesicht. Diese Person fiel zu Boden.
,,Drehst du schon wieder durch!“
Chester beugte sich zu ihm runter.
,,Felix, steh auf…“
Ich verspürte kein mitleid, ich wollte das wofür ich hierher gekommen bin. Ich wollte Chester holen…sonst nichts.
,,Langsam glaube ich das du kein Gehirn mehr hast!“
Voller Hass schrie mich Chester an. Daraufhin fiel er durch meine Hand zu Boden.

Alle rannten zu ihm, erry und ich kämpften uns durch sie durch, dann nahm ich ihm auf den Arm. Berry stand mit fletschenden Zähnen vor mir. Bellte und knurrte.
,,Ihr seid doch hier die Nichtsnutze.“
Somit drehte ich den Rücken zu ihnen, lief mit Chester auf den Armen nach hause. Joe machte dir Tür auf.
,,Was ist….denn…?“
Ohne etwas zu sagen legte ich ihn auf mein Bett.
,,Chester!“
Amy kam angerannt. Diesmal wollte ich sie nicht hier haben. Deswegen schob ich sie aus den Raum. Schloss die Tür ab. Alle knallten mit ihren Fäusten gegen die Tür, brüllten immer wieder und ohne Pause seinen Namen. Die konnten nerven, irgendwann verzogen sie sich. Ich hatte endlich meine Ruhe…mit ihm. Wie erlöst lag er in meinem Bett, atmete ganz langsam. Wieder löste sich etwas in mir auf…ich wurde ruhiger…emotionaler. Zärtlich fuhr die hand über seine noch etwas kalte Wange. Ich setzte dir Brille ab, legte sie auf den Tisch. Stundenlang saß ich so neben ihm auf mein Bett. Die Blicke konnte ich nicht von ihm los reißen. Zum Glück…machte er endlich die Augen auf.
,,Hey…“
Entgegnete ich ihm sanft.
,,Was ist…passiert?“
Er fasste sich an den Kopf. Gleich in der Sekunde muss es ihm eingefallen sein.
,,Warum bin ich schon wieder hier? Du…! Du hast mich hierher geschleppt!“
Er ging mir an den Kragen. Leicht drückte ich ihn weg.
,,Entschuldige…“
Ich wischte mir eine Träne von meiner Wange.
,,Was…?“
,,Du hast schon richtig gehört…“
,,Aber diese Leute waren kein guter Umgang für dich!“ fügte ich hinzu
,,Das weißt du nicht…“
,,Natürlich…das sah man dir an.“
,,Das bisschen Alk…“
Ich zog den Ärmel von seinem Pullover hoch.
,,Ach? Und die Spritze hat auch lecker geschmeckt?“
Nun sagte er nichts mehr…traute sich das wohl nicht.

Chesters POV

Er hatte es bemerkt…
,,Bitte, erzähls nicht Amy…“
,,Was soll ich sonst machen?“
,,Mike, bitte, ich flehe dich an!“
,,Das nützt auch nichts.“
Traurig sah ich zur Decke…jetzt war er wieder ganz anders. So hilfsbereit und mit viel Gefühl. Halt so…wie ich ihn liebe. Seine Arme legten sich um meinen Rücken, ein paar Finger streichelten sanft über mein Nacken.
,,Sie wird nicht so sauer sein…“
,,Das weißt du nicht…“
,,Stimmt.“
Ich musste seufzen.
,,Es ist besser wenn du es ihr erzählst, anstatt sie es so erfährt.“
Ich wurde stutzig, genoss jedes Wort das schmeichelnd an mein Ohr vorbei huschte. Mike…die Liebe zu ihm hat sich nie geändert.
,,Aber jetzt lassen wir erstmal die anderen rein.“
Mikey zwinkerte mich an…muss er mich immer so leiden lassen? Kaum drückte er die Türklinke herunter, sahen wie alle mit ihrem Ohr noch eben an der Tür klebten.
,,Was gibt es hier zu lauschen -.-?“
Genervt sah Mike sie an. Amy lag nach 5 Sekunden in meinen Armen.
,,Ich habe mir solche Sorgen gemacht!“
Ich streichelte ihr Kopf. Mike lächelte mich an…und ich zurück.
,,Wie bist du hier her gekommen?“ fragte mich Brad
,,Sagen wirs mal so…Mike hat mich dazu breitgeschlagen xD!“
ALLE: OO
,,Vergesst es!“
,,Egal, egal! Du bist wieder da und das heißt STIMMUNG! Konfetti! Party!“
Sprang Phi in die Luft und knallte dann mit den Beinen volle Kanne auf eines von Berrys Kauknochen. Aber er freute sich trotzdem weiter.
,,Los Chazyleinschen, koch mal wieder was für uns.“
Bettelten sie mich an…da konnte ich ja nicht nein sagen.
,,Lass mich nicht los.“ Bettelte sie
,,Ich muss aber Süße ^^“!“
Also ging ich in die Küche, Berry stolzierte mir hinterher…er wollte ja nur wieder das sein Magen wieder voll gestopft wurde ^-^. Es war schon komisch, nach so einer Aktion gute Laune zu haben. Es musste diese wohltuende Wärme gewesen sein die Mikey ausstrahlte. Er setzte sich auf einen der Küchenstühle, hatte Berry auf seinen Schoß. Ich bereitete einen Kartoffelgratin und mit Käse überbacken. Der Tisch war auch schon gedeckt, Mike mein Assistent hat wieder volle Arbeit geleistet xD. Sogar ein Kerzenleuchter stand auf dem achteckigen Tisch. Berry bekam in sein Napf extra Wurst mit ein paar Würstchenstückchen.
,,GUTEN APPETIT!“
Schrieen Joe, Rob, Brad, Phi und Amy im Chor. Ihre Gabeln waren für meine Augen viel zu schnell, sie schlangen alles herunter. Auch Mike aß alles mit einem Lächeln auf. Berry wedelte mit dem Schwanz, Phi gab ihm die kleinen Schinkenwürfelchen von dem Gratin. Dann schnitten sie ein Thema an was mich überraschte. Es ging darum, wann sie mal wieder proben wollten. Sie waren eine Band. Ich konnte eh nicht mitreden. Also drehte ich unter der Tischplatte Däumchen. Bis ich auf die Idee kam abzuwaschen. Wobei mir Amy half. Eine band…da musste ich sofort an Grey Daze denken. Was schlechte aber auch gute Erinnerungen in mir weckten. Was soll’s, diese Band gab’s mal. Das Thema war jetzt ziemlich unbedeutend. Nach dem Abwasch merkte ich, wie sich jetzt Bettina und die anderen fühlen. Ob sie mich suchten. Ich entschloss mich ihnen eine SMS zu schreiben. Schnell war das erledigt. Ich wollte das Frank meine Stelle erstmal übernimmt. Hatte ja schließlich keine Ahnung ob ich jemals wieder zu ihnen darf…sie sind ein schlechter Umgang? Ich verstand was Mike mir damit sagen wollte, nur richtig glauben wollte ich es nicht. Wie schon so einiges in meinem leben.
,,Chazy du hast ne SMS.“
Rief Rob zu mir, ich hatte kurz mein Handy auf den Tisch abgelegt. Es kam von frank. Es stand drinne das er es gerne machte und die anderen es nicht für schlimm empfanden. Ey wow, es klappte ja mal was. Mit einem grinsendem Gesicht lief ich Brad entgegen der vom Klo kam. Ich ließ Wasser in die Wanne ein.


Mikeys POV

Juhuuu Amy ging in Chesters Zimmer. Endlich mal ein wenig Freiheit. Amy freie Zone! Vor guter Laune könnte ich platzen. Und ich wusste auch warum, Chester brachte mir so viel Freude. Wenn er gute Laune hatte steckte er jeden damit an. Schon wieder kam Amy zu uns angetakelt. Stumm setzte sie sich auf den Boden. Kurz danach erschien auch schon Chester. Seine nassen schwarzen Haare waren so an seinem Kopf angeklatscht, das es unbeschreiblich süß aussah…O.o
,,Leute, ich werde für ein paar Tage bei einer Freundin bleiben!“
Alle sahen sie nur an, außer ich, ich lachte. Hielt mir aber netter weise selber den Mund zu.
,,Sie hat mich eben angerufen und gefragt…“
,,Das ist doch gut…“ freute sich Chester
Meine Freude war unendlich.
,,Wo wohnt denn die?“ wollte Phi wissen
,,Sie wohnt im Westosten.“
,,Ist ja ziemlich weit weg.“ Schmunzelte ich krampfhaft
Chester umarmte sie, drückte ihren Kopf auf ihre Schulter. -_- bei mir reagiert er nie so…hoffentlich bleibt sie ganz lange weg °(^-^)°.
,,Wie lange bleibst du denn da?“
,,Ich rechne mit ein paar Monaten.“
Ihre Augen waren geschlossen, ihr Kinn lag immer noch auf seiner Schulter. Ich könnte sie jtzt wegschubsen…bin aber nicht sooo gemein, dafür verschwinden sie ja *Hände reib*.
,,Mike es reicht.“
Sagte Chester zu mir mit rauer Stimme.
,,Lass…er kann sich doch freuen.“
Amy zog mit einem Grinsen an mein Ohr rum.
,,Au!“
Schrie ich als sie es auch noch lang zog.
,,Das werde ich vermissen.“ Lachte sie
,,Wann geht die denn endlich ;_;!“
,,Gleich bin ich verschwunden.“
Sie wuschelte durch mein Haar.
,,Du gehst heute schon OO?“
Fragte Chester erstaunt, er kann gut Schauspielern. Dadurch das ich grinste musste Chester gemerkt haben was ich denke. Schon landete seine Faust auf meinen Kopf…autsch >_<. Amy schmiss ihr Haar nach hinten…so ne Angeberin.
,,Ja…in etwa 4 Stunden…“
Ach wie traurig *mir nen Taschentuch hol*reinlach*.
,,Mike hör auf dich so kindisch zu benehmen.“
Chester klang wie ein strenger Vater.
,,Du bist mich ja bald los…“
Ihre Finger streiften über den Holztisch, sie ging ins Bad. Jetzt wirkte sie traurig…wegen Chester bestimmt. Chester bereitete ein kleines Mittagessen vor. Obwohl es erst 12 Uhr war knurrte mein Bauch wie der von Berry. Phi spielte mal wieder mit dieser Töle.

Was anderes kann man von ihm nicht erwarten…*seufz* voll langweilig…die soll ja machen das sie weg kommt…*schmoll*. Ganze 2 Stunden und ein paar Minuten saß ich so da, starrte nur diese scheiß Uhr an dessen Zeiger sich fast nie für meine Augen bewegten. Endlich schmiss Amy etwas Schweres aufs Laminat. Ich drehte mich samt den Stuhl um, es war ihre Tasche. Sie zog sich diesmal nicht schwarz an, hatte eine blaue Jeans und ein rotes Shirt an. Was ist denn mit der Goth los?
Alle standen um sie herum, ich schaute nur zur Runde.
,,Du wirst uns fehlen.“ Murmelte Brad
,,Mehr als das“ Phi umarmte sie
,,Lass mal was hören.“ Joe gab ihr die hand
,,Aber nicht zu spät bitte!“ sie fiel in Robs Arme
,,Tschau Mike…“ zögerte sie
Ich hielt nur die Handfläche nach oben…und winkte ein wenig.
,,Aufwiedersehen meine Kleene.“
Chester zig sie an sich, umschlang sie fest. Ihre Krallen waren an seinen Rücken…diese Kuh legt´s immer wieder drauf an -.-! Schließlich folgte ein Kuss auf die Stirn. ARGH!
,,Hey Gothbraut, wieso bist du nicht schwarz?“
Schrie ich damit dieser Kuss unterbrochen wurde.
,,Meine Freundin hasst es wenn ich so antanze und ihre Mutter würde mich so nicht raus werfen…Egal ich muss jetzt los.“
,,Hey Kleene.“
Er hielt sie am Arm fest….sie sahen sich lange an…zwischen ihren Blicken lag etwas was mir wirklich nicht gefiel. Schon allein die Art wie sie sich ansahen…kotz.
,,Ich will dich bald wieder sehen…“ sprach er langsam
ALLE: OO
Eindeutig erkannte man auf Amys Wangen kleine rote Verfärbungen.
,,Ich werde dir schreiben…oki?“
Er lächelte sie so süß an, das ich mich vor ihm stellte.
,,Ja, und nun tschüß Amy.“
Schweigend verließ sie das Haus, er sah aus dem Fenster, verfolgte ihre Schritte.
,,Du scheinst echt viel an ihr zu haben.“
Ich setzte mich auf ein Stuhl der in einer Ecke umgekippt lag.
,,Ja, sie bedeutet mir viel.“
Eine hand vom ihn lag auf das kalte Glas, rutschte langsam hinab.
,,Und was bedeute ich dir?“
Ich knallte diese Frage einfach raus, ich wollte es wissen, jetzt, hier uns sofort. Irgendwann musste ich verstehen weshalb ich in letzter Zeit so angezogen von ihn bin. Es muss doch zumindest eine Erklärung geben!
,,Wie soll ich das sagen…du bist wirklich eine Person die mir sehr wichtig ist…dennoch…deine Ausraster…“
Er drehte sich zu mich, seine Augen funkelten.
,,Ich weiß ja auch nicht warum ich das immer mache…“
,,Merkwürdig…naja.“
Chester ging an mir vorbei, ich hielt jedoch seine hand fest.
,,Wo willst du jetzt schon wieder hin?“
,,Weiß nicht…“
Ich zog ihn mit aufs bett, strich durch seinen Iro. Die Augen waren müde…sehr sogar. Er machte mir mit diesem Blick Angst. Ich näherte mich seinen Lippen, bis Brad hineinplatzte!
,,Ey ihr beiden, wir wollen Proben Mike also beweg dein Arsch!“
Er schrie so laut, das meine Ohren beinahe abgefallen wären… -.- war ja mal wieder typisch!
,,Ich komm ja schon…“
Verdammt.
,,Kann ich mit?“
,,Natürlich *smile*.“
Wir beide rannten runter in den Keller, ich pflanzte mich sofort auf einen Hocker, schnappte mir mein Mikro. Griff nach einem blöden text der noch im Staub herum lag.
,,Seit ihr so weit?“
,,Halt halt halt, wo haben wir aufgehört?“
,,Beim Song And one!“
,,Okay, okay, dann können wir.“
Mit voller Kraft rappte ich ein paar Takte, sah nur zu Chester, ich stand vom Hocker auf, lief zu ihm, rappte ihn mitten ins Gesicht. Die Augen verfolgten meine Lippen genau, er staunte nicht schlecht. Als Rapper war ich wirklich nicht schlecht…wenn ich das jetzt mal so sagen darf.

Man will ja nicht übermütig werden.
,,Nicht schlecht!“ klatschte Rob mit einem Lächeln
Ein paar kleine Stunden ging es so weiter. Bis wir dann alle endlich uns kraftlos auf die Couch schmissen die in einer staubigen Seitenecke war. Wie sollte es anders sein? Chester nahm neben mir und ich war richtig froh darüber. Die olle kleine Nervenqualle ist auch endlich weg, die anderen sind sowieso mit sich beschäftigt also, bleibt für mich nur einer übrig…was mir gefiel. Schon tauschten wir uns kleine übersinnliche Blicke aus, diese Augen…als würden sie sofort zerbrechen wenn man zu lange in ihnen versinkt. Zu tief lag der Schmerz…als wäre nur noch eine Hülle da…ja…das sah ich. Lange konnte ich nicht so weiter sitzen…ich legte mein Arm um seine Schulter, neben ihn saß Phi. Er sah mürrisch zu meiner hand. Ein Finger von mir kitzelte Chester am Ohr. Somit lachte er laut drauf los. Natürlich waren die alle in ein sehr geheimes Gespräch vertieft und merkten jetzt erst was mit Chester los war. Entsetzt seufzen sie nur, der Iromann kringelte sich vor Lachen. Joe schaffte es ihn zu beruhigen.
,,Na wenigstens weißt du schon seine Schwachstelle!“
Hauchte BBB mir ins Ohr.
,,Die werde ich mir auch gut merken!“
Warf ich ein Kissen hinter ihm her als er auf den Weg nach oben war. Eingebildeter Spasti! Typisch, wir gingen ihm nach, wenn einer geht…dann alle. Stöhnend latschte ich die paar Stufen hoch, vor mir schaukelte der Hintern von Chester. Ich musste schlucken. Denk jetzt bloß nichts Falsches. In mir stieg Hitze auf…ohje. Ich versuchte weg zu schauen…es war unmöglich.
,,Mike du perverser Affe!“
Rob knallte die Faust auf mein kopf.
,, Aber ich ;_;“
Sie ließen mich nicht aussprechen…warum auch. War ja mit Absicht. Hmpf…nun kommt garantiert Langeweile…es ist 18 Uhr und die Welt ist noch in Ordnung. Bis die Klingel läutete. Däumchendrehend und mit einer Augenbraue hoch gezogen sah ich Joe nach, der gerade zur Haustür lief (mit einem gequälten Blick versteht sich).
,,Äh…hallo Herr Fickenwirth.“
Begrüßte Joe herzlich den Vermieter. Ich spuckte aus Schock und allein wegen den Namen mein Schluck Cola aus. Hielt die Hand vor meinen Mund. In Windeseile griff ich mir Chester, zog ihn mit in die Abstellkammer.
,,Was machst du mit mir…?“
Ich hielt ihm den Mund zu. Wenn der Herr Fickenwirth in hier findet sind wir ein Kopf kleiner
,,Halt dein Mund!“
,,Warum?“ flüsterte er sanft
,,Weil du dann raus fliegst und das wäre das letzte was ich jetzt will!“
Dieser Satz floss regelrecht aus meiner Seele heraus, ich verstummte. Konnte es kaum glauben, nein, jetzt denkt er sonst was…nein, bestimmt nicht. Seine Wangen erröteten sich O.o hab ich was falsch gesagt. Mein Körper verlangte nach etwas, etwas was wieder einen wichtigen Teil ausspuckte und vom Herzen verdrängte. Ich verlor die Kontrolle, deshalb handelte ich wieder ohne nachzudenken. Zart berührte meine Lippen seine, sodass bei mir ein Stromausfall im Kopf herrschte. Die Zunge stupste zögerlich an die Lippen, er ließ sie gewähren. Ich zog sein Kinn näher an meins, das Spiel der Zungen war sehr ergreifend. Sein Atem kitzelte meine Haut. Alle Sinne machten das wofür sie es für richtig hielten. Meine Ohren vernahmen ein leichtes Seufzen. Die Hände lagen um meinen Nacken. Eine strich mir durchs Haar. Wir waren so sehr abgelenkt, das wir nichts mitbekamen. Mir wurde heftig heiß, die Zungen wurden wilder, die Körper verlangten mehr.
,,Na sieh mal einer guck!“
Mit großen Augen sah ich in Robs grinsendes Gesicht. Dieses wurde noch breiter sodass es bis zu den Ohren reichte. Chester sah uns beide hintereinander an, ging dann aus der Kammer.

Joes POV

,,Ja Herr Fickenwirth hier ist alles in Ordnung ^-^“!“
Puh! Der liebe Herr stand schon in der Wohnungstür, bis Chester hinter mir vorbei lief.
,,Wer ist denn das?“
Der Fickenwirth schmatzte, sah dabei an mir vorbei. Ich drehte mich um, scheiße! Meine Haare standen zu Berge. Mein Arm legte sich um Chesters hals, ich zog ihn an mich, mit der Faust drückte ich auf seinen kopf hin und her.
,,Der ist heute zum Besuch hier!“
,,Spiel gefälligst mit!“ flüsterte ich zu ihm
,,Guten Tag Herr FICKENWIRTH!“
Chester musste ja den Hinternamen stark betonen, ich klatschte meine Hand auf die Stirn…oh weia.
,,Mit wem habe ichs zu tun?“
,,Chester, Chester Charles Bennington.“
Sie reichten sich die Hände. Merkwürdig, normalerweise würde Herr Fickenwirth immer einen blöd voll motzen wenn man seinen Namen sehr, sehr stark betont.
,,Was führt sie denn hier her?“
Mach jetzt bloß nichts falsches *grrr*.
,,Nunja, einmal lebte ich auf der Straße was sie sich kaum vorstellen können. Und jetzt habe ich ein neues Zuhause wo sie mich sicherlich bald rauswerfen werden!“
Chester zwinkerte dem Herrn zu und verschwand im Bad. ARGH!
,,CHESTER!!!!!!“
Schrie ich aus Wut. Fickenwirth sah mich zornig an…ach du heilige Maria….
,,Ähä…er spielt gerne im Theater…schönen Abend noch (“^“-“^“)!“
Entsetzt knallte ich die Tür zu, sah Chester aus dem Bad raus stolzieren.
,,Bist du von allen guten Geistern….“
Blut…? Sein Arm war mit blutverschmiert, die Augen plötzlich glasklar.
,,Was zum Teufel…“
Ich brauchte keine Fragen zu stellen, es spiegelte sich in seine Seele, die man durch die Augen hindurch sehen konnte. Gemeinsam liefen wir in mein Zimmer. Dort erklärte er mir alles was in der Kammer passiert war.

Chesters POV

Joe war für mich bis jetzt immer eine Person mit der ich mich gut verstand, vorallem wenn Probleme mich bis zum Abgrund begleiteten. Ich lag in seinen Armen suchte darin das was ich jetzt so dringend brauchte und nie hatte. Eine Person die mich verstand, die mir Kraft gibt wenn ich falle, damit ich richtig aufstehen kann. Schwarze tränen fraßen sich noch ein Stückchen weiter in mein Herz. Immer mehr wird es in der Dunkelheit meines Körpers verschwinden. Bis es an sein Grab trifft und dort ewig in Ruhe gelassen wird. Niemand könnte dann es jemals ausgraben, für Ewigkeiten würde es von Feinden vernichtet werden, wenn das nicht bald passiert…wird es sich in seiner Einsamkeit verlaufen. Vielleicht reist die Seele auch gleich mit, dann kann es mir wirklich egal sein wer vor mir steht, er kriegt dann das zu spüren was er mir gab. Vorallem das was ich nie empfand. Irgendwann, hab ich endlich meine ersehnte Ruhe.
,,Wein nicht…bitte…“
Er strich die Tropfen beiseite die vergebens nur um einen Namen riefen. Unerwartet platzte die Person herein.
,,Chaz…“
Mike trat langsam näher. As wagt er sich nicht. Joe drückte mich von sich weg, schubste mich direkt in seine Arme. Fest umschloss er meinen Körper. Streichelte zärtlich meinen Kopf.
,,Ich habe dich verletzt…“
Seine Hand hielt mein Arm hoch, der Dank Joe verbunden war.
,,Nicht wirklich…“ kauerte ich mir zusammen
,,Es tut mir Leid…das schon zum unendlichen Male…“
,,Ich könnte dir sagen warum du so tickst…“ mischte Joe sich mit ein
Wir beide sahen ich gespannt an.
,,Nun ich habe das zwischen euch schon Anfang an beobachtet…Mike war ja immer der Bekloppte -_- es besteht die Gefahr das Mikey eine gespaltene Persönlichkeit hat…“
,,Wie bitte OO?“ er glaubte ihm nicht
Ich sah ihn an, jetzt wo er es sagt…ich legte meinen Kopf schief...wohlmöglich…? Mike wollte es nicht wahr haben. Dann würden sich so einige Szenen von selbst erklären. Nein, alles müsste sich erklären. Beim Kuss in der Kammer…war da was? Ich musste so in meinen Gefühlen vertieft gewesen sein das ich gar nichts mehr deuten konnte. Jetzt wird er als Shizo abgestempelt ohne einen jeglichen Beweis. Ich sah seinen Körper an, er zitterte. Die Augen blickten nur in eine Richtung.
,,Am besten…wir lassen es bestätigten…bevor ich leere Behauptungen in den Raum verteile.“
,,Besser wärs…oder Mike?“ fragte ich sanft
Mike krachte zu Boden, der Teppich empfang die Fausthiebe von ihm. Er jammerte…ich ging in die Knie, legte die Arme um seinen Hals. Zog ihn zärtlich an mich. Kleine Tränen rollten unter mein T-Shirt. Wie eine Katze krallte er sich an mir fest. Joe sah uns nicht an…sondern fragte ob wir mit Robs Auto fahren könnten.
,,Ich hab eine zweites...ich?“
Dieser Satz blieb in mein Gehirn haften, wir saßen nämlich schon in einem Gang auf klapprigen Bänken. Über dem Türrahmen hing ein Schild mit :,,Neurologische Abteilung“. Lange hielt ich es nicht aus und platzte hinein. Er saß auf einem Stuhl während die Frau Doktor auf ihre Tasta herumfuchtelte.
,,Wer sind sie denn?“ fragte sie mich
,,Ein Freund von ihm.“
,,Aha, gut, also Herr Shinoda, sie dürften selber wissen das sich so was nicht einfach heilen lässt, natürlich hilft auch keine OP. Ich kann ihnen nur einen Rat geben, hoffen sie dass es besser wird und behalten sie das sehr gut im Auge.“
Somit verließen wir beide den Raum…es stimmte also.
,,Und?“ entgegnete uns Joe
Ich nickte kurz mit dem kopf.
,,Na sag ich doch…“
Im Auto flüsterte ich Joe eine Bitte ins Ohr, er solle mich mit Mike irgendwo absetzen, ich wollte jetzt einfach mit ihm allein sein. Schließlich landeten wir irgendwo in der Stadt. Vor uns erstreckte sich eine große hohe Treppe. Meine Hand umschloss seine, quälend stiegen wir die Treppen rauf. Unsere Augen sahen wegen dem Vollmondes sehr gut, er stellte so eine geheimnisvolle Atmosphäre dar. Oben angekommen setzten wir uns auf die etwas kalten Steine, meine Finger tasteten nach meiner Ziggischachtel. Mit Erfolg, befreiend durchlief der Rauch meine Lunge. Er saß stumm neben mir, was mir dennoch viel sagte. Ich würde genauso reagieren…zu viele Fragen müssen in seinem Herzen schreien.
,,Hey.“
Sacht stieß ich ihn an, keine Reaktion. Ich blinzelte mit den Augen, setzte mich eine Stufe tiefer, genau vor ihn. Mein Körper sehnte sich nach seinen, man konnte direkt diese Kälte fühlen die er ausstrahlte. Ich versuchte seine Hände mit meinen zu wärmen. Was auch scheiterte.
,,Verdammt, red mit mir!“
Brüllte ich ihn an. Eisige Blicke vernahm ich…ist das sein zweites ich? Es kommt mir bekannt vor…bei all seinen Küssen…außer beim letzten…so sah es genauso aus. Nein…das bedeutet…er hat mich einmal nur „richtig“ geküsst? Das kann nicht sein.
,,Mike sag mir…“
Meine Stimme verstummte als ich etwas Zärtliches auf meinen Lippen spürte. Meine Augen starrten ihn während des Kusses an…er auch. Danach lösten sie sich.
,,Scheiße…“
Mike krallte sich eine Kippe von mir, zog sein Feuer raus und zündete sie an…er und rauchen O.o. Das war mir nicht geheuer.

Mikes POV

Der Rauch fraß sich in meine zerrissene Seele, oder geteilte? In mir lauerte etwas, etwas was eben noch die Kraft besaß wieder einen Fehler zu begehen, für das ich bald wieder sühnen müsse. Irgendwann würde es die ganze Macht über meinen Körper ergreifen, für Mike gibt es dann keinen Platz mehr, es würde nur etwas Unbekanntes herauskommen und alle verletzten die seine Schutzmauer durchbrechen. Ein zweites ich…was heißt das schon…? Seelisch? Körperlich? Bei mir scheint es ja wohl beides zu sein, ich bin es mir so langsam leid. Gerade nun wo ich in einem Gefühlschaos gelandet bin passiert mir so ein scheiß. Vielleicht war er schon immer da, wollte sich Zeit lassen um die Person zu quälen die mir nahe steht. Wütend fiel die Kippe die Treppe hinunter. Man konnte ihn jetzt nicht ansehen, egal was die Augen mir sagen würden, für mich wird es kein Vorteil sein. Nie, nie wieder kann ich gesund werden? Ich solle es in Auge behalten, pah, das ich nicht lache. Wie gerne wollte ich ein beschwerloses kleines Leben haben, ohne so etwas schreckliches zu verspüren, nur im Gras herumliegen, einen Halm kauen und den Menschen neben mir liegen zu haben der mich von Anfang an nie misstraute. Das war die Fantasie die keinen Platz mehr hatte. Es gab immer irgendwo Liebe, irgendwie muss sie an mir vorbei gezogen sein. Fast wie die Luft die über meine Wangen streift und bittersüße Kälte hinterlässt. Jahre lang glaubte ich an diesen „Zustand“…Liebe…eine Illusion? Aber weshalb spüren die Menschen soviel? Obwohl es in anderen Gebieten keine Liebe gibt? Weshalb lieben wir…? Um uns fortzupflanzen oder um irgendetwas zu finden wo wir uns unterwerfen können? Nein, ich lebe in einer völlig anderen Schattenwelt…Chester auch, er teilte die sich mit mir. Schmerzen, alles nur Schmerzen, im ganzen Leben muss man warten, überall, ich warte jetzt endlich auf meine Erlösung, von diesem Biest was einfach nicht sterben kann. Erst wenn die Hülle vollkommen zerstört ist, wird es hinausweichen und hoch zum Himmel fliegen. Wer glaubt eigentlich an den Himmel? Woher weiß man dass dort oben Freiheit liegt? Eiserne Ketten können dich da hinaufziehen ohne es gewollt zu haben wirst du in einem weiteren Kerker geschmissen, an Wänden Blut, in deinem Körper Angst und Hass. Ja, so stellte ich mir den Himmel vor, ganz nach meinem Bild. Hölle? Dazu konnte ich mir noch nie was vorstellen, es klingt so unheimlich…und doch so vertraut. Es wird einfach ein Tor sein was dich in eine gute und in eine schlechte Spalte hineinpackt. Was erzähle ich hier überhaupt? Während ich hier rum denke starrt er mich immer noch an…ach Chester…wie gerne würde ich dich jetzt einfach bei mir spüren, dir vertrauen können und das Böse in mir vernichten. Das wünschte ich mir…du kannst mich eh nicht hören, aber vielleicht fühlst du es ja…verdammt was ist mit mir los? Mein Kopf lag in meinen Händen, die Kippe fiel zu Boden. Mit ihr Leuchten strahlt sie sich in meine innere Schwärze. Nur eine Frage brennt in mir….war ich schon immer ein Shizo…? Chester trat nun die Kippe aus, durchbrach meine Mauer vor dem Kopf. Dann ließ ich seine Zunge in meinen Mund gewähren…in mir kam diese Hitze wieder hoch…wie bei dem Kuss in der Kammer. Ich zog ihn an mich, er lag jetzt unter mir und unsere Becken prallten aufeinander. Dieses Verlangen tauchte wieder auf, ich knöpfte sein Hemd Schritt für Schritt auf, strich zärtlich über seinen Oberkörper, mein Atem wurde schwerer. Er merkte gar nicht mehr dass er auf die kalten Platten lag, ich ahnte nicht, dass bereits meine zweite Seite dabei war sich wieder in den Vordergrund zu stellen. Ich umkreiste mit der Zunge zärtlich seinen Bauchnabel, mir machte es wirklich Spaß. Ich tastete an seine Schenkel, setzte dann meine Hand unter seinen Po an um ihn so ein wenig hoch zu drücken, somit konnte ich mit den Zähnen den Reißverschluss herunterziehen. Die Finger fuhren hinunter zu seinen Intimbereich…ab da warf er mich mit voller Wucht von ihn herunter. Davor vernahm ich nur ein wimmerndes ,,Hör auf…?“ wahr. Mein Kopf muss gegen das Geländer geprallt sein. Zuerst schüttelte ich den Kopf, fasste mich an die Stirn…Ich begann zu verstehen…das ein erneuter Fehler unter meine Haut Platz genommen hatte.

An den Fingerkuppen tropfte Blut herab…es war eine kleine Verletzung. Er stand vor mir, sah auf mich herab. Mit der hand zog er mich zu sich rauf. Mein eigentliches ich sehnte sich nach einer Umarmung…geschickt wich er mir aus. Auf den ganzen Rückweg tauschten wir uns kein einziges Wort aus. Zuhause schmiss ich die Jacke auf das Laminat, setzte mich neben Brad an den Tisch und aß den Pudding der schon bereitgestellt wurde.
,,Hey was is los?“
,,Ausgerechnet du fragst mich das..“ schnaufte ich
,,Warum nicht?“
,,Zieh lieber diese scheiß Wette zurück…“ schmollte ich weiter
,,Dann muss er gehen..“
Ich dachte kurz nach…gehen…vielleicht wäre das eine Lösung…bevor sein Herz nur noch Asche ist…ich war kurz davor das Feuer zu legen.
,,s muss was anderes geben verdammt.“
Meine Faust haute auf den Tisch…ich kann doch mit ihm nicht einfach so…nein. Das von vorhin war ja schon ein Fehler…wenn es passieren würde…würde ich meine Kontrolle verlieren und das zweite könnte was Schlimmes mit ihm anrichten…nein…das will ich nicht. Nicht er.
,,Mir fällt nichts anderes ein…“ er kaute auf seinen Löffel rum
Warum mache ich das eigentlich mit? Besteht das Leben nicht schon so aus genügend Schmerzen? Von Anfang an war ich klar dagegen…was soll ich nur tun? Die Schüssel stellte ich ins Waschbecken, phi nahm seine Gummihandschuhe, nen Schwamm und ein Lappen und erledigte den Abwasch auf seine Art und Weise. Berry stand neben ihm, die beide waren auch unzertrennlich und vorallem zu niedlich. Stumm setzte ich mich in die Wanne die mit Wasser gefüllt war. Mein Körper versank ins leichte Wasser, überstreifte den Dreck der auf meiner Haut lastete…darunter…würde es niemand reinigen können. In meinen Träumen wäre dies nicht Wasser gewesen…sondern schwarzes unreines Blut in das ich ständig reingezogen werde. In mir selbst wo etwas auf mich wartete um mit mir zu kämpfen…um Macht. Macht über dem eigenen Körper…Ich tauchte unter. Diese Befreiung…wie lange werde ich noch in Ketten gefangen sein? Wann würden sie zersprengen und Platz für mein wahres ICH machen? Ich tauchte auf, fuhr über mein Gesicht…wie ich es hasste mich zu berühren…überall lauert schlechtes in und an mir. Wie eine bombe werde ich bald explodieren und die mitnehmen…die mir doch wichtig waren…

Chesters POV

Mike…er ist wie ein offenes Buch…mit Kapiteln die niemand lesen würde. Es liegt daran das er ein Shizo ist? Nein, das kann nicht alles gewesen sein…er stand kurz davor mich zu missbr….mein Herz verengte sich. Alleine das er so was tun…nein…das seine zweite…ach was. Alles Quatsch. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Er hätte sich raffen sollen…wenn er es mir angetan hätte…dann wäre ich nicht mehr hier…wahrscheinlich dann bei Amy. Verflucht…Ich starrte ins flackernde Feuer der Kerze die auf dem Tisch in der Stube stand. Zugegeben es waren viele…aber diese die fast am erlischen war faszinierte mich am meisten. Eine Beine zog ich an mich heran, legte die Arme auf die Knie, schloss die Augen für einen Moment. Bis einer das Deckenlicht ausknipste sodass die Kerzen im Dunkeln ihren Weg zum scheinen fanden. Ich sah nicht auf, da es für meine Augen zu dunkel war. Mir war es eigentlich egal wer jetzt hereinschneien würde, zu sehr hatte ich Angst jetzt aufzuspringen und einen direkt anzustoßen der mir ein Messer ins Herz rammt. Allein an dem Gedanken wurde mir eiskalt. Schließlich senkte sich die Couch, ein leichtes Atmen war zu hören. Ich rutschte ein kleines bisschen weiter nach rechts, spürte die Lehne an mein Bein. Mir wurde plötzlich so schlecht…Ich hatte Krämpfe, musste nach Luft schnappen, die mir für wenige Sekunden geraubt wurde. Was ist los…? Ich legte die Hände auf meinen bauch, drückte ihn ein wenig zu meinem Körper…was schmerzt nur so schrecklich? Für ein paar Sekunden waren sie weg, dann tauchten sie umso schlimmer wieder auf. Ich kniff die Augen zusammen vor Schmerzen. Scheiße, die Kraft ließ nach …ich rannte zum Klo, übergab mich. Dabei stieß ich ein wenig Blut aus…was zum Teufel… Ich starrte förmlich zu dieses rote Fleckchen…drückte schließlich auf die Spülung. Lehnte mich gegen die Wand, starrte hinauf zum Licht. Dann spülte ich den Mund am Waschbecken aus, putzte mir diesen ätzenden Geruch weg. Schnaufte die Nase aus und fühlte mich…lockerer. Das war immer so wenn ich mich übergab…Ins Wohnzimmer traute ich mich nicht mehr, will nicht erfahren wer denn neben mir saß. Wenn überhaupt…werde mal Phi fragen…er putzte grad die Küche, ich sagte noch schnell dass ich ins Bett wollte nachdem ich ihn fragte ob wer noch wach war.
,,Chester es pennen alle.“
Ich stoppte..achja?
,,Und wer saß eben mir auf der Couch und hat das Licht ausgemacht?“
Fragte ich ihn, auf die Hoffnung das er es wüsste.
,,Das musst du dir eingebildet haben…“
,,Du warst es nicht oder?“
,,Nee, da kannste deinen Hund fragen^^“
Er tapste zu mir…
,,Okay danke trotzdem, schlaf gut.“
,,Ja du auch!“
Somit ging ich mit Berry ins Bett. Er kuschelte sich an mich, er wusste dass es mir schlecht ging. In meinem Magen grummelte es wie verrückt, vorsichtshalber stellte ich mir ein Eimer mit Wasser neben das Bett. Zum Falle aller Fälle. Immer und immer wieder war ein Stau der Erinnerungen in meinen Herzen. Mit jedem Stoß wurde es immer kleiner, kleiner und kleiner. Diese Sache im Wohnzimmer ging mir nicht aus dem Kopf, bilde ich es mir wirklich nur ein? Waren die Schmerzen zu stark? Das sie deshalb meinen Augen Täuschungen vorjagten? Plötzlich erklangen in meinem kopf Klaviergeräusche…wie eine Person eine herzwärmende Melodie spielte. Ein Schleier fiel und diese Person stellte Mike dar. Ich stand vorm Klavier, es war mit Staub bedeckt…als ich auf ihm zu ging verschwand er. Löste sich in Luft auf. Erst jetzt fiel mir der Satz auf dem Instrument auf…darauf stand im Staub verewigt…: Only you can save me

Daraufhin drehte ich mich um, spürte drei Finger an meinem Hals und warme Lippen die sich weich auf meine legten. So ein lebendiges Gefühl überrollte mich. Aber wieder verschwand das alles im Nichts. Wieder stand ich alleine da…alleine in meinen Träumen…Eingesperrt in einer kalten geschlossenen Welt in der es keine Liebe mehr gab. Da würde ich bald hingelangen und nie wieder zurückkommen…Am nächsten Morgen weckte mich Phi auf, er hatte schon wieder seine Abwaschmütze auf…dieses blaue Ding…ich musste mir das Lachen verkneifen.
,,Morgen Berry!“
Er knuddelte mein Hund wie verrückt…das schon am frühen morgen. Mit einem offenem Auge und das andere zu schaute ich zu ihm. Brachte nur ein gähnendes morgen heraus. Hmh…erstmal strecken.
,,Wofür ist denn der Eimer?“ >.>
Phoenix sah mich neugierig an…
,,Nach was sieht’s denn aus?“
,,Es sieht so aus als hättest du dich übergeben…“
Verdutzt sah ich in den Eimer….wie bitteschön.
,,Aber das geht doch gar nicht, ich hab geschlafen wie ein Ast!“
Ich schüttelte ihn durch.
,,Wie ein Ast?“ er zog eine Augenbraue hoch
,,Das müsste ich doch mitgekriegt haben…“
,,Vielleicht warst du zu verschlafen *kopf patt*“
,,Man muss doch mitkriegen wenn man mitten in der Nacht kotzen muss!“
Schrie ich.
,,Wer kotzte?“
Mike stand im Türrahmen, rieb sich die Augen.
,,Niemand…“
Säuselte ich so dass es nur Phi hören konnte. Der Traum und dieser Satz spukte in mir…was hat es nur zu bedeuten? Allein dieser Satz, ich will es wissen. Er wollte mein Zimmer betreten, bis Joe ihn mit in die Küche schleifte.
,,Du hilfst mir heute beim Frühstück!“
Ahnte das Joe? Schließlich machte er nie gerne Frühstück…verwundert starrte ich phi an.
,,Und nu?“
,,Na nichts ^^“.“
Ich erhob mich, schüttelte den Eimer aus, säuberte ihn. Sprang unter die Dusche, zog mir schwarze Klamotten an und latschte direkt in den Fresssaal…Als ich dort ankam sah es aus wie nach einem Anschlag. Ich kratzte mich am Kiefer, sah jedoch nur zu Joe.
,,Machst du überhaupt mal was richtig?“
Hauchte ich in Mikes Ohr als ich an ihn vorbei lief. Ich schob die beiden raus, mit phi stellten wir wieder die normale Küche her. Er wollte jetzt unbedingt Rezepte von mir lernen. Ich spielte den kleinen Koch, wir ließen keinen in unser Labor *g* es sollte ein spezielles Frühstück werden, es war sehr natürlich das sie immer alle Zutaten da hatten die ich gerade brauchte. Am Ende kam ein leckeres Bacardi frühstück dabei raus, Phi und ich klatschten uns in die Hände. Wir servierten dies alles auf den Tisch. Es gab Hawaiitoast, Ananas, Cocktails usw. alles was man für einen guten morgen eigentlich brauchte. Ich schnappte mir aber meinen Teller und aß in meinem Zimmer. Ganz gewiss ging ich ihm aus dem Weg, es würde nur Entschuldigungen kommen…wie oft müsste ich noch Verzeihungen annehmen? Mir reicht es langsam…und…so konnte ich über die Nacht nachdenken. Immer und immer wieder hatte ich diesen blöden Satz vor Augen, er machte mich noch krank.
,,Chester?“
Mikes Stimme war hinter der Tür zu hören.
,,Komm rein.“
Was? Was sagte ich da eigentlich…? Schon war er drinnen…na toll -.-! Mike setzte sich einfach so neben mich auf den Stuhl, ich saß ja am Schreibtisch um noch eine Skizze los zu werden die schon seit Tagen in meinem Kopf lag. Meine Finger zitterten, mein gesamter Körper eigentlich…der Traum, der Traum.
,,Du bist hier um dich zu entschuldigen…“ haute ich raus
,,Nein ich…“
,,Ach doch nicht? Dann kannst du ja wieder gehen!“ unterbrach ich ihn
,,Lass mich doch einmal ausreden!“
,,Wenn du willst!“
Ich setzte mich wieder hin, war ja grad dabei ihn mit dem Rollstuhl hinaus zu schieben…jetzt kommen eh nur wieder Lügen.
,,Dafür kann ich mich nicht entschuldigen…das sehe ich auch ein…aber ich war es nicht…“
,,Ja es war dein zweites ich ich weiß es…ändert trotzdem nichts dran..“
Tränen stiegen mir in die Augen, doch wollte ich das er sie nicht sah, aber Mikey suchte schon regelrecht meine Augen um darin zu lesen. Eine hand drückte meine sacht.
,,Bitte, vergib mir….“
Ich erschrak, zog die Hand an mich.
,,Ich sehe…es nützt nichts…“
Er ging, einfach so. Ich konnte nichts sagen…nicht mehr. Vergib mir? Ich wollte schreien, schreien, seinen Namen, das ich ihn doch liebte. Ihm vergebe, es ging nicht, meine Kehle war zugeschnürt…aus Angst erneut verletzt zu werden.

Ich warf die Skizze zerknüllt in den Müll. Mir wurde schlecht. Ich legte mich ins Bett, hatte die Hände auf meinen bauch. Wie lange geht es noch so weiter? Kann mir das irgendwer mal sagen? Wer quält mich so lange? Warum? Bin ich es etwa selbst? Versuche nun schon die Gefühle für ihn zu unterdrücken…in die Richtung „Freundschaft“ zu lenken, erfolglos. Sehnsucht nach ihm, nach seinen Küssen…nach seinem Charakter. Alles….habe ich selber zerstört. Ich drückte das Kissen gegen die Brust, ließ den Tränen freien Lauf. Vergaß das die Tür offen stand, schon saß Mike neben mir…oder bildete ich mir das wieder ein? Ich will nicht hinsehen, will nicht enttäuscht werden…meine Vermutung war richtig…Sekunden später kam mir alles wieder so leer vor. Keiner war hier, auch er nicht…


Mikes POV

Nie würde er mir vergeben, nie mehr. Zu viel ist in den letzten tagen passiert….6 Tage…dann sind die 2 Wochen um und er müsste gehen. So wie es jetzt aussieht…Das soll er nicht, ich will nicht das er geht, er soll hier bleiben…bei mir. Warum nahm er die Hand weg? Denkt er es ist einfach sich andauernd zu entschuldigen? Wobei man sich hingezogen fühlt? Nein, natürlich weiß er es nicht. Ich verließ die Wohnung, stieg die Treppen runter, schloss die Haustür auf die zu den kleinen Gärten führte. Leise und achtend auf Geräusche lief ich diesen kleinen schmalen Weg entlang, kam zu einen kleinen Bach Dort ließ ich mich auf die mit schneebedeckte Wiese, streckte die Beine aus und stützte mich auf den Armen ab. Bald hasste er mich. Bald. Ich fiel nach hinten, starrte zum grauen Himmel. Zog die Mütze so herunter das die Augen von ihr bedeckt waren. Was fühle ich eigentlich noch? Rein gar nichts. Nichts was mich weiter bringen würde. Küsse ich ihn aus Langeweile? Küsst meine zweite Hälfte ihn gerne weil sie es verlangt? Nach mehr? Wann werden meine Gefühle mir klar? Wann fühle ich sie? Wann, wann, wann verdammt noch mal!!!? Aus irgendeinem Grund rieb ich mir Tränen weg. In letzter Zeit verlor ich sie häufig, damals war es anders…alles war anders. Ich denke nur noch an ihn, an diese Augen, wenn sie schwiegen, war es mein Ende. Ich drehte mich zur Seite, genau wie mein Herz. Es fehlte eine Hälfte wenn er weg war…wenn ich weg war. Das eis schmolz durch mein Atem, mir wurde kalt. In mir wurde es kalt. So das ich fast nichts mehr wahrnahm. Ich schluckte, immer und immer wieder. Ich hatte Angst, schreckliche Angst das Verhältnis zu Chester zu zertrümmern. Ihn zu verlieren obwohl ich ihn noch nie gewonnen hatte. Nie zuvor wollte ich bei einer Person sein, mich so an einem zu ketten war ich nicht gewohnt. Er ist wie eine Droge, die ich brauchte, hier, jetzt, sofort. Mir muss doch wer bei stehen. Irgendwer. Eine innere Stimme rief nach ihm, verlangte nach ihm, verlangte seine liebe. Liebe? Ist das wahr? Ist es das was ich spüre/fühle? Die Zeit verlief wie der Tod, still und langsam…viel zu langsam. Warum lag ich eigentlich hier so dumm rum? Warte ich auf etwas? Das wer kommt mich in den Arm nimmt und nie wieder los lässt? Mir erklärt warum ich etwas empfinde? Mit mir über eine brennende Brücke rennt die einstürzen zu droht? Wer würde derjenige sein? Er? Niemand? Diese vielen Fragen. Wann hört das endlich auf? Schließlich schlenderte ich zurück, schloss die Wohnungstür auf, Brad kam mit dem Müll rausgesprintet während Berry ihm hinterher jagte.
,,Geh weg du Vieh!“ zischte er
Wollte Berry mit dem Fuß etwas beiseite schubsen. Ich schmunzelte, nahm den Kauknochen heraus, der aus Versehen dort hineingefallen ist und warf es durch den Flur.

,,Ui, danke, jetzt schnell weg.“
Er fiel beinahe hin weil er vor lauter Papier die Stufen nicht mehr sah. Grinsend betrat ich den Flur, hängte die Jacke an einen Haken. Chester lief an mir vorbei. Ich legte die hand auf seine Schulter, zog ihn zu mir zurück.
,,Chester bleib hier.“
,,Warum?“
Ich drückte ihn einfach in meine Arme. Legte die Hände fest um seinen rücken, wollte ihn ganz nah bei mir haben. Wenigstens diese eine Mal noch…dieses eine Mal… Überall kribbelte es, jetzt fühlte ich es eindeutig, sonst war das andere ich anwesend…aber jetzt? Es ist schön in seinen Armen zu sein, seinen Duft zu riechen und zu wissen dass er gleich die Arme um einen legen wird, was auch eintrat. Meine rechte hand lag an seinem Nacken, streichelten ihn dort sanft. Es sollte ein Moment der Ewigkeit werden, einen den ich immer in Erinnerung behalten werde….
,,Lass mich nicht los.“
Hauchte ich sanft, ich hätte es mir niet träumen lassen das zu ihm zu sagen. Es war nun glasklar, ich liebte ihn. Wusste das es nur einseitige Liebe ist…aber ich tat es. Dies war der endgültige Beweis dafür. Nun wurde sein Griff fester, fester als je zuvor. Ich liebe dich, ich liebe dich…schallte es in meinem Körper. Bitte lass einen die zeit stoppen, bitte. Die Umarmung löste sich zögerlich, meine Finger zogen sein Kinn in meine Richtung, wir küssten uns. Es erschien mir als würden aus meinem Rücken plötzlich weiße starke Flügel wachsen, die bereit waren mit ihm zu fliegen, in unsere Welt…in eine heile Welt. Ich kam auf den Boden der Tatsachen zurück, ließ die Zunge in den offenen Mund gleiten. Sie umkreisten sich lieblich, wie noch nie. Er hatte Angst, das gefiel mir nicht. Ich merkte es, sah es. Dennoch wollte ich ihm ein Gefühl des Vertrauens schenken, etwas was ich noch nie tat. Noch nie jemanden gab. Der Kuss endete, somit auch das Gefühl ihn zu haben. Verdattert drangen die Augen in mich ein. Waren dabei es zu wecken, nein, bitte nicht…es reicht mir langsam. Ich brach zusammen…

Joes POV

Mit vollem Mund torkelte ich um die Ecke, sah wie Mike in die Knie fiel. Was nun kaputt Oo? Ich lief zu den beiden.
,,Was hast du mit ihm gemacht?“ fragte ich lieber vorsichtig
,,Nichts, als wir…da ist er…“
,,Ahja, komm hilf mir!“
Wir schleppten ihn ins Wohnzimmer, legten ihn auf die Couch, ich fasste an seine Stirn…knall heiß?
,,Hol einen nassen Lappen!“
Chester rannte, kam dann mit nen ganzem Eimer wieder…zum Notfall? Ich tauchte ihn ins Wasser, quetschte das übrige Wasser aus und platzierte ihn auf Mikes Stirn. Was hat er denn jetzt wieder? Jeden Tag passiert was neues…*seufz*. Chester sah mich mit einem verzerrten Gesicht an.
,,Komm mal her.“
Ich umarmte ihn, nur ich wusste ja das er ihn liebte. Was nicht das Schlimmste war, die Frage ist, welchen Teil er von ihm liebte…Das wird noch im Chaos enden! Berry legte sich prompt auf den Boden vor der Couch. Sonst hätte er immer denjenigen runtergehauen der auf seinen Platz lag ^^“.
,,Braver Hund.“
Die anderen verhielten sich regelrecht normal als ich ihm erzählte das Mike nun wieder flach liegt.
,,Ist ja nichts neues mehr hier…“ seufzte Brad
,,Da stimmt doch was nicht.“
Phoenix spielte den Detektiv…
,,Was stimmt denn nicht?“ fragte ich
Doch er schwieg, danke für die Antwort. Ich kippelte vor Langeweile, während Chazy die ganze Zeit bei seinem Kranken blieb.
,,Sollte er nicht wenigstens zum Arzt gehen?“
,,Du weißt das er ihn verabscheut?“
,,Ja und? Soll der hier langsam vor sich hin verrecken?“
Rob reagierte über…
,,So schlimm wird’s nicht sein.“ War Brad sich sicher
,,Nein jetzt vielleicht nicht, aber was ist mit nachher?“
Ich verstand was Phoenix meinte, die zweite Person…?
,,Das glaub ich nicht, es muss eine Erkältung sein.“
,,Es kann, muss aber nicht.“
,,Themawechsel, eins ist sicher er geht nicht zum Doc, lieber würde er uns allen den hals umdrehen. Lasst uns lieber überlegen wie wir sein zweites Ich nennen…“ schlug ich vor
,,Du hast wohl nichts besseres zu tun -.-?“ räusperte Rob
,,Das ist mal eine Idee^^.“
Freute sich Phi, har, einer stand auf meiner Seite.
,,Okay, jeder überlegt sich einen Namen…*grübel*.“
Alle schrieben hintereinander ein paar Namen auf dem Zettel. Ich begann vorzulesen.
,,Harry, Jeffrey, Fickenwirth?...Brad das warst doch wohl du?...“
An seiner Reaktion wusste ich dass es stimmte, na egal.
,,Sorrow, Bernd, Lukas, Jävöin?...Rob bitte keine finnischen Wörter!“
Er kicherte. Ich seufzte…so etwas können wir dem armen Mike doch nicht zu muten… ._.
,,Ist euch denn nichts besseres eingefallen?“
,,Nein!“
Antworteten alle im Chor, wenigstens das konnten sie noch.
,,Shinnizzle.“
Chester hatte sich and die Tür gelehnt.
,,Wie bitte was?“ fragten wir
,Shinnizzle…oder findet ihr nicht?“
Ich staunte, ein komischer Name, wo hat er den her gegriffen?
,,Habe ich mir grad ausgedacht.“ Er kratzte sich am Hinterkopf
,,Unser Chazy.“ Phoenix nahm ihn in den Arm
,,Chazy?“ fragte er merkwürdig
,,Hab ich mir ausgedacht *g*.“
Ich fiel um, das war typisch Phi.

Dieser Name gefiel mir richtig, war auch sehr passend zu seiner zweiten Persönlichkeit. Meine Beine trugen mich zurück, zu Mike. Mike oder Shinnizzle? Wer war es in diesem Moment? Beide ähnelten sich, nur das Shinnizzle etwas…offener war als Mike. Es ist seltsam von einem Menschen zu sprechen der doch gleich 2 ist. Dennoch wird es immer so weiter gehen, keiner würde wissen wer dich in den Arm nehmen wird. Vorhin…fühlte ich das es Shinnizzle war, irgendwie, aber auch nicht. Was ist das für ein Spiel? Ich war bereit alles zu vergessen was mir wichtig war, war. Das piepen meines Handys lockte mich aus meiner Gedankensphase, eine Sms von Amy. Die Kleene schrieb dass sie mich furchtbar vermisst, es nicht aushält, es aber schaffen wird. Ein Lächeln flog über mein Gesicht. Natürlich sendete ich ihr auch eine. Danach legte ich es zurück in meine Hosentasche, erblickte Mikes hand. Sie hang von der Couch herunter, sanft legte ich meine über seine, drückte sie leicht und streichelte sie. Der Lappen war bereits warm, ich wechselte ihn wieder. Ach Mike, hoffentlich ist es nichts Ernstes mit dir, ich würde es nicht ertragen dich so leiden zu sehen…so körperlich. Mit einem Stuhl rückte ich näher, beugte mich über sein Gesicht, ein Finger kitzelte seine Lippen, meine Augen waren geschlossen, ich berührte seinen Mund. Lange blieben meine Lippen auf seine, auch wenn er es nicht fühlte bedeutete es mir viel. Ganz normal lehnte ich mich nach hinten, ich könnte es ihm nie sagen. Nie meine Liebe für ihn deuten.Für ihn würde ich alle 7 Meere überqueren, solange ich bei ihm bin kann mir doch alles scheiß egal sein, nur er nicht. Ich fummelte an seinem Bart herum…das war so süß^^.
,,Du nervst ja schon wieder.“
Joe streichelte meinen kopf.
,,Ich muss ihn einfach ansehen…anfassen…vor allem jetzt…“
,,Dann sag es ihm doch endlich!“
Er trank aus seiner Colabüchse, sah mit schrägen Blicken zu mir.
,,Nein, das werde ich nicht, dazu bin ich nicht mehr in der Lage.“
Lächelte ich Mike an. Joe würgte den Schluck herunter.
,,Du musst es ja wissen.“ Klopfte er auf meine Schulter
Ja, ich weiß es. In mein innerstes wurde es bitterkalt. Als er endlich seine Augen aufmachte, schreckte ich die hand weg.
,,Ch….Chester…?“

Die Stimme verstummte.
,,Ja, ich bin da…“
Meine linke Hand war an seiner linken Gesichtshälfte gepresst.
,,Küss…mich…“
Hörte ich seine schwache Stimme, diese Augen, sie funkelten, sehnten sich nach mir… Ich machte das was er sich wünschte. Zum wievielten Mal küssten wir uns schon? Egal, ich verspürte immer dasselbe. Alle seine Fehler wurden weggeküsst, ich genoss es. Egal ob es Shinnizzle oder Mike war. Ich liebte einfach diesen Menschen, diese Lippen, diese Wärme. Einfach alles. Arme drückten mich komplett auf ihn, die Zungen durchlebten ihr Spiel, mir erschien es als seien die Hände überall, mir wurde es unangenehm, genau wie bei dieser Treppe. Unsicherheit machte sich breit. Ich stoppte den Kuss.
,Was hast du?“
,,Nichts….“
Erneut fuhr seine Hand unter mein T-Shirt…ich…wollte nicht…nicht so. Schnell drückte ich mich von Mike/Shinnizzle runter. Stand einfach vor ihm rum.
,,Komm….her….“ stocherte er
,,Nein.“ Gab ich kalt zurück
,,Du wirst…es…tun…“
Er machte mir Angst? Was war denn jetzt? Zuerst zärtliche Küsse und was nun? Wer war er?...Ich stellte ihm jetzt eine ziemlich dumme Frage…die mich erschüttern ließ.
,,Wer bist du?“ ich wagte es kaum dies zu fragen
,,Na Mike!“
Ich senkte den Kopf…Mike also….
Mühsam rappelte MIKE sich auf, warf den Lappen in eine Ecke, nahm mein Kinn in zwei Fingern und küsste mich stürmisch. Dies war also Mike. Mit einem verzerrten Gesicht erwiderte ich den Kuss, ließ ihn mit mir spielen. Warum ließ ich es über mich ergehen? An dem Glauben das der, den ich liebte aus den Flammen hervortritt damit er mir echte Liebe zeigen kann? Nachher gäbe es nur wieder leere Verzeihungen, die bald kein Nützen mehr hätten. Wozu soll ich mein herz noch schlagen lassen? Für wen? Für keinen! Für niemanden! Entweder reißt man es blutig heraus wirft es ins kalte Loch oder es war nur eine Begierde nach einem Spiel. War es das gerade? Plötzlich löste er sich von mir, sah mir tief in die Augen. Genau genommen sah ich ihn nur an, vergaß meine Gefühle für diesen einen Moment und erinnerte mich an den Traum…Only you can save me. Es muss etwas zu bedeuten haben, soll ich ihn retten? War dies der Sinn?
,,Mike.“
Kam es ängstlich und kaum hörbar aus meinem Mund.
,,…ja?“
Seine Küsse gingen an den Hals weiter, ich darf mich nicht ablenken lassen.
,,Versuch dich zu kontrollieren…“
Mein Körper zitterte, ich trat ein Schritt zurück. Tastete an die Tischplatte die aus Glas war, griff nach der Fernbedienung.
,,Lass uns lieber TV glotzen^^““
Stammelte ich.
,,Das kannst du dir sparen…“
Schauerlich säuselte es in mein Ohr, es beriet mir Gänsehaut.

,,Heyho Mike!“
Joe zog Mike an den Schultern zurück.
,,Ich glaube das ist keine gute Idee.“
Schützend stellte er sich vor mich. Schob Mike schon regelrecht raus.
,,Der Typ hätte beinahe einen riesen Fehler gemacht!“
Er ließ sich auf die Couch fallen.
,,Wieso?“ fragte ich ungeduldig
,,Hast du es nicht mitgekriegt?“
,,Was denn?“
,,Er wollte dich küssen!“
,,Ja und?“
Enttäuscht schüttelte er den Kopf hin und her.
,,Mike, er war nicht der richtige, er hätte dabei nichts gespürt.“
Ich kratzte mich am Kopf.
,,Bist du dir sicher?“
,,Hundert pro! Schau das nächste Mal in die Augen “
,,Ich verschwinde…“
,,Wohin?“
,,In mein Zimmer.“
,,Dann ist ja gut *puh*.“
Hörte ich Joe noch hoffnungsvoll seufzen. Dachte bestimmt das ich…ach lassen wir es lieber. Andere Gedanken kümmern mich wenig, in mir war ein Schrei dessen 2 Namen brüllte. Vielleicht könnte es irgendwann mal ein ich von ihm schaffen für immer da zu bleiben. Es möge bitte dieses sein, was ich liebte. In diesem Moment wünsche ich mir nichts Sehnlicheres. Jeden Tag ohne einen Beweis das er mich liebte brach meine Welt mehr zusammen. Die ich noch nie alleine aufgebaut hatte, es gehörten immer welche mit zu. Wann werde ich aufwachen ohne wieder in einen tiefen Schlaf zu fallen? Meinetwegen soll er mich zu seinen Sklaven machen, nein, nein das nicht. Jetzt wollte ich schon meine Freiheit hergeben, die mir alles bedeutete. Wie tief muss ich noch sinken? Er und ich, ein offene Kapitel, für immer und ewig. Anscheinend gebe ich meine Liebe zu schnell weg, oder verliebte mich immer in dieselbe unterschiedliche Person. Von außen her unterschieden sie sich, doch von innen, waren sie alle gleich. Aufgeben kommt als letztes in Frage, dieses Mal kämpfe ich, kämpfe um Mike/Shinnizzle. Die ganze Zeit interessierte niemanden meine Liebe, nun wollte sie jeder, wollten, haben, kriegten und warfen weg. Alles was ich wollte war doch nur einmal richtige Liebe zu kriegen. Einer der sie mir zeigt. Wirklich nur einer. Kleine Tropfen liefen über meine Wangen. Heulen, hilft auch nichts mehr. Doch ich weinte weiter, ohne es je gewollt zu haben. Ich kann doch nicht ewig ohne Liebe leben. Sehen denn alle durch mich hindurch? Warum sehen sie denn das Grab für mein herz nicht? Ignorierten sie es? Sahen sie es nicht? Wollten sie es nicht sehen? Sahen sie überhaupt mich? Der Heilungsprozess wird hinausgeschoben. Ich kann die Fehler deutlich erkennen die ich gemacht habe, andere wissen sie nicht einmal. Also, warum passiert mir immer so ein Scheiß. Wenn es einen Gott gäbe so soll er sich mal sehen lassen. Er soll den Menschen leben geben die es verdient haben, und nicht denen das Leben nehmen die es so dringend brauchten. Irgendwer versucht immer seine Träume zu verwirklichen, und einer war immer Schuld diese zu zerbrechen. Es sind doch immer die anderen die unser Leben zerstören. Bis wir eines lieben Tages durch unsere eigene Hand sterben werden. Ist das Leben? Oder ist es Sterben?

Vielleicht kann ich mein Leben in jemand anderen kopieren? In jemanden der einmal spüren muss wie das ist, nur enttäuscht und verletzt zu werden. All die langen Jahre. Ohne jegliche Hoffnung auf ein fröhliches Leben. Selbst wenn die Liebe meinen Namen ruft, werde ich ihr misstrauen. Die Angst den Partner wieder zu verlieren bestand immer und sie würde so oder so eintreffen. Entweder ich verliere ihn, oder er mich. So endet das Leben doch immer, außer wenn die Einsamkeit schneller ist. Bald werde ich mich wieder als Engel erheben können, um den seelischen Tod zu entrinnen. Die Angst im Schmerz sich zu erheben war das Schlimmste für mich. Wieder Blut vergießen zu müssen, auf den Armen trocknen zu lassen. Mein Leben bestand aus Freude und Trauer, wobei Freude nur in einigen Fällen zutraf. Zumindest trockneten die Tränen heute schwerer als damals. Es gab so viel zu verlieren und dennoch so wenig um zu kämpfen. Das Leben rutscht aus meinen Händen weg, ich kann es deutlich sehen. Könne ichs jemals einfangen? Die Spuren verblassen überall, das Ende wird kommen. Mit meinem Schatten werde ich ins Mondeslicht tanzen, ins geheimnisvolle Licht das uns bis zum Himmel tragen wird. Anschließend…sterben wir beim Sturz des Falls. Engel waren noch nie dieselben wenn sie aufgehört hatten mit ihren flügeln zu schlagen. Dieses Schicksal wird mich treffen. Wie ein Ausreißer flüchtet Mike mit meinem Herzen, wirft es ins Meer, bis ich es dort aufgelöst wieder finden werde, würde es mein Leben kosten. Was mir auf einer Seite hin noch fast wichtig erschien. Es gab immer etwas Besseres als der Tod, nur sahen wirs nie. Wollten nicht wahr haben das der Himmel und die Hölle sich nicht unterschieden, es war alles gleich, auch helle Flammen waren genauso stark wie dunkle tiefe Meere. Es wird nichts geben was stärker ist als das andere. Überall lauerte eine Schwäche die nur darauf wartet wie ein Raubtier angreifen zu können. Eine schwarze Träne wird in einem blauen See nie untergehen. Ein totes Herz würde nie mit einer glücklichen Seele vereint werden können. Und ich, könnte wohl nie die guten Seiten und Zeiten der Liebe kennen lernen. Immer mehr lief ich ins Schwarze der unheimlichen Nacht, ohne mich umzudrehen lief und lief ich. Bis ein grab mich erschrecken ließ, darauf stand mein Name. Ein Name an dem sich niemand mehr erinnerte. Ich war wie ausgelöscht, aus meinen Körper und aus dem Herzen anderer. Jeder vergisst irgendwen mal, es kommt die Zeit indem ich vielleicht wieder lachen kann. Eine Zeit, wo Wünsche und Träume sich erfüllen könnten. Eine Zeit, wo ich friedlich schlafen könnte. Ja, daran glaubte und hoffte ich. Es war nicht immer einfach aber man kann es sich einfach machen. Deshalb, sehe ich die Welt bald mit anderen Augen, mit einem anderen Herzen, Tränen wollte ich ab jetzt nie wieder verschwenden, und mein Herz nur an eine Person verschenken. Muss ich eigentlich jeden Tag an so was nachdenken? Dies tat ich doch nur alles für Mike. Alles was ich machte war für ihn. Genug jetzt mit diesen Vorurteilen.
,,Kommst du auch mit?“
Plötzlich fragte mich dies Joe der aus der Tür heraus guckte. Niedergemetzelt schrie mein Herz, dennoch antwortete ich…zögerlich.
,,Wohin?“
,,In einen Club.“
,,Was für einen?“
,,Einen stink normalen.“
Ich zog eine Miene.
,,Keine Lust.“
An meinem Körper lagen so dicht wie es ging meine angewinkelten Beine.
,,Du musst mit kommen!“
Er zerrte mich am Arm hinaus zum Flur.
,,Lass mich los Joe!“
,,Nö!“
Widerstand nütze nichts mehr. So wurde ich regelrecht die Treppen runter geschubst.
,,Bleib mal ruhig!“
Schrie ich Rob an. Man ey, ich bin doch kein Teppich. Von oben hörte ich Berrys heulende Gebelle, nicht einmal streicheln konnte ich ihn.
,,Du fährst mit Mike.“
Joe zog mich zu Mike. Alle anderen mit fuhren dem Auto. Mir doch egal. Er setzte sich auf seine Maschine, ich tat’s ihm gleich.
,,Gut festhalten.“
Hörten meine Ohren bevor der Motor ansprang. Auf jeden Fall hielt ich mich hinten am Ende des Motorrades fest, meine Hände um seinen Bauch zu legen war mir in diesem Augenblick zu wider. Eigentlich konzentrierte ich mich auf gar nichts, nicht auf meine Hände, nicht auf den Wind der uns entgegen brauste. Bei diesem Club angekommen lehnte ich mich draußen gegen die rote Mauer. Paffte erstmal eine Runde. Danach betrat ich ihn auch. Hunderte von Menschen schwangen ihre Hüften, schüttelten mit ihrer Oberweite und tanzten sich gegenseitig an. Gerade hatte ich kein Bock zu feiern oder zu tanzen, zu nichts! Genervt von dieser abgefuckten Techno/Hip-Hop Scheiß drängelte ich mich zur Theke. Bestellte mir dort ein Bier, trank es in wenigen Sekunden leer. Auf den Weg zur Toilette traf ich Brad wie er mit einer Tussi daraus kam, scheinen sich prächtig amüsiert zu haben. Mit verdrehten Augen sperrte ich mich ins letzte Klo ein. Diese Musik war schrecklich es ging immer nur ,,Rums, rums, rums“…einfach grausam. Lange hielt ich es eh nicht aus, erneut ging ich in die Tanzhorde. Klapperte allen Ecken ab, ich sah und fand niemanden von uns. Super.
,,Hallo Süßer!“
Es musste ja kommen. Können mich diese blöden Bitches nicht endlich in Ruhe lassen? Nach ihr folgten weitere 10…ich krieg hier ne Macke! Irgendwann sah ich Mike an der Bar, wie er sich ein Alkgetränk nach dem anderen rein kippte. Etwas bedrängt kämpfte ich mich zu ihm.
,,Spinnst du?“
Schrie ich, doch die Musik war zu laut, man verstand sein eigenes Wort nicht. Ich tippte ihn an.
,,He…azy.“
War das einzige was ich noch verstand. Dann zog er mich am handgelenk raus aus diesem Schrottclub, warf mich aufs Mottorad und fuhr los.
,,Mike du bist sturz besoffen! Halt an!“
Schrie ich immer und immer wieder. Das Gegenteil trat ein, er drückte auf die Pedale. Wild versuchte ich Mike zu Vernunft zu bringen, konnte auch nicht abspringen weil das Tempo lag bei 300 noch was. Diese Zahl schnürte meine Seele zu. Mike was machst du denn nur? Es war hoffnungslos, kurze Zeit ließ ich den Kopf hängen, weil mir schlecht wurde. Als ich ihn hoch bewegte, sah ich nur noch ein Auto…

Mikes POV

Ich schreckte auf. Sah mich unsicher um, wo bin ich? Weiß, weiß, weiß, Zeitung, Bett. Krankenhaus!? Ich schüttelte den Kopf, wie, was, warum? Ich betrachtete meinen Körper, außer ein paar Prellungen und Kratzern war nichts zu erkennen. Was ist passiert? Gedankenlos ließ ich mich zurück fallen, starrte in den Himmel den ich durchs Fenster sah. Meine Erinnerungen waren tot, Funkstille herrschte im Kopf. Bis Joe, Brad, Phi und Rob den Raum betraten.
,,Hallo Mike…“
Begrüßten sie mich zaghaft. Sofort sprang ich sie an.
,,Was ist passiert, sag’s mir!“
Rob schloss die Augen, zog mich an die Brust zurück aufs Bett.
,,Ihr hattet eine Unfall…“
Ihr?
,,Chester und ich?“ fragte ich unglaubwürdig nach
Sie nickten alle.
,,Nach Aussagen von Rob und Joe hast du dich ganz schön zulaufen lassen, wolltest wahrscheinlich mit Chester nach Hause fahren als…“ Brad senkte den Kopf
,,Ihr in ein Auto gekracht seit.“ Sprach Joe weiter
Nein, nein.
,,Aber, weshalb…?“
,,Mike du hattest viel zu viel Gas gegeben, es lag über 300.“
Geknickt ließ ich mich gehen, starrte nur die Wand an. Dachte an Chester…Tränen liefen an meinen Augen runter. Ist er etwa?...
,,Was ist mit ihm? Los, sagt mir die Wahrheit, lebt Chester!!!?“
Ich konnte mich nicht mehr kontrollieren und griff in Joes Schultern.
,,Beruhige dich doch mal!“
Schrie er mich an.
,,Wie soll ich mich beruhigen wenn…“
Joe klatschte mir eine, er ließ sich nicht gerne anschreien, vor allem jetzt nicht.

,,Du kannst von Glück reden, er hat es gerade so noch überlebt.“
Schwach sank ich zu Boden, zitterte ohne ein Ende zu sehen. Chester,…wegen mir liegt er im Krankenhaus, ich bin Schuld. Warum muss immer er so was durchmachen warum? Wie konnte ich fast unversehrt hier liegen während er beinahe dem Tod entrinnt? Nur ich habe immer soviel Glück. Tränen tropften auf meine Schenkel, so viele Tränen. Teilweise stützten sich die Ellenbogen ab, die Hände schlugen auf die Platten.
,,Warum…“ jammerte ich
Minutenlang ging es so weiter, geduldig blieben die Jungs neben mir stehen. Brad legte die hand auf meinen Rücken der immer noch zuckte. Verdammt, ich hasse MICH! Chester war so hilflos, ich habe ihn da mit rein gezogen, was bin ich nicht für ein toller Freund! Es klopfte. Der Arzt betrat den Raum.
,,Oh, sie scheinen ausgeschlafen zu haben Herr Shinoda.“
,,Ja…“
Gab ich kleinlaut von mir.
,,Sehr gut, sie können dann heute gleich wieder gehen, das nötigste ist versorgt, sie müssten sich nur noch täglich eincremen, mehr war’s nicht.“
Der Herr Doc ging gerade zur Tür als Joe noch was wollte.
,,Wie geht es Chaz?“
,,Ah, er scheint ein starker Bursche zu sein, sein Zustand hat sich gebessert, über das Größte ist er hinweg.“
Ich atmete mit den anderen auf.
,,Ach und Ähm, haben sie vielleicht eine Krankheit fest gestellt?“
Wie kam Joe jetzt darauf?
,,Nein, wieso fragen sie?“
,,Chester hat den einen Tag Blut gebrochen.“
Joe kratzte sich am Kopf.
,,Was hat…er…?“
Warum erzählt mir denn keiner was? Verwirrt saß ich auf mein Bett.
,,Wir fanden keine Krankheitserreger oder sonstiges, vielleicht war er einfach zu gestresst, er sollte sich körperlich und seelisch ausruhen.“
Somit lief er davon. Die Tür fiel ins Schloss.
,,Warum erzählt mir dies keiner?“
Mein Blick saß an der Decke fest.
,,Stell keine dummen Fragen sondern zieh dich an, wir wollen dann noch zu Chazy wenn es geht.“
Bei diesem Namen lief mir ein Schauer über dem Rücken. Er wird mir das nicht verzeihen, alles was ich schon tat kann mit diesem Fehler nicht mithalten. Zuviel hatte ich ihm schon angetan, viel zu viel. Wir liefen den langen gestreckten Flur entlang, bis zum Zimmer 106, Besuch war schon gestattet, also gingen sie rein. Ich stand wie versteinert im Türrahmen, als sie ihn begrüßten sah er mich kurz und stumm an, wendete den Blick wieder ab. Ich wusste es, es war zu spät um alles wieder gut machen zu können. Enttäuscht von mir selber legte ich die Tür sanft ins Schloss, schlenderte die vielen Stufen runter. Ging auf den Straßen auf und ab, am Ende bin ich an einer Kirche angekommen. Schweigend ging ich hinein. Setzte mich auf eine Holzbank die in einer kalten Ecke standen. Noch nie war ich in einer Kirche gewesen, hatte nie was mit Gott zu tun. Heute aber fühlte ich mich zu ihm hingezogen, verlangte nach Hilfe. Zwei ältere Frauen beteten, ich überlegte nichtlange nach und machte es auch. Ein Gebet für Chester, es war mein erstes und wohl mein letztes. Danach zündete ich ein Teelicht an, das legte man dann auf Sand und ließ noch einmal ein gebet oder gar Wünsche frei. Die Teelichter sollten ewigen Frieden kennzeichnen. Meine Augen sahen hinauf, zur endlosen Decke, alles erschien mir so vertraut. Aber seit wann fühlte ich mich hier wohl? Nachdenklich ging ich weiter, sah über all Jesus hängen, Gott… Anbetracht dieses Besuchs war es doch besser als sich jetzt die Pulsadern auf zuschlitzen, es muss doch im Leben noch mehr geben als Schmerzen. Vor allem wenn man eine Person fast in den Tod hineingeworfen hätte. Wäre es soweit gekommen….hätte ich es nicht verkraftet. Wahrscheinlich würde es dann meinen Geist und sowie meinen Körper nicht mehr geben. Aber mit meiner Leiche würde ich ihn auch nicht zurück bringen können. Sondern lernte nie aus meinen Fehlern, immer musste ich wegrennen,, einfach weg, Sah nicht nach hinten obwohl es manchmal so einfach sein könnte. Und auch vielleicht die richtige Entscheidung. Vergangenheit ist vergessen und vergessen heißt Erlösung. In meiner Seele war ein weiteres Loch, ich versuchte mich einzufangen, um meine zweite Persönlichkeit zu verdrängen. Genau jetzt, spürte ich von dieser kein Lebenszeichen. Ist sie bei dem Unfall gestorben? Nein, so was geht doch nicht, völlig unmöglich. Doch wie ist sie denn hinein geraten? Aber ich bin in diesem leben verdammt zu sterben, irgendwann, wenn der Zeitpunkt gekommen ist. Ich will ins Licht, das mich befreit, befreit, von mir selbst… Nach endlosen Minuten entschloss ich mich nach hause zu gehen. Wenigstens Berry brauchte jetzt jemanden. Dort angekommen erwartete er sein Herrchen an der Tür. Er lief an mir vorbei, sah die Treppe herab und bellte. Schließlich folgte ein Jammern, traurig tapste er in sein bett, legte sich unters Kopfkissen und schlief ein. Man konnte deutlich spüren dass der Hund wusste was Sache war. Ich konnte ihn ja nicht einfach ins Krankenhaus schicken. Deshalb streichelte ich durch sein Fell, er legte die Schnauze auf mein rechtes Bein, mein Finger strich zwischen den Augen. Beruhigend hörte er auf zu jammern. Mit einer Depriphase machte ich mir schnell ein Eiscafé, ging damit in die Stube. Es war beängstigend alleine hier zu sein. Stockend nahm ich immer einen kleinen Schluck, der Kopf war längst leer, das Herz mit Asche zu geschüttet. Es war so eindeutig das ich so eben einen Menschen verloren hatte. Unser Leben könnte man auch als eine wahre Lüge beschreiben. Alles was da raus kam war nur Dunkelheit. Alles. Nicht einmal an sein letztes Lächeln konnte ich mich erinnern. Ar es zu lange her? Nein, damit hatte es nichts zu tun. Wahrscheinlich hatte es Shinnizzle es zuletzt gesehen. Ich würde ihn sogar in den Tod mit hinein folgen, damit die Einsamkeit selbst da ihm nichts anhaben kann. Jedoch wird es ein Fehler sein, kalte Ignoranz erwartet mich dort. Auch, wenn er jetzt zurückkommt. Wenn überhaupt. Gequält trank ich den letzten Schluck, wischte mir den Rest von den Lippen und legte das Glas in die Spüle. Lange sah ich aus dem Küchenfenster, öffnete es schließlich um genauer in den Sternenhimmel zu blicken. Dieser war so klar wie noch nie, man konnte jedes einzelne Funken beobachten. Was kann ich noch sagen? Rein gar nichts, außer das ich mir ziemlich sicher war das ich etwas für diesen Typen tiefes verspürte. Das keine Rolle mehr spielen darf. Nie mehr! Gedankenvertreut setzte ich mich aufs Fensterbrett, beobachte nur die Laternen. Ich hatte zu viel Respekt für Chazy aufgebaut, das es mir generell unheimlich erschien. Was nun? Meinetwegen darf er in einem Bett liegen wo er nie hin wollte. Alles war meine Schuld, an allem! Ich werde nie aus den Fehlern lernen. Seltsam, an so einem heißen Sommertag war es abends recht kühl, sogar kalte, dichte Nebelschwaden streiften übers Land. Ob alles auf ihn zu spielte? Es muss Zufall gewesen sein…Quietschende Reifen machten mich aufmerksam, sie kamen wieder.
,,Na.“ Phi kam in die Küche, schien als einiger mit mir reden zu wollen. Ich drehte mich so, das ich in seine Richtung schauen konnte.
,,Hat er was gesagt?“
Kurz überlegte er, jedenfalls sah es so aus.
,,Das ihm alles weh tut, vor allem die Seele und das er uns weg haben wollte weil er seine Ruhe bräuchte.“
Meine Augen blinzelten, ich atmete durch.
,,Sonst noch was?“
Mit dem Fuß trat ich gegen die Wand die unters Fenster noch war.
,,Eigentlich nicht.“
,,Was heißt eigentlich?“
,,Nun ja…er will nicht das du auf die Idee kommst ihn zu besuchen…“
Mit diesem Satz fiel einriesiges Stück von meinem Herzen ins Leere.
,,..du wärst der letzte den er jetzt sehen will.“
Beendete er den Satz. Einverstanden nickte ich mit dem Kopf.
,,Was hast du denn erwartet?“
Rief mir Joe zu der an die Küche vorbei ging.
,,Nichts.“
Flüsterte ich heiser. Wie unsichtbar schmiss ich mich ins Bett. In Gedanken an Chester musste ich irgendwann eingeschlafen sind, es war eine sehr unruhige Nacht, Alpträume machten mich kaputt und dann noch das genervte hin und her legen von Berry. Phoenix war sauer das der Hund lieber zu mir wollte. Was selbst für mich seltsam war. Müde stieg ich in die Dusche, machte das volle Programm. Diesmal betrachtete ich mein Spiegelbild nicht. Alle waren wach, meine Ohren hörten knapp das Rob wohl mit Chazy telefonierte, aufs K-Haustelefon. Selbst am Telefon würde er mich nicht willkommen heißen. Dieser Druck in mir war so unerträglich, ich will wenigstens mit ihm reden, nur das. Wer würde denn einen Shizo noch glauben schenken? Die Nerven lagen blank, niemand tauschte mit mir ein Wort aus. Phi ging mit Berry spazieren.

,,Ihr könnt auch mit mir reden.“
Sprach ich ganz langsam am Frühstückstisch.
,,Was sollen wir sagen? Oh Mike hast du toll gemacht oder was!!!?“ pöbelte Joe mich an
,,Nein, aber ihr könnt mich auch wenigstens in den Arm nehmen…“
,,Nenn mir nur einen guten Grund.“
Der Froschfreak verließ wütend die Küche, samt seinem Essen. Verunsichert hielt ich den Kopf in den Händen, runzelte die Stirn und machte die Augen zu.
,,Was soll ich machen?“
Flüsterte ich kaum hörbar weil die Stimme schwächer wurde.
,,Das musst du selber wissen.“
Riet mir Brad…na toll. Als ob ich das nicht gewusst hätte -.-. Mein Blick fiel zum Pendel der Uhr die im Flur stand, 13 Uhr. Ob Amy es schon erfahren hatte? Glaub nicht. Ohje, die wird mich umbringen, hundert pro.
,,Macht einer mal die Tür auf?“
Schrie Joe ausm Bad, Rob öffnete die Tür, hat es geklingelt?
,,Heyho Amy!“
Ich schrak auf, nein oder?
,,Hallo Mike.“
Ihre Stimme durchbohrte mein herz, nein.
,,Wo ist Schatzi hin?“
Sie drehte sich zu Rob um…
,,Nunja er, wie soll ich sagen.“
Seine Augen schauten nach unten.
,,Was ist denn los?“
Sie wurde nervös.
,,Er liegt im Krankenhaus…“
Sprudelte es aus mir heraus.
Rob nahm sie mit in die Stube, ich konnte jedes ach zu kleines Wort verstehen. Völlig aufgelöst und wütend schleppte mich Amy auf die Straße, zerrte mich zum Krankenhaus.
,,Verdammt du Wichser du wirst dich jetzt entschuldigen gehen!“
Diese Augen waren so hasserfüllt. Ich wollte das nicht in seinen sehen nein, nicht in Chazys Augen.
,,Er wird mit mir nicht reden!“
Schrie ich sauer.
,,Das ist dann dein Problem, du sollst nur diesen einen Satz sagen, dann kannst du wieder gehen!“
,,Chester hört mir nicht zu.“
,,Junge reiß dich zusammen, ich bin wegen Chester einen Tag hierher gekommen und was muss ich erfahren? Genau das, nur weil du dich nicht unter Kontrolle hast!“
Meckerte sie bis wir vor dem Raum standen, nicht schon wieder…bitte nicht! Schweigend traten wir ein, er schlief.
,,Sollten wir nicht lieber gehen?“ flüsterte ich
,,Sei nicht so feige du Idiot, wir werden hier warten, so leicht kommst du mir nicht davon.“
Amy meinte es bitter ernst, wozu soll ich mich entschuldigen? Das wird er nicht glauben, nicht mehr. Man ey ich hätte einfach nur ich bleiben sollen. Meine Mauer fiel wegen mir selber zusammen. Zögerlich streichelte ihre Hand sein Gesicht, ich hätte ihn einfach nicht verdient. Als Chester erwachte trat ich näher zum Bett. Amy legte fröhlich ihren kopf auf seine Brust, seine Finger strichen ihr durchs Haar. Bin ich unsichtbar?
,,Chazy…“ stammelte ich

Zaghaft und durchdringend war sein Blick.
,,Es, tut mir so Leid…“
Ich sah weg, konnte ihn nicht ansehen, überall hingen Schläuche, es machte mich krank. Amys Kopf schüttelte sich. Er? Er sagte nichts, tauschte mit mir kein Wort aus. Ich verlor mein Atem in diesen letzten Worten der Trauer, meine Kehle war wie zugeschnürt, ich wollte schreien. Ihn anschreien dass ich es nicht wieder gut machen kann, dass er es nicht vergisst oder mir verzeihen soll…nur er soll mich anhören, mit mir reden. Schließlich…liebte ich ihn doch. Was soll’s, egal was ich machen werde, er wird es nicht mitkriegen wollen. Chazy…wie soll ich es sonst erklären? Mehr als mich zu entschuldigen kann ich doch nicht. Zu gerne wüsste ich was du denkst, oder fühlst. Meine Gefühle waren jetzt unbeschreibbar.
,,Tschau Chester!“
Gab ich ganz leise von mir und lief wieder weg. Ich konnte es einfach nicht, diese Stille zwischen uns sagte doch alles. Er scheißt drauf was ich ihm zu sagen hätte alles. Aber wenn ich in seiner haut stecken würde hätte ichs genauso gemacht. Ich war im Traumgestrüpp aufgewühlt. Stellte mir vor einfach diese Hand zu halten und alles zu gestehen was zu gestehen war. Ich träumte davon ihn zu küssen um zu zweit schweigen zu können. Dann verfliegt vielleicht auch die Einsamkeit, ja es würde alles nur ein Traum bleiben.
,,Und bist du wieder weg gerannt?“
Ertönte Joes böse Stimme.
,,Nach was siehts denn aus?“
Rief ich ihm zu und ging in die Stube.
,,Scheiße!“
Mein Fuß zerbrach den Glastisch. Die Scherben flogen mit ihrem Glanz in die Luft.
,,Kannst du dich nicht einmal kontrollieren?“
Joe fegte die Scherben weg.
,,Ich weiß auch nicht Joe…ich…er…Chester er…will nicht mit mir reden…er will mich nicht einmal mehr ansehen…..gar nichts.“
Ich hoffte auf seine Unterstützung, auf Hilfe.
,,Das hast du dir selber zu zuschreiben.“
,,Stell dir mal vor du wärst jetzt ich, verdammt was würdest du tun?“
,,Mike ich würde schnell ganz weit weg laufen…“
Was redet er da? Weg laufen? Auch von euch? Heißt das…
,,Nein Mike, aber ich würde endlich mal bei ihm bleiben weil so machst du ihm alles noch schwerer!“
Er gab mir eine Kopfnuss.
,,Ich ertrag es nicht mehr Joe….er wird nie wieder mit mir reden wollen…“
,,Wenn du das so denkst muss es ja richtig sein was?“
Joe gab mir zu denken.
,,Ich weiß das Chester dich jetzt braucht als alle anderen…also geh gefälligst morgen zu ihm…jetzt würde es noch zu spät sein…“
,,Warum erst morgen? Warum brauch er mich?“
,,Weil Amy erst mit ihm reden will und außerdem wirst du es noch später erfahren!“
,,Joe sprich nicht immer in Rätsel!“
,,Was für Rätsel?“
Stöhnend legte ich mich auf die Couch. Chester braucht mich obwohl ich schuld daran war? Hör ich noch richtig? Das kann Joe doch nicht ernst gemeint haben. Der spinnt wohl. Ich legte die Arme hinter meinen Kopf. Starrte die Decke an…stellte mir dort oben Chesters Gesicht vor. Wie blass es aussah.

Chesters POV

Den Rest des Tages blieb Amy bei mir. Gaukelte mir vor das Mike ein schlechter Umgang für mich wär. Bin ich ein Kind? Ich weiß dass sie sich Sorgen macht aber ich kann ja wohl selbst bestimmen wohin ich will. Eines wusste ich was ich jetzt wollte, Mike nicht sehen. Das vorhin war schon viel zu viel. Wenigstens rannte er noch mal weg, so muss ich mir sein es tut mir Leid Gelaber anhören. Was glaubt er eigentlich wer er ist? Bald kotzt er mich an, all diese Schläuche an meinem Körper wegen ihm! Hätte er nicht jemand unbekanntes aufs Motorrad schleppen können? Warum ich? Reicht Mike es nicht? Ich habe keine Lust mich länger verarschen und verletzen zu lassen. Irgendwann reichts und es ist jetzt. Der Geduldsfaden ist am Ende. Wenn er sich erneut blicken lässt, kann er vor Stille verrecken! Mir jetzt egal alles hier! Die restlichen Stunden genoss ich, schließ die ganze Nacht durch ohne aufzuwachen. Ich hasste K-Häuser. Die machten mich kranker als ich wirklich war. Es kam mir so vor, als ob ich bald wieder hin müsste…schrecklich dieses Gefühl. Am Morgen so gegen 10 Uhr kam der Arzt und war stolz auf mich, höchstens noch eine oder zwei Wochen, dann ab in die Freiheit. Aber wohin? Zu Mike will ich auf keinen Fall mehr, niemals! Bockig legte ich mich auf die andere Seite des Bettes, nicht einmal aus einem Fenster konnte ich schauen. Ich will hier raus. Wie ein Kanarienvogel im goldenen Käfig fühlte ich mich im Moment. Einfach hilflos. Eigentlich, dachte ich an Mike. Ob diese Ruhe zwischen uns ihn quält? So richtig quälen? Ein langes gedehntes Gähnen floh aus meinem Mund. Hier herrschte katastrophal die pure Langeweile. Kann ich gleich zu einem Rentner Klatsch gehen. Es ging soweit das ich schon irgendeinen Schlager leise vor mich hin sang, bis es an der Tür klopfte.
,,Was!?“
Rief ich zu der Person die wohl dahinter stand, mit einer sichtlich genervten Stimme obwohl ich Unterhaltung voll nötig hatte. Hoffnungsvoll war mein Blick, veränderte sich schließlich als Mike rein kam. Stöhnend stülpte ich die Decke über meinen Kopf. Verdammt ich will ihn nicht sehen wie oft denn noch? Er scheint es nicht in seinen Shizohirn hinein zu bekommen. Meine Ohren vernahmen nur ein knacksendes Geräusch, es deutete darauf hin dass er sich auf den Stuhl neben mich gesetzt hatte. Wehe er wagt es seine Finger auf die Decke zu legen. Sein Atem wurde schwerer, traute er sich das sogar nicht mehr? In Gedanken wollte ich dass er sprach, doch das Herz verbat mir an diesen zu glauben. Das Kissen wurde leicht verschoben, die Decke legte sich ein Stück zurück. Zittrige Finger spürte ich an meiner Schulter, nahm sie weiterhin nicht wahr. Bald gibt er auf, rennt erneut weg und lässt mich hier liegen. In meiner Brust schmerzte es, wie kleine Messerstiche die meine Seele heimkehrten.
,,Chaz…“
Jeder einzelne Buchstabe drang schmerzhaft in mein Herz, halt dein Mund verdammt.
,,Es tut mir Leid, mehr kann ich nicht sagen…rede endlich mit mir!“
Beinahe klang seine Stimme gewalttätig, nein ich konnte nicht antworten. Nicht vergessen, nicht verzeihen. Ohne Rücksicht auf meine Gefühle zog er mich am Kinn zu ihm, die Augen sahen wohl durch mich hin durch.
,,Bitte vergib mir…“
Dies hörte ich doch schon einmal…na klar, als er die Hand auf meine legte, so einfach geht das nicht…ich…nein Chester reiß dich zusammen.
,,Warum sagst du nichts? Bin ich dir etwa so egal?“
Schluchzte er unter Tränen, ich hingegen blieb kalt. Diese Tropfen berührten mich nicht mehr. Nichts konnte mich heilen, auch seine Tränen nicht. Zu tief saß der Schmerz, alleine kann er nicht absterben.
,,Bitte Chaz bitte, verzeih mir nur einmal noch!!“ flehte er

Da hilft kein Betteln und kein flehen mehr.
,,Es ist hoffnungslos…“
Hörte ich Mike noch als er die Tür knallartig zu schlug. Kurz bereute ich es, dennoch, kratzte es mich nicht weiter. Sondern schlief unter Tränen ein. Nach ca. einer Woche konnte ich endlich raus hier, Rob holte mich mit dem Auto ab und fuhr mich erst zu Amy, danach zurück wo die anderen schon sehnsüchtig warteten.
,,Endlich!“
Alle stürzten auf mich drauf, außer natürlich einer. Mike stand an der Ecke, lehnte sich gegen die Wand und starrte zu Boden.
,,Du hast Falten bekommen.“ Scherzte Phi
Berry kam angerannt.
,,Berry!!!“
Schrie ich überglücklich und hob den Großen hoch, Vor Freude schleckte er mein Gesicht ab. Unkontrolliert zappelte er mit den Pfoten und der Schwanz hörte nicht auf zu wedeln. Er sprang noch eine Weile um mich herum, als Lohn warf ich ein Leckerli durch den Flur. Meine Augen suchten den Flur nach Mike ab, er war weg. Endlich scheint er es begriffen zu haben.
,,Chaz kann ich mit dir reden?“
Joe tippte mich an der Schulter an und zeigte mit dem Finger zur Küche. Berry tapste uns nach, hüpfte auf meinen Schoß und machte es sich dort bequem.
,,Um was geht’s?“ fragte ich spöttisch
Wehe er kommt mit diesem Mike Thema an.
,,Mike.“
Kurz und knapp…
,,Okay, tschau!“
,,Bleib hier!“
Ganz locker hielt er mich am Handgelenk fest, schmiss mich auf den Stuhl zurück, Berry sah zwischen uns beiden hin und her.
,,Was ziehst du hier ab Chaz?“
Ich erschrak, Joe hatte ein Feuer in seinen Augen das es mir Angst machte.
,,Was sollte ich schon ab ziehen?“
Versuchte ich locker zu bleiben und kippelte.
,,Du trampelst auf ihn rum…“
,,Was tu ich? Ey hallo wegen dem Mistkerl lag ich im scheiß K-Haus! Der hätte mich gleich umbringen können!“
,,Chester du lebst noch, reiß dich mal zusammen!“
Er schlug auf den Tisch, war wutentbrannt.
,,Ich dachte du liebst ihn Chaz.“
Das musste ja kommen…
,,Was heißt schon lieben Joe?“
,,Also tust dus?“
,,Das hab ich nicht gesagt.“
,,Du willst mir jetzt nicht weiß machen das du aufgehört hast ihn zu lieben? Nur weil du im K-Haus lagst…ich gebe zu ich habe Mike angebrüllt wie sonst was, aber am Ende verlief trotzdem alles bestens.“
,,So einfach ist es nicht.“
Mit geschlossenen Augen lehnte ich mich nach hinten. Suchte tief in mir nach irgendwelchen Gefühlen die für Mike bestimmt waren. Leider, konnte ich die nicht fühlen.
,,Ich bin mir nicht sicher…“

,,Rede wenigstens mit ihm.“
,,Nein!“
Schrie ich gleich als Antwort.
,,Dann kannst du gleich ausziehen.“
Joe ging zu Rob ins Wohnzimmer.
Aus Langeweile zauberte ich schnell ein Hawaiitoast zusammen, schloss die Tür von der Küche und krachte mit Mike zusammen.
,,Tschuldige…“
Er kratzte sich am Kopf, wir beide bückten uns gleichzeitig um das schöne Toast aufzusammeln, Mike sah mich an, wie in einem Film. Doch bei mir gab’s kein Happy End, deshalb suchte ich alles zusammen und warf es weg. Es wäre falsch gewesen ihn jetzt an zu sehen. Am Türrahmen in der Küche wartete er auf mich. Mit einem genervten Blick sah ich an ihm dran vorbei.
,,Chester.“
Mit seiner flachen Hand drückte er mich nach hinten, jetzt stand ich vor ihm und musste den Blick zu ihm werfen.
,,Lass mich…“
Weiter kam ich nicht, die kräftigen Arme zogen mich an seine Brust, sein Geruch stieg mir in die Nase, zu gerne roch ich diesen. Meine Seele ließ sich fallen, genoss jede Bewegung die sein Oberkörper machte. Durch meine Haare strich seine Hand, ein beruhigendes Gefühl setzte sich in mir frei. Nein, komm zur Vernunft. Doch es ging nicht, zu schön war es dort wo ich war, so anziehend.
,,Halt mich fest.“
Wimmerte ich kaum hörbar, er konnte es verstehen…
,,Mir geht’s echt beschissen weißt du das? Die Angst dich verloren zu haben ließ mir keine Ruhe, dabei tuts mir alles unendlich leid…“

Sein Kopf vergrub sich in meiner Schulter, leise fielen Tränen herab. Ihr befreiendes Geräusch steckte mich an. Als wir uns lösten strich er eine Träne von meiner Wange. Das geflügelte Kribbeln packte mich als er meine Lippen küsste. Genau in diesem Augenblick fand ich das was ich eben noch gesucht hatte. Das Gesicht lag in seinen Händen, kreiste es passend zu den Bewegungen der Zungen. Nur leicht stupsen sie sich an, klebten aneinander. Atmen fällte mir sehr schwer. Nach diesem traumhaften Kuss bannten mich seine Augen. In mir herrschte das totale Gefühlschaos, Glücksgefühle überrollten mich und die Angst das nur zu träumen verschwand plötzlich als Mike mein Kinn zu sich zog. Zärtlich presste er erneut seine weichen Lippen auf meine. Wieder war es getan, jede einzelne Ader wurde kräftiger durchblutet, das Herz pochte so laut das ich dachte es zu hören. Fröhlich beschwingt zog ein Lächeln über meine Lippen, er unterbrach. Versank in der Tiefe des Blicks, sehnte sich wohl nach weiteren Berührungen. Die Nasen umkreisten sich liebevoll, eine Hand von ihm lag an meiner Taille. Leicht presste er sein Becken gegen meins, jeder Atemstoß der mir ins Gesicht prallte versicherte mir, dass es kein Spielchen sein konnte. Durch seinen Kinnbart lachte ich kurz in mich hinein, zu sehr kitzelten diese kleinen Härchen. Dies war nicht genug, seine zwei Hände fuhren an meinem Rücken runter in die Hose, strichen sacht über die Unterhose und kniffen mich am Po leicht. Verrückt nach ihm legte ich die Finger auf seinen Nacken, zog seinen Körper leicht zu mir runter. Da ich ja einpaar Zentimeter kleiner war als er. Ein Pfeil durchbohrte mein Herz, erfüllte es mit warmer Liebe. Im Kopf herrschte Stromausfall. Innige küsse faszinierten mein verlangen. So einiges erweckte auf meiner Haut eine Gänsehaut. Zähne knabberten an meinem Ohr herum, bissen leicht ins Ohrläppchen während der Atem es leicht wärmte. Wässrig glitt die Zunge über meinen Hals, er hinterließ dort einen kleinen Knutschfleck. Auf seinen Rücken fuhr meine Hand auf und ab. Ein Bein drang zwischen meine Beine sodass ich das rechte um seins schlang. Nach weiteren Sekunden öffnete ich die Auen, sah Joe grinsend auf der Heizung sitzen. Ich kniff Mike in die Seite, ruckartig hörte er auf.
,,Wie schnell man sich versöhnen kann.“
Er grinste bis über beide Ohren, von oben nach unten sah er uns an. Gleichzeitig zogen wir die Hände weg und liefen rot an. Fragend sahen wir uns seitlich an.
,,Jaja, braucht nichts zu vertuschen.“
Der Froschkönig klopfte uns beiden auf die Schulter, zerrte uns an den Ohren ins Wohnzimmer. Berry lag ganz ruhig auf Phi´s Schoß. Schweigend saßen wir auf der Couch, glotzten gebannt zum TV. Zwischendurch warf ich meinen Blick zu Mike der leider im Sessel saß. Nachdenklich sah er als Einziger aus dem Fenster. Er sah nicht zurück, stur waren die Augen auf einen Punkt gerichtet. Es machte mich stutzig, dachte er etwa über eben nach? Etwas bedrückt drehte ich Däumchen. Die Jungs schmatzten und ihre Mägen knurrten.
,,Ich bestell mal was zu fressen.“
Somit ging Brad hinaus in den Flur, schnappte sich das Telefon und rief beim Dönerfutzie an. Daher das neben mir frei war rutschte ich zur Lehne, Berry stupste meinen Arm an. Bettelnd glänzten seine schwarzen Augen. Mit einem Lächeln strich ich durchs Fell. Wendete dabei den Blick zu Mike nicht ab. Seine Augen waren geschlossen, sein Atem hinterließ Spuren am Fenster. Unruhig zappelte mein Fuß, wartete bis er sich wenigstens erheben würde. Selbst das passierte nicht. Was ist los? Habe ich mir zu viel eingebildet? Ich schüttelte den Kopf, das kann nicht sein. Erst als Brad mit 10 Schachteln angestolpert kam, stand Mike auf und setzte sich mir gegenüber. Mein Essen bestand aus einem Döner und eine Schachtel Nudeln. Alles beide verdrückte ich in weniger als 5 Minuten. Sah dabei zu Mike, der einfach nur ganz in Ruhe aß. Unsicher wollte ich seine Hand greifen, kurz davor legte er sie auf sein Bein. Hab ich mich erneut getäuscht? Mike was ist bloß?

,,Man bin ich satt!“
Lockte mich Rob aus meinen Gedanken der beruhigend seinen Bauch streichelte. Der sah aber voll aus. Ich schlürfte schnell die letzte Nudel herunter und ging mit Berry in die Küche. Brachte schnell den Müll runter. Man war das viel, bin ich die Putz? Naja egal, so schlimm war es a nicht. Oben an der Haustür watete Mike. Zog mich an sich und schob die Zunge in meinen Mund. Jedoch so das es mir nicht gefiel. Leicht stieß ich ihn beiseite, nahm meine Jacke von der Garderobe und band Berry an die Leine. Mike kam mit mir mit. Gemeinsam liefen wir die Straßen entlang. Zuerst herrschte Stille. Bis er unerhofft meine hand in seine nahm und sie zärtlich drückte. Warum ich dabei etwas rot anlief weiß ich auch nicht mehr. Er sah mich an, kam langsam näher.
,,Ich kann nicht glauben das du mir das alles verzeihst…wie kann ich dir nur zeigen…das ich es wirklich bereue?“
Stammelte er vor sich hin, Berry setzte sich gespannt neben uns hin.
,,Indem du mich´s spüren lässt!“
Ich stieß mich von einer Mauer ab und drückte die Lippen auf seine. Die Lösung lag darin aneinander zu vertrauen, was mir schwer fallen könnte, doch ei ihm, war ich sicher das ich es schaffe. Immer wenn ich seine vollen Lippen schmeckte war ich freier als ein Vogel. Hatte das Gefühl ewig zuschweben. Nach Minuten des Küssens gelangten wir zu einem See. Er schimmerte im Mondlicht, der Glanz raubte mir ein bedrückendes Seufzen. Wir beide setzten uns auf die warme Wiese, Berry lag vor unseren Füßen. Gemeinsam ertranken unsere Blicke ins tiefe, dunkle Wasser. Man konnte leichtes Quaken der Frösche wahrnehmen, wenn Joe jetzt hier wäre würde er die ganze Nacht versuchen einen zu fangen.
,,Berry!“
Mike schrie meinem Hund hinterher. Schnell sah ich auf, er sprang ins Wasser. Ich hatte glatt vergessen wie sehr er es liebte zu schwimmen.
,,Er wird irgendwann wieder raus kommen.“
Grinste ich zufrieden. Mike legte seinen Kopf auf meinen Schoß, ich saß ja im Schneidersitz da, so konnte er leicht in mein Gesicht schauen. Lange sah er mich von unten an, wenn das jemand tat fing ich an ganz schrecklich zu lachen. Das war mein größtes Handicap. Am Kinn zog er den Kopf leicht nach unten, sein Hals streckte sich sodass unsere Zungen sich berührten. Alles kribbelte und brodelte. Wie beim ersten Kuss. Leicht massierte meine Zunge seinen Gaumen, fuhr sanft über die Zähne und wieder hin zu seiner. Das liebliche Spiel erschien mir so kurz, wir lösten uns wieder.
,,Ich kann es nicht glauben…“
Flüsterte Mike traurig. Ich strich ihm durchs Haar.
,,Glaub es lieber^^.“
,,Chaz?“
,,Hm?“
Unschuldig sah ich zu ihm runter.
,,Wenn ich noch einen Fehler mache…verzeihst du mir diesen nicht?“
Ein Kloß entstand in meinem Hals, warum fragte er so etwas? Das kann ich doch nicht beantworten…
,,Ich, kann es nicht sagen.“
Schwach nickte er mit dem Kopf.
,,Das wusste ich.“
Er richtete sich auf, versteckte die Hände in der Hosentasche und sah zu Berry der vergnügt herum schwamm.
,,Mike, ich liebe dich…“
Sprach ich leise, lehnte mich gegen seinen Oberkörper und achtete auf das Schlagen seines Herzens. Dabei schloss ich die Augen, klammerte mich um seinen Rücken fest um ihn noch näher an mich zu drücken. Mike kam mir komisch vor, nahm er mich nicht wahr? Ich sah zu ihm rauf, kälter als Eis waren seine Blicke die zum Himmel gerichtet waren.
,,Mike?“
Die zittrige Stimme schien bei Mike anzukommen. Mich quälte etwas, machte mich unsicher.
,,Lass uns gehen…“
Sagte er schnell und ging vor. Ich rief Berry zu uns, rannte zu ihm und ging stumm weiter. Wir redeten den ganzen Weg nicht, warum nur?
,,Na ihr beide was habt ihr so…schönes…..ge..macht…?“
Völlig verdattert trafen sich unsere Augen. Mike lief ins Bad um sich zu duschen, Berry und ich saßen in meinem Zimmer. Er lehnte sich an mich, ein wenig kuschelte ich mit ihm. Nach etwa 20 Minuten betrat Mike nur mit einem Handtuch den Raum, strubbelte seine Haare durch und kämmte sie flach nach. Traurig sah ich zu Boden, in mir wurde mir ganz schlecht. Das Handtuch fiel direkt auf Berrys Kopf, Mike zog sich um. Dennoch sah ich ihn nicht an, es war wie eine Sperre. Wie in einem Traum legte ich mich ins bett, ließ die Decke über meinen Körper gleiten und starrte die Wand an. Berry lag bei meinen Füßen. Schließlich stieg er mit rein, das hätte ich nicht erwartet, dachte wirklich er geht jetzt in sein Zimmer. Fast vorsichtig umschlangen seine Arme meinen Bauch, eine hand lag auf meine nackte Brust. Mich beunruhigte irgendwas. Aber warum nur? Ohne Gute Nacht oder ich liebe dich zu sagen schliefen wir gemeinsam ein.

Mikes POV

Etwas weiches legte sich auf meine Wange, meine Augen erfassten dass es Chaz war. Mit einem sanften Kuss riss er mich aus dem Schlaf.
,,Morgen.“ Lächelte er
Mein Mund brachte nichts raus, obwohl ich soviel sagen wollte.
,,Mike was hast du?“
,,Ich, weiß es auch nicht.“
Leicht stand ich auf, wir sahen uns in die Augen. Sie erzählten mir gar nichts, nichts! Was ist nur los mit mir? Vr mir sitzt Chester halb nackt und ich hab nichts Besseres zu tun als ihn launisch an zu labern. Das ganze änderte sich nach dem frühstück schlagartig. Wir beide saßen vor der glotze, kuschelten und küssten uns ausgiebig. Er machte mich mit seinen weichen, zarten Lippen wahnsinnig. So gerne spürte ich seine Nähe. Zusammen kochten wir später noch das Mittagessen…zum Teil machte er es aber ich war ein guter Schüler. Am selben Tag gingen wir ins Kino, danach schnell in ein Restaurant, später warn wir wieder Zuhause. Dort lagen wir in sein Bett und ließen es uns richtig gut gehen. Wie gelähmt unterwarf ich mich seinen Küssen. Ich ließ mich völlig fallen, dennoch wollte ich mir Zeit mit dem Sex lassen. Was Chester auch super wahrnahm. Er wusste warum….schließlich, war Shinnizle immer noch da. Im Moment wusste keiner wer gerade neben Chaz lag, sogar nicht. Bald würde es mir alles reichen, bald würde es mich so verletzen das ich mich dem Tod ergeben werden. Ich erinnerte mich wie schön es doch noch war als er nicht ins Licht trat. Jedenfalls nicht so sehr. Hilflos kratzte ich mich am Kopf, während mir Chester liebevoll „Ich liebe dich“ ins Ohr flüsterte. Jedes mal wenn er dies tat breitete sich in mir eine Leere aus. Keine richtige Antwort fand ich. Nichts, alles war tot. Dennoch fragte er nicht „Du mich auch?“ usw. Kann er es ahnen? Eine unsichtbare Schlaufe zerquetschte die Kehle, erdrückte die Worte die raus wollten um einen Menschen Gewissheit zu verschaffen. Wie ein Kind klammerte er sich an mir fest, leckte kurz über meine Schulter und grinste wieder so unglaublich süß. Gegenseitig starrten wir uns in die Augen, verloren die Zeit. Lange rekelten wir uns aufeinander herum. Versanken in unsere Liebe die noch nicht einmal richtig begonnen hatte.
,,Aufstehen ihr beide.“
Rob schüttelte langsam meinen Arm. Lächelte uns beide an, zog die Vorhänge weg sodass die Sonnenstrahlen in unseren Gesichtern fielen. Er schlief trotzdem weiter, ganz deutlich sah man wie leichte Sabber aus seinem Mund liefen. Diese strich ich weg, Chester mein Baby^^. Nun kitzelte ich ihn aus, sein glückliches lachen muss durch die ganze Straße gezogen sein. Mich überkam eine Idee. Schnell lief ich mit ihm aus dem Zimmer, rannte zum Balkon wo die anderen saßen und sich die Brötchen in die Münder stopften.
,,Leuteeee!!!!“
Alle erschraken, Joe verschluckte sich dabei.
,,Ich hab eine tolle Idee^^.“

,,Was kommt jetzt?“
Klang Phi nicht begeistert.
,,Wir fahren, in ein Winterlager!“
Platzte es plötzlich aus mir raus.
Alle: O_O
,,Wir haben es grad so warm und dann kommst du mit Schnee an -.-.“
Pöbelte Brad und trank in aller Ruhe seinen Kaffee.
,,Ich denke es ist eine gute Erleuchtung^^.“
Gab mir Phi wenigstens Recht. Mein Bauch wurde von Chesters Händen umarmt.
,,Liebend gern…“
Sein Zeigefinger strich über mein Sweat Shirt.
,,Bitte…“
Flehte ich Joe und zog an seinen Ärmel. Bitte Joe mach doch mal. Wir haben nichts anders zu tun, er muss einfach mit ja antworten.
,,Eine Woche?“
Fragte Joe und nippte an sein Glas die mit Saft gefüllt war. Ich wackelte mit den Augenbrauen, war das ein Zeichen^^?
,,Aber erst übermorgen.“
Joe klang zwar nicht begeistert, doch ich umarmte ihn trotzdem mit aller Kraft. Knutschte ihm kurz auf die Wange. Natürlich nur aus Spaß.
,,Mike?“
Chester sah mich mit fast zu gekniffenen Augen an, halt eifersüchtig^^.
,,Ach Darling.“
Schnell zwinkerte ich ihm zu und wir mussten uns einfach einen Zungenkuss geben.
,,Sehr schön macht ihr das.“
Seufzte Joe und fuhr mit dem Handrücken über die Wange.
,,Chester uns Ski fahren.“
Gleich nach diesem Satz fing Phi an zu lachen.
,,Was soll das heißen!“
Reagierte Chaz sofort mit einem fiesen Unterton.
,,Du würdest doch jeden Baum mitnehmen xD.“
Phoenix lachte herzhaft, die Hände agen auf seinen Bauch weil er schon schmerzte.
,,Oder Chazy mit einer Pudelmütze, ne fette Ski-Brille und mit einer kippe und…“
,,Halt dein Maul!!!“
Schrie er so dermaßen das eine Tasse vom Tisch fiel…wir staunten nicht schlecht.
,,Du hast eine außergewöhnliche Stimme…die kam aber bei Grey Daze nicht so oft rüber.“
Verlegen sah er zur Seite. Anscheinend überrumpelten wir die Vergangenheit.
,,Danke Joe aber…so gerne lass ich diese nicht frei…“
,,Warum bist du irre!?“
Joe schüttelte meinen armen Chazy hin und her, dafür klaute ich mir seinen Platz und naschte von den Keksen.
,,Nimm es einfach so hin ok?“
Ersetzte sich auf mein Schoß…ich stopfte ihn einen Keks in den mund. Ganz schlicht kaute er drauf rum und schluckte ihn runter.
,,Kriegt da einer ne schlechte Laune >.>?“
Ich kniff Chazy in die Seite, kein Zeichen.
,,Hey Süßer.“
Hauchte ich in sein Ohr. Das Gesicht kam näher, es folgte ein sanfter Kuss.
,,Wenn ich so an Schnee denke…fällt mir nichts gutes dabei ein…“
Stotterte er ängstlich. Ich streichelte über seinen kopf, zog seine Stirn an meine.
,,Was quält dich?“
Gespannt starrten uns alle an, kauten nur in langsamen Takten weiter, die Augen drohten raus zufallen…seltener Anblick…^^“.
,,Damals, war ich auch mit einem Freund…in so einem Lager, nur…wurde er von einer Lawine gefasst…an diesem Tag hatte ich Fieber…eigentlich wollte ich mit ihm…doch…er drängte mich zurück ins Bett….ihm hab ichs zu verdanken das ich noch lebe..“
Eine einsame Träne kullerte auf seiner Wange entlang. Ohne nach zu denken küsste ich diese weg. Das wusste ich nicht.

~2 Tage später ~

Mitten im ganzem Schnee latschten wir sechs Menschen umher. Bis wir unsere Hütte sahen. Endlich im warmen staunten wir nicht schlecht. Es sah noch besser aus als ich es mir gedacht hatte. Chester und ich gingen in eines der drei Zimmer. Zum Glück standen in jedem Raum nur 2 Betten. Das hieß wir waren hier ungestört und vielleicht passierts hier ja…wenn ich endlich wüsste…wer ich wirklich war…Zärtlich küsste Chester mich, zog mich mit aufs Bett.
,,Ich bin verrückt nach dir.“
Flüsterte er mir ins Ohr, eine Gänsehaut flog über die Haut. Das Glitzern in seinen Augen machte mich traurig. Was er auch bemerkte.
,,Hey Darling.“
Irgendwie waren mir diese Kosenamen fremd. Völlig ungewöhnlich glitten Hände über meinen nackten Oberkörper, raubten mir den Atem und ließen mich in Glücksgefühle fallen. Dieser Kerl war heißer als ein Vulkan. Doch ich konnte noch nicht.
,,Chaz bitte…“
Schnell hörte er auf an meiner Boxe herum zu fummeln, küsste mich und sah mich an.
,,Ich versteh dich Schatz.“
Und wieder kreisten die Zungen. Ich bekam eigentlich nie genug von ihm, hätte es hier und jetzt mit ihm treiben können, aber, da war was, es hielt mich konkret davon ab. Ob es zur Sicherheit für ihn diente?
,,Hinaus in den Schnee!“
Kreischte Joe und rannte mit uns allen raus. Draußen bauten wir erstmal einen Soldaten…er sollte eigentlich unser LP~Soldaten darstellen…hat aber nicht so richtig geklappt^^“. Danach stand eine lustige Schneeballschlacht an, natürlich hab ichs nur af Chaz abgesehen der sich meistens hinter dem Schneemann versteckte. Wir fielen küssend im Schnee, keiner hielt uns auf. Die eine Zunge war schneller als die andere, doch ich gewann meistens den kleinen Schnelligkeitskampf. Unsere Nasen berührten sich, ich legte meine Hände in seine, drückte sie fest. Öffnete seine Jacke um die Hand unters Shirt schieben zu können. Ganz verlangend glitt ich mit der Zunge über diesen süßen Bauch. Mein Körper kribbelte, überall. Auf einmal riss ich meine Jacke auf, legte mich auf ihn und ließ die Zungen spielen. Zog mein T-Shirt aus, die Kälte regte mich nur noch mehr an. Bis jetzt machte Chaz alles fein mit. As Verlangen wurde größer, in mir platzte die Sicherung.

Joes POV

,,Warte Rob du brauchst dich nicht zu wehren“
Schrie ich ihm hinterher, der Type hat mir doch glatt nen Steinschneeball an den kopf geschmissen, schreib schon mal dein Testament!
,,Autsch“
Kam ein Schrei von Rob, hehe. Mitten ins Gesicht, das nenn ich Rache.
,,Mike!“
Brüllte Phoenix plötzlich los, ich folgte diesem Schrei und sah wie Mike gerade versuchte, Chester zu vergewaltigen…Mike saß mit herunter gelassener Hose vor ihm…hat der…Mike?...Erstarrt konnte ich nicht glauben was meine Augen da sahen, Mike?! Phi und Brad brachten ihn mit ein paar Hieben zur Vernunft. Nun erkannte er Chester wie er zitternd vor ihm lag. Total geschockt half ich Chaz hoch, gleich fiel er in meine Arme und heulte alles raus.
,,Mike was machst du nur?“
Somit ging ich mit Chaz rein, legte ihn auf die Couch, zündete im Kamin das Feuer an und setzte mich neben ihn hin. Muss ja toll gewesen sein an Mikes Penis zu lutschen während man noch dazu gezwungen wird.
,,Ich versteh ihn nicht…zuerst heuchelt er rum…und dann…“
Jammerte Chester in mein Pulli, viele Tränen versickerten in den Stoff, ich reichte ihm ein Taschentuch.
,,Das muss er gewesen sein.“
Quetschte ich aus meiner Kehle noch heraus. Immer mehr kuschelte er sich an mich ran. Ohje…jetzt weiß ich wie sich Mikey fühlt. Mike oder Shinnizle? Ach scheiß hier alles! Der Depp muss alles wieder zertrümmern…ich könnte ihn jetzt erschlagen.
,,Joe?“
,,Äh…Hm?“
,,Kann ich heute bei dir im Zimmer pennen?“
,,Na klar, muss nur Brad raus…hehe.“
,,Danke…“
Erneut legte sich der Kopf auf meine Brust, wenigstens war es hier schön warm.
,,So Freundchen, nein, nein halt, hier geht’s lang!“
Phi und Rob hielten Mike davon ab zu uns zugelangen, sie brachten ihn ins Zimmer.
,,Es lohnt sich nicht mehr…Tränen für so was zu…verschwenden….es wird nie…anders sein…“
Chester verfiel in einen größeren Heulanfall.

Chesters POV

Unter Tränen schwafelte ich noch unverständlichen Zeug, Joe drückte mich von sich weg, heißt das ich soll alleine sein? Richtig. Joe lief ins Zimmer wo sie Mike rein geschleppt hatten. Meine Beine winkelte ich an, versteckte den kopf in die Knie, hörte nur das leise Knistern vom Holz. Die Frage „Warum?“ brauchte ich nicht zu stellen. Darauf gibt’s doch eh keine Antwort. Es muss Schicksal gewesen sein. Stumm rannten wenige Tränen über mein Gesicht. Selbst weinen wollte ich vermeiden, immer das, was so unmöglich war. Alle Bilder von eben und der Vergangenheit kehrten mich Heim. Ließen mich wieder fallen sodass ich kein Seil hatte um rauf klettern zu können. Neben mir lag keine starke hand, die mich eventuell Halt geben könnte. Nichts war da. Nur ich und die Leere tief in mir. Überall diese nie beantworteten Fragen, warum mach ich nur nichts? Vor mir auf dem Tisch brannte eine Kerze, ihr flackerndes Licht verzauberte meine Seele. Ich versuchte die offene Hand übers kleine Feuer zu halten, dennoch verspürte ich Hitze und zog sie schnell an mich. Warum fühlte ich noch was? Das geht doch eigentlich nicht mehr. Ich bin es leid, immer wieder dasselbe Spiel durchmachen zu müssen. Ich will hier nicht länger bleiben…ich will nach hause…jetzt…sofort… Amy…wenn sie es wüsste…und Frank und die anderen…all diese Leute fehlten mir am meistens…sie waren die einzigen…die mir kein Leid antaten. Ich überlegte nicht länger, schmiss nur die Jacke in meine Tasche und fuhr wie wir hier her gekommen sind nach Hause. Dort nach ewigen Stunden angekommen, rannte ich direkt zu Berry wuschelte durch sein Fell und ließ die Hundezunge über mich ergehen. Doch am selben Abend, kamen Mike & Co zurück. Was soll der Scheiß verdammt? Ich will Mike nicht sehen…warum versteht mich keiner? Joe fing mich ab und zerrte mich in Mikes Zimmer.
,,Chester was machst du?“
,,Nichts!“
,,Weg rennen hilft dir auch nicht weiter!“
Ich senkte den Kopf…wollte lieber alleine sein.
,,Du verstehst das nicht…“
,,nein ich verstehe es nur nicht das du immer davon rennst!“
Joe klang ziemlich ernst und packte mich an den Schultern.
,,Sieh mal Mike ist Shinizzle!“
,,Das weiß ich auch!“
Schrie ich zurück, sofort klatschte er mir eine.
,,Dann versuch damit klar zu kommen.“
Böse blitzten die Augen, klar kommen? Wenn er dabei ist mich zu missbrauchen? Spinnen die jetzt alle? Nervös sah ich ein kleines offenes Heftchen auf Mikes Tisch liegen…ich trat näher um genauer zu erfassen was darin stand. Nur ein paar Zeilen ergriffen meine Augen…die aber voll angegriffen haben.

„Heute habe ich es wieder nicht geschafft mit Chaz zu schlafen, wann werde ich nur diese Wette mit Brad gewinnen? Irgendwann muss doch der richtige Zeitpunkt für dieses kleine Spielchen sein…aber wann? Mir bleibt nicht mehr viel zeit…“

In mir zog sich alles zusammen, wollte nicht glauben was da stand. Schwarz auf weiß, seine Schrift, seine Gedanken…
,,Joe…hier lies mal das…“
Joe trat näher und las das gleiche…ich hielt es nicht aus. Die Beine waren schneller als mein Herz. Wie in Panik rannte ich aus der Wohnung, hörte Joe noch Mike anschreien. Mike kam hinterher gerannt. Mein Gott verpiss dich, lasst mich alle in Ruhe! Eine ganze Weile rannten wir, er gab nicht auf. Was soll dieser Scheiß? Der kann doch mit jemanden anderen spielen warum ausgerechnet mit mir? Bin ich nur für so was wert? Schließlich kappte mich Mike am Arm und zog mich mit Gewalt zu sich.
,,Chester…“
,,Verschwinde Mike! Verschwinde aus meinem Leben!!!“
Mit der Faust schlug ich auf seinen Oberkörper, wollte keinen bei mir haben und vor allem nicht diesen Idioten!
,,Nein Chester…ich kann nicht..“
Stotterte er vor sich hin.
,,Wieso kannst du nicht! Fass mich nicht an!“
Ich schubste ihn von mir weg, doch er hielt erneut meine Hände fest. Was will er nur? Warum quält er mich so dermaßen mit seinen Worten? Völlig verloren sah er mich an, diesen Blick, werde ich wohl nie vergessen.
,,Ich liebe dich.“
Was? Hat er eben…das hat er noch nie gesagt…nein, das ist nicht wahr.
,,Du lügst!!!“
Schrie ich weiter und brach in Tränen aus. Das alles war nur eine Lüge.
,,Verdammt ich liebe dich und du behauptest das Gegenteil!“
Jetzt schrie seine Stimme, es klang so wahr…für mich aber wie Misstrauen…
,,ich kann dir nicht glauben…nicht nach allem was passiert ist…“
,,Das weiß ich chaz, aber…bitte…ich bitte dich…ich wollte das nicht das war Shinizzle…du musst mir glauben…“
Sollte ich wirklich? Aber was wenn es alles wieder passiert? Und noch öfter? Oder gar nicht? Ich bin verwirrt, was soll ich machen…
,,Ich…Mike…ich…ich kann nicht.“
Ich drehte mich um, konnte ihn nicht ins Gesicht sehen. Mike aber zog mich erneut in seine Richtung, warum gibt er nicht auf?
,,Chaz, bei dir fühle ichs zum ersten mal! Bitte geh nicht…ich würde alles tun um diesen ganzen Scheiß rückgängig zu machen…aber das schaff ich nicht allein…sondern…nur mit…dir.“
,,Mike…“
Flüsterte ich und legte die Lippen auf seine. Zärtlich bekam ich wieder sein Gefühl. Mikes Gefühl das es richtige Liebe war, um die er kämpfen wollte.
,,Chaz…ich versuche…diesen Mist aus mir zu kriegen…hilfst du mir…?“
Sagte er unter Tränen, ich lächelte und antwortete nur mit einem fast tonlosen Ja. Die anderen waren uns aufgelauert…Brad entschuldigte sich für alles. Mike und ich waren mittlerweile fest zusammen, wir alle besaßen nun eine kleine Wohnung. Das Geld brachte unsere kleine band ein, denn ich beschloss mich dort mit zu machen. Doch nie hätte ich gedacht…das diese band…wirklich einmal…groß raus kommen wird…

~*~ENDE~*~